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tstening

Fahrgast

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Tuesday, September 20th 2016, 10:01pm

Welchen Federstahldraht für die Anlenkung von Weichenlaternen verwenden?

Hallo zusammen,

mein Name ist Tobias und ich lese schon eine ganze Zeit hier mit und möchte heute meine erste Frage stellen.

Derzeit baue ich an einigen Bahnhofs-Modulen und stehe kurz vor dem Einbau der Weichenantriebe. Dazu verwende ich den Hoffmannantrieb und modifizierte Lenz-Weichen (ohne Antriebskasten). Die Weichenlaternen sollen Unterflur mit der Drehmechanik von H0Fine gedreht werden. So siehts gerade aus.



Nun habe ich eben gesehen, dass Heiner in diesem Beitrag einen ähnlichen Aufbau gezeigt hat, wie der von mir geplante. Somit bin ich mir sicher, dass ich in die richtige Richtung gehe. Allerdings macht mir der Federstahldraht noch Sorgen, der zwischen Antrieb und Drehmechanik eingebaut wird. Bei der Stärke bin ich mir unsicher und tendiere zu 0,6 mm. Ist das stark genug oder evtl. schon zu stark?

Bisher habe ich auch nur gerichteten, aber nicht rostfreien Federstahldraht gefunden oder ungerichteten, aber dafür rostfreien Draht (z.B. bei Fohrmann). Der Draht auf Heiners Foto sieht irgendwie nicht nach Stahl aus. Sind evtl. auch andere Materialien geeignet? Welchen Draht könnt ihr mir empfehlen?

Bin für jeden Tipp dankbar.

Viele Grüße
Tobias

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Wolli

Bahnhofsvorsteher

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Tuesday, September 20th 2016, 10:17pm

Hallo Tobias,

ich benutze Stellstangen zum Weichenstellen per Hand. Die Stange ist aus Messing und 4 mm im Durchmesser. Geführt wird jeder Stange durch eingebaute Lüsterklemmen. In Höhe einer Weiche habe ich eine weitere Lüsterklemme aufgesteckt und in diese in einem freien Loch einen 1 mm Messingstab gesteckt und fixiert (verschraubt) und das Ende mit einem DREMEL etwas verjüngt, damit es durch das Loch der Stellschwelle passt. Der 1 mm Draht besitzt noch genügend Federwirkung.

Gruß
Wolli

Nachtrag: oh, ich glaube ich habe das Thema verfehlt, gefragt wurde: wie dreht man mit welchem Draht die Weichenlaternen? .... Ich lass die Antwort erst mal stehen.
Wolli has attached the following file:
Gruß, Wolli ---> wünsche allen HP1 !

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tstening

Fahrgast

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Tuesday, September 20th 2016, 10:44pm

Hallo Wolli,

genau, es geht mir darum, die Weichenlaterne zu drehen. Da der Hoffmannantrieb mehr Stellweg hat, als die Drehmechanik der Laterne, muss ich für einen gewissen "Schutz" sorgen. Einen direkten starren Draht vom Antrieb bis zur Mechanik, geht also nicht. Heiner hatte in seinem Beitrag einen "Z"-gebogenen Draht eingesetzt, der genügend Federwirkung und somit Schutz bietet. Genau so einen Draht muss ich mir also auch biegen, allerdings bin ich mir unschlüssig bzgl. des Materials und der Stärke des Drahtes.

Viele Grüße
Tobias

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Wednesday, September 21st 2016, 9:08am

Hallo Tobias,

Ein 0.6 bis 0.8mm Draht sollte dafür optimal sein. Ich kenne die Mechanik von H0fine und sie läuft sehr leicht. Wenn der Draht dicker wird, federt er nicht mehr genug.
Ich kaufe meinen Federstahldraht bei einem RC-Laden. Dort findest du normalerweise ein gutes Sortiment an harten Drähten. Falls es keinen Laden in deiner Nähe gibt, würde ich bei RC Lindinger oder Staufenbiehl schauen.
Solltest du in Riesa in zwei Wochen sein, kann ich dir auch gerne was mitbringen inklusive ner Kröpfzange, um die Anlenkungen zu biegen.

LG
Stefan

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Wednesday, September 21st 2016, 9:19am

Eine Möglichkeit besteht noch:

Am Drehpunkt der Weichenlaterne einen Servo-Arm als Hebel anzusetzen und durch die Wahl des Loches den Drehwinkel der Weichenlaterne bestimmen. Heisst im Klartext, je weiter der Stelldraht vom Drehpunkt weg ist, um so kleiner ist der Drehwinkel.
Als mechanischher Ausgleich empfiehlt sich noch den Verbindungsdraht nicht gerade sondern in einem einfachen Zick-Zack zwischen dem Antrieb und der Weichenlaterne zu verlegen. 0,6 mm halte ich schon für die obere Grenze, da keine Kraft zu übertragen ist.

Da meine Grafikkennntnise bescheiden sind versuche ich es mal mit Buchstaben: _/\ die obere Hälfte und \/ die untere Hälfte des Stelldrahtes ohne waagrechten Strich oben.

lg Franz.

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BTB0e+0

Bahngeneraldirektor

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Wednesday, September 21st 2016, 9:48am

Stelldraht

Hi Tobias,

ich habe im Schaba Hoffmann W´antriebe verbaut und betreibe diese seit Jahren ohne Probleme wie angehängtes Schemabild zeigt. Federstahldraht gibt´s wie von Kollegen beschrieben bei ... oder bei Conrad. Den Draht gibt es als Meterware, die richtige Stärke für Deinen individuellen Bedarf herauszufinden ist ein bisschen "Versuch und Irrtum".

Wichtig:
Draht nur einmal biegen - entweder nach gutem Augenmass oder Schablone anfertigen. Wenn Federstahldraht mehr als einmal gebogen wird gibt´s Bruch. Auch wegen Biegsamkeit nicht partiell erhitzen, dann ist es ja kein FEDERstahldraht mehr.

P.S. Auf dem Schemabild steht zur Drahtstärke 0,6 - 0,7 mm - FALSCH - ich meine natürlich 0,5 bis 0,8 mm
BTB0e+0 has attached the following file:
Gruss
Robert
BTB0e+0

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Wednesday, September 21st 2016, 11:59am

Vielen Dank für Eure hilfreichen Tipps.

Wir haben hier in Würzburg zwar zwei Modellbau/Modellbahn-Läden, aber beide sind eher schlecht sortiert. Die mir daheim vorliegenden Federstahldrähte beginnen erst bei 1 mm. So habe ich eben bei Lindinger Drähte in den Stärken 0,6 und 0,8 mm bestellt und gleich dazu eine Kröpfzange, die ich in Zukunft häufiger brauchen werde.

Mit etwas Glück sind die Sachen bis zum Wochenende da und ich kann meine Versuche starten.

Grüße
Tobias

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Wednesday, September 21st 2016, 2:44pm

Federstahldraht

Hallo Tobias

wende dich sonst an den Klavierbauer deines Vertrauens - die haben Stahlsaiten in allen möglichen Dicken. Funktionieren als Federn prima. Falls zu dick brauchst du einen, der auch Cembalo reparieren kann...

Freundliche Grüsse
Beat

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Wednesday, September 21st 2016, 3:41pm

Hallo,
da meine Lösung des Problems im Eingangsbeitrag erwähnt wird, möchte mich auch kurz dazu melden:
Die verwendeten Dreh-Mechaniken stammen von der Fa. Fritz Senn mechanics. Vom gleichen Lieferanten stammen auch die Stelldrähte. Diese sind bereits ab Hersteller in Zickzackform gebogen, um längere oder kürzere Stellwege als für die Laterne nötig sind zu puffern. Eine genauere Spezifikation liegt mir dazu nicht vor.

Meine 10 umgebauten Antriebe funktionieren alle noch einwandfrei.

Beim Einbau des gesamten Stellapparates ist darauf zu achten, daß alles leichtgängig ist. Wenn irgendwo eine Stellstange klemmt oder sonst etwas die Bewegung behindert, ist der Hoffmann-Antrieb schnell mit seiner Kraft am Ende. Dann brummt er nur noch und erreicht nicht mehr seine Endlage, um abzuschalten. Wenn man das nicht bemerkt, ist er bald hin.

Viel Erfolg!

Heiner
Vereine, die solche Typen wie mich als Mitglieder aufnehmen, sind mir äußerst suspekt.

Groucho Marx

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Thursday, September 22nd 2016, 10:01pm

Hallo Heiner,

vielen Dank für den Hinweis. In H0 habe ich nur Servos verbaut. Da hätte ich keinerlei Angst, was die Leichtgängigkeit der Mechaniken angeht. In meinen Spur 0 Modulen wollte ich aber an Ort und Stelle mit einem simplen Schalter ohne viel Aufwand die Weichen umlegen, deshalb zog der Hoffmann-Antrieb bei mir ein.

Wenn es bei mir mit dem selber biegen des Drahtes nicht klappt, kann ich also immer noch bei Fritz Senn mal nachfragen.

Was die von Beat empfohlenen Klaviersaiten angeht, habe ich noch in Erinnerung, dass die enorm hart sein sollen und ich mir dann unter Umständen einen entsprechend guten Seitenschneider anschaffen sollte. :-)

Viele Grüße
Tobias

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