You are not logged in.

Bill

Bremser

(17)

  • "Bill" started this thread

Posts: 16

Location: Teningen

  • Send private message

1

Tuesday, February 5th 2019, 2:55pm

Von der Rheinebene in den Schwarzwald

Hallo,


nachdem ich hier seit 2013 (habe ich gerade nachgesehen)
Fahrgast bin, möchte ich nicht nur lesen sondern auch meine Planung einer
point-to-point Anlage vorstellen.


Vielleicht vorher noch zur Geschichte. Ich komme aus dem N
Bereich, da hatte ich schon als Kind mit angefangen und irgendwann die Sachen
wiedergefunden. Ab 2013 bin ich aber dann auf Spur 0 gekommen (Lag vielleicht daran,
dass damals eine Lesebrille nötig wurde.) Zu der Zeit war aber noch kein Platz
für eine Anlage in 0. Das hat sich jetzt geändert.


Diese Planung möchte ich hier vorstellen und hoffe in der Umsetzung
auf Euer Feedback. Gerade beim Bauen, ist Spur 0 Erfahrung wichtig. Manchmal
tue ich mich noch mit der Größe schwer, vom wörtlichen handhaben zwar leichter
aber die Spur N Erfahrungen passen nicht immer dazu.


Geplant habe ich eine point-to-point Anlage, weil ich am
Ende auf der Anlage betrieb machen möchte. Das fehlte nämlich immer bei den N
Anlagen. Bei einer Clubanlage hatten wir schön lange Züge fahren lassen und uns
den Abend halt mit netter Fahrkulisse gut unterhalten. Nur wenn eine Störung
war viel es wieder auf, dass wir ja eine Modellbahn haben. Das fand ich nicht ganz
erfüllend und der Versuch in N richtig zu rangieren scheiterte dann doch immer
an Kontaktproblemen.


Da mir die point-to-point Philosophie gefällt habe ich im
entsprechenden Forum (MAPUD) die Planung diskutiert. Ist auch ein gutes Konzept
rausgekommen. Jetzt in der Umsetzung würde ich gerne „Spurrein“ diskutieren.
Ich habe hier schon viel zu z.B. Selbstbaugleisen mitgenommen.


Nach dem Vorwort möchte ich meinen Plan vorstellen und dann
auch die ersten Testaufbauten diskutieren.


Da ich auch irgendwann zum Fahren kommen möchte, habe ich
die Anlage so geplant, das ich immer ein Stück weiter bauen kann aber mit dem bestehenden
schon Betrieb machen kann.


Erstmal geht es vom (Haupt-)Fiddelyard zum ersten
Durchgangsbahnhof und von da zum zweiten Fiddleyard. Dieser zweite Fiddelyard
wandert mit dem Baufortschritt immer eine Betriebsstelle weiter.


Der Plan des ersten Durchgangsbahnhofs sieht folgendermaßen
aus:



Bei „zum FY“ geht es in einen weiteren Raum im dem auch die
Werkstatt ist. Der „weitere FY“ ist der FY der wandert.


Die Anlage selbst soll Ende der Epoche 3 spielen und ist
zwischen Rhein und Schwarzwald angesiedelt. Der FY ist der Anschluss an die
Rheintalbahn und den Rest der Welt. Von da gehen aber nur regionale Züge auf die
Anlage über. Der hier geplante Bahnhof ist ein Durchgangsbahnhof, der in der Rheinebene
im Übergang zum Schwarzwald liegt, Wein-und Obstbau ist in der Umgebung und es
haben sich dort einige Firmen angesiedelt. Deshalb hat der Bahnhof 4
Anschlussgleise für Gewerbe bzw. Verladung.


Das soll die erste Szene dar Anlage sein und diese habe ich
jetzt angefangen zu bauen. Der Plan selbst wurde mit Templot gemacht. Was dann
auch heißt, dass keine gekauften Weichen passen. Alle Weichen sind Bogenweichen
und der Gleisabstand im mehr oder weniger geraden ist 90mm. Damit könnte ich in
den Raum einen Bahnhof mit guten Gleisnutzlängen planen. Die Idee des Bahnhofs
habe ich vom Bahnhof Haselünne (ist jetzt nicht Süddeutschland aber der
passte). Durch die Längsstaffelung von Güter- und Personenbereich bekomme ich
kein Problem mit der Eingrifftiefe und der Personenbahnsteig in der Kurve ist
möglich, da im Durchgangsbahnhof dort eigentlich nicht gekuppelt werden muss.


In der linken Bahnhofseinfahrt muss ich auf einen Radius von
1300mm runtergehen, da dort die Tür des Raums ist und ich den Güterbereich
relativ gerade aber auch lang haben möchte.


Soweit der Plan. Die ersten Versuche der Umsetzung möchte
ich jetzt zeigen.


Vom der linke Bahnhofseinfahrt sieht der Raum so aus.




Die Grundgestelle sind in knapp 130cm hoch.


Wenn man dem Streckenverlauf folgt dann sieht der Teil
weiter FY so aus:



Der Hintergrund sieht so natürlich noch nicht gut aus. Meine
Idee ist es, hier dünne Gipskartonplatten an die Wand zu kleben. Die sind 60 cm
hoch und gibt es auch in Weiß. Darauf kann man gut einen Hintergrund gestalten.
In den Ecken müssten dann gebogenen Hartfaserplatten kommen.


Hier bin ich mir aber noch nicht sicher wie ich die Hintergrundkulisse
gestallte. Einfach Blau, Foto oder stilisiert gemalt (wobei ich nicht der Maler
bin). Das sind in dem Raum fast 14m Kulisse.


Wie habt Ihr das gelöst?





Im Moment habe ich schon mal den Plan in 1:1 in Papier auf
die Unterkonstruktion gelegt. Sieht dann so aus:



[/url][/img]



Das war jetzt ein Schritt der mir als Spurwechseler viel
gebracht hat. Ich habe mir zwar auf Ausstellungen schon mehrere Spur 0 Anlage
angesehen, aber wenn eine große Halle drum herum ist, dann wird irgendwie die
Wahrnehmung getäuscht (Wie der Fernseher der im Geschäft viel kleiner als im
Wohnzimmer aussieht.) Dann noch ein paar Wagen aufs Papier gestellt und
irgendwie war dann die Dimension klarer. Was ich festgestellt haben; ich muss
mir um das Drumherum weniger Gedanken machen. Es passen halt die Gebäude die in
unmittelbarer Nähe zum Gleis sind drauf, aber dann ist auch schon Ende. War in
N auch anders. Dafür müssen die Gedanken aber genauer werden. Details kann man
jetzt halt sehen.


Meine Gleisbauübungen zeige ich dann in einem weiteren Post.


Grüße


Till

43 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

98 1125 (05.02.2019), gerdi1955 (05.02.2019), KlaWie (05.02.2019), Klaus vom See (05.02.2019), asisfelden (05.02.2019), HüMo (05.02.2019), martin (05.02.2019), a.g.schoepp (05.02.2019), Hexenmeister (05.02.2019), Baumbauer 007 (05.02.2019), moba-tom (05.02.2019), Scooter (05.02.2019), Rollo (05.02.2019), holger (05.02.2019), bvbharry47 (05.02.2019), heizer39 (05.02.2019), Alfred (05.02.2019), jk_wk (05.02.2019), ha-null (05.02.2019), Rainer Frischmann (05.02.2019), jbs (05.02.2019), Altenauer (05.02.2019), Hannah Josephine Dippe (05.02.2019), fwgrisu (05.02.2019), George M (05.02.2019), DirkausDüsseldorf (05.02.2019), Robby (05.02.2019), Andy P. (05.02.2019), Alemanne 42 (05.02.2019), Udom (05.02.2019), UtzRK (06.02.2019), Holsteiner (06.02.2019), ao4w (06.02.2019), Wolleschlu (06.02.2019), Meinhard (06.02.2019), JACQUES TIMMERMANS (06.02.2019), Hans-Georg (06.02.2019), Wopi (06.02.2019), Peter Kapels (06.02.2019), Skimble69 (07.02.2019), gabrinau (09.02.2019), Stephan (10.02.2019), diesel007 (09.03.2019)

2

Tuesday, February 5th 2019, 4:28pm

Hallo Till

da hast du dir ganz schön was vorgenommen.

Ich persönlich würde im Rangierbereich vielleicht auf ein Gleis verzichten, denn so wie jetzt sind auf dem Brett nur Gleise. So wirkt dann ein Betriebsanschluss auch nicht so beengt.

Viel Spaß beim Bau und den ersten Fahrversuchen.
.
:P Liebe Grüße aus der Steiermark :P

Gerhard



Vorsicht - Das Licht am Ende des Tunnels könnte ein Zug sein

3 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

Altenauer (05.02.2019), Udom (05.02.2019), UtzRK (06.02.2019)

Rollo

Bahngeneraldirektor

(1,346)

Posts: 1,568

Location: Nordsachsen

  • Send private message

3

Tuesday, February 5th 2019, 4:41pm

Hallo Till,
danke für Deine interessanten Ausführungen und viel Erfolg bei deren Umsetzung.


Du schreibst, dass Du eine Anlagenhöhe von 1,30m gewählt hast. So hoch hatte ich anfangs meine Module auch angeordnet. Dann aber festgestellt, dass ich mit einer Größe von 1,75m zu klein bin, um bei dieser Höhe der Anlage an jede Stelle zu kommen, ohne an der Anlagenvorderkante an irgend einem Einbauteil hängen zu bleiben. Jetzt habe ich die Module in einer Höhe von 1,10m, wodurch ich nun ohne Schäden an der Anlage überall heran komme.

Prüfe mal bitte, wie es sich bei Dir verhält, jetzt kannst Du noch alles ohne großem Aufwand ändern.

Mit freundlichen Grüßen
Roland

12 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

bvbharry47 (05.02.2019), heizer39 (05.02.2019), 98 1125 (05.02.2019), jbs (05.02.2019), Altenauer (05.02.2019), HüMo (05.02.2019), Robby (05.02.2019), Alemanne 42 (05.02.2019), Udom (05.02.2019), Hans-Georg (06.02.2019), DirkausDüsseldorf (06.02.2019), gabrinau (09.02.2019)

4

Wednesday, February 6th 2019, 9:23am

Anlagenhöhe-Planung

Hallo Bill-Till,
Deine Planung finde ich spannend und sieht schon sehr weit gediehen aus. Im Bahnhof Haselünne wurde Schnaps umgeschlagen, bei Dir halt Wein, dass passt schon. Auch finde ich Dein Thema spannend, da mein Thema im Schwarzwald angesiedelt ist und im Freelance-Format den Bahnhof Lenzkirch mit der Strecke nach Bonndorf ergeben soll.
Beachtenswert finde ich die geschmeidigen Radien auf Deinen Ausdrucken, dass sieht gut aus und ist sicherlich ein Vorteil am Gleisselbstbau.
Ich würde den Anlagenraum vorher noch etwas renovieren, da das Mauerwerk oder Putzflecken irgendwie immer in der Totalaufnahme zu sehen sind, es sei denn der Hintergrund geht bis zur Decke und Du machst unten noch einen Vorhang dran.
Zur Anlagenhöhe kann ch sagen, dass ich mit meinen 133cm sehr zufrieden bin. Die Segmente mit Gleisen sind 70cm breit. Da ich 188cm hoch bin und nach Möglichkeit ausschließlich mit Lenz-Kupplung fahre ist das kein Problem. Solltest Du Originalkupplungen verwenden sieht es wahrscheinlich etwas anders aus. Ich kenne Rollo's Anlage, beides hätte seine Berechtigung, kommt halt auf Körpergröße und Kupplungssystem an.
Ansonsten bleibe ich gespannt und bleibe an Deinen Beiträgen dran, da hier etwas interessantes zu entstehen scheint!
Viele Grüße
Jörg

8 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

98 1125 (06.02.2019), Altenauer (06.02.2019), HüMo (06.02.2019), jbs (06.02.2019), Udom (06.02.2019), bvbharry47 (06.02.2019), Hans-Georg (06.02.2019), DirkausDüsseldorf (06.02.2019)

Bill

Bremser

(17)

  • "Bill" started this thread

Posts: 16

Location: Teningen

  • Send private message

5

Wednesday, February 6th 2019, 9:25am

Hallo,

danke für die Kommentare.
Ja, die Anzahl der Gleise ist in 0 tatsächlich relevant. Mehr als 80cm Tiefe sind ja nicht mehr leicht zu bedienen. Besonders wenn die Anlage höher steht. 130cm passen aber für mich, bin 190 cm. Ich baue die Weichen und Gleise aber auf einem separaten Brett auf. Für das Gleisnageln wäre die Höhe schon anstrengend.
Ich habe aber von Hausbau noch Perimeterdämmplatten übrig. Die sind 20cm dick und eine sehr leicht zu verschiebende breite Stufe. Dann kann ich auch ganz nah an Details ran.
Die vier Gleise im Güterbereich brauche ich aber. Ein Verkehrsgleis, ein Einfahrgleis, eine Ausfahrgleis und eine Umfahrgleis. Ob ich das Vordere Anschlussgleis so lang mache muss ich noch überlegen. Die vier Gleise selbst sind nur 36 cm tief.

Grüße
Till

8 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

98 1125 (06.02.2019), Altenauer (06.02.2019), HüMo (06.02.2019), jbs (06.02.2019), Udom (06.02.2019), bvbharry47 (06.02.2019), DirkausDüsseldorf (06.02.2019), gabrinau (09.02.2019)

moba-tom

Bahndirektor

(772)

Posts: 1,612

Location: Münster

  • Send private message

6

Wednesday, February 6th 2019, 10:48am

Hallo Till,

schöne Planung, gefällt mir! Platz hast Du ja auch genug... wobei: geht das eigentlich? :huh:

Ich würde Dir empfehlen, die Gleise nicht zu nah an die Wand zu planen! Das sieht jetzt zu knapp aus, um noch eine Gestaltung hinzukriegen. Das Lichtraumprofil wird passen, aber zum Hintergrund solltest Du einen Übergang gestallten können, vielleicht ein Hang, eine Mauer, ein Zaun, ein Halbrelifgebäude... all das braucht seinen Platz!

Möglicherweise braucht Dein Hintergrund auch eine (Latten-)Unterkonstruktion (Stichwort: Hinterlüftung), dann sind auch wieder 4- 5 cm weg...

Stell Dir einfach vor, Dein Raum wäre 20 - 30 cm kleiner :rolleyes: das würde doch auch gehen!

Ich kann die Mauervorlagen, die man auf den Fotos sieht, nicht mit dem Plan zusammenbringen... kannst Du mir da nochmal helfen?

Gruß
Thomas
ARGE-Mitglied Nr. 1875
Meine Anlage: Bischofsheim in den 60ern

4 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

bvbharry47 (06.02.2019), jbs (06.02.2019), Alemanne 42 (06.02.2019), Altenauer (06.02.2019)

Bill

Bremser

(17)

  • "Bill" started this thread

Posts: 16

Location: Teningen

  • Send private message

7

Wednesday, February 6th 2019, 10:54am

Gleisbau Weichen

Hallo,

jetzt möchte ich Euch auch noch die ersten Gleisbauübungen vorstellen.

Ich habe die Planung ja mit Templot gemacht und dabei auf jegliche Vorgaben durch fertige Gleise verzichtet. Damit kann ich im passenden Bogen mit der Bahnhofseinfahrt anfangen und einen kleineren Gleisabstand als bei z.B. Lenzgleisen einhalten. Das kam eindeutig den Gleisnutzlängen zugute und mir gefällt der Gleisverlauf auch besser.
Aber das heißt natürlich Selbstbau. Die Weichen werde ich jedenfalls selbst bauen. Beim Streckengleis in ich mir noch nicht wirklich sicher. Das sind in diesem ersten Abschnitt schon 50m Gleis. Irgendwann will ich ja auch fahren.

Ich habe mich nach einem System umgesehen, was mir im Bau wohl liegen kann. Ich bin dann am Ende bei Teilen von Wenz gelandet. Als erstes Übungsobjekt habe ich zwei gerade Stücke Gleis gebaut. Einmal mit Selbstbaugleis und einmal ein Lenzgleis. Ich wollte den direkten Unterschied sehen und auch die unterschiedliche Bauzeit erfahren. Bei mir waren es für das Selbstbaugleis für 30cm ohne Schotter und Rost ca. 2 Stunden Arbeitszeit. Das Lenzgleis für den Gleichen Bauzustand hat vielleicht 5 min Arbeitszeit gekostet. Schottern und „rosten“ hat dann bei beiden Systemen gleich viel Zeit gekostet, ich denke so ca. 30min für beides.

Geschottert sah es dann so aus:


Beim Selbstbaugleis sieht man noch die Experimente mit verschiedenen Kombinationen von Beize. Das fertige Gleis sieht dagegen doch sehr uniform aus.

Als Schotter habe ich einfach Basaltsplitt 1-3 mm aus dem Baumarkt verwendet. Aus der Entfernung geht das finde ich. Im Detail sind 3mm dann doch viel. Da weiß ich auch noch nicht was ich wirklich mache. Aber die „Schotterdiskussion“ ist da in allen Spuren endlos. Vielleicht versuche ich mal die 3mm Körner raus zu sieben. Der Preis ist halt bestechend und bei 50m Gleis auch ein Argument.

Wenn das Gleis dann verwittert ist sieht das
Selbstbaugleis

so aus.
Das Fertiggleis sieht

so aus.

Ich denke wenn man am Fertiggleis vor Einbau noch etwas helles Grau als Wash aufbringt sieht es auch auf den Schwellen älter aus.
Beim Selbstbaugleis bin ich anders als beim oberen Bild mehr zur dunkelgrauen Beize gewechselt. Sieht man gleich bei den Weichen. Braun sind Schwellen nur sehr kurz, die Vergrauung des Holzes kommt doch mehr durch.

Jetzt zu den Weichen.

Ich habe mir die Pläne aus Templot nochmal 1:1 ausgedruckt und auf 8 mm Birkensperrholz geklebt. Das Sperrholz habe ich entsprechend der Außenkontur auf Gehrung ausgesägt. Darauf habe ich die Holzschwellen geklebt und dann gebeizt.
Für mich sieht es am stimmigsten nach „alter Schwelle“ aus wenn ich erst die Stellen unter den Gleisplatten mit „orangebraun“ beize, die Schwellen dann mit einer Messingbürste bearbeite und zum Schluss mit viel „dunkelgrauer“ Beize behandle.
Dann habe ich mir den Plan nochmal in 1:1 ausgedruckt und diesen zum Anfertigen der Schienenstücke genutzt. Die Weichenzungen und das Herzstück habe ich mit einem Tellerschleifer in den entsprechenden Winkel geschliffen. Die anderen Stücke habe ich abgelängt und entsprechend vorgebogen.

Für das Biegen der Gleise habe ich mir sowas wie eine Rohrbiegemaschiene gebaut. Sieht so aus:

Durch die Unterlegscheiben ist der Schienenfuß frei und das Profil wird um den Profilkopf gebogen. Das Werkzeug finde ich sehr praktisch, da die Radien gleichmäßig werden. Mit Messingprofilen ist das auch sehr schnell zu bauen. Da muss ich nichts fräsen oder so, nur sägen und Bohren. Die Idee habe ich in einem anderen Forum zum Gleisselbstbau gefunden.

Dann habe ich die Stücke auf den vorbereiteten Schwellen angebracht. Ich habe nur die Schienenplatten und Nägel von Wenz benutzt. Keine extra Platten für die Zungenschienen oder die Radlenker. Für die Zungenschienen will ich noch dünne Polystyrolstreifen unterlegen und bei den Radlenkern halbe Schienenplatten anbringen. Die Radlenker sind nicht genagelt sondern mit Harz geklebt.

Das sieht dann so aus:


Auch hier kommt der „Zahn der Zeit“ was die Weiche dann so aussehen läßt:

Herzstück:

Zungenschienen:


Eine Erfahrung habe ich dabei auch noch gemacht. Beim geraden Gleis habe ich die Schienenplatten und Gleise brüniert. Finde ich bringt nichts wenn man die Gleise sowieso noch nachbehandelt. Den Schritt brünieren habe ich beim mir jetzt gestrichen.

Die Weiche muss jetzt noch geschottert werden und einen Antrieb bekommen. Das steht noch aus.

Bis jetzt habe ich zwei Weichen gebaut. Bei der Zweiten Weiche habe ich ca. 6 Stunden Arbeitszeit gebraucht um bis zum oben gezeigten Stadium zu kommen.

Der Weichenantrieb wir jetzt gebaut. Ich möchte die Weiche mit einem Servo stellen und die Zungen nacheinander langsam bewegen. Die Konstruktion zeige ich wenn es montiert ist und läuft. Was mir noch fehlt ist eine „schöne“ Stellschwelle, also keine Schwelle sondern mehr ein Stange wie beim Vorbild. Zum Antrieb brauche ich die Schwelle nicht. Messingröhrchen fallen leider aus, da ich ja fahren will und keinen Kurzschluss gebrauchen kann.
Kennt jemand Stellmechanismennachbildungen die ich hier einsetzen könnte?

Dann habe ich nach zwei Weichen festgestellt, dass der Einbau auf der Anlage nicht so einfach ist. Da der Gleisabstand sehr klein ist kommen sich die Schwellen der Gleisabgänge in die Quere. Auch Templot berücksichtigt das nicht und zeichnet die Schwellen einfach übereinander. Besonders wenn die Weichen sehr eng zusammen sind, lässt sich das nicht mehr zusammenbauen.

Deshalb ist jetzt die neue Version der Weichen, immer eine Weichenkombination. Es sind dann zwei Weichen auf dem Sperrholzbrett und es gibt lange Schwellen auf denen beide Weichen befestigt sind.
Die Schwellen auf dem Plan sehen dann so aus:


Das ist jetzt der Stand beim Gleisbau.
Ich hoffe, dass ich jetzt demnächst den ersten Weichenantrieb fertigstellen kann und die erste Weiche schottern kann.
Ich bin auf eure Tipps gespannt, um den Weichenbau zu optimieren.

Grüße
Till

36 registered users and 1 guest thanked already.

Users who thanked for this post:

Udom (06.02.2019), jbs (06.02.2019), 98 1125 (06.02.2019), us train (06.02.2019), Scooter (06.02.2019), ao4w (06.02.2019), bvbharry47 (06.02.2019), Thomas Kaeding (06.02.2019), Baumbauer 007 (06.02.2019), jk_wk (06.02.2019), Rainer Frischmann (06.02.2019), Meinhard (06.02.2019), michl080 (06.02.2019), Rheingold (06.02.2019), Hein (06.02.2019), JACQUES TIMMERMANS (06.02.2019), Hexenmeister (06.02.2019), DirkausDüsseldorf (06.02.2019), Alemanne 42 (06.02.2019), Reinhold (06.02.2019), Wopi (06.02.2019), Altenauer (06.02.2019), HüMo (06.02.2019), Peter Kapels (06.02.2019), Setter (06.02.2019), jörg (07.02.2019), Holsteiner (07.02.2019), StEAG (07.02.2019), Nikolaus (09.02.2019), PASSAT66 (09.02.2019), Rollo (09.02.2019), gabrinau (09.02.2019), Alfred (09.02.2019), Robby (09.02.2019), Nils (10.02.2019), diesel007 (09.03.2019)

Bill

Bremser

(17)

  • "Bill" started this thread

Posts: 16

Location: Teningen

  • Send private message

8

Wednesday, February 6th 2019, 11:14am

Hallo Till,

schöne Planung, gefällt mir! Platz hast Du ja auch genug... wobei: geht das eigentlich? :huh:

Ich würde Dir empfehlen, die Gleise nicht zu nah an die Wand zu planen! Das sieht jetzt zu knapp aus, um noch eine Gestaltung hinzukriegen. Das Lichtraumprofil wird passen, aber zum Hintergrund solltest Du einen Übergang gestallten können, vielleicht ein Hang, eine Mauer, ein Zaun, ein Halbrelifgebäude... all das braucht seinen Platz!

Möglicherweise braucht Dein Hintergrund auch eine (Latten-)Unterkonstruktion (Stichwort: Hinterlüftung), dann sind auch wieder 4- 5 cm weg...

Stell Dir einfach vor, Dein Raum wäre 20 - 30 cm kleiner :rolleyes: das würde doch auch gehen!

Ich kann die Mauervorlagen, die man auf den Fotos sieht, nicht mit dem Plan zusammenbringen... kannst Du mir da nochmal helfen?

Gruß
Thomas


Hallo Thomas,

die erste Frage, ob zu viel Platz geht sollte man vielleicht mal in einem extra Thread diskutieren. ;) Da kann es schon Philosophisch werden, so mit der eigenen Endlichkeit und so.

Danke für den Hinweis mit dem Abstand nach hinten. Ich denke ein Stück muss ich noch von der Wand weg. Im Güterbereich soll hinten nur ein Zaun hin und dann ein „Graben“ zur Kulisse hin.

Um die Planung besser im Keller zu verorten habe ich nochmal einen Plan mit SCRAM angefügt. Hier sind die Wände drin.

Der Gleisplan ist aber falsch.
Ich hoffe damit ist klarer wo was ist.

Grüße
Till

23 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

jbs (06.02.2019), Altenauer (06.02.2019), ao4w (06.02.2019), bvbharry47 (06.02.2019), Thomas Kaeding (06.02.2019), heizer39 (06.02.2019), Baumbauer 007 (06.02.2019), jk_wk (06.02.2019), Meinhard (06.02.2019), moba-tom (06.02.2019), Masinka (06.02.2019), DirkausDüsseldorf (06.02.2019), 98 1125 (06.02.2019), Alemanne 42 (06.02.2019), Reinhold (06.02.2019), Wopi (06.02.2019), diesel007 (06.02.2019), Peter Kapels (06.02.2019), Udom (06.02.2019), gabrinau (09.02.2019), Alfred (09.02.2019), Hexenmeister (09.02.2019), Holsteiner (09.03.2019)

jk_wk

Oberlokführer

(146)

Posts: 501

Location: Wermelskirchen

  • Send private message

9

Wednesday, February 6th 2019, 1:23pm

Hallo Till,

interessante Planung und Umsetzung.

Da ich bei meiner geplanten Anlage die Weichen auch selbst bauen möchte, werde ich gespannt dabei bleiben.

Für das Streckengleis gibt es vielleicht noch eine Alternative, die nicht jeder kennt, die bei langen Strecken aber durchaus überlegenswert ist.

Bei der Firma Demko bekommt man die Schienenprofile (ex OSM) als 2m-Stücke. Zusammen mit den dort ebenfalls erhältlichen Kunststoff-Schwellenbändern, kann man sich sein Flexgleis selbst zusammen bauen. Und das bei Schnellenkamp erhältliche Kunststoff-Betonschwellenband passt auch, wenn man etwas Abwechslung rein bringen will.
Gruß

Jürgen (K)

es gibt ein Leben neben der Spur-0


4 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

jbs (06.02.2019), Altenauer (06.02.2019), Udom (06.02.2019), bvbharry47 (09.02.2019)

jbs

Bahnhofsvorsteher

(189)

Posts: 886

Location: Uelvesbüll

Occupation: Dipl. Ing. (Privatier)

  • Send private message

10

Wednesday, February 6th 2019, 3:46pm

Moin Till,

du hast ja einen riesigen Tanzsaal, Glückwunsch. Insofern kann ich Thomas' Vorschlag zur Hintergrundgestaltung nur unterstreichen.
Von der Reihenfolge wäre jetzt Hintergrund und richtige Beleuchtung an der Reihe, auch wenn Gleisbau natürlich interessanter ist.

Dein Gleisplan gefällt mir sehr. Wo hast du denn die sicherlich vorhandene Ladestraße vorgesehen? Güterschuppen am Stummel neben dem EG?

Viel Erfolg,
Johann

2 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

Altenauer (06.02.2019), bvbharry47 (09.02.2019)

SH Nuller

Oberbahnhofsvorsteher

(772)

Posts: 1,215

Location: Kleines Dorf nähe Rendsburg am Nord Ostsee Kanal

Occupation: Oberbrandmeister a.d.

  • Send private message

11

Wednesday, February 6th 2019, 6:20pm

Hallo Till, um eine abwechslungsreiche Landschaftsgestaltung zu realisieren, solltest du deine Platten außerhalb des Bahnhofsbereiches auch mal absenken, damit du die Strecke auch mal auf einen Damm oder über eine Brücke führen kannst. so wirkt das alles etwas platt.

Gruß Micha :)

2 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

Altenauer (06.02.2019), jbs (06.02.2019)

7-Kuppler

Schaffner

(17)

Posts: 227

Location: Bärliner RAW

  • Send private message

12

Wednesday, February 6th 2019, 7:21pm

Hallo Till
Gut ausgeklügelt der Gleisplan und recht viel Platz für die Umsetzung.
Sonst schließe ich mich Micha an.
Ein gut profiliertes Gelände wirkt Interessanter und ist auch viel ansprechender.

Wenn z.B. ein schönes Viadukt oder eine Stahlbrücke die platte Ebene durchbricht, gibbet auch viel mehr Gestaltungsspieraum.
Wenn das Gelände nach hinten ansteigt, bekommt die Anlage auch viel mehr Tiefenwirkung!
Beste Grüße aus dem Bärliner RAW,
Dirk

2 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

Kurkie (06.02.2019), bvbharry47 (09.02.2019)

Bill

Bremser

(17)

  • "Bill" started this thread

Posts: 16

Location: Teningen

  • Send private message

13

Wednesday, February 6th 2019, 8:57pm

Hallo,

es soll ja von der Rheinebene in den Schwarzwald gehen. Deshalb kommen auch in Richtung „weiterer FY“ die ersten Ausläufer des Schwarzwaldes.

Hier geht die Strecke dann an einem leichte Hügel beginnend über ein kleines Tal und schmiegt sich dann an einen schon höher aufsteigenden Hang.

Ja, bevor die Gleise befestigt werden muss ich auch noch die Unterkonstruktion in Richtung des „zum FY“ Fiddleyard bauen. Die muss aber einen Durchgang bekommen. Hier überlege ich noch wie das aussehen kann, nach oben klappen, nach unten, zur Seite oder herausnehmbar???

Auch der FY selber ist noch in Planung. Ich favorisiere im Moment eine große „Schiebebühne“. Dann brauche ich nicht so viel Länge wie mit einer Weichenstraße. Wer letztes Jahr in Busek/Gießen war hat sicherlich den FY an der Belgischen Anlage gesehen. So in der Art stelle ich mir das vor.

@ Johann
Du hast Recht, auch wenn der Gleisbau spannender erscheint sollte vor dem ersten befestigten Gleis dir Hintergrundkulisse da sein – auch wenn diese erstmal nur hellblau ist.

Grüße
Till

23 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

jbs (06.02.2019), heizer39 (06.02.2019), Hexenmeister (06.02.2019), Udom (06.02.2019), 98 1125 (06.02.2019), jörg (07.02.2019), Thomas Kaeding (07.02.2019), Wolleschlu (07.02.2019), JACQUES TIMMERMANS (07.02.2019), Rainer Frischmann (07.02.2019), Alemanne 42 (07.02.2019), Meinhard (07.02.2019), Altenauer (07.02.2019), Peter Kapels (07.02.2019), Wopi (08.02.2019), Nikolaus (09.02.2019), gabrinau (09.02.2019), Alfred (09.02.2019), bvbharry47 (09.02.2019), DirkausDüsseldorf (10.02.2019), Stephan (10.02.2019), Holsteiner (09.03.2019), diesel007 (09.03.2019)

Bill

Bremser

(17)

  • "Bill" started this thread

Posts: 16

Location: Teningen

  • Send private message

14

Saturday, February 9th 2019, 9:07pm

Hallo,

ich bin wieder ein Stück weitergekommen. Die erste Weiche lässt sich jetzt stellen. Zwar noch auf der Werkbank, aber dadurch kann ich es auch von unten gut zeigen.
Der Stellvorgang kann hier als Video gesehen werden:

https://youtu.be/8f0IJ9ukNjE

Hier noch als Detail, wo der Stahldraht bzw. die Drähte befestigt sind:


Die Löcher im Schienenfuß sind in dem Schwellenzwischenraum hinter der Stellschwelle zur Weichenmitte hin. Deshalb kann die Stellstange beliebig gestaltet werden. Obwohl ich da noch nicht weitergekommen bin.

Als nächstes werde ich die Weiche noch ein wenig detaillieren, mit den Gleitplatten unter den Zungenschienen und die Gleisplatten an den Radlenkern.

Dann kommt der „spannende“ Teil. Ich stecke mal an jede Seite ein Gleis und mache ein paar Fahrtests. Bis jetzt habe ich immer nur einen Wagen mal über die Weiche geschoben. Mit ein bisschen Anlauf und ohne die verschiedenen Drücke die ich mit der Hand ausübe, wird sich zeigen wie gut die Wagen über die Weiche laufen.

Grüße
Till

18 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

moba-tom (09.02.2019), Hexenmeister (09.02.2019), Altenauer (09.02.2019), 98 1125 (09.02.2019), gabrinau (09.02.2019), HüMo (09.02.2019), Alfred (09.02.2019), jbs (09.02.2019), Thomas Kaeding (09.02.2019), bvbharry47 (09.02.2019), Stephan (10.02.2019), Nils (10.02.2019), Wopi (10.02.2019), Udom (10.02.2019), Meinhard (08.03.2019), Holsteiner (09.03.2019), Peter Kapels (09.03.2019), diesel007 (09.03.2019)

Rollo

Bahngeneraldirektor

(1,346)

Posts: 1,568

Location: Nordsachsen

  • Send private message

15

Saturday, February 9th 2019, 10:27pm

Hallo Till,
das sieht gut aus. Du hast doch hoffentlich eine elektrische Trennung zum Herzstück eingebaut.


Mit freundlichen Grüßen

Roland

1 registered user thanked already.

Users who thanked for this post:

bvbharry47 (09.02.2019)

Bill

Bremser

(17)

  • "Bill" started this thread

Posts: 16

Location: Teningen

  • Send private message

16

Sunday, February 10th 2019, 11:03am

Hallo Till,
das sieht gut aus. Du hast doch hoffentlich eine elektrische Trennung zum Herzstück eingebaut.


Mit freundlichen Grüßen

Roland

Danke für den Hinweis.
Das Herzstück ist natürlich getrennt. Aber beim Hinweis auf die Elektrik viel mir ein, dass auf jeden Fall noch eine Trennung in der Stellplatte des Antriebs vorzusehen ist. Die beiden Stelldrähte haben da doch jeder ein eigenes Potenzial über die Weichenzungen.
Naja, zum weiteren detaillieren der Weiche muss der Antrieb sowieso nochmal ab.
Grüße
Till

3 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

jbs (10.02.2019), Altenauer (10.02.2019), Udom (10.02.2019)

Bill

Bremser

(17)

  • "Bill" started this thread

Posts: 16

Location: Teningen

  • Send private message

17

Friday, March 8th 2019, 1:37pm

Hallo,
jetzt bin ich wieder ein Stück weitergekommen. Ein so früher Frühling hemmt dann die Moba Aktivitäten, ich hatte dann keine Ausrede mehr warum ich nicht die Terrasse bauen kann. War also erstmal 1:1 bauen angesagt.

Aber nach 7 Weichen habe ich jetzt langsam den Dreh raus. Die rechte Bahnhofseite mit dem Personenbahnsteig ist jetzt das erste Mal mit allen Gleisen und Weiche zu sehen. Für die linke Bahnhofseinfahrt fehlen noch 4 Weichen.

Der rechte Bereich des Bahnhofs sieht jetzt so aus.

Von der Einfahrt aus gesehen zum Bahnsteig.



Vom Güterbereich Richtung Bahnsteig so:





Es sind sogar schon zwei Silberlinge da, leider ohne Lok. Aber das Ganze hat noch keine elektrische Verkabelung.


Ich habe ja weiter oben im Strang meine ersten Versuche des Weichenbaus gezeigt. Jetzt möchte ich einfach noch mal zeigen wie ich beim Bauen vorgehe. Vielleicht hilft es ja jemand beim eigenen Weichenbau.

Als erstes muss eine Zeichnung der Weiche her. Bei mir habe ich die Zeichnungen mit Templot erstellt. Zum Bau der Weiche habe ich die Zeichnung zweimal ausgedruckt.
Einmal als Vorlage für das Sperrholzbrett auf dem ich die Weiche aufbaue und die Schwellen verleime. Die Schwellen werden dann mit orangebrauner und dunkelgrauer Beize farblich angepasst. Die Schwellen selbst sind aus Abachi Holz. Die Leisten habe ich günstig, als 1m Ware im Web gefunden und dann entsprechend der Zeichnung abgelängt.

Das Grundbrett mit Schwellen sieht dann so aus:


Die andere Zeichnung habe ich zur Herstellung der einzelnen Schienenteile benutzt. Herzstück und Zungenschienen habe ich mit einem Tellerschleifer einsprechend geschliffen. Die Backenschienen habe ich an den Stellen wo die Zungenschiene anliegt vom Schienenfuß befreit. Die Stelle sieht man schon auf der Zeichnung gut, wenn man die Schiene auflegt. Den Schienenfuß habe ich mit einer kleinen Trennscheibe abgetrennt.
Die Einzelteile sind jetzt auf dem Plan sortiert und vollständig:



Dann noch ein Detail zum Herzstück. Ich habe eine Hauptspitze und eine Beispitze geschliffen und diese dann auf einer Schablone verlötet. Wichtig sind die zusätzlichen Profile zum Auflegen der Spurlehren, da die Schienen sonst nicht gerade liegen. Sieht vor dem Verlöten so aus:



Jetzt sind die Einzelteile fertig und ich habe mit der geraderen (Ist eine Innenbogenweiche) Backenschiene angefangen die vorbereiteten Profile auf die Schwellen zu nageln. Zuvor habe ich aber noch die nötigen Löcher für Stellstangen und Verkabelung in das Brett gebohrt. Genagelt wurde mit Gleisplatten von Wenz. Hier sieht man die Backenschiene und die Löcher für die Stahldrähte:



Als nächstes habe ich das Herzstück und die passende Flügelschiene aufgenagelt. Hier ist es leichter, wenn vor Montage schon die Kabel für die Herzstückpolarisierung angelötet sind. Beim Montieren der Flügelschien und des Herzstücks habe ich eine weitere Lehre benutzt die zwischen den Schienen den Gleisabstand sicherstellt. Die anderen Lehren sind scheinbar zu genau. Besonders im abzweigenden Ast war diese Lehre wichtig. Die Montage sieht so aus:



Als nächstes wurde die zweite Backenschiene montiert. Wobei der Weichenanfang und das Herzstück der Bezug, über Lehren, zur ersten Backenschiene waren.



Bevor die Zungenschienen montiert werden können, müssen noch die Gleitplatten dafür angebracht werden. Da ich von Wenz nur die Schienenplatten habe und keine weiteren Teile habe, sind die Gleitplatten aus Polystyrolstreifen (Evergreen) entstanden. Ich habe die geschnittenen Stücke mit Sekundenkleber befestigt. Wo sonst noch Luft zwischen Schiene und Schwelle ist (Herzstück) habe ich die Streifen auch untergeschoben. Am Ende werden die Gleitplatten noch mit einem Lackstift "geschmiert". Der leicht Glanz sieht dann tatsächlich ein wenig nach Fett aus.



Jetzt konnten die Flügelschienen montiert werden. Dabei war die Lehre für „zwischen den Gleisen“ wichtig, um dem Abstand auch im unbefestigten Teil der Flügelschiene, beim Nageln des anderen Teils sicherzustellen. Ich hatte bei einer Weiche das Problem, dass der Abstand Backenschiene Flügelschien zu klein wurde, da die Backenschiene die Tendenz zu einem du engen Radius hatte und dort wo die Flügelschiene die Backenschiene berührt, nicht richtig befestigt ist. Hier habe ich die Backenschiene mit der „zwischen den Gleisen“ Lehre auf Maß gebracht und dann an der halben Schienenplatte die von außen an der Backenschiene ist verlötet. Jetzt bleibt die Backenschiene dort wo sie sein soll. Flügelschienen Montage sieht so aus:



Jetzt ist die Weiche fertig und kann auf der Anlage eingepasst werden. Erstmal passt sie nicht aber hier hilft die Stichsäge nach.



Soweit der Bau der Weichen.

Die fertigen Weichen werden jetzt elektrisch und mechanisch angeschlossen und dann die fehlenden Weichen gebaut und mit Gleisen verbunden.

Was mir noch nicht gefällt sind die grauen Schwellen der Weichen und die braunen Schwellen der einfachen Gleise.

Bei den ersten Bildern fällt auf, dass es jetzt auch einen Hintergrund gibt. Zwar noch ohne Farbe oder Motiv aber immerhin schon mal eine einheitliche Fläche.

Wenn das Wetter nicht zu gut wird geht es hoffentlich zügig weiter.

Grüße
Till

24 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

Hexenmeister (08.03.2019), Altenauer (08.03.2019), heizer39 (08.03.2019), US-Werner (08.03.2019), bvbharry47 (08.03.2019), Scooter (08.03.2019), jk_wk (08.03.2019), jbs (08.03.2019), 98 1125 (08.03.2019), C_h_o_p_i_n (08.03.2019), JACQUES TIMMERMANS (08.03.2019), Wopi (08.03.2019), StEAG (08.03.2019), Reinhold (08.03.2019), BW-Nippes (09.03.2019), Udom (09.03.2019), Holsteiner (09.03.2019), Peter Kapels (09.03.2019), diesel007 (09.03.2019), Nikolaus (10.03.2019), gabrinau (11.03.2019), stefan_k (11.03.2019), Baumbauer 007 (11.03.2019), Thomas Kaeding (11.03.2019)

C_h_o_p_i_n

Hilfsbremser

(10)

Posts: 47

Location: Kelkheim

  • Send private message

18

Friday, March 8th 2019, 2:35pm

Hallo Till,

wessen Produktion entstammt denn der "Range-Frog" Abstandhalter ?
Hast Du im Abzweigenden Gleis eine Spurweitenerweiterung berücksichtigt?

(ich frage weil ich meine, beim Nachmessen der Lenz Weichen eine Sprweitenerweiterung im Bogen um 0.2 mm gemessen zu haben)

Bezüglich Templot,
Welche Einstellungen hast Du da als Basis verwendet (Spurweite, Switch-Type)?

Grüße,
Stefan

This post has been edited 2 times, last edit by "C_h_o_p_i_n" (Mar 8th 2019, 3:48pm)


Bill

Bremser

(17)

  • "Bill" started this thread

Posts: 16

Location: Teningen

  • Send private message

19

Friday, March 8th 2019, 4:03pm

Hallo Stefan,

die Lehre "Range-Frog" ist auch von Wenz. Die war bei der Lehre für gerade Gleisstücke dabei.
Die Spurweite ist etwas mehr im Abzweig. Aber durch die doch recht schlanken Weichen habe ich es nur etwas weiter gedrückt - kein Maß. Bis jetzt habe ich die Weichen mit Lenz und "dem Hersteller der hier nicht erwähnt wird" Achsen probiert. Die laufen sauber zwischen den Schienen und steigen nicht auf. Obwohl, Luft ist nicht mehr.

Templot:
Spurweite 0-NEM 32mm
Weichen REA semi-curved B-size

Grüße
Till

6 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

Rollo (08.03.2019), heizer39 (08.03.2019), 98 1125 (08.03.2019), Udom (09.03.2019), Nikolaus (10.03.2019), Altenauer (11.03.2019)

C_h_o_p_i_n

Hilfsbremser

(10)

Posts: 47

Location: Kelkheim

  • Send private message

20

Monday, March 11th 2019, 10:22am

Hallo Till,

Quoted

Weichen REA semi-curved B-size
Was hat Dich diese Alternative wählen lassen - ich fühle mich zwischen den ganzen Alternativen etwas verloren.
Grundsätzlich plane ich mit dem "normalen" Lenz-Gleissystem (... und Radien wegen des Platzes)

Viele Grüße,
Stefan