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Montag, 14. Mai 2018, 20:07

Was sich aus normalen Lenz (Peco) Weichen so machen lässt

Hallo liebe Nuller,

aus gegebenem Anlass, sprich beengten Platzverhälnissen, sah ich mich gezwungen, mir mal ein paar Gedanken über andere als die handelsüblich erhältlichen Weichenformen zu machen. Anders gesagt, es lockert die ansonsten durch die Geometrie eines Herstellers vorgegebenen Möglichkeiten gewaltig auf. :thumbsup: Kompletter Selbstbau schied mangels passender Bausätze und hohem Zeitaufwand mal aus. :whistling:
Wegen der soliden Fertigung und hoher Betriebssicherheit, wenn auch im arg gekürzten Zustand, habe ich mich entschlossen, ausschliesslich Lenz Weichen aus Peco Fertigung zu verwenden. Ich habe daher eine bei mir im Gürterbereich liegende Weiche mit einem über das Herzstück hinausgehenden Radius versehen, was eine recht einfache Übung war und beim Vorbild früher sehr häufig vorkam. Vorbildgerecht wäre zwar ein durch das Herzstück hinduchgehender Radius aber das ist ohne Zerstörung der Weiche nicht machbar. Eingenartigeweise ist das im Erbegbnis an der verlegten Weiche so gut wie nicht mehr auffällig, es wirkt wie durchgehend. (untere Weiche im Bild)


Eine weitaus aufwendigere Geschichte war die Erstellung einer symetrischen Aussenbogenweiche, welche aus einer Lenz/Peco Rechtsweiche entstanden ist. Das Ergebnis ist die obere Weiche im Bild. Hier mal eine Aufnahme der ausgeklinkten Schwellenbandstücke, um den Schwellenrost flexiel zu bekommen:


Die Weiche musste dazu aber bis auf das gerade Profil und alles ab dem Herzstück des geraden Stranges zerlegt werden. Die abzweigende, innere Backenschiene wurde dann leicht in den Radius gebogen und auf das Längenmass der anderen Backenschiene ca. 2mm gekürzt. Weiterhin müssen die dann zu langen Weichenzungen an der Seite der Stellschwelle ebenfalls ca. 2mm gekürzt werden und alles wieder zusammengebaut werden. Die elektrischen Verbindungen der äusseren Schienen mit der jeweils inneren Backenschiene müssen von unten neu angelötet werden und schon hat man eine sehr flexible und universell einsetzbare Aussenbogenweiche.

Ansonsten gilt wie immer: für grössere Bilder rechte Maustaste --> Grafik anzeigen und nach Belieben vergrössern.

Nur Mut zum Machen, ist alles nicht weiter schwer :D

Gruss, Dirk

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Mittwoch, 16. Mai 2018, 21:26

Hallo Dirk,
deine Umbauten sehen wirklich gut aus !!!!
Wenn du nochmal Platzprobleme hast, kannst du ja vielleicht diese Weiche von Peco gebrauchen:




Schöne Grüße
Sören

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Mittwoch, 16. Mai 2018, 22:38

Hallo Sören,

die englischen Weichen kommen für mich nicht in Frage, sei es wegen der Schwelenlage als auch wegen der Schienenbefestigung. Da ist nichts dran was man auch nur ansatzweise bei einer deutschen Eienbahn druntermischen könnte...es sei denn im nicht sichtbaren Untergrund ^^
Meine Auffassung; ich werde einige der Pecos auch später in meinem Industrieareal verbauen, aber auf keinen Fall so wie sie aus der Schachtel kommen.

Gruss, Dirk

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Mittwoch, 23. Mai 2018, 22:21

Was sich aus normalen Lenz (Peco) Weichen so machen lässt - Das Ergebnis

Hallo liebe Leute des gepflegten Gleises,

mein linker Bahnhofskopf (Endbahnhof einer Nebenstrecke) des Anlagenprojektes ist weitestgehend von der Gleisbaurotte fertig gestellt worden :D Besagte Aussenbogenweiche passt sich gut ins Bild ein, der Geometrie wegen musste ich auch gleich noch eine 2. entsprechend ändern. Verlegt sind ausschliesslich die besseren Peco-Lenz-Weichen; es ist nicht eine Weiche wie aus der Schachtel geblieben. Alle wurden beschnitzt, geändert, gekürzt, anderweitig verstümmelt ... 8o 8o 8o

Aber seht selbst:






Die obere DWW führt ins bescheidene Bw, im Moment aber noch ins Nichts. Ersteinmal muss der Lokschuppen gebaut werden usw. usw...
Umfangreiche Fahrtests mit allen möglichen Loks haben nur kleinere Probleme aufgezeigt und die wurden sofort beseitigt.

Nun kommt dringend der Untergrund, sprich der leidige aber notwendige Kabelsalat an die Reihe. Ich verlege für jeden Stromkreis eine 2-adrige Ringleitung aus 1mm blankem Kupferdraht, das sollte mehr als ausreichend dimensioniert sein.


Für die Bilderdarstellung: für grössere Bilder rechte Maustaste --> Grafik anzeigen und nach Belieben vergrössern.


In einem anderen Thread werden die Fortschritte in loser Folge fortgeschrieben...

Gruss, Dirk

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Donnerstag, 24. Mai 2018, 10:45

Hallo Dirk,
Ich habe dir mal einen gegeben, denn deine Gleisverlegung finde ich gut.
Das Stumpfgleis für die Sägefahrt der Loks zum Lokschuppen würde ich länger machen.

Baust du einen Lokschuppen mit 3 Ständen ?
Interessant finde ich auch noch, wenn du evtl. eine Segmentdrehscheibe einbaust.
Es ist nur so eine Idee von mir.
Viele Grüße Robby

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Donnerstag, 24. Mai 2018, 11:25

die englischen Weichen kommen für mich nicht in Frage, sei es wegen der Schwelenlage als auch wegen der Schienenbefestigung. Da ist nichts dran was man auch nur ansatzweise bei einer deutschen Eienbahn druntermischen könnte..

Hallo Dirk,
ich weiß ja nicht, wann Deine Bahnlinie in Betrieb gegangen ist, sollte sie aber vor den 20er Jahren in Betrieb gegangen sein, dann kannst Du durchaus Peco-Weichen verwenden. Da Du mit Lenzgleis baust, musst Du von Peco ohnehin die Code-143-Weichen verwenden, und die haben deutsches Kleineisen. Und wegen der wohl fehlenden Doppelschwelle, musst Du Dir auch keine Gedanken machen. Denn diese war nicht immer vorhanden. Im Buch "Historische Bahnhofsbauten Band II" ist auf Seite 146 die Einfahrt des Bahnhofes Bingerbrück zu sehen, deutlich ist da eine Weiche ohne Doppelschwelle zu erkennen. Auch die Weichenzeichnung im Buch "Die Eisenbahn in Wort und Bild" ist ohne Doppelschwelle (erschienen ca. 1927).
Zumindest in der Epoche III dürften solche Weichen auf Nebenbahnen noch vorhanden gewesen sein.

Mit freundlichen Grüßen
Roland

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Donnerstag, 24. Mai 2018, 13:07

Hallo Robby und Rollo,
nun ich bin eher dem preussischen Oberbau und dem daraus entstandenen Oberbau K der Reichsbahn verbunden. Darher habe ich an den Lenz Weichen mit Doppelschwelle festgehalten. Es gab auch bei den früheren Länderbahnen, insbesondere auf Strecken mit leichtem Oberbau, einfache Weichen ohne Doppelschwellen. Aber auch die Schwellenlage bei den englischen Pecos sagte mir nicht zu, zumindest nicht in meinem Endbahnhof. Ich werde ja noch ein kleines Industrieareal bauen, da kommen dann auch einige Pecos aus England zum Einsatz, die allerdings mit Code 124 Profil und "beschnitzten" Kleineisen.
Ihr seht ja, dass ich meine Weichen auf diverse Arten einfach so geändert habe, dass sie ins Gleisbild gut hinein passen. Ausserdem habe ich teilweise in Nebengleisen niedrigeres Profil verlegt und auch die Schwellenabstände variieren je nach Bedeutung des Gleises.
Mein bescheidenes Bw wird nur einen 2-ständigen Lokschuppen beherbergen, das dritte Gleis ist das Bekohlungs- und Kohlenladegleis. Da ansich ausschliesslich Lokfahrten mit Tenderloks stattfinden, konnte ich das Ziehgleis ins Bw mit gut 70cm kurz halten. Irgendwo muss ja auch ein bescheidenes EG noch hin... ^^

Eine Segmentweiche/Scheibe wollte ich nicht einbauen, das schien mir dann doch für die Bedeutung des kleinen Endbahnhofs etwas übertrieben. Und andersherum betrachtet, ich brauche ja auch ein wenig Länge um die Lokschuppengleise verschwenken zu können ohne allzu kleine Radien bemühen zu müüsen.
Aber immer her mit euren Gedanken und Ideen, Kritik etc., von sowas lebt die Modellwelt und das Forum :)

Gruss, Dirk

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fritze« (24. Mai 2018, 14:24)


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