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Saturday, September 28th 2013, 12:03am

Vizinalbahn auf 4x4 Meter

Hallo,

mit meinen Planungen zum Kopfbahnhof auf 4 Meter und Zwänge auf 4 Meter bin ich leider nicht weiter gekommen. Irgendwie war alles zu sehr gedrängt und ich hatte kein gutes Gefühl zur Umsetzung. Also habe ich alles beiseite gelegt und eine längere Pause gemacht - bis ein Artikel in einer Zeitschrift mich neu inspiriert hat.

Nach langen Überlegungen und Rückkehr zum Eigenbau von Modellen zur K.Bay.Sts.B. (wollte/bin ja auf Fertigprodukten der Epoche III umsteigen) habe ich nun für mich eine Lösung zum leidigen Platzproblem gefunden:
Ein Vinizialbahn-Endbahnhof für kleine bayerische Lokalbahnzügchen. Da ich mit den Eigenbaumodellen mit Originalkupplung fahre, konnten alle Gleise im Bogen verlegt werden (muss hier nicht mit Lenzkupplung kuppeln). Der Minimalradius beträgt >120 cm. Für Lokalbahnfahrzeuge und Originalkupplung noch gut befahrbar.

Gleismaterial ist Peco Code 124. Die beiden rechten Weichen wurden zu Bogenweichen umgebaut.
Links kommt eine Segmentdrehscheibe mit 35-40 cm Bühnenlänge hin, sowie ein kleines bay. Agenturgebäude (Haltepunkt).
Darunter befindet sich ein Freiladegleis.
Halbrechts ist eine kleine Lokstation untergebracht und ganz rechts eine Brauerei.
Die Lokstation ist zwar für diesen kleinen Bahnhof überpowert, aber ich will auf diesen nicht verzichten.

Hier nun der Gleisplan. Nicht wundern, das Raster ist 60 cm.



Dieser abgebildete Teil der Anlage ist gerade im Rohbau. Die Weiterführung der Strecke erfolgt erst später, wenn der Bahnhof einigermaßen fertig ist.

Fortsetzung folgt.

Gruß Ralf

PS: Ausgestaltung der Anlage unter Wolfsberg - Ein Vizinalbahnende der K.Bay.Sts.B.

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BTB0e+0

Bahngeneraldirektor

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2

Saturday, September 28th 2013, 12:28am

Guter Plan

Hallo Ralf,

den Plan finde ich jetzt aber wirklich organisch, nicht überladen und überhaupt, wenn da dann Grünzeug drauf ist - vielleicht um das/hinter dem Agenturgebäude noch zwei bis drei realistisch hohe Prachtbäume stellen - dann kann ich mir die Anlage richtig schön vorstellen. Das mit der Brauerei ist eine gute Idee, ländliche Brauereien waren ja aller Orten vorzufinden und Du hast einen Anschliesser zum rangieren. Die Lokstation ist m. E. so überpowert nicht, weil ja auch die Kleinbahnloks an den Endhaltestellen wieder mit Wasser und ggf. Kohle aufzurüsten waren. Passt ans Freiladegleis noch eine Kopf/Seitenrampe, vielleicht etwas angegammelter Natur ohne dass es gedrängt aussieht? Das wäre evtl. noch eine Option.

Und weil mir Dein Plan so gut gefällt und ich mir das Bahnhöfchen als fertiges Modell wunderschön vorstellen kann, kriegst Du einen Stern von mir.
Gruss
Robert
BTB0e+0

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lok-schrauber (28.09.2013)

Michael Marcus

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3

Saturday, September 28th 2013, 5:57am

Hallo Ralf,

ich finde deinen Entwurf sehr gut! Eben keine Gleiswüste und auch die Anordnung der betrieblichen Gebäude ist sinnvoll und glaubwürdig. Dazu eben kann ich mich Robert nur anschließen, das du auch noch Platz für die Landschaft und das Umfeld hast,eben nicht nur Gleise und nachher eine Schotterwüste. Der eine oder andere Solitärbaum macht sich dann ganz gut auf deiner Anlage...erst die Natur, dann die Eisenbahn so mein Motto...die schönsten Loks wirken nicht wenn das Umfeld mehr oder minder unter die Räder gekommen ist.Achja noch was zu Brauerei die Idee find ich gut, hier bekommt man einen abwechslungsreichen Güterverkehr hin. Dazu mit knappen Gleisanlagen eine Menge Rangierspaß!

MFG

Michael

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Martin Zeilinger

Bahnhofsvorsteher

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4

Saturday, September 28th 2013, 8:35am

Servus Ralf,

dieser Gleisplan gefällt mir sehr gut, nichts am Konzept wirkt irgendwie "unlogisch". Die Lokstation ist auch für einen so kleinen Endbahnhof durchaus glaubwürdig.

Wo ich noch etwas "nachbessern" würde, sind die Nutzlängen des Bahnhofes. 1,5m sind meines Erachtens in 0 schon verdammt wenig. Gibt es eine Chance, die Platzierung der beiden rechten Weichen zu tauschen? Wenn ja, dann gewinnst Du beim Bahnhofsgeleis UND beim Abstellgleis jeweils ca. 30 - 40 cm. Länge.

Viel Spaß beim Planen und Bauen!
Grüße aus Wien
Martin
Neues über unsere Spur 0-Projekte findet man auch auf unserer Facebook-Seite

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lok-schrauber (28.09.2013)

merzbahn

Rangiermeister

(40)

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5

Saturday, September 28th 2013, 9:25am

Peco Weichen 'biegen' ?

Hallo Ralf,

Dein neues Konzept und Deinen neuen Plan finde ich genial, auch den mutigen Schritt zur Länderbahnepoche und den Verzicht auf die Lenzkupplung!
Aufgrund Deines Planes hatte ich mir Deine beiden vorherigen Konzepte nochmals genauer angesehen, spannend wie der Kopfbahnhof größer und größer wurde .... aus meiner Sicht um Anschlüsse und Weichen um jeden Preis noch unterzubringen....

"Weniger ist mehr"*

Bin sehr gespannt, wie Du weiter über Dein Projekt und Deine Selbstbauten berichten wirst.

Du schreibst, dass Du Deine geraden Peco Weichen zu leicht gebogenen umbaust. Vor der gleichen Frage stehe ich auch, traue mich aber nicht so recht. Wie machst Du das? Welche Schwellen trennst Du unter der Weiche?
Freue mich über ein paar Tipps.

Zu Martins Hinweis: Ok ist vorstellbar, aber dann wären wieder die Gleise über ein längeres Stück parallel und alles würde wieder dichter wirken. Aus meiner Sicht, so lassen wie es ist.

Grüße, Stefan

*Mies van der Rohe, Architekt

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lok-schrauber (28.09.2013)

6

Saturday, September 28th 2013, 11:20am

Hallo,

@Martin:
Die Nutzlängen sind vollkommen ausreichend! Es werden hier nur Lokalbahnzügchen mit max. 3-4 Wagen verkehren (komplette Zuglängen unter 1 Meter).
Da ich erst eine Lok habe, der erste Güterwagen gerade gebaut wird und auch sonst alle Fahrzeuge Eigenbauten werden, dauert es 'eh noch bis ganze Züge verkehren werden. :wacko:
Ich habe lange herum experimentiert (Auslegen der Gleise 1:1) und so wie der Plan jetzt aussieht, ist er für mich am gefälligsten.

Übrigens ist der Plan nur mit H0-Gleisen nachgezeichnet und gibt die wirklichen Proportionen nicht ganz korrekt wieder. Auch die Gebäude sind einfach aus der Objektbibliothek von AnyRail.
Heute werden noch die restlichen Gleise verlegt, dann kann ich bald Bilder von der 'echten' Anlage und deren Proportionen einstellen.

@Stefan:
Ja - weniger ist mehr! Ich hatte vor ein paar Wochen einen Anlagenbericht in einer älteren Zeitschrift entdeckt. Da wurde auf etwa 2,5 Meter der Bahnhof ohne Lokstation- und Brauereianschluss realisiert. Also nur Segmentdrehscheibe, 2 Weichen, Freiladegleis und Agenturgebäude. Die kleine Anlage ist glaube ich von Rene Simrock.

Ich habe mich sofort darin 'verliebt'. Die kleine Anlage soll eigentlich mehr eine Bühne für meine Modelle werden, da ich doch lieber hauptsächlich Fahrzeuge baue als große Anlagen. Da kam dieses Konzept gerade recht. Ich werde auch keine Probleme damit haben, wenn sich auch mal eine Gt 2x4/4 hierher 'verirrt' (damals gab es für Lokführer noch kein Navi ;) ).

Über den Umbau der Weichen werde ich hier noch genau berichten!

Zum Thema Begrünung: Die Anlage wird sehr dicht begrünt. Vorne Gräser, Büsche und einzelne Bäume. Hinten schließt sich gleich ein Wald an. Zeitlich spielt das Ganze in einem Herbst um 1915.

Gruß Ralf

Jacob69

Schrankenwärter

(12)

Posts: 187

Location: Niederurnen

Occupation: Maschinenführer/Springer bei Eternit

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7

Saturday, September 28th 2013, 1:24pm

Hallo Ralf

Ich dein Plan einfach genial,mit wenig mehr zu machen.
Meine Komplimenten.

Grüsse
Sjaak

volkerbahn

Schaffner

(45)

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Location: nordermeldorf

Occupation: diplom-designer

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8

Saturday, September 28th 2013, 5:45pm

moin ralf,
ich würde mir überlegen, ob du nicht Brauerei und lokschuppen tauschst. erstens hast du für die brauerei in der ecke mehr platz. zweitens wäre inhaltlich der lokschuppen später dazu gekommen, was ja nicht ganz unüblich war, dass der bedarf zum übernachten von loks erst später erkannt wurde.
tschüß volker

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Bahn Tv

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9

Saturday, September 28th 2013, 6:11pm

Hallo Ralf

Ich würde die Segmentscheibe etwas höher setzen. Und links unten den Lokschuppen.
Warum: die Segmentscheibe wurde doch mit der Hand betrieben und so kann das Personal im Lokschuppen dieses mit erledigen.
Die Brauerei würde ich auch nach oben setzen. Guter Einfall Volker. Das untere rechte Gleis könnte ich mir mit einer kleinen Kohlehandlung vorstellen.

Ist nur so mein Vorschlag zu diesem Gleisplan.
Ansonsten klasse Idee und ich freue mich über weitere Berichte von Dir Ralf.

Mit freundlichen Grüßen Ralf

10

Tuesday, October 1st 2013, 8:10pm

Hallo,

@Ralf:
Lokschuppen + Kohlenbühne vor der Drehbühne nimmt leider die Sicht auf die Drehbühne. Geht also nicht - hatte ich auch schon in Erwägung gezogen.

@Ralf und @Volker:
Lokschuppen und Brauerei tauschen geht auch nicht, da im Bereich des Lokschuppens der Platz für die Brauerei nicht ausreicht.

Nun ein paar Worte zum Rohbau, da die Gleise fertig verlegt sind:
Die Segmentkästen sind aus 10mm Pappelsperrholz gefertigt und mit Regalhaltern an der Wand befestigt. Auf Stützen habe ich bewusst verzichtet, da ich vor der Anlage beim Spielen Betrieb-machen sitzen werde und deshalb die Beinfreiheit brauche. Die Schienenoberkante liegt bei 100cm.
Auf die Segmentkästen wurden 5cm XPS-Platten geklebt, damit ich etwas Futter habe um Vertiefungen, Wassergräben, etc. einzumodelieren. Unter den Gleisen befinden sich noch 5mm Korkstreifen als Höhenausgleich, da 2 Weichen beim Umbau auf Bogenweichen bereits auf einer 5mm-MDF-Platte montiert wurden. Sonst hätte ich darauf verzichtet. Geklebt wurde alles mit Acryl.

Hier nun ein paar Bilder:

Gesamtübersicht über die 3 Segmente. Die rechten 2 Segmente messen 150cm x 60cm und das Linke misst 100cm x 100cm (hinten abgerundet).
Aus Mangel an Länderbahnwagen müssen 2 DB-Wagen als Statisten herhalten:




Blick auf den linken Bahnhofsbereich mit Ladegleis, (noch fehlender) Segmentdrehscheibe, und Platzhalter für ein Agenturgebäude. Vorne das Bekohlungsgleis mit Lokschuppenattrappe:




Blick auf die Bahnhofseinfahrt. Von rechts kommt das Streckengleis, oben die Brauerei mit Platz für 2 Bierwagen und darunter der Lokschuppen:




Hier nochmal der Bahnhofsbereich:




Der Mindestradius an der Bahnhofseinfahrt beträgt 125cm. Hier kann noch ohne Probleme mit der Originalkupplung gefahren werden, zumindest mit Lokalbahn-Fahrzeuglängen um die 20-25cm.
Im Bild sieht man, dass der Wagenpuffer voll eingedrückt ist, der Lokpuffer jedoch noch nicht (bei der Lok sind die Pufferfedern recht stark - werde ich wohl noch gegen Weichere tauschen):




So - warum habe ich nun die Schienenoberkante mit 100cm gewählt:
Ganz einfach: Ich will vor der Anlage sitzen, um entspannt den Fahrzeugen zuzusehen - vor allem bei den Dampfloks die Gestänge beobachten, bzw. bei den alten Wagen die filigranen Bremsgestänge sehen.
Dazu habe ich mir einen Bürosessel in das Eisenbahnzimmer gestellt. Je nach Sitzhöhe habe ich nun verschiedene Ansichten auf die Anlage:

Sessel ganz unten:




Sessel ganz oben:




Und nun stehend:




Demnächst folgen noch Berichte zum Weichenumbau und Schwellenbearbeitung.

Gruß Ralf

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Betriebsleitung der NauKb

Lokomotivbetriebsinspektor

(487)

Posts: 418

Occupation: Dipl.-Ing.

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11

Wednesday, October 2nd 2013, 2:48pm

Freunde des Flügelrades,

Lok-schrauber hat rechtzeitig ein Problem erkannt, daß eigentlich alle Anlagenbauer mit einem ehem. Kinderzimmer um die 16m² und einen starken Hang zum Vorbild zur Zeit haben. Das sind, ich muß es leider sagen, die Großserienmodelle. Deren Vorbilder sind beginnend ab EP III für diese kleinen Räume viel zu groß, eher etwas für Sammler, Träumer und Spielbahner.
Was hat also Lok-schrauber gemacht, als er feststellte, daß der Bahnhof zu klein wird? Er hat abgerüstet und sich für einen Fahrzeugpark entschieden, der Achstände unter 4m hat. Versuche auf meiner Anlage mit der V200 haben ergeben, daß ich, um überhaupt noch im Bhf Daber umsetzen zu können, nur noch 2 Umbauvierachser anhängen könnten. Es sah einfach nur " geschossen " aus, obwohl mein Bahnhof " nur" 6,5m lang ist!! Durch den Austausch dieser Fz durch Kürzere verlängerte sich der Bahnhof optisch um mind. das doppelte. Denn das Auge nimmt doch nur eine Lok mit zwei Wagen wahr, also die Anzahl der Fz und nicht deren Länge. D.h., es war weiterhin ein Zweiwagenzug, der nur etwas länger als die große V200 war, aber sich auf den 6,5m regelrecht verlohr.

Also, wer Zweifel an der Größe seines Raumes und damit an der Bahnhofsausdehnung hat, sollte diese schnellsten beiseite legen. Er kann die Raumgröße nicht ändern.
Geändert werden kann nur das Konzept und der konsequente Einsatz kurzer Fahrzeuge. Überprüft das Verhältnis eurer Gleislänge zur Zuglänge. Das ist der Schlüssel zu einer in sich stimmigen Modellbahnanlage, egal welcher Epoche oder Landschaft oder welchen Maßstabes.

Übrigens, auf meiner Kleinbahn fuhr ursprünglich eine T3. Da diese zu " groß " war, habe ich dann die Lenz Type "d" gebaut. Die ist 1/5 kürzer als eine T3. Außerdem noch einen P- Wagen mit 4m und einen O- Wagen mit 2,8m Achstand. Der ganze Zug ist damit 46 cm lang. Wenn dann noch 2 G10 dranhängen ist das ein richtig langer Zug und in etwa so lang wie eine V200 mit einem Umbauwagen!!

Eure Betriebsleitung
der Naugarder Kleinbahn


meine hoompeetsch: http://naugarderkleinbahn.jimdo.com

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Wednesday, October 2nd 2013, 4:56pm

Hallo,

auf meiner Anlage kommen Peco-Gleise Code 124 zum Einsatz. Da ich es gerne 'alt' mag, haben mir die akurat scharfkantigen Kanten der Schwellen nicht gefallen. Also hatte ich mir vorgenommen, die Schwellen alle einzeln nachzuarbeiten, um diese auf alt und abgenutzt zu trimmen.
Das Ergebnis sieht so aus (kommt aber erst mit der farblichen Behandlung richtig rüber):




Benötigt habe ich die Roco-Säge und ein kleines Cuttermesser. Die Vorgehensweise war wie folgt:
  1. Mit dem Cuttermesser die Schwellen-Kanten unregelmäßig tief brechen, also zu fasen:



  2. Da diese Schnitte nun auch wieder scharfkantig und 'glatt' sind, wurde mit den scharfen Zähnen der Roco-Säge an den Schnitten entlang gekratzt, um deutliche Riefen für eine annähernde Holzstruktur zu hinterlassen:



  3. Da diese Prozedur nun viele unschöne Grate hinterließ, wurde das Cuttermesser wieder ganz leicht und vorsichtig über die Grate gezogen, um die Grate abzuschneiden. Zuviel des Guten lässt die Riefen wieder verschwinden.



  4. Die fertige Schwelle sieht dann so aus:


Wie stark die Schwellen bearbeitet werden, muss jeder nach seinem Gusto entscheiden.
Ich finde es so für mich ganz ansprechend.

Pro Meter Gleis bzw. Weiche benötigte ich etwa 1,5 Stunden.

Gruß Ralf

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Michael Marcus

Unregistered

13

Thursday, October 3rd 2013, 9:15am

Hallo Ralf,

ich finde deine Umsetzung sehr gelungen nach deinem Plan den ich schon sehr gelungen fand. Weniger ist mehr!!! Ich selber habe auch eine Menge Gleise in meinem Gleisplan gestrichen, dass hat sich nur positiv auf das Gesamtbild ausgewirkt. Alleine die Tatsache, wenn man die Nutzgleislänge einmal umrechnet, dann wird einem schnell klar...dass das im Orginal doch eher seltsam aussieht. Deswegen finde ich deinen Entwurf so gut! Mehr ist eben in 0 nicht zu machen....und Bahnhöfe wo ein Zug von Esig bis Asig steht, dass hatte man mal als Kind als toll empfunden. Auch kann ich der Betriebsleitung nur zustimmen, kleine Fahrzeuge machen Sinn,sei es was Lok aber auch Wagen angeht. Hier kann ich immer nur auf die Länderbahnzeit verweisen. Ich baue in H0 nach Vorbild und da ist eben auch nur eine Nebenbahn drin, weil selbst H0 sehr groß wird. In 0 hab ich eine 44er die ich hin und wieder fahren lasse...und das eben einfach mal Lz!Loks wie die 64er,86er und 94er sind der Standart. Die Loks wirken noch mit drei Donnerbüchsen und erschlagen nicht den Bahnhof. Dazu habe ich nur 2achsige Güterwagen, damit läßt sich viel kaschieren. Gerade wenn man nach Vorbild baut und ständig umrechnet, dann sieht man in 0 noch kritischer hin....deswegen kann ich auch nix mit Vierachser Wagen anfangen oder eben nem Großdiesel usw.

Wünschenswert wäre,wie es auch dein Beispiel zeigt, kleine Loks und Wagen zu bringen...eben das was nicht die Bahnhöfe zustellt oder einfach nicht passt. Loks wie 92,91,98,89,55,56,93 sehe ich als sinnvoll für solche Anlagen an....nur leider ist davon weit und breit nix zu sehen...eher kommt ne 103!grins! Nun das ist ein anders Thema. :)

MFG

Michael

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14

Friday, October 4th 2013, 4:16pm

Hallo,

weiter geht es mit dem Umbau der geraden Peco-Weichen und deren Stromeinspeisung.
  1. Abnahme des Abdeckkastens des Zungenstellers, da dieser nicht sehr schön aussieht. Dieser wird einfach abgehebelt. Dabei aufpassen, dass die kleine Feder nicht abhaut.
    Die Abdeckung wird nach dem Einschottern nach bayrischem Vorbild neu geschnitzt. Ggf. müssen die Löcher in den Schwellen noch zugespachtelt werden, aber ich denke dass dies eher nicht der Fall sein muss.


    .

  2. Da die Feder ohne die Abdeckung sehr schnell wegflitzt und die Weiche in diesem Zustand ein Weilchen verharren wird, muss die Feder an die Unterseite der Weiche verlegt werden. Die Unterseite sieht original so aus:


    .

  3. Damit die Feder an der Schwelle befestigt werden kann, muss an der Schwelle unten etwas Material abgetragen werden (mit Proxxon-Fräser). Die Feder muss oberhalb der Schwellenunterkante liegen.


    .

  4. Damit nun die Feder nicht nach unten abhaut wird ein Stück dünnes Polystrol mit Sekundenkleber auf die Schwellenunterseite aufgeklebt und eine Aussparung für einen Weichenstelldraht ausgefräst. Außerdem wird durch diese Maßnahme verhindert, dass beim Einschottern eventuell Schotterkleber in diesen Bereich eindringen kann:


    .

  5. So sieht es dann von oben aus. Im nachhinein fällt mir auf, dass ich das weiße Polystrol vorher hätte schwarz einfärben sollen. Na ja - mal sehen:


    .

  6. Jetzt geht's an das Verkabeln.
    Die Zungenschienen sind mit Schienenverbindern mit den nachfolgenden Schienenprofilen verbunden. Zum einen dienen die Verbinder der mechanischen Führung und zum anderen der Stromübertragung von den Zungenschienen an die nachfolgenden Schienenprofile.
    Original erhalten die Zungenschienen ihren Strom durch das Anliegen an der jeweiligen äußeren Backenschiene. Aus eigener Erfahrung habe ich festgestellt, dass dieser elektrische Kontakt nicht 100%ig sicher ist (Verschutzungen, Staub, Korrosion). Die Schienenverbinder haben auf der Seite der Zungenschienen einen sicheren und guten Halt, auf der anderen Seite jedoch nicht. Daher löte ich ein Kabel (Litze) direkt unter den Schienenverbinder und führe es durch eine Schwelle (vorher ausfräsen) an das angrenzende Schienenprofil. Dieses Kabel dient auch gleichzeitig als Stromeinspeisung. Hiermit sind nun diese 4 Schienenabschnitte sicher mit Strom versorgt. An den Lötpunkten müssen natürlich die Schwellenverbindungen weichen:


    .

    .

  7. Nun zum Herzstück: Die originalen blanken Verbindungsdrähte (rote Strichlinien) habe ich weggezwickt. Das Herzstück hat ursprünglich seinen Strom durch die Zungenschienen bezogen. Wie gesagt hatten die Zungenschienen schon öfter keinen Kontakt und somit ist dann auch das Herzstück stromlos.
    Also wird das Herzstück durch diese Maßnahme komplett von der Umgebung getrennt und durch eine eigene Stromeinspeisung versorgt. Die polaritätsrichtige Versorgung muss über einen Kontakt in der Weichenstelleinrichtung erfolgen oder automatisch durch einen FrogJuicer.


    .

  8. Jetzt noch die Stromeinspeisungen an das Herzstück und an die beiden äußeren Schienen anlöten und fertig:


    .
Wie ich die Weichen betätigen werde, weiß ich noch nicht. Sollte es ein Servo werden, kann die Feder mit etwas Frimelei von oben herausgeschnitten werden.
Aber ich denke, es werden Handantriebe mittels Seilzüge werden - da bleiben die Federn dann drin.

Gruß Ralf

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15

Friday, October 4th 2013, 7:16pm

Hallo,

weiter geht es mit den Bogenweichen.
Das Problem war, dass die Lenz Bogenweiche einen zu kleinen Radius hat und nicht wirklich zu den Peco-Gleisen passen dürfte (optisch). Die Peco-Bogenweiche hat wiederum einen zu großen Radius für meine Bahnhofseinfahrt. Außerdem brauchte ich zwei verschiedene Radien bei meinen beiden Weichen.
Weichen-Selbstbau wollte ich nicht betreiben. Das liegt mir nicht. Und weiters würden Selbstbaugleise optisch wieder nicht zu den restlichen Peco-Gleisen passen. Aber warum Geld ausgeben, wenn noch genügend normale Weichen von Peco rumliegen. Diese sollten sich doch zu Bogenweichen umfunktionieren lassen!

Gesagt, getan (probieren, statt studieren):
  1. Zuerst wurden die Weichen wieder wie in meinem vorigen Beitrag an der Zungenmechanik umgebaut.
    Danach sind die Stege zwischen den Schwellen so entfernt worden, dass jeweils nur ein Steg pro Schwellenpaar stehen bleibt. Jetzt kann die Weiche ganz leicht verbogen werden:


    .
  2. Hier sieht ihr nun, wie schön die Weiche sich verbiegen lässt. Aber es wird hier auch das nächste Problem sichtbar: Durch die Biegung müssten nun die Zungenweichen verschiedene Längen aufweisen, was sie aber natürlich nicht tun. Auch die Aussparungen der äußeren Backenschienen für Zungenschienen verschieben sich und passen nicht mehr:


    .
  3. Aber keine Angst - zuerst muss nun ermittelt werden, wie weit die Zungenschiene, bzw. das Schienenstück nach der Zungenschiene gekürzt werden muss. Ggf. muss der Vorgang mehrmals wiederholt werden, bis alles passt. Weiterhin müssen auch die Zungenschienen an den neuen Radius angepasst werden.


    .
  4. Hier sieht man schön die gebogenen Zungenschienen. Auch erkennt man, dass die linke Zungenschienen eingekürzt worden ist.


    .
  5. Da die Weiche durch die fehlenden Stege ziemlich labil ist, habe ich sie gleich auf eine dünne Holzplatte mit Sekundenkleber aufgeklebt. Man muss gut aufpassen, dass die geschwungene Form beim Verkleben der Schwellen erhalten bleibt und nicht 'eckig' wird. Am besten erst jede 10. Schwelle kleben, dann jede 5. , 3., usw. bis alle geklebt sind (und immer genau die Schienenrundungen im Auge behalten).
    Es ist auch notwendig, die äußeren Backenschienen so zu verschieben, dass die Einkerbungen, wo die Zungenschienen anliegen nun mit den Zungen zusammenpassen. Hier sieht man, dass die linke Backenschiene zum Betrachter hin verschoben ist und die Rechte in entgegengesetzter Richtung verschoben ist. Bei manchen Weichen lässt sich die äußere Schiene nicht verschieben, da an 2 Stellen (im vorderen und hinteren Bereich) kleine Metallstückchen unter den Profilen angebracht sind und genau in ein Loch innerhalb der zugehörigen Schienenstühlchen passen, um ein Verschieben zu unterbinden. Mit etwas Gewalt kann man diese Metallstückchen aber abreißen(abzwicken).
    Diese Bogenweiche weist nun einen inneren Radius von 120 cm im Zungenbereich auf. Im Herzstückbereich ist der Bogen nicht so eng, da sich das Herzstück so gut wie nicht biegen lässt. Auch ist die Gefahr zu groß, das Herzstück dabei zu ruinieren. Aber ein ganz leichter Bogen geht schon. (Vieleicht geht's mit Wärme besser?)


    .
  6. Im folgenden Bild sieht man unten schön die beiden gegenläufig zusammengesetzten Selbstbau-Bogenweichen mit ihrer Holzunterlage. Die Untere ist die mit den engeren Radien. Von ihr stammen die Bilder in diesem Beitrag. Die darüberliegende Weiche ist hauptsächlich im Zungenbereich gebogen und läuft im Herzstückbereich fast gerade aus.


    .
Rolltests haben ergeben, dass die Wagen genauso gut über die Bogenweichen rollen, wie über die normalen Weichen.
Verdrahtet wurden die beiden Weichen wie die Anderen in meinem vorigen Beitrag.

Gruß Ralf

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Saturday, October 12th 2013, 9:19pm

Hallo,

weiter ging es in dieser Woche mit folgenden Arbeiten:
  • Gleise sind alle (bis auf die Herzstücke) verkabelt. Dabei wurde wirklich an jeder einzelnen Schiene eingespeist, trotz Gleisverbinder.
  • Gelände wurde grob aus XPS geformt.
  • Niveau-Ausgleiche mit Korkplatten.
Außerdem wurde etwas umgeplant: Die Brauerei ist nicht mehr vorgesehen. Der Platz reicht einfach nicht für ein stimmiges Bild!
Stattdessen kommt anstelle der Brauerei 'nur' ein kleiner Güterschuppen hin, welcher sich schön in die Ecke einfügt ohne beengt zu wirken.

Der nächste Schritt ist nun die Landschaftgestaltung mit Gips und Moltofill.





Gruß Ralf

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