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Tuesday, August 6th 2019, 7:55am

Hallo Walter,

wenn alles gut läuft, könnten wir im Februar "abgespeckte" Winterfahrtage veranstalten. Allerdings ist die Anlage dann zu einem großen Teil noch "Sperrholzwüste". Wäre also wohl nichts für das breite Publikum aus der Umgebung. Ich könnte mir aber eine Veranstaltung für "Insider und Forumsindianer" vorstellen. Letztendlich muss das aber der Vorstand entscheiden.

Gruß

Christoph
Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V.

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Tuesday, August 27th 2019, 10:03pm

Erste Testfahrt auf der neuen Ringstrecke, Winterfahrtage 2020 finden statt!

Hallo Forum,

die weitreichenden Umbauaktivitäten an unserer Anlage konntet Ihr Dank Christophs toller Dokumentation hier verfolgen. Und hier nun die Dokumentation eines echten Meilensteins: Die erste Testfahrt einer standesgemäßen Hauptbahngarnitur mit Mth 44er und Erzwagen aus Mühlheim :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup: . Viel Spaß!


https://www.youtube.com/watch?v=Wq432vsVduc&feature=youtu.be


Selbstverständlich werden wir intern noch auf den Lückenschluss tüchtig anstoßen und reichlich Garnituren über den Kurs fahren, parallel erfolgt der Weiterbau mit dem Kopfbahnhof, den wir nach optimistischer Planung gleistechnisch auch schon bis Ende Januar 2020 stehen haben wollen. Das für den Lokwechsel im Kopfbahnhof benötigte BW ist dann die nächste Ausbaustufe im Jahr 2020. Nach aktuellem Stand wollen wir gerne am letzten Januar-Wochenende oder erstem Februar-Wochenende unsere traditionellen Winterfahrtage veranstalten. Ob wir wie übliche eine komplett öffentliche Veranstaltung mit Pressemitteilung und allgemeinem Publikum aus dem Großraum Hagen oder nur eine spezielle Veranstaltung für die Nuller durchführen, wollen wir noch klären. Dazu gehört auch die Entscheidung, wieder ein ausgesuchtes Ausstellerensemble sowie den Flohmarkt anzubieten. Wir freuen uns in jedem Fall dem Forums-Fachpublikum unsere Baufortschritte zu zeigen. :thumbup: Wir sehen uns!

Mit freundlichen Grüßen
Ralf
Spur0 Team Ruhr-Lenne e.V. - Die Hagener Spur 0 Leidenschaft in XXXL seit 2007. Winterfahrtage am 25.+26.01.2020.

http://www.spurnullteam.de/

Betriebsabend: jeden dritten Freitag im Monat 19.00-23.00 Uhr - Betrieb, Essen,Trinken, Fachsimpeln, Spaß haben in kompetenter und netter Runde. Gäste und Gastfahrzeuge sind herzlich willkommen: Södingstr. 16-18, 58095 Hagen.

This post has been edited 1 times, last edit by "Br86fan" (Aug 28th 2019, 7:02am)


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Wednesday, August 28th 2019, 5:55pm

Weichenbau und "Hosenträger"

Hallo allerseits,

wie Ralf schon schrieb, wollen wir zügig die Gleise im Hauptbahnhof verlegen. Dazu gehört ein "Hosenträger" (doppelte Gleisverbindung) in der Bahnhofseinfahrt. Weil ich alle Weichen für den neuen Anlagenteil selbst gebaut habe, wurde auch der Hosenträger ein Selbstbauprojekt. Als erstes habe ich mein CAD-System angeworfen und eine 14° Kreuzung gezeichnet. Daran habe ich dann zwei Weichen mit 7° Abzweigwinkel angeschlossen, deren Zeichnung schon fertige war - ich habe schon einige davon angefertigt und auf der Anlage verbaut. Das andere Ende der Kreuzung mündet in zwei 14° DKW, davon hatten wir die erste günstig vor einiger Zeit erworben, die zweite hatte ich als Klon der ersten schon selbst gebaut.

Hier nun die fertige Zeichnung (für größere Ansicht auf die Zeichnung klicken):



Aus der Zeichnung habe ich dann das Fräsprogramm für die Schablone entwickelt. Diese habe ich aus einer 19 mm Siebdruckplatte gefräst. Hier seht ihr diese Schablone, in die schon ein Teil der Schwellen aus kupferkaschiertem GFK (Leiterplattenmaterial FR4) eingelegt ist.



Die Schwellen fräse ich ebenfalls auf meiner CNC-Maschine, dabei erhalten sie an den passenden Stellen eingefräste Unterbrechungen, um Kurzschlüsse auszuschließen.

Eine knifflige Angelegenheit sind die Herzstücke, speziell bei Kreuzungen. Ich habe schon vor langer Zeit aufgegeben, diese aus Schienenmaterial zusammenzulöten, ich fräse sie lieber aus Messingstangen 4 x 40 mm heraus. Sie sehen zunächst etwas komisch aus, wenn aber die ganze Kreuzung lackiert ist, sieht man nur noch die blanken Schienenköpfe. Der Vorteil ist, dass alles auf Hundertstel Millimeter zusammenpasst, wenn ich richtig gezeichnet habe.



Eine weitere knifflige Angelegenheit sind die Weichenzungen und die Backenschienen. Für beide habe ich ein Fräsprogramm entwickelt, mit dem ich die Verjüngung der Zungen und die Ausfräsungen der Backenschienen herstellen kann:





Ich baue die Weichen grundsätzlich mit durchgehenden Zungen, das erspart mir die Fummelei mit den Gelenken und die Fahrzeuge rollen ruhiger über die Weichen. Damit die Zungen besser beweglich sind, fräse ich auf beiden Seiten auf ca. 18 mm Länge den Schienenfuß weg:



Auf dem Bild seht ihr auch die Lötstellen, mit denen die Schienen auf den Schwellen befestigt sind. Ich habe dafür früher Radiolot mit Kolophonium-Seele als Flussmittel verwendet. Allerdings klebt das Flussmittel eklig und lässt sich kaum entfernen. Deshalb habe ich auf Säure (Fohrmann Lötöl) als Flussmittel umgestellt, und verwende Fittings-Lot ohne Flussmittel. Fittings-Lot kommt in 3 mm Stärke und ist eine Legierung aus Zinn und Kupfer. Es ist härter als Radiolot und außerdem bleifrei. Deshalb werden die Lötstellen matt, das ist kein Zeichen von kalten Lötstellen sondern ist ein Kennzeichen von bleifreiem Lot. Zum Löten benetze ich die Lötstelle mit einem Tropfen Lötöl und nehme etwas Lot mit dem Lötkolben auf. Danach erhitze ich die Schiene mit dem Lötkolben und sobald das Zinn fließt, halte ich die Lötkolbenspitze an die Schwelle. Dabei drücke ich mit einem Schraubenzieher die Schiene auf die Schwelle.

Die nach diesen Methoden gefertigte doppelte Gleisverbindung seht ihr hier:



Und nochmal von der Unterseite:



Unter die Schwellen aus Leiterplattenmaterial habe ich mit 2-Komponentenkleber Streifen aus 1,5 mm starkem MDF geklebt, um auf die Höhe der Kunststoffschwellen der restlichen Gleise zu kommen. Die fehlenden Schwellen habe ich dann durch Streifen aus 3 mm starkem MDF ergänzt. Weil das eine einmalige Aktion war, habe ich darauf verzichtet, die Schwellen von unserem Mitglied Joachim Zapf lasern zu lassen, was er sonst dankenswerter Weise für meine Selbstbauweichen macht.

Die (fast) fertige doppelte Gleisverbindung mit den provisorisch angesteckten DKW. Das Ganze ist über 1,5 Meter lang!



Zum Schluss habe ich noch die Stellbrücken eingebaut. Diese bestehen aus gefrästem Platinenmaterial, die Kupferauflage ist in der Mitte unterbrochen und statt einer Bohrung habe ich einen Schlitz eingefräst, das erleichtert das Einfädeln des Stelldrahtes ungemein. Außerdem ist es viel leichter, die Stellbrücke später zu ersetzen, weil man sie nicht nach oben abheben muss.
Die Verbindung zu den Zungen stelle ich durch zwei entsprechend gebogene Stücke Messingdraht von 0,8 mm Durchmesser her, die an den Zungen angelötet werden.





Die Servo-Antriebe habe ich angefertigt, aber noch nicht montiert, weil sie beim Transport stören würden. Sie werden von unten an die Weichen geschraubt.



So, jetzt noch ein Bild von anderen Weichen, die ich nach dem gleichen Prinzip für die Anlage gebaut habe.



Bis demnächst!

Gruß

Christoph
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Thursday, October 10th 2019, 1:32pm

Hosenträgereinbau und Brücke über BW-Zufahrt

Hallo allerseits,

Urlaubsbedingt habe ich mich eine Zeitlang nicht gemeldet. Es ist aber weitergegangen in Hagen. Als Erstes habe ich den Hosenträger in die Anlage eingebaut:





Mittlerweile habe ich auch die Elektrik für die 6 Servoantriebe eingebaut, die leider noch nicht 100-prozentig funktioniert. Morgen werde ich den Problemen aber zu Leibe rücken und die Antriebe an die Computersteuerung anschließen. Über die Elektrik und Computersteuerung werde ich einen neuen Thread aufmachen, weil das eine separate Rubrik in diesem Forum ist.

In einem früheren Beitrag hatte ich schon berichtet, dass die Nebenstrecke über einen langen Viadukt führen soll. Im Zuge dieses Viadukts wird eine zweite Zufahrt zum künftigen BW überquert. Diese Zufahrt liegt in einer Kurve und muss aufgrund der örtlichen Gegebenheiten mit einer Brücke überquert werden, die ca. 100 cm lang sein muss. Außerdem muss das eine Obergurtbrücke sein, um nicht zu viel Durchfahrthöhe zu verlieren.

Also habe ich mich im Internet auf die Suche nach einer passenden Brücke gemacht. Zunächst habe ich nichts brauchbares gefunden, entweder falsche Bauform, zu kurz, zu teuer oder gefiel mir nicht. Schlussendlich bin ich auf eine Brücke des amerikanischen Herstellers Atlas gestoßen, die alle Anforderungen erfüllte.

Die Brücke wurde auch von einem deutschen Händler angeboten, der aber leider nicht ab Lager liefern konnte. Also habe ich in USA recherchiert und bin auf den Händler JD's Trains gestoßen, der die Brücke auf Lager hatte und das auch zu einem sehr attraktiven Preis von rund 150,- US$. Nun sind die 150,- US$ nicht die ganze Wahrheit, dazu kommen Versandkosten von rund 50,- US$, Zoll ca. 3% und Mehrwertsteuer von 19% auf alles. Aufgrund der relativen Schwäche des Dollars hat mich die Brücke dann 230,- € gekostet. Das ist nicht viel für ein solches Trumm.

Nach einigen Wochen war die Brücke da und ich habe mich an den Zusammenbau gemacht, was nicht besonders kompliziert war. Allerdings hatte ich eine Brücke für das amerikanische Dreileitersystem gekauft, das sich durch eine Profilhöhe von 5,5 mm auszeichnet. Weil das nicht so bleiben konnte, war Umbau angesagt. Es gibt die Brücke auch als Zweileiter-Version, die hatte der Händler aber nicht auf Lager.

Die neuen Profile habe ich mit Sekundenkleber aufgeklebt und die Kleineisen des Mittelleiters mit Tränenblech aus Polystyrol (architekturbedarf.de) abgedeckt. Die ursprünglich schwarze Brücke habe ich dann neu in basaltgrau lackiert und etwas verrostet:











Soweit zur Brücke. Mittlerweile habe ich Holz für den Viadukt bestellt und nächste Woche wird heftig daran gebaut.

Gruß

Christoph
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Thursday, October 17th 2019, 6:29pm

Hallo allerseits,

wie im letzten Beitrag angekündigt, wird jetzt der Viadukt der Nebenbahn gebaut. In einem früheren Beitrag habe ich bereits das Muster eines Segments des Viadukts gezeigt. Zwischenzeitlich war ich damit nicht mehr ganz zufrieden, es sah mir zu "Englisch" aus. Ich habe deshalb ein neues Muster gebaut, das ich in den folgenden Fotos zeigen möchte:





Die neue Version hat als Absturzsicherung keine Mauer, sondern wird ein Geländer bekommen. Auch die Farbe des Mauerwerks habe ich geändert. Das Konstruktionsprinzip ist aber das Gleiche geblieben. Insgesamt wird der Viadukt aus 23 Segmenten bestehen, davon habe ich bis heute 12 Stück im Rohbau fertiggestellt. Die Länge wird reichlich 8 Meter betragen. Zwischen dem 11. und 12. Segment wir die Brücke eingebaut, die ich im letzten Beitrag gezeigt habe. Deren Länge von einem Meter kommt also noch dazu.

Genug der Statistik, nun möchte ich zeigen, wie ich die Segmente des Viadukts baue. Glücklicherweise besitze ich eine CNC-Fräse mit 730 x 410 mm Bearbeitungsfläche:



Der Viadukt wird aus 6 mm Pappelsperrholz gebaut. Das Holz kaufe ich als ganze Platten mit den Maßen 2,52 x 1,84 Meter und lasse sie in 12 gleich große Teile aufschneiden. Diese passen dann auf die Fräsmaschine und lassen sich fast ohne Abfall verarbeiten.



Den Viadukt habe ich mit einem CAD-Programm komplett gezeichnet und daraus die Einzelteilzeichnungen für die Segmente abgeleitet. Mit einem CAM-Programm habe ich die Einzelteilzeichnungen in Fräsprogramme umgewandelt und damit dann die Teile für die Segmente gefräst. Die entstehenden Abfälle seht ihr im obigen Foto der Maschine. Pro Segment brauche ich eine Platte Sperrholz.

Für einen kürzeren Viadukt oder ein Steinbrücke braucht man natürlich nicht unbedingt eine CNC-Fräse, Kreissäge, Stichsäge oder Laubsäge genügen in einem solchen Fall sicherlich auch.

Die ausgefrästen Teile werden entgratet und dann zusammengeleimt. Dazu verwende ich Ponal Expressleim, der innerhalb 5 Minuten abbindet:



Um die Leimstellen zu pressen, verwende ich Zwingen, Klammern oder schwere Stahlstücke, was halt gerade passt. Im folgenden Bild seht ihr fertige Segmente im Rohbau:



Danach werden die Segmente farblich behandelt:



Teile, die Beton darstellen - im Wesentlichen die Fahrbahn, auf der die Gleise aufliegen - streiche ich zunächst mit Acrylfarbe hellgrau. Danach lasiere ich sie zwei bis dreimal mit verdünnter Vallejo Betonfarbe (Model Air 71.131 Concrete). Diese Farbe kann ich wirklich empfehlen, sie gibt den Farbton von altem Beton sehr gut wieder (wobei das natürlich auch Geschmacksache ist). Mit derselben Farbe, aber unverdünnt, streiche ich dann die Kanten des Segments, damit keine hellen Stellen sichtbar sind, wenn die gedruckten Steinimitationen nicht so genau aufgeklebt werden.

Nun zum schwierigsten Teil der ganzen Operation. Bisher bestehen die Segmente ja nur aus der Fahrbahn und den seitlichen Mauern mit den Ausschnitten der Bögen. Was fehlt, ist die innere Ausmauerung der Bögen. Diese wird aus ausgedrucktem Steinpapier hergestellt. Weil das Papier aber ziemlich dünn ist, fehlt eine stabile Unterlage. Dafür verwende ich 0,4 mm starken Bristolkarton im Format 700 x 500 mm, den ich in passende Streifen schneide. Die große Schwierigkeit besteht darin, die Kartonstreifen in die Bögen zu kleben. Wenn man die Kanten der Bögen komplett, also auch die geraden Teile mit Kleber einstreicht, gelingt es nicht, den Karton ohne Spalten und Knicke einzukleben. Der Trick besteht darin, nur die Kanten der gebogenen Teile einzustreichen und die geraden frei von Kleber zu halten. Danach kann man den Kartonstreifen nach unten in die Biegung drücken und ausrichten. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:







Wie aus den Bildern zu sehen ist, befestigt man den Kartonstreifen zunächst an einem Ende mit Klemmen, danach drückt man das freie Ende nach unten in die Krümmung und befestigt es ebenfalls mit Klemmen. Nun löst man die Klemmen des anderen Endes wieder und drückt den Karton nach unten, bis in der Krümmung eventuell vorhandene Spalten verschwinden. Das Spiel betreibt man, bis in der Krümmung keine Spalten mehr sichtbar sind. Nach ca. 10 Minuten werden die Klemmen gelöst, die geraden Kanten mit Leim eingestrichen und der Karton mit Klemmen und kleinen Brettchen angedrückt.



So, das reicht erst mal für heute. Demnächst mehr.

Gruß

Christoph
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Thursday, October 17th 2019, 6:51pm

Hallo Christoph,



Ich wollte sagen ich find das Viadukt sehr schone wurden sehr viel Spatz mit der weitere bau.

Mit freundliche grusen,

Bernhard 1967 aus der Niederlanden

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Sunday, November 10th 2019, 8:34am

Hallo allerseits,

lange nichts gepostet. Deshalb, auch aus Zeitmangel (Winterfahrtage!!!) hier mal nur eine Reihe kommentierter Bilder vom Baufortschritt.

Die Arbeiten am Viadukt gehen mit unvermindertem Einsatz weiter.



Und hier ist die erste Hälfte in ihrer ganzen Pracht, mittlerweile sind so gut wie alle Bögen innen ausgemauert.



Die Elektrik zum Stellen der Weichen ist fertig, bis auf die Weichen, die noch im Hauptbahnhof und im Betriebswerk eingebaut werden müssen (9 Weichen und eine DKW). Damit man später ohne Verrenkungen an die Elektronik drankommt, habe ich alles auf kleine Schubladen mit Kugelauszügen montiert. Hier ein Beispiel:





Die Kabel liegen in Kabelkanälen, die außen am Unterbau angebracht sind und später durch Sperrholzstreifen abgedeckt werden. Die Streifen werden durch leicht lösbare Schrauben gehalten und stehen nach unten über, damit die Vorhänge unsichtbar mit Klettband daran befestigt werden können. Bisher machen wir das mit Heftklammern, keine sehr dekorative Methode :wacko:



Die Kanäle und Abdeckungen gehen auch um die Ecke.



Auch die Fahrstraßensteuerung ist fertig und funktionsfähig. Wir setzen dafür einen Computer ein, auf dem die Software Rocrail läuft. Mit Rocrail können nach Eingabe eines Gleisplans automatisch Fahrstraßen generiert werden. Diese Fahrstraßen wählen wir über ein selbstgeschriebenes Script an, in dem wir Start- und Zieltasten betätigen. Die zur Fahrstraße gehörenden Weichen werden dann vom Computer gestellt, verschlossen und die Fahrstraße auf dem Bildschirm ausgeleuchtet. Als Bildschirm verwenden wir einen Touchscreen, damit sparen wir uns die mühsame Anfertigung eines Stellpults und bewahren uns totale Flexibilität beim Design.



Wenn ihr auf das Bild klickt wird es groß und ihr seht, dass eine Fahrstraße von Werkheim zum Gleis 5 des Hauptbahnhofs eingestellt ist.

Das ist unsere Computer-Installation.





Weil wir uns nicht darauf verlassen wollen, dass der Computer ordnungsgemäß heruntergefahren wird, wenn alle Vereinsmitglieder das Lokal verlassen (der letzte macht den Strom aus), hängt der Computer an einer USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) mit Batterie. Einer Software auf dem Computer teilt der USV über einen USB-Anschluss mit, dass der Netzstrom ausgefallen ist. Daraufhin veranlasst die Software den Computer, herunterzufahren und sich auszuschalten. Die USV gab es bei Reichelt als Sonderangebot.



Die offene Platine vor der USV (schwarzer Kasten) ist die Schnittstelle zwischen Computer (Ethernet) und dem LocoNet, das zurzeit die Weichen steuert, aber später auch Signale und Rückmelder kontrolliert. Das graue Flachbandkabel mit rotem Rand ist das LocoNet-Kabel, dass sich durch die Kabelkanäle der ganzen Anlage zieht. Daran sind alle Ein-/Ausgabebausteine angeschlossen.

Im Moment wird heftig am Hauptbahnhof gearbeitet, der fast fertiggestellt ist, soweit es die Gleis- und Weichenverlegung betrifft. Leider hatten wir letzten Freitag einen Stromausfall, sodass ich keine Fotos machen konnte. Dafür ein etwas älteres Bild von der Einfahrt des ersten Zuges in den Hauptbahnhof:



Demnächst mehr Bilder vom Hauptbahnhof!

Gruß

Christoph
Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V.

Fahrabend jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 - Gäste sind herzlich wilkommen

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