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21

Wednesday, August 21st 2013, 1:05pm

Hallo,

wenn ich einen Beitrag editiere, werden immer jede Menge Leerzeilen eingefügt. Kann man da was machen?

DRG

Heizer

(144)

Posts: 209

Location: Haseldorfer Marsch

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22

Thursday, August 22nd 2013, 10:03am

Hallo Andeas,

in diesem Post soll es erst einmal nur um den Aspekt des Gleisbaues gehen.

Dazu habe ich verschiedene Informationen zusammengeführt und stelle fest, dass ich die in meiner Antwort 10 zitierte Information, zu der Masse und den Schwellenabständen der Oberbauprinzipien, inzwischen ganz anders einordnen werde, wenn sie mit anderem Quellen verglichen und Zeitgeschichtlich ergänzt wird. Denn die Nennungen im Buch Verkehrsgeschichte in Mecklenburg von Lothar Schulz zum Streckennetz im Jahr 1880 auf Seite 24 und dem Geschäftsbericht zu dem verbautem Schienenmaterial des Jahres 1891/92 auf Seite 79, stellen sich für mich nun ganz anders da, in dem sie wohl nur in den Anfängen der Strecken typisch waren.

Viele Strecken kamen zwischen 1879 und 1887 hinzu, unter anderem auch Teterow -Gnoien 1884, zu diesem Zeitpunkt mit einem Schienentyp den ich zumindest nicht direkt finden und zuordnen kann...

In dem Geschäftsbericht werden Schienentypen aus einem Geschäftsjahr 1891-92 genannt, ohne diese direkten Strecken zuzuorden, aber mit verbauter Gesamtstreckenlänge.

Schiene = 23,8kg/m mit einer Streckenlänge von 195km
Schiene = 28,8kg/m mit einer Streckenlänge von nur 12km
alle diesen Gleisen könnten wohl den Abstand von 0,93 Meter zugeodnet werden.

Schiene = 34,5kg/m mit einer Streckenlänge von 380km
Schiene = 35,5Kg/m mit einer Streckenlänge von 177km
ob diese Gleisen auch einem Abstand von 0,93 Meter zugeodnet werden können, kann ich nicht noch nicht sagen.

Schaue ich mir die Tabelle der Schienenformen auf der Seite von Thomas Becker von Thomas Becker an, ergibt sich für mich in der Geschichlichen Entwicklung ein ergänzendes und vortführendes Bild.

1. Alles was in dem Geschäftsbericht von 1891-92 genannt wird, könnte der Preuß. Form 5 und wohl der Form 6e mit rund 457km zugeordent werden, der Sprung zu 8d (8a fehlt bei Becker), ist aber nochmals gewaltig und wird wohl erst ab 1900 stattgefunden haben, da zumindest die Zeichnungen aus dem Zander Archiv, mit einem Stand von 1900 bei der Form 8a gekennzeichnet sind.

2. Diesen Eindruck und hierbei sollte es bei einer Modellumsetzung hauptsächlich gehen, untermauern eigentlich alle Fotos die um 1900 in dem Verkersgeschichtlichen Buch von Bahnhöfen mit Gleisanlagen gezeigt werden, weil einfach alle Schwellen bis zur Schwellenoberkante und vielfach drüber hinaus mit Kies eingebettet sind und ein sehr flaches Schienenprofil zeigen, das nur gering wahrgenommen wird.
Hierdurch ist für mich der erste Ansatz für eine Modellumsetzung geben, Details verschwinden in der Gleisbettung und müssen so nicht unglaubhaft nachgebildet werden. Hier zählt der stimmige Gesamteindruck einer Landestypischen Nachbildung in Mecklenburg um oder vor 1900.

Die Preußen Form 8a sowie die in der Becker-Tabelle genannte Form 8d von 41,38kg/m mit Schienenhöhe von 138mm, hat sowohl vom Profil als auch von den Weichenformen eine Weiterentwicklung zu den ersten verbauten Schienen erfahren. So sind diese Schienenformen wohl ab 1900 eingesetzt gewesen. Bei Revisionsarbeiten die cirka alle 20 Jahren anliegen, könnte also davon ausgegangen werden, das vielleicht ab 1910 aber wohl verstärtkt ab 1915-1920, also bis zum Übergang auf die DRG als eigenständige Gesellschaft, auch noch verstärkt die Form 8a gegen die vorherigen Bauformen ausgetauscht wurde. Ab 1920 wohl nicht mehr, weil dann der nächste sehr deutliche Sprung bei der DRG mit den Profilen S45 und der DRG Regelschiene S49 und der Klemmplatte "K" mit ebensolchen Regelweichen auf Doppelschwellen ausgetauscht bzw. neu verbaut wurden.

Um das hier für mich dagestellte als einen möglichen Wandel festzuhalten, hat mir das Bild aus der Miba 04-2013 Seite 68, vom Bahnhof Thürkow aus dem Jahre 1929 sehr gehofen. Es ist auch auf dieser Seite im unteren Bereich zu finden. Das Miba Bild zeigt bei Vergrößerung aber mehr und Feinheiten sind besser zu erkennen.

Diese Informationen habe ich aus dem Bild gewonnen:
1. Es ist ein Gleis der Preuß. Bauform 6 oder 8 deutlich zu erkennen, anhand der Verbindungslaschen an den Schienenstößen und der fehlenden Doppelschwellen im gesamten Gleisbereich. Auch anhand der Gleitplattenunterlage an der Weichenzunge, diese ist leider nicht komplett zu sehen.
2. zum Kopf der Rampe führen vier Gleisjoche mit 12 Schwellen, also 10 Meterschienen.
3. alle Gleise sind eindeutig nicht mit Schotter aufgefüllt, auch nicht die Weichen, was bei Kiesbettungen ja schon mal vorgekommen ist. Im Bereich der Kopframpe, hin zum Kopf bildet sich erstes Wildkraut aus. Auf dem Stumpfgleis zur Kopframpe führend, hat sich schon deutlich Wildwuchs niedergelassen, der sogar schon von den Begrenzungssteinen im Kopfsteinplaster kräftig und großflächig Besitz eingenommen hat. Hier besonders deutlich im Bereich der Weiche bis kurz hinter dem Grenzzeichen, von der Kopframpe aus gesehen, wo eben keine Wagen entladen werden.

Daraus komme ich für das Gleis, zu dieser zeitlichen Vermutung.
Gras und andere Wildkräuter können sich im Kies sicherlich innerhalb von sechs bis acht Jahren bilden, zwischen Kopfsteinplaster und den Grenzpfosten braucht es deutlich länger, ich behaupte einmal über zehn Jahre. Somit könnten die Gleisanlagen hier unverändert seit mindestens 1915 liegen. Es ist sogar möglich, dass sie seit dem Jahr 1910, wenn nicht sogar noch länger dort als Preuß. Form 8a eingebaut worden sind.

Das bedeutet für mich ein Betätigung um eine Modellumsetzung mit dem Thema Mecklenburg in der Ep.II , kann vom Anfang bis zum Ende der zwanziger Jahren glaubhaft mit Preuß. Länderbahngleis Form 8 und der DRG Regelschine in Gleisen und bei Weichen umgesetzt werden, dabei könnten Länderbahnweichen und Gleismaterial in Gleisen der 3. Ordnung noch vorhanden sein. Genauso wie ich es für meine Nachbildung ja angedacht hatte, zumindest immer dann, wenn bestätigte Quellen zu direkten Vorbildsituationen nichts aussagefähiges beisteuern und liefern können.

Bei der Bearbeitung zu diesem Thema Vorbildgleishöhen, ist in diesem Zusammenhang doch schon erstaunlich zu sehen, in welchem Epochen die unterschiedlichsten Spur Null Gleise eingesetzt werden können, wenn es zumindest um eine etwas stimmige modellgerechte Nachbildung gehen soll. Denn die je nach Hersteller angebotenen Gleise weisen ja schon große Höhen.- und Kopfbreitenunterschiede auf.

DRGS45 45,25kg/m mit Schienenhöhe von 142mm für Spur Null=3,15mm
DRGS49 49,05kg/m mit Schienenhöhe von 149mm für Spur Null=3,31mm

DB S54 54,54kg/m mit Schienenhöhe von 154mm für Spur Null=3,42mm
DB Uic60 60,34kg/m mit Schienenhöhe von 172mm für Spur Null=3,82mm

Somit werde ich in Zukunft das Hegob Gleise mit 3,3mm Profilhöhe und die Weichen mir mal genauer anschauen und das Wenz Länderbahngleis bietet sich hier ja zumindest zur Zeit für ein Streckengleis von 12 Meter Länge mit 15 Schwellen mit Peco Profil 3,2mm an, solange nicht anderes erhältlich ist.

In wie weit das für die Spur N beim Gleismaterial und der Profilhöhen umzusetzen möglich ist, lasse ich hier nun offen...,

Mit Gruß, Thorsten

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JACQUES TIMMERMANS (22.08.2013), Neuner (23.08.2013)

Betriebsleitung der NauKb

Lokomotivbetriebsinspektor

(487)

Posts: 418

Occupation: Dipl.-Ing.

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23

Thursday, August 22nd 2013, 11:54am

Hallo DRG und Freunde des Flügelrades,

es gibt eine Alternative zur " S49 Schiene ". Für die Reichsbahngleise habe ich " S 49 " von O-Scale genommen. Damit aber ein deutlicher Unterschied zu den daneben liegenden Gleisen der Naugarder Kleinbahn entsteht, verwende ich für diese ( Ihr glaubt es kaum ) Pola- Maxi Profile. Sie sind nicht nur in der Höhe, sondern auch im Profil kleiner. Am liebsten nehme ich gebogene Gleise, richte sie gerade ( naja, fast gerade ), länge sie ab und ziehe sie auf Schwellen des Verkehrsmusems Dresden VMD. Dadurch, daß ich gebogene Gleise nehme bleiben die späteren Kleinbahngleise ziehmlich " eierig".





Das obere Bild zeigt den Unterschied im Schwellenabstand der beiden zu den Prellböcken laufenden Gleisen.
Im unteren Bild sieht man in der rechten Ecke unten den Unterschied zwischen der DKW mit S 49 Profil und dem rechts daneben liegenden Kleinbahngleis.

Übrigens, wenn in Deutschland alte Häuser wieder in den Urzustand gebracht werden, fehlt ihnen im Allgemeinen der doch so interessante Zierrat oder die entsprechende Umgebung. Und wenn es nur die Halterungen der Stromleitungen sind. Eine Fahrt nach Hinterpommern oder nach Ostprreußen gibt einem dazu reichlichen Anregungen. Noch, aber das ändert sich gerade recht schnell.


Gruß von der
Betriebsleitung der Naugarder Kleinbahn


meine hoompetsch: http://naugarderkleinbahn.jimdo.com

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JACQUES TIMMERMANS (22.08.2013), DRG (23.08.2013)

24

Friday, August 23rd 2013, 8:25am

Hallo Thorsten,

ich bin sprachlos, was Du auf dem MIBA Bild alles erkennen kannst. Meine Hochachtung für dieses umfassende Wissen und die ausführlichen Erklärungen!

Zum Thema Profilhöhe kann ich nur sagen, daß das in N keine Rolle spielt. Ich habe mir Code 40 Gleis bestellt und könnte höchstens noch mit Code 55 einen Unterschied darstellen. Aber das lasse ich wohl eher sein. Mir geht es da eher um sichtbarere Unterschiede, wie Schwellenabstand, Doppelschwellen (oder eben nicht) und Weichentypen. Bei den Weichen bin ich mir nicht sicher, ob ich die exakt umsetzen könnte und wäre zunächst einmal froh, wenn ich eine betriebsfähige Weiche bauen könnte.

Generell frage ich mich, ob auf Privatbahnen die Gleise und Weichen auch nach etwas 20 Jahren erneuert wurden, oder ob das nur auf DRG Hauptstrecken üblich war. Ich hätte eigentlich gedacht, daß man auf dieser Strecke den größten Teil nie ausgewechselt hätte. Aber nach der Info, daß der Bahnhof Gnoien dreimal umgebaut wurde, ist auch bei den Gleisen wohl mehr geschehen.

Quoted

Das bedeutet für mich ein Betätigung um eine Modellumsetzung mit dem Thema Mecklenburg in der Ep.II , kann vom Anfang bis zum Ende der zwanziger Jahren glaubhaft mit Preuß. Länderbahngleis Form 8 und der DRG Regelschine in Gleisen und bei Weichen umgesetzt werden, dabei könnten Länderbahnweichen und Gleismaterial in Gleisen der 3. Ordnung noch vorhanden sein.

Das ist doch mal ein Wort! Da hat man eine genaue Vorgabe, an die man sich halten kann, wenn man kein Experte für Oberbau ist.

Allerdings dachte ich, daß die Doppelschwelle von der DRG eingeführt wurde und dann eben auch dargestellt werden müßte. Gab es bei der DRG noch einen Unterschied zwischen Haupt- und Nebenbahn bei den Schwellen? Unter www.feine-module.de/Vorbild-oberbau.php gibt es die Angabe, daß Schwellen auf Kleinbahnen 2,3m - 2,5m lang (paßt zum Buch) und die Abstände 92cm - 100cm groß waren (paßt auch zum Buch). Rechnet man mal mit den 12 Schwellen vom MIBA Bild (1000cm/13 = 76,9cm), so paßt das aber eher zu den Angaben für Nebenbahnen (Abstand 72cm). Das ist eigentlich schade, da der unterschiedliche Abstand optisch doch auffallen müßte und ein Hingucker wäre.

Wie sieht es übrigens mit der Bettung aus? Kannst Du anhand des Bildes bestätigen, daß im Bereich der Weichen Schotter, im Gegensatz zur Kiesbettung der restlichen Strecke, verwendet wurde?

War die Strecke dann früher eher eine Kleinbahn, die später zur Nebenbahn wurde, bzw. gab es den Unterschied dann nicht mehr?

Ich würde also für das Bahnsteiggleis DRG Doppelschwellen mit 72cm Abstand und für Lokschuppen, Viehrampe und Ladegleise Kleinbahngleis mit 93cm Abstand nehmen. Wäre das gut und was mache ich mit Aufstell- und Überholgleis?


@Betriebsleitung der Naugarder Kleinbahn
Bei Dir sieht man sehr schon den Unterschied - tolle Darstellung! Da hat Spur 0 deutliche Vorteile.

Viele Grüße,
Andreas

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JACQUES TIMMERMANS (24.08.2013), DRG (29.08.2013)

25

Friday, August 23rd 2013, 8:58am

In Gnoien selbst ist mir der Umfang des Güterverkehrs nicht klar. Es wurden wohl Zuckerrüben und Rinder verladen, aber war das alles?
Hallo Andreas

Was früher in nicht unbedeutenden Mengen antransportiert wurde, war natürlich Kohle! Abtransportiert wurden sicherlich hauptsächlich landwirtschaftliche Produkte wie Getreide, Kartoffeln und Rüben, Tiere (Schweine, Rinder, Schafe; Gänse und Hühner), Eier und Milch. Vielleicht (nein, sehr wahrscheinlich) gab es sogar einen Stellmacher oder gar eine kleine "Fahrzeugbaufirma", so das auch Fuhrwerke oder auch nur Wagenteile (Räder, Aufbauten) transportiert wurden. Nicht vergessen darf man natürlich auch nicht Holz, sowohl in der natürlichen als auch in der bearbeiteten Form als Bretter, Rundholz und Kisten. Gab es vielleicht sogar ein Sägewerk in der Nähe?

Gruß Ralph
Wenn die Klügeren immer nachgeben, regieren irgendwann die Dummen die Welt...

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DRG (23.08.2013)

26

Friday, August 23rd 2013, 11:11am

Mecklenburg

Hallo Andreas,
du hast eine Nachricht von mir.
Viel Erfolg und Grüsse
Dieter

27

Friday, August 23rd 2013, 10:11pm

N-Finescale

Moin Moin

schau mal im Nachbar-Forum was in N alles so möglich ist : http://www.stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&t=50628

Viel Spass damit... :thumbsup: .

Gruß Tom
Grüße aus Nurfunxsiel ^^

Tom

DRG

Heizer

(144)

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Location: Haseldorfer Marsch

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28

Monday, August 26th 2013, 4:13pm

Hallo Andreas,

ich bin sprachlos, was Du auf dem MIBA Bild alles erkennen kannst.

Beim lesen des MIBA Anlagenberichtes hatte ich mir diese Foto zuerst nur auf den Zug bezogen angeschaut. Erst beim zusammenstellen der Links für unsere Thematik hier, habe ich es mir im Vergleich auch auf andere Aspekte etwas genauer betrachtet. Dabei habe ich das Länderbahngleis erstmals wahrgenommen und es in diesem Zusammenhang dann mal unter die Lupe genommen....

Mir geht es da eher um sichtbarere Unterschiede, wie Schwellenabstand, Doppelschwellen (oder eben nicht) und Weichentypen. Bei den Weichen bin ich mir nicht sicher, ob ich die exakt umsetzen könnte

Diese Problematik sehe ich nicht ganz so in der Handwerlichen Umsetzung, sondern mehr in der Optischen Wahrnehmung. Deshalb würde ich ersteinmal die Grundsätzlichen deutlichen Unterschiede darstellen, wie:

1. Anzahl der Gleitplatten im Zungenbereich abhängig von der Neigung:
Preuß. Form 6 entspricht bei 1:7=6 Stück
Preuß. Form 6 entspricht bei 1:9=8 Stück
Preuß. Form 6 entspricht bei 1:10=9 Stück
Preuß. Form 8 entspricht bei 1:9=8 Stück
DRG Doppelschwellenweiche immer 9 Stück

Länge des Radlenkers, abhängig von der Neigung und der Bauform:
Preuß. Form 6 1:7 auf 4 Schwellen
Preuß. Form 6 1:9 auf 5 Schwellen
Preuß. Form 6 1:10 auf 5 Schwellen
Preuß. Form 8 1:10 auf 5 Schwellen
DRG auf 5 Schwellen aber und auch schon 7 Schwellen ab 1:9


Weiterhin würde ich in der Detaildarstellung alle Schwellen bei allen Weichentypen (zumindest in N) mit gleicher Teilung verlegen, aber etwas weniger als auf der Strecke, ein Durchschnittsmaß aus Länge und Schwellenanzahl. Eine exakte 0,10mm genaue unterschiedliche Unterteilung nach dem Originalplan würde wahrscheinlich an einem N-Modell aussehen "wie gewollt aber nicht gekonnt" , weil der dem Vorbild nachempfundene Unterschied nicht richtig wahrgenommen werden wird. Meiner Einschätzung nach wird dies wohl erst ab Spur Null möglich sein und ob es auch hier seine richtige Wikung erziehlen wird, kann auch erst ein Versuch zeigen, oder Fotos von schon verbauten Modellgleisen!

@ Betriebsleitung der NKB, vielen Dank an dieser Stelle für das zeigen der Fotos.

Allerdings dachte ich, daß die Doppelschwelle von der DRG eingeführt wurde und dann eben auch dargestellt werden müßte.

Absolut richtig.

Wie sieht es übrigens mit der Bettung aus? Kannst Du anhand des Bildes bestätigen, daß im Bereich der Weichen Schotter, im Gegensatz zur Kiesbettung der restlichen Strecke, verwendet wurde?

Nein, ich sehe hier nur Kies einschließlich Weichen im gesamten Bahnhofsbereich, somit ist diese Bild eine gute Bestätigung dafür, das Preuß. Länderbahnweichen auch im Kies gelegen haben können!

Wann und ob sie mit Schotter auch verbaut wurden, oder erst ab DRG Weichen, sind Fragen die mich zumindest Interessieren und wo ich mich über Antworten (Bildhinweise) freuen würde, die so etwas aufklären können.
Grundsätzlich und um den Epochalen Unterschied deutlich darzustellen, würde ich eine DRG Weiche immer Schottern. Bei einem genau dem Vorbild umgesetzten Modell, kann es einem aber passieren, das genau in diesem Bahnhof bei dieser Weiche es anders war. Dies ist immer die "Gefahr" bei solchen zeitlich weit zurückliegenden Projekten, das hier einem auch das Gegenteil oder die Ausnahmesituation nachgewiesen wird!

Ich habe hier Bild zum Vergleich der Unterschiedlichen Spur Null Gleise einmal eingestellt.



1. Unteres Gleis OSM als 1. Ordnung (DRG Regelgleis nicht auf Kleinbahn verlegt) mit einem Schwellenabstand = 640mm
2. Ein gesandetes Kleinbahngleis verbaut vor 1924, Schwellenabstand = 664mm
Diese Längen sind sehr Ähnlich wie bei Tomas Becker und auch in MIBA Spezial 81 genannt, wo der unterschiedliche Oberbau einer Nebenbahn einschließlich Preuß. Gleis gezeigt wird.
3. Ein Länderbahngleis noch nicht ausgetauscht, schwerpunktmäßig zu finden in Abstell,- und Aufstellgleisen, Gütergleise jeglicher Art sowie in BW-Gleisen.
Schwellenabstand = 832mm als noch unfertiger Wenz Bausatz mit 15 Schwellen, bei gleicher Schwellenteilung und einem Laschenstoß von 360mm.

Hinweis
Selbst in Null sind diese Unterschiede noch sehr gering und um diese "erkennbar darstellen zu können" muß hier vielleicht schon die Maßstäbliche Umsetzung nach oben verschoben, oder zumindest aufgerundet werden.
In diesem Zusammenhang möchte ich diesen Satz aus eigener Erfahrung noch ergänzen,

Die Erfahrung zeigt, dass man sich, wenn die Messlatte in Sachen Vorbildtreue sehr hoch gelegt wird, gerne mal im Detail verliert.

Dadurch ist die Gefahr auch sehr groß, das oftmals ein Projekt nicht begonnen oder sogar niemals zu einem Ende geführt wird. Deshalb hilft meiner Ansicht nach sehr, sich erst einmal nur mit Landestypischen und eben grundsätzlichen Darstellungen zufrieden zu geben und diese auch so zu verbauen, bis einem eventuell genaueres vorliegt. Ausgetauscht und umgebaut kann mit wasserlöslichen Klebern nahezu alles werden, auch Gleismaterial wie an dieser kleinen Fotoserie zu sehen ist. Hier wurde ab dem Herzstück die Lenz Weiche gegen einen Euro-Rail Selbstbau gewechselt. Deutlich ist die wesentlich schlankere und längere Weiche im Zungenbereich zu erkennen. Seit diesem Umbau gibt es absolut keine Betriebstörungen mehr auf dieser Weiche zu vermelden.







Nach dem die Natur sich wieder erholt hat, ist von den Gleis.- und Erdarbeiten nichts mehr zu sehen.

Auf dieser D.I.T. Modellau HO-Seite sind unter der Rubrik:
- Hobby / - Überlegungen zum KPEV Gleis, ein paar neue Infos, auch mit schönem Streckengleis zu finden.

Zur Kleinbahnerklärung mag dieser Link helfen.

Und zum Schluß, dies ist keine Null, könnte aber als Anregung für so manche Null-Umsetzung genommen werden. Auf Seite acht werden schöne Weichen gezeigt.


Mit Gruß, Thorsten

This post has been edited 1 times, last edit by "DRG" (Aug 26th 2013, 4:21pm)


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Udom (26.08.2013), jk_wk (27.08.2013), Neuner (27.08.2013), JACQUES TIMMERMANS (28.08.2013), Signum (07.01.2016)

29

Tuesday, August 27th 2013, 7:42pm

Hallo Andreas (Neuner),

ich weiß jetzt nicht ob es hier schon erwähnt wurde.

Einen 12 seitigen Bericht, oder eine geschichtliche Beschreibung mit diversen Bildern, über die Strecke Teterow – Gnoien findet man hier :

Gera Nova Verlag : Sammelwerk Neben- und Schmalspurbahnen in Deutschland, unter Mecklenburg Pommern.

Hoffe es hilft etwas weiter,

MfG

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Dieter Ackermann (27.08.2013)

30

Tuesday, August 27th 2013, 11:30pm

Hallo,

ich bin momentan in den Ferien und mehr mit der Familie, als hier im Forum unterwegs. Daher dauern meine Antworten zur Zeit etwas länger.

@errel
Das sind eine Menge Anregungen, die interessante Ladeszenen abgeben. Wie das zur Zeit und Region paßt, will ich noch rausfinden. Den Stellmacher mußte ich erst nachschlagen, aber es gab einen Metall verarbeitenden Betrieb. Vielleicht läßte sich das noch klären.

@Tom-Köf
Die Seiten hatte ich schon mal angesehen, aber da haben fast alle Bilder gefehlt. Jetzt war ich nochmal mit einem anderen Rechner da und nun sieht man wieder traumhafte Bilder. Der Typ ist unschlagbar :thumbsup: und muß jede Menge Zeit haben! Das ist für uns Normalsterbliche kaum zu erreichen.

@Thorsten
Tja, da ist etwas Wahres dran. Man wird viele Details gar nicht richtig sehen und daher sollte man sich tatsächlich eher auf Anderes konzentrieren. Ich werde mich dann eher an Federzungenschienen halten und Deine Hinweise bzgl. Gleitplatten und Radlenker beherzigen.
Beim Schwellenabstand spielt auch noch die Herstellung der Schwellen eine Rolle. Einige Zehntel Toleranz hat man schnell und dann sind die unterschiedlichen Abstände schon dahin. Auf der Strecke und dem Hauptgleis werde ich 4,5mm (72cm) und sonst 6mm (96cm) verwenden. Diesen Unterschied sieht man und es bringt Abwechslung.
Ich finde Deine Umbaumaßnahmen sehr mutig. Es kommt mir eher wie ein auf jeden Fall zu verhindernder Unfall vor, daß man später an den Gleisanlagen noch mal was ändern muß. Aber Du hast ja gezeigt, daß es erfolgreich zu meistern ist. Allerdings brauche ich noch ein wenig Zeit, um mich mit diesem Gedanken anzufreunden.
Die Links sind super, insbesondere der Erste.

@MaBo51
Diese Blätter habe ich auch schon gesehen, aber ich vermute mal, daß hauptsächlich die Zeit nach 1949 beschrieben wird. Kennt jemand die Unterlagen?


Viele Grüße,
Andreas

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DRG (29.08.2013)