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ruegenmodelle

Unregistered

1

Thursday, April 3rd 2014, 10:40am

Weichenbau nach Lenz & Co. (Schmalspur)

Hallo,

mein Ziel ist es einen Teil der Rügenschen Kleinbahnen vorbildnah im Maßstab 1:45 nachzubilden. Da es leider nur sehr wenig fertige Produkte zu diesem Thema gibt, muss ich vieles selbst bauen.
Eines der umfangreicheren Projekte ist dabei der Weichenbau, welchen ich hier kurz vorstellen möchte.
Bitte entschuldigt die Qualität der Fotos! Sie sind am Küchen- oder Basteltisch während des Baus entstanden. Nicht im Fotostudio!

Da ich rund 40 Weichen bauen muss, habe ich mir zunächst eine Schablone zur Verlegung der Schwellen fräsen lassen.




Natürlich nutzt die beste Schablone nichts ohne die Schwellen! Hier habe ich die Leiste (2 x 5 mm) auf 2 x 4,4 mm mit meiner Fräse verjüngt und dann mit einer Dekupiersäge und einem Anschlag auf Maß geschnitten.




Die Grundlage für die Weiche bildet eine 12 mm starke Multiplex-Platte, die ebenfalls auf Maß gefräst wurde.




Die Schablonenteile aus Polystyrol wurden fix zusammen geklebt!




...und siehe da, es passt! ;-)




So sieht das ganze dann von der richtigen Seite aus! (Der Hohlraum zwischen Weichenbrett und Schablone dient "überflüssigem" Klebstoff, damit dieser sich "ausbreiten" kann!)




Das Weichenbrett habe ich sicherheitshalber grundiert, um einen gewissen Schutz vor kommenden Flüssigkeiten zu haben (z.B. Schotterkleber).




Schnell nochmals alles angeschliffen!




...und dann die Schwellen mit Hilfe der Schablone eingeklebt!




Ohne Schablone kann man schon langsam erahnen was es werden soll. (Mit Messer und Bürsten wurde die Maserung noch etwas verstärkt.)




Um die Kleineisen genau positionieren zu können habe ich eine weitere Schablone angedacht!




...und so sieht sie zusammen gebaut aus!




Als nächstes werden die Schwellen mit der Airbrusch hellgrau (Revell 75) als Grundton lackiert.




Danach wird die Maserung mit Waschbenzin und dunkelbrauner Ölfarbe hervorgehoben und damit auch gleich ein "Schleier" über die Schwellen gelegt!




Zum Schluss werden mit einem Weißton (Revell 5) die Schwellen wieder stellenweise aufgehellt!




Mit den Emaille-Farben von Revell und Künsterölfarben ist alles Grifffest! Wer neuere Schwellen nachbilden möchte kann bei dieser Methode statt des Hellgrau ein heller Braunton verwenden. Durch stärkeres oder weniger starkes Aufhellen wird die Alterung entsprechend reguliert.




Fortsetzung folgt...

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ruegenmodelle

Unregistered

2

Thursday, April 3rd 2014, 10:41am

Im Ätzrahmen werden die Gleitplatten und Zungenteile von der Unterseite mit Lötfett eingeschmiert...




...und mit Lötzinn versehen.




Danach werden die Gleitplatten und die Schutzplatten der Zungen aus dem Rahmen getrennt und die Gleitplatten aufgelötet.




Die groben Lötzinnreste werden weitgehend mit mechanischen Hilfsmitteln entfernt.




Als nächstes werden die Zungenfüße aus dem Ätzrahmen getrennt...




...so dass die restlichen Unterlagsplatten im Rahmen vorlackiert werden können.




Mit Hilfe der aufgelegten Schablone können die Kleineisen korrekt auf den Schwellen positioniert werden, wobei ein Tropfen Sekundenkleber hilft.




Nachdem alle Kleineisen aufgeklebt wurden, kann die Schablone abgenommen werden.




Man kann schon immer mehr erahnen was am Ende entstehen soll.




Bei Hartholz als Unterlage bzw. Schwellen aus härterem Holz ist Vorbohren (0,5 mm) angesagt.




Endlich wird das erste Profil (gerade Backenschiene) aufgelegt und vernagelt. Die Nägel halten das Profil fest, so dass es nicht verrutschen kann, aber dennoch bei Temperaturschwankungen Bewegungsspielraum hat.




Nun werden die Herzstückspitzen befeilt (Neigung 1:7)...




Die gebogene Backenschiene wird als nächstes aufgelegt.




...und mit Hilfe von Spurlehren genau ausgerichtet und auf den Schwellen befestigt.




Danach wird die erste Flügelschiene mit den Spurlehren ausgerichtet und eingesetzt.




Die Radlenker werden sicherheitshalber mit Sekundenkleber fixiert und vernagelt. (Herzstück und Radlenker könnten alternativ auch verlötet werden.)




Die zweite Flügelschiene und der Radlenker folgen.




Danach werden die Zungenfüße verlötet. Bei NEM wird nur der Fuß an sich benötigt. Bei RP25 oder Finescale können die Zungen entsprechend dem Vorbild aufgebaut werden.)




Das Zungenprofil wird vor der Montage befeilt...




...und dann auf den vorbereiteten Fuß aufgelötet.




Als Gelenk dient eine Messingschraube.




Nachdem für die Gelenke entsprechende Löcher gebohrt wurden, können die zungen eingesetzt und die Stellmechanik montiert werden.




Dann folgen die gerade Zungenschiene...




...und schließlich die gebogende Zungenschiene, die beide auf der Gelenkseite eine Aussparung erhalten, die das Gelenk unten hält, so dass die Zunge nicht herausfallen kann.




Zu guter Letzt werden noch die Befestigungsschrauben eingesetzt.




Lackieren, Schienenköpfe säubern und fertig...





Gruß
Jo

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3

Friday, April 4th 2014, 2:50am

Hey Jo(e)

Hey Jo(e),

Deine Gleisbauarbeit ist im Modellbaufach fast so spitzenmässig wie "der Hendrix" Gitarre im Musikfach gespielt hat! :D :thumbsup:
Gruss
Robert
BTB0e+0

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4

Friday, April 4th 2014, 9:45am

Weichenbau

Hallo Jo,
das ist Weichenbau in bester Eigenbautradition. ich gratuliere dir zu dieser Arbeit und bin auf den weiteren Fortschritt
deines Projektes gespannt!
Vielen Dank und viele Grüsse aus dem Schwarzwald,
Dieter

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