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BTB0e+0

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101

Tuesday, December 31st 2013, 1:26am

Hallo Dieter,

danke für Deinen humorigen Rückblick auf die Entstehung der "Moritzbahn" und deren offizieller Inbetriebnahme. Deine Berichte habe ich immer gerne gelesen und natürlich die Bilder angeschaut, die Entwicklung verfolgt und ich bin bereits gespannt, was sich im Jahre 2014 auf der Moritzbahn" tut. Lokschuppen, Tunnel, Kreuzungsgleis... naja, langweilig wirds Dir nicht werden.

Ich wünsche Dir ein allumfassend gutes und vor allen Dingen gesundes 2014 und weiterhin viel Freude mit der "Moritzbahn".
Gruss
Robert
BTB0e+0

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Dieter Ackermann (31.12.2013)

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102

Sunday, January 5th 2014, 11:25pm

Rost - oder 'der Zahn der Zeit ... '

Liebe Spur 0 Freunde
und Freunde der Moritzbahn,

nach der Streckenbegehung hatte ich mir vorgenommen, zunächst den Bau des Tunnels auf dem linken Teil der Anlage in Angriff zu nehmen. Die Portale hatte ich ja bereits aus Spanplatten-Resten vom Trassenbau gesägt - jetzt plante ich, die Grobstruktur des 'Bergs' mit weiteren Resten zu bauen, die noch in Garage und Schuppen ihr Dasein fristeten ... Bis mir gerade noch rechtzeitig einfiel, dass ich mich mit dem Tunnelbau nur selbst blockierte, denn - wie sollte ich 'später' im Tunnel die Witterungsspuren bzw. den Rost auf die Schienen bringen und wie das Gleis einschottern? Also - der 'Berg' würde erst einmal noch warten müssen!

Ich fing an zu überlegen - Rost - ja! Aber wie sollte er aussehen, wie beschaffen sein? Rost hat so viele Gesichter! Rost steht für Zeit. Rost ist Synonym des Verfalls, wie an diesem Gartentor am Neuen Schloss in Baden-Baden.







Aber manche zeitgenössischen Künstler verwenden den 'Edelrost' auch als zusätzliches Stil- und Gestaltungselement bei ihren Stahl-Plastiken ... Und wie war das noch mit den Gleisen, die auf den Ausbaustrecken Leipzig - Dresden und Dresden - Hof ( - Nürnberg) verlegt wurden? Sie waren durchweg dunkelgrau-dunkelbraun, aber die Schienenköpfe hatten meist schon einen ersten hell- bis mittelbraunen Rostansatz ...
Für die Gleise der Moritzbahn habe ich daher drei matte Acrylfarben von 'Marabu' gewählt, die ich unterschiedlich intensiv mit einem schmalen Pinsel auf Schienenfüsse und -stege aufgebracht habe - die Schienenköpfe bleiben blank, da die Strecke ja regelmässig befahren wird.







Lediglich das eine oder andere selten benutzte Abstell- oder Anschlussgleis wird (später) auch auf der Lauffläche eine unterschiedlich starke Korrosion aufweisen.

Unter uns - Modellbahngleise farblich an die 'Realität draussen' anzupassen, kann eine veritable Schinderei sein, vor allem dann, wenn die Gleise und Weichen bereits fest verlegt sind ... Ich bin jedenfalls heilfroh, dass ich die ersten drei Strecken-Meter auf dem Abschnitt mit dem Tunnel heute Nachmittag fertig gestrichen habe. Drei Meter? Nein - es sind genau zwölf Meter, da jedes Gleis zwei Schienen mit jeweils zwei Seiten hat ... "Aber das bedeutet ja", sinniere ich, "dass da noch 21 Meter Streckengleise (plus Weichen) auf ihren Rost warten, macht summa summarum ziemlich genau 84 Meter - das müssen die von Bertold Brecht erwähnten "Mühen der Ebenen" sein ...

Ich tröste mich aber vorab mit dem Gedanken, dass 'ES hinterher wahrscheinlich nicht schlecht aussehen wird'.

An dieser Stelle noch ein kleiner praktischer Hinweis - irgendwann wird man beim Streichen 'fahrig' und streicht mit dem Pinsel auch über die Schienenköpfe, wo er (der Pinsel) nichts verloren hat. Die Farbe dort reibe ich mit der fasrigen Stirnseite eines Balsa-Klötzchens ab, gleichgültig, ob sie noch leicht feucht oder schon angetrocknet ist. Diese Methode spart nicht nur Lösungsmittel, sondern vermeidet auch einen leicht benebelten Kopf und schont zudem die Lauffläche (ich weiss - es ist keine Lauffläche!).







So liebe Freunde, wenn ihr demnächst eine Weile nichts mehr von der Moritzbahn zu lesen bekommt, dann könnt ihr getrost davon ausgehen, dass ich wieder bzw. noch immer am Streichen bin ...

Trotzdem - bis denne
und beste Grüsse

Dieter

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103

Monday, January 6th 2014, 10:56pm

Liebe Spur 0 Freunde
und Freunde der Moritzbahn,

nun bin ich doch früher wieder zurück, als ich gestern Abend noch gedacht hatte. Ich hatte zwar nicht die geringste Lust, mich heute schon wieder mit Pinsel und Farbe über die 'restlichen' 21 Meter Streckengleise her zu machen, aber da waren ja noch die beiden Beutel mit Schotter, die ich letzten Samstag von einem ausgedehnten Klönschnack mit Helmut Eßlinger in seinem 0 Scale Hobbyshop in KA-Durlach mitgebracht hatte. Auf Grund seiner langjährigen Erfahrung hatte ich mich für Schotter des belgischen Herstellers 'JEWEHA modelbouw' entschieden und je einen Beutel Basalt und Kalksteinschotter gekauft. Ich hatte vor, den dunkelgrauen Basaltschotter mit dem hellgrauen Kalksteinschotter im Verhältnis 1:1 zu mischen: JEWEHA weist ausdrücklich darauf hin, dass der Basaltschotter nach dem Kleben noch dunkler wird, weshalb ich das künftige Gleisbett wenigstens teilweise wieder aufhellen wollte.

Diese Mischung gefiel mir sehr gut, und so habe ich die ersten ca 80 cm Gleis im Bereich des Tunnels eingeschottert, zunächst zwischen den Schienen und anschliessend auf beiden Seiten des Gleises. Kleben konnte ich den Schotter allerdings noch nicht, da wegen des heutigen Feiertags in Baden-Württemberg sämtliche Geschäfte geschlossen waren und ich erst Morgen das erforderliche Material wie Spritze und Leim kaufen kann.
Also - bitte noch etwas Geduld ...











Mit den besten Grüssen
Dieter

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BTB0e+0

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104

Monday, January 6th 2014, 11:25pm

Rost und Schotter

Hallo Dieter,
hallo Schotterrotte,

die Rosttöne hast Du gut hingekriegt und mit der (Bau)zeit wird das auch noch zwangsweise verfeinert. Beim Schottern kriecht manchmal Wasser/Leimgemisch an den Schienenprofilen empor und verändert die bisher aufgebrachten Farbe stellenweise mit weislichem und/oder Grauschleier. Dann blättert mal wieder ein bisschen Farbe ab und wird fliessend mit einem anders nuancierten als dem bisherigen Farbton übermalt u.s.w. Ich lasse solche (Bearbeitungs)einflüsse gerne so wie sie sich ergeben, weil dann irgendwann ein natürlich gefärbter Schienenstrang entsteht. Die Profile sind ja nicht durchgehend gleichmässig rostig.

Hinweis zum Schotter bzw. dessen Beschaffung: Ich habe für meine 0 Strecke "Hummerkies" aus dem Baumarkt verwendet. Den gibt es in rostbraun, beige und schwarz. Ich habe als Basis rostbraun genommen. Der Hummerkies hat m. E. die richtige Körnung, lässt sich gut verteilen, nach der Trocknung gut granieren, ist nahezu steril und/oder mit dem Schotter von Wenz - oder jedem anderen Hersteller - in alle mögliche Geschmacksrichtungen zu mischen. Weil der Hummerkies gemessen an der Menge, welche man an Modellbahnschotter bräuchte relativ preiswert ist, kann dieser natürlich auch als Füllstoff verwendet werden (weil preiswert kann so richtig fett draufgehauen werden und man muss nicht überlegen wo Schotter eingespart werden muss) und obendrauf nur eine dünne Schicht teurer Modellbahnschotter gelegt werden. Das geht in einem Arbeitsgang. Also ich habe mich doch ein bischen gewundert (trotz Erfahrungswerten), was in meine Stichstrecke und das bisschen Gleis im Minibahnhöfle für eine Menge Schotter reinpasst und bin über den "Füllstoff" Hummerkies recht froh. Wenn ich nur Modellbahnkies verwendet hätte wäre das richtig teuer geworden. Du hast da noch ein schönes paar Meter mehr Gleis zu schottern als ich. Naja, vamos a ver...

Im Anhang ein paar Bilder mit Ausschnitten "Schotterung" zur Veranschaulichung. Viel Spass beim Weiterrosten und Schottern...
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  • Sch´beisp..JPG (83.71 kB - 164 times downloaded - latest: Jan 17th 2019, 10:46pm)
  • Schotterbeispiel.JPG (87.31 kB - 156 times downloaded - latest: Jan 17th 2019, 10:45pm)
  • Schotterbsp..JPG (130.86 kB - 139 times downloaded - latest: Jan 17th 2019, 10:46pm)
Gruss
Robert
BTB0e+0

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105

Monday, January 6th 2014, 11:55pm

Hallo Robert,
jetzt bin ich schon etwas überrascht, sooo früh am Tag von dir zu hören, Pardon, zu lesen - hast du wegen der milden Witterung schon auf Sommerzeit umgestellt? Aber - zunächst Danke für deine Anerkennung sowie deine Abhandlung über den (baierischen?) Hummerkies sowie die immer wieder faszinierenden Einblicke in die BTB! Thema Hummerkies - wird der mit oder ohne Hummer verkauft? Ersteres wäre natürlich schon ein interessantes Marketing-Instrument! Spass beiseite - mir ist natürlich heute Nachmittag schon klar geworden, dass ich demnächst wohl mindestens einen Kleinlaster mieten muss, um die benötigten Mengen an Schotter aus Durlach heran zu schaffen ... Noch etwas - mit Blick auf die von dir zitierten unterschiedlichen Rosttöne stimme ich dir in vollem Umfang zu - ich hatte ja gestern bereits geschrieben "Rost hat so viele Gesichter" ... und das gilt natürlich auch für den Schotter.
Vielen Dank für deine Tipps
und beste Grüsse nach Nämberch
Dieter

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FrankB

Rangiermeister

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106

Tuesday, January 7th 2014, 8:18am

Hallo Dieter,

die ein eingeschottertes Stück Gleis sieht sehr gut aus, bin gespannt wie es nach dem Verkleben den Farbton verändert.
Und deine Gleise gefallen mir auch sehr gut, ich habe zwar jetzt mit der Methode brünieren und Pigmente angefangen aber ich glaube das ich es auch einmal so probieren werde. 8o
Wünsche immer Spaß beim basteln :thumbup:


Gruß Frank

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Dieter Ackermann (07.01.2014)

107

Tuesday, January 7th 2014, 10:12am

Hallo Dieter,


ich möchte Dich mal schnell vor viel Arbeit warnen:

Der Basaltschotter dunkelt beim kleben (mit Leim/Wasser - Gemisch) nicht nur nach, sondern er wird pottschwarz!
Der Kontrast zum Kalksteinschotter wird unschön groß und es sind erhebliche Nacharbeiten mit Farbe nötig. Jedenfalls für meinen Geschmack.
Ich würde dir empfehlen, Basaltschotter nicht zu verwenden.
Ich benutze den Kalksteinschotter von Jeweha. Allerdings ist der bei Deinem Großverbrauch vielleicht etwas teuer...

Viele Grüße

Norbert

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Dieter Ackermann (07.01.2014)

108

Tuesday, January 7th 2014, 6:22pm

Schotter und Kleber

Hallo Dieter und alle Anderen,

auch ich verwende einen Basalt-Schotter, den ich selber "herstelle" und auch verkaufe. Die Basalt-Art heißt Diabas oder Gabbro und kommt aus den Steinbrüchen bei Bad Harzburg.
Die Steinbrüche liegen nur wenige hundert Meter auseinander und es wird jeweils eine andere Sorte Basalt abgebaut ... scheinbar ist auch Basalt nicht gleich Basalt :whistling:

Als Kleber verwende ich eine ganz bestimmte Grundierung aus dem ortsansässigen Baumarkt,

keinen Tiefgrund :!: ,

die ich dann unverdünnt, mit einer Pipette, in den Schotter träufel.

Hier mal ein Foto, das ich schon an anderer Stelle im Forum gezeigt habe, von meinem Mustergleis mit dem geklebten Schotter.
Wie Ihr sehen könnt ist der "Basalt"-Schotter mit dem verwendeten Kleber etwas nachgedunkelt, aber er ist nicht "schwarz" geworden ;) .


Tschüß aus Leese

Frank-Martin
Gutes Werkzeug kann man(n) nur durch noch Besseres ersetzen !!!

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Didier78

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109

Tuesday, January 7th 2014, 10:27pm

Hallo Dieter,

zuallererst hast du dir meinen vollsten Respekt dafür verdient, dass du mit der Einfärbung und Schotterung deiner Gleise begonnen hast. Ich habe auch schon hin- und herüberlegt, teilweise mit Farben experimentiert, Literatur und Internetseiten durchforstet, um einen Masterplan für die Färbung und Schotterung meiner Gleise auf die Beine zu stellen - es mir noch nicht wirklich gelungen.
Daher kommt es mir ganz recht, dass du diese Thematik nun in deinem Baubericht über die Moritzbahn aufgegriffen hast!
Mit Mischung der 3 Brauntöne liegst du m.E. Schon ganz gut - meine Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass man besser 2 mal streichen sollte um auch wirklich alle blanken Stellen an den Schienen zu erwischen - ich will dich ja nicht beunruhigen, aber in deinem Fall würden dann aus 84m stramme 168m werden...
Das Einschottern der Gleise sieht in meinen Augen auch schon recht gut aus: wie hast du es denn hinbekommen, dass der Schotter an den Böschungen so schön angedrückt liegt?
Ich werde deine weiteren Gehversuche in diesem Themenbereich auf jeden Fall mit Interesse verfolgen - spare auch bitte eventuelle Fehltritte nicht aus: die muss ich ja dann nicht auch noch machen! ;)

Gruß, Dirk.

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110

Tuesday, January 7th 2014, 11:14pm

Plaka-Farbe

Ein Tipp für alle, die ihre Gleise noch rostig färben wollen. Sehr gute Ergebnisse erzielt man mit Plaka-Farbe aus dem Schreibwarenladen. Sie läßt sich sehr gut streichen und trocknet schnell zu einer sehr gleichmäßigen und matten Oberfläche, die sich aber noch über Stunden leicht mit einem feuchten Lappen oder Küchenrollenpapier entfernen läßt (Schienenköpfe). Der Farbton Nr. 55 ist gut geeignet und kann je nach Geschmack mit Orange oder Weiß vor dem Streichen aufgehellt werden.

Mit dieser Farbe kann man auch braune Güterwagen toll altern, da sich - mit dem fast trockenen Pinsel aufgetragen - die Farben gut mischen (Drybrush-Technik). Grundieren mit Nr.55 plus Schwarz, dann 55 pur und dann 55 mit weiß oder hellgrau abgetönt immer heller "drüberreiben".

Einziger Nachteil der Farbe ist der ungewöhnliche Geruch, der aber nach einer Woche gänzlich verschwunden ist. Die Farbe ist nach der Trocknung sehr grifffest.

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111

Wednesday, January 8th 2014, 12:08am

Hallo Norbert,
herzlichen Dank für deine Warnung, den Basaltschotter mit Leim zu kleben! Demnach hast du anscheinend Erfahrungen gesammelt, die man nicht unbedingt machen möchte. In jedem Fall entspricht 'dein Resultat' der Warnung von JEWEHA ebenso wie dem Hinweis von H. Eßlinger. Ich werde also über einen Ausweg aus dem Dilemma nachdenken müssen, obwohl es bei meiner 'Versuchsstrecke' im Tunnelbereich nicht ganz so dramatisch ist - ausserhalb des Tunnels und im Bereich der Portale kann ich den Schotter noch weiter mit hellgrauem Kalksteinschotter aufhellen, während es im Tunnel selbst ohnehin kaum auffallen dürfte.
Für heute beste Grüsse
Dieter

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Hein

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112

Wednesday, January 8th 2014, 7:38am

Hallo Dieter.

Ich habe meine Schienenprofile mit der Rostfarbe von Realmodell eingestrichen und finde das sieht gut und authentisch aus.Es ist ein heller Rostton wie ich ihn auch in der Wirklichkeit wiederfinde.Die Realfarbe ist aber keine auf Wasserbasis und haftet beim streichen eigentlich ganz gut.Geb doch mal einfach ein bisschen Pril dazu damit die Farbe etwas besser am Profil verläuft, ist aber nur ein Tipp und habe ich noch nicht versucht.



Die Realfarbe ging wirklich einfach mit dem Pinsel aufzutragen und bedurfte kaum Nacharbeit. Den Schotter habe ich aber mit der Airbrusch ( einfache Abtönfarbe braun aus dem Baumarkt ) eingefärbt.

Zu der Verfärbung des Basaltschotters kann ich leider nichts sagen aber wenn es so ist geb doch auch gleich ein bisschen Farbe in das Leim / Wassergemisch dabei und natürlich etwas Pril. Ich würde mal ein Probestück machen und da bietet sich doch den Tunnelstrecke an.

Gruß Hein

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Wednesday, January 8th 2014, 10:47am

Hallo Frank,
zunächst vielen Dank für deine ausführlichen Hinweise und das informative Foto!
Interessant finde ich vor allem, dass du in deiner sicher knapp bemessenen Zeit auch noch für die Spur 0 passenden Schotter selbst herstellst - ich würde mich freuen, wenn du dazu mal detaillierte Informationen liefern könntest - ggf. in einem separaten Thread: ich denke, dass das ein Thema ist, das auch viele andere Forum-Teilnehmer sehr interessieren dürfte ... Und da du schon erwähnst, dass du diesen Schotter nicht nur für den Eigenbedarf produzierst - wie sind deine Preisvorstellungen?
Und was den von dir verwendeten Kleber angeht - kannst du bitte mal einen Hinweis auf die Marke geben?
Mit den besten Grüssen
Dieter

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BR96

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Wednesday, January 8th 2014, 10:55am

Hallo Dieter,

guck' mal hier:

Mein Schotter

Ich habe auch experimentiert. Ergebnis war ein Schotter von Wolfgang Tschunkert (Ebay-User wtbtschunkert), der kostet praktisch nichts, dann verklebt mit elastischem Tiefgrund von BAUHAUS, lackierte Schienen mit Rostfarbe von Model Masters, bemalte Schwellen mit Abtönfarbe und abschließender Behandlung mit Farbe von Tamiya (Airbrush) - fertig!
Grüße - Jörg

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Wednesday, January 8th 2014, 4:35pm


Rost und Schotter ...

Liebe Spur 0 Freunde

und Freunde der Moritzbahn,

ich hätte mir nicht mal im Traum vorstellen können, dass meine Zeilen über den (künstlichen) Rost an Schienen und das Einschottern einer Teststrecke eine derart grosse Resonanz hervor rufen würden! Daher zunächst ein grosses 'DANKESCHÖN' für all eure guten und für mich sehr interessanten Hinweise und Vorschläge, Ratschläge und Tipps, die ja wohl alle auf langjähriger Erfahrung beruhen.

Sicherlich ist seit der Einrichtung dieses Forums schon so manches zum Thema "Rost am Gleis" oder auch über "Schotter" geschrieben worden - man hat es gelesen, hat es höchst interessant gefunden, evtl. sogar eine Notiz angelegt oder den entsprechenden Link in irgendeinem Ordner gespeichert: "für später, wenn es soweit ist" ... Und wenn 'es' dann tatsächlich soweit ist, hat man Notiz und Link längst vergessen und denkt nicht mal dran, den passenden Begriff in die entsprechende Suchfunktion im Forum einzugeben ...

Jedenfalls empfinde ich eure Hilfsbereitschaft als ganz grossartig - egal, ob es Norberts Warnung vor der Schwarzfärbung des Basalts war, Heikos Griff in die Streusand-Kiste oder Jörgs Hinweis auf seinen in beiderlei Hinsicht sehr lesenswerten Bericht "Spur Null in a Nutshell" ... Aber auch Heins Kommentar war für mich recht aufschlussreich, ebenso wie Gerd Strehles Hinweis auf die Plaka-Farben, Frank B.s Zeilen über Brünierung und Pigmente sowie Dirks Masterplan ...
Und, last not least, Roberts und Frank-Martins informative Stellungnahmen ... herzlichen Dank für eure Mühe!

Mit den besten Grüssen
Dieter

P.S. noch ein Wort an Dirk - die Schotterränder habe ich einfach mit einem Borstenpinsel Nr. 10 'in Form' gebracht, aber man sollte es m. E. nicht übertreiben, da sie sonst sehr schnell unrealistisch wirken können

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Thursday, January 9th 2014, 10:10pm

Hallo zusammen,

zum "Entspannen" von Wasser und Farben auf Wasserbasis verwende ich "Odol". Das hat die gleiche Wirkung wie Spülmittel, schäumt aber nicht beim Durchrühren ... :whistling:

Tschüss aus Hameln

Frank-Martin
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Thursday, January 9th 2014, 11:52pm

Schotter zum X-ten ...

Liebe Spur 0 Freunde
und Freunde der Moritzbahn,

gut, dass momentan kein Besuch der beiden Berliner Hauptaktionäre der Moritzbahn ansteht - ich wüsste kaum den aktuellen Stillstand auf der Baustelle zu erklären! Okay, ich könnte darauf hinweisen, dass während der letzten Tage verschiedene Oberbau-Experten angesichts des ersten eingeschotterten Gleisabschnitts im Tunnelbereich mahnend und warnend ihre Stimmen erhoben haben - nicht zuletzt mit Blick auf den bereits eingebrachten Basaltschotter. Aber dann wüsste ich auch schon gleich die Antwort: "Bitte keine Details, verehrter Herr Bauleiter! Uns interessieren die Fortschritte!" ...

Also habe ich gestern Abend im Schutze der Dunkelheit - das muss ja nicht wieder das halbe Dorf mitbekommen! - einige Schotterproben in das geophysikalische Labor gebracht, das vor kurzem hier im Dorf als Aussenstelle des 'KIT - Karlsruher Institut für Technologie' eingerichtet worden ist.

Zu meiner grossen Überraschung hatte das Labor seine Analysen zur Verwendung von Basalt- und Basalt-Kalkschottergemisch bereits heute Nachmittag abgeschlossen und mir vorgelegt. Ich will euch aber jetzt nicht mit seitenlangen Expertisen langweilen, sondern nur die wichtigsten Untersuchungsergebnisse vorstellen:



Das optisch 'beste' Ergebnis erzielt das 1:1-Gemisch aus Basalt und Kalkstein noch beim Kleben mit der Leim-Wasser-Spüli-Mischung (Mitte),
während das KLeben mit Grundierung (oben) einen eindeutig zu dunklen Schotter ergibt;
zum Vergleich in der unteren Reihe der noch unbehandelte Schotter: Kalk - Basalt - Kalk-Basalt-Mischung

Auch wenn es den Rahmen dieses Berichts etwas sprengen sollte, möchte ich euch ein Stück Basalt zeigen, das ich 1987 am Strand von Limbe am Fuss des 4095 m hohen Mount Cameroon gefunden hatte. Der Kamerunberg, dritthöchster Berg Afrikas, ist der weltweit wahrscheinlich älteste noch aktive Vulkan, der bei irgendeinem Ausbruch diesen Stein an den Strand geschleudert hatte.



der 'Handschmeichler'



rechte Hälfte trocken, linke, schwarze Hälfte nass -
wegen der fehlenden Leimzugabe nimmt der Stein nach dem Trocknen allerdings wieder seine ursprüngliche dunkelgraue Farbe an



mineralische Einschlüsse sind im Basalt nicht selten

Mit seiner Form möchte man ihn für einen 'Handschmeichler' halten, wenn er nicht ein Gewicht von 1,27 kg hätte bei einer Länge von 12, einer Breite von 9 und einer Dicke von 7 cm ...

Jetzt hoffe ich nur, dass ich euch nicht doch noch gelangweilt habe ...

Mit den besten Grüssen
Dieter

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Monday, January 13th 2014, 11:08pm

Tunnelportale ...

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nach etlichen Überlegungen "kaufen oder do it yourself?" habe ich mich heute für Letzteres entschieden: die 'Steine' der Einfassung habe ich aus einer 10 x 2 mm Leiste gesägt und mit UHU Hart aufgeklebt, und zwar mit einem Überstand von ca 1 mm; die 'Steine' im Innenbogen sind aus einer 1 mm Balsaleiste geschnitten.
Nach dem Trocknen des Klebers habe ich die Überstände an den Klebekanten mit 120er Sandpapier bündig verschliffen, das ich um eine runde Kunststofflasche gewickelt hatte. Auf diese Weise konnte ich auch in den Rundungen des Innenbogens einwandfreie Übergänge erreichen.





Probefahrt mit dem VT 98, um das Ausschwenkverhalten (vorn, hinten und in der Mitte) zu prüfen ...





Morgen habe ich vor, die Fugen zu verfüllen und anschliessend Fugen und 'Steine' zu streichen, während die anschliessenden Flächen voraussichtlich mit entsprechend behandeltem Mauerkarton beklebt werden ...

Für heute beste Grüsse
Dieter

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BTB0e+0

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119

Tuesday, January 14th 2014, 12:49am

Frage

Hallo Dieter,

auch wenn es schon spät ist und ich hundemüde bin: Ich glaube mich erinnern zu können, dass Du vor dem Tunnelbau noch etwas anderes machen wolltest. Hast Du umdisponiert oder täusche ich mich.

However - viel Spass noch beim "Schnitzen" und bis bald...
Gruss
Robert
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120

Tuesday, January 14th 2014, 12:27pm

Liebe Freunde der Moritzbahn,
lieber Robert,

vergangene Nacht hatte ich leider vergessen, noch auf einige Details am Tunnelportal hinzuweisen - die Jahreszahl 2014 des Tunnelbaus habe ich mit einem spitzen Fräser in den Schlussstein 'eingegraben' (und anschliessend provisorisch schwarz markiert). Während ich normalerweise gern mit 4 mm Pappelsperrholz arbeite, habe ich die 'Steine' der Portaleinfassung aus einer Kiefernleiste gesägt, allerdings mit Ausnahme des Schlusssteins, den ich aus 4 mm Birkensperrholz 'gemeisselt' habe. Zum einen ist Sperrholz aus Birke härter als solches aus Pappel und reisst deshalb beim Fräsen nicht aus, zum anderen tritt der 4 mm dicke Schlussstein gegenüber den links und rechts anschliessenden 2 mm 'Steinen' des Portals - wie beabsichtigt - optisch deutlich hervor.

@ Robert - zunächst vielen Dank für die Anerkennung der 'Futzelarbeit' (es ging eigentlich schneller als gedacht!). Deine Frage " ... vor dem Tunnelbau noch etwas anderes machen ... " ist (leider) gerechtfertigt, da ich im Beitrag Nr. 108 vom 30. Dezember an erster Stelle den 'Bau des Lokschuppens' genannt hatte. Aber du weisst ja auch, wie schnell manchmal Planungen auch im wirklichen Leben umgestossen werden können. Aber - der Lokschuppen wird in jedem Fall noch gebaut!

Mit den besten Grüssen
Dieter

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