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Didier78

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261

Wednesday, October 15th 2014, 2:51pm

Hallo Dieter,

nachdem bei mir der Schalter wieder auf MoBa umgestellt ist und meine Anwesenheitszeiten hier im Forum kontinuierlich erhöht werden, habe ich natürlich auch bei der Moritzbahn vorbeigeschaut...
Interessant, was aus dem ursprünglich angedachten, verlassenen Steinbruch geworden ist - das hätte ich so nicht erwartet. Auf jeden Fall bietet dieses Szenario großen "Spielraum" für weitere Szenerien - nicht auszudenken, was im Rahmen der neuen Aufgaben im Steinbruch für allerlei Gerät etc. angeliefert wird - per Bahn selbstverständlich. Man darf gespannt sein!
Immer wieder aufs neue begeistert bin ich von deinem Fotohintergrund Marke Eigenbau - er fügt sich sehr gut in das Gesamtbild des Steinbruches ein. Damit ist dir wirklich ein großer Wurf gelungen!

Bis bald! Gruß, Dirk.

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Dieter Ackermann (15.10.2014)

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262

Monday, October 20th 2014, 1:17pm

Der Umbau des Schotterwerks zur Forschungseinrichtung -
unbedingt notwendige letzte (?) Arbeiten ...

Liebe Spur 0 Freunde
und Freunde der 'Moritzbahn',

zunächst meinen besten Dank für all eure freundlichen Bewertungen und Kommentare, mit denen ihr die letzten Berichte über das aktuelle Geschehen im stillgelegten Steinbruch begleitet habt! Und mit Blick auf die mögliche weitere Entwicklung in diesem äussersten Anlagenbereich hat Dirk ja dankenswerter Weise schon einige Überlegungen angestellt, die übrigens ziemlich konform gehen mit den Plänen der 'Moritzbahn' ...

Aber - ganz so weit ist es noch nicht! Der Gleisanschluss war ja bisher hauptsächlich auf die Schotterverladung ausgerichtet. Der Betreiber des Steinbruchs hatte zwar auf beiden Seiten des Gleises so etwas wie Laderampen betonieren lassen; diese Rampen waren jedoch so niedrig gebaut worden, dass sie für den geplanten ein- und ausgehenden Güterverkehr der Aussenstelle des Fraunhofer-Instituts völlig ungeeignet sind. Es war daher nötig, die beiderseitigen Rampen so weit zu erhöhen, dass die Güterwagen über Ladebleche bzw. Überfahrbrücken von den Mitarbeitern problemlos mit Sackkarren oder Gabelstaplern be- und entladen werden können.









provisorisch angelegte 'Überfahrbrücken'





Diese Baumassnahmen hatten allerdings zur Folge, dass auch die Zufahrten zu den Rampen und damit auch zur Forschungseinrichtung neu angelegt bzw. etwas korrigiert werden mussten (das Niveau der Rampen liegt jetzt 16 mm höher und ist bis auf ein, zwei mm bündig mit den Güterwagenböden).

Ach ja, ehe ich's vergesse - an der zum Steinbruch weisenden Gebäudeseite ist jetzt im Abstand von 2 m ein stählerner, 12 m hoher Abluft-Kamin mit einem Durchmesser von 30 cm angebracht worden, um gesundheitsschädliche Abgase als Folge der Labor-Arbeiten problemlos abführen zu können.









Der Kamin selbst ist im Fels gegründet und erhält die Abluft aus den Labors über ein gleich starkes Rohr, das in ca 1,5 m Höhe durch die Wand geführt wird; kurz unterhalb der Traufe sichert eine stählerne Haltevorrichtung zusätzlich die Standfestigkeit der Abluftanlage (das Kaminrohr aus Messing hat einen Durchmesser von 7 mm, die obere Haltevorrichtung ist ebenfalls aus Messing, ∅ 4 mm, die Montage am Gebäude erfolgte mit 'UHU Kontakt Kraftkleber').

So, liebe Freunde, das war's für den Moment!

Euch eine gute Woche
und beste Grüsse

Dieter

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263

Monday, October 20th 2014, 11:57pm

Geheimes Treiben im Mobakeller

Hallo Dieter,

manchmal könnte man meinen, dass Du während Deiner Planungsphasen vorübergehend die Grösse eines Preisermännchens annimmst, weil der Eindruck entsteht, dass Du regelrecht im Geschehen drinnen bist. Eigenfüssig latscht Du dann durch das ehemalige Steinbruchgelände und eigenhändig gibst Du als Architekt, Bauleiter und Kapo den Bauleuten die entsprechenden Ausführungsanweisungen, wie aus dem alten Steinbruchbetrieb in allen Details (sh. neue Rampe) ein richtig gutes Fraunhofer Forschungszentrum oder auch Forschungscenter zu machen ist.

Wenn Du Deinen Job erledigt hast steigst Du aus dem Keller die Treppe empor und wächst mit jeder Stufe, welche Du nimmst, von Preisergrösse wieder zu realer "Dietergrösse" empor - und keiner hat was gemerkt. Ich verrate auch nichts - manche Geschehnisse die im Keller "laufen" waren ja wohl schon immer Geheimsache!
Gruss
Robert
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264

Tuesday, October 28th 2014, 11:55pm

Der Umbau des Schotterwerks zur Forschungseinrichtung -
Gedanken zur Nacht ...

Liebe Spur 0 Freunde
und Freunde der 'Moritzbahn',

vorab auf ein Wort - als ich vor gut einem Jahr mit diesem Bericht über Planung und Bau der 'Moritzbahn AG' begonnen habe, hätte ich mir im Traum nicht vorstellen können, auf welches Interesse der Bau dieser kleinen Nebenbahn in den folgenden Monaten stossen würde ... Für dieses Interesse, eure Begleitung und euren Zuspruch sowie, nicht zuletzt, eure Ratschläge möchte ich euch allen heute ganz herzlich danken.

Apropos Ratschläge - wenn ich beim Bau den einen oder anderen Tipp vielleicht nicht beherzigt habe, ist das nicht am 'westfälischen Dickschädel' festzumachen - mit meinen eigenen Ideen gehe ich übrigens genau so um: das 'pro und contra' abwägen, auf Machbarkeit und späteres Erscheinungsbild prüfen, und erst dann die Entscheidung treffen. Dabei will ich nicht verhehlen, dass dieser Entscheidungsprozess sich durchaus auch mal ein paar Tage hinziehen kann - ich frage die beste Ehefrau von allen nach ihrer Meinung, überlege wieder hin und her und mach mich auf die Suche nach alternativen Lösungen.

Wenn ich aber das Gefühl habe, dass all das Abwägen, Suchen und Überlegen irgendwie nur ins Leere läuft, dann starte ich den Diesel der V 36 oder geniesse im Schienenbus die (künftige) herrliche Landschaft entlang der 'Moritzbahn' ...

Mit den besten Grüssen
Dieter

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265

Thursday, October 30th 2014, 3:13pm

Der Umbau des Schotterwerks zur Forschungseinrichtung
und das ganze 'Drumherum' ...

Liebe Spur 0 Freunde
und Freunde der 'Moritzbahn',

bei all den Aktivitäten an und mit der Modellbahn kann es manchmal ganz interessant sein, zwischendurch mal Rückschau zu halten und das bisher Gebaute Revue passieren zu lassen ... Das kann natürlich 'direkt vor Ort' geschehen, aber eben so gut am Rechner, auf dem ich im Album 'Moritzbahn AG - Planung und Streckenbau' inzwischen mehr als 800 Fotos gespeichert habe - ohne die Fotos zum Gebäudebau aus der Familiengeschichte (im SNM-Forum unter 'Spurensuche') mit noch einmal gut 1000 an der Zahl ...

Als ich mich vor einigen Wochen daran gemacht habe, das stillgelegte kleine Schotterwerk und das dazu gehörige Areal an die neuen Besitzverhältnisse anzupassen, habe ich zunächst einmal alle anstehenden Teilprojekte unter die Lupe genommen und ein imaginäres Lastenheft erstellt - den immer wieder aufgeschobenen Bau einer 'richtigen' Brücke über das Anschlussgleis und die Gestaltung der Laderampen zu beiden Seiten des Gleises sowie der im Gleisbereich verlegten Betonplatten, denen ich unbedingt ihr steriles Aussehen nehmen musste; ausserdem stand der Bau eines kleinen Zwischenlagers für ein- und ausgehende Sendungen des Fraunhofer-Instituts auf der to-do-Liste und schliesslich noch eine kleine Stützmauer am Nordportal des 'Steinberg-Tunnels' (das ist übrigens kein Schreibfehler - der Name 'Kaiserstuhl-Tunnel' war lediglich ein Arbeitstitel während der Bauphase) ...

Rückschau

Ich habe mal ein paar Fotos zusammengestellt, die (kommentarlos) die Entwicklung des Anlagenteils 'Steinbruch' seit Ende 2013 aufzeigen:



23-12-2013



30-01-2014



16-03-2014



04-09-2014

Brückenbau

Nun hatte ich in den zurückliegenden Monaten schon einige Erfahrungen mit Brücken sammeln können, aber jetzt musste ich eine Brücke gleichsam um die bereits vorhandene Trasse des Hauptgleises 'herum bauen'. Zudem sollte die neue Brücke in der lichten Höhe so beschaffen sein, dass auch der Kühlwagen mit hochgebautem Bremserhaus problemlos würde passieren können ... Ach ja, wichtig war auch noch das 'Make-up' - schliesslich sollte die neue Brücke sich auch äusserlich von den bereits vorhandenen Bauwerken absetzen ...
Das Ergebnis dieser Vorgaben ist jetzt eine relativ schwach ausgeprägte Gewölbebrücke aus Beton (2 mm Balsaholz). Ebenfalls aus Beton (4 mm Pappelsperrholz) sind die Geländer, auf die ich aussen eine Ziegelverblendung in Betonrahmen gesetzt habe (in der Länge halbierte Rührstäbchen).















Jedenfalls wird mit dem Bau dieser Gewölbebrücke die wichtigste Vorgabe erfüllt, auch künftig die Zustellung gekühlter Chemikalien über die 'Moritzbahn' zum Institut sicherzustellen ...

Zwischenlager

Hier hatte ich ursprünglich an einen klassischen Lagerschuppen im Eigenbau gedacht, aber dann war mir rechtzeitig der weiss-lackierte 'Dresden' von Pola Maxi eingefallen, den Freund Peter mir mal überlassen hatte (Danke, Peter!).











Nach der Demontage des Fahrwerks habe ich den Wagenkasten und den Bretterboden erst mal mit einem 'schuppengerechten' Anstrich versehen. Das Wagendach ist jetzt mit 'Wellblech' gedeckt - die 'normalerweise' übliche Deckung mit schwarzer Teerpappe schied hier von vornherein aus, da sie vor allem während der Sommermonate ein zu starkes Aufheizen des Innenraums begünstigt hätte, während die helle Wellblechdeckung die Sonneneinstrahlung entsprechend reflektiert ...

Gestaltung der Laderampen und des einbetonierten Gleises

Die Laderampen habe ich mit einem mittelbraunen Filzstift in Betonplatten von 1,50 zu 2,0 Meter aufgerastert, farblich entsprechend gealtert und in den 'Fugen' sowie an einzelnen Stellen der Platten Gräser und Kräuter aufgebracht. Auf dieselbe Weise habe ich anschliessend auch den Betonplatten im Gleis sowie den Rampenwänden eine betriebs- und witterungsbedingte Alterung 'verpasst' ...









Stützmauer am Tunnelportal

Eine Beschreibung erübrigt sich - ich lasse hier einfach ein Foto 'sprechen':



So, liebe Freunde, so weit die aktuellen news vom Fraunhofer-Institut ...

Bis denne, euch allen eine gute Zeit
und beste Grüsse

Dieter

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Thursday, October 30th 2014, 4:04pm

Hallo Dieter,

langsam aber stetig geht es bei Dir voran. Es ist immer wieder schön, Deine Fortschritte hier anzuschauen. :thumbsup:

"Ruheständler" müsste man sein, dann hätte man mehr Zeit für's Modellbahn-Hobby ... :whistling: ;)

Kommende Woche wird eine Transportbox für die Bäume gebastelt, damit ich sie dann unbeschadet bei Dir abliefern kann. ;)

Ich freue mich schon riesig darauf, die Moritzbahn "life und in Farbe" zu sehen. :thumbup:


Tschüß aus Leese

Frank-Martin
Gutes Werkzeug kann man(n) nur durch noch Besseres ersetzen !!!

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Dieter Ackermann (30.10.2014)

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Thursday, October 30th 2014, 5:39pm

Hallo Dieter,

vielen Dank für den schönen Bilderbogen über die Entstehungsgeschichte des kleinen Steinbruchs - wirklich interessant zu sehen, was aus der ersten kargen Ansammlung von Trassenbrettern geworden ist...
Die Gestaltung der Laderampe gefällt mir ausnehmend gut, mit dem ganzen Moos in den Fugen der Steinplatten wirkt die Szenerie sehr authentisch. Den Hut ziehen muss man wirklich vor der Arbeit, die du dir mit dem Ausfüllen der Gleiszwischenräume gemacht hast: ich hätte vermutlich auf leichter zu verarbeitendes Material wie Styrodur gegriffen, aber deine Lösung mit Holzstücken sieht viel besser aus. Was muss das für eine Mühe gewesen sein, die Brettchen an den Kurvenradius anzupassen - nicht schlecht!
Abgerundet wird das Ganze noch mit dem ausrangierten Wagenkasten als Zwischenlager - eine schöne Idee. Da fehlen nur noch ein paar Hinweisschilder auf leicht entzündliche Stoffe etc.
Was mir persönlich nicht so recht gefällt ist das Brückenbauwerk über die Stichstrecke in den Steinbruch - dort hätte ich mir eine etwas luftigere Stahlkonstruktion gewünscht. Deine Brücke wirkt auf mich etwas wuchtig und die Seitenwände in Backsteinoptik passen m.E. nicht so recht in das Gesamtbild wo du dir sonst soviel Mühe mit den Details gegeben hast. Aber das ist nur meine Meinung zu diesem kleinen Detail deines neuesten Bauabschnitts und soll dem ansonsten wirklich sehr gelungenen Rest keinen Abbruch tun.

Freue mich schon auf weitere Berichte von der Moritzbahn!

Gruß, Dirk.

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268

Friday, October 31st 2014, 12:59am

In der Prairie auf Bild 18...

Hallo Dieter,

danke für Deinen Gesamtbericht "Rückschau..." und die vielen, wunderschönen Bilder, welche Dein Werk so richtig gut und realitätsnah in Szene setzten.

Wie Du weist, verfolge ich den Bau der Moritzbahn ja von Anfang an und habe daher die Entwicklungen der einzelnen Projekte mitverfolgen können. Es ist immer wieder eine Freude mit anzusehen, wie Du von einer (manchal diffusen) Idee zum respektabel umgesetzten Ergebnis kommst. Dank einer nachvollziebaren Beschreibungen in Deinen Berichten fällt es leicht, quasi live dabei zu sein. Die guten Bilder tragen ein Übriges dazu bei. Nur wenige Forumsmitglieder machen das in Perfektion so wie Du.

Besonders gut gefällt mir Bild Nr. 18 Deines aktuellen Berichts. Da könnte ich meinen, ich sei ein Preisermännchen, stehe mitten in der Prairie und schaue dem Gleis nach, die Laderampen entlang und hoffe, dass von hinten gerade keine Werkslok mit Ü Zug kommt und ich schnell aus dem einbetonierten Gleis springen muss.

Die "Ziegelbrücke" finde ich optisch besonders gelungen, weil solche nicht jeder hat und sie das Fraunhofergelände optisch deutlich vom Rest der Anlage abtrennt. Das impliziert mehr Raum als real vorhanden ist.

Der Grüne Schuppen (der olle G 10) hat in der jetzt fertigen Umgebung nochmal eine besondere Note und verfehlt seine sehr positive Wirkung nicht.

Ach ja, und der Kühl G 10 mit dem hochgesetzten Bremserhaus hat es in sich. Wennste den "vergisst" macht es wahrscheinlich irgendwo "päng" im oberen Bereich. Getreu dem Motto: Wo "DER" (Kühlwagen) durchpasst und die V 36 herumkommt geht alles andere auch, sollten die Beiden als Mass aller fahrenden Dinge beim Bau hergenommen werden. Bei mir kommen noch 8mm Höhe für mit Rollwagen transportierten G Wagen in der Berechnung dazu. Einmal habe ich nicht aufgepasst und schon musste ich umfangreiche Feilarbeiten an einer Metallverstrebung nur wegen des Kühlwagens an unzugänglicher Stelle in der Schattenbahnhofszufahrt in spezieller Yogahaltung vornehmen, um ein paar mm heraus zu schinden, auf dass nun auch der aufgschemelte Kühlwagen durchpasst. Meine Knochen haben das nach ca. einstündigen, verrenkten Feilarbeiten nicht sehr lustig gefunden und ich musste mich erst mal wieder "entknittern". Also - Augen auf G 10 Fahrer :D !

Biss bald...
Gruss
Robert
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Friday, October 31st 2014, 11:12pm

Liebe Freunde der Moritzbahn,

euch allen ein herzliches "DANKESCHÖN" für euer Interesse am weiteren Ausbau des Steinbruch-, pardon, Fraunhofer-Areals, sowie für eure Bewertungen und Kommentare!

@ Frank-Martin - dir einen ganz besonderen Dank für deine spitzfindigen Bemerkungen "langsam ... geht es ... voran" und "Ruheständler müsste man sein" ... Erstens heisst es nicht umsonst: 'Gut Ding will Weile haben' und zweitens wirst du irgendwann selbst erfahren, dass das soooo überhaupt nicht stimmt! Aber - Spass beiseite - ich freu' mich auch schon auf die Lieferung der Leeser Baumschulen! Allerdings hoffe ich für dich, dass wir dann nicht schon die ersten Bodenfröste haben!!!

@ Dirk - auch dir einen besonderen Dank für deine Betrachtung! Ich bewundere beim Lesen deiner Kommentare immer wieder, mit welch scharfem Blick du die Fotos analysierst und gleich auch die entsprechenden Folgerungen daraus ziehst, wie "Schilder mit Hinweisen auf leicht entzündliche Stoffe" ('murmel, murmel, schon wieder ein Rattenschwanz von zusätzlichen Arbeiten - murmel, murmel, aber Recht hat er schon ... !')

Jetzt aber zur Brücke! Unsere linksrheinischen Brüder behaupten zwar immer "qui s' excuse, s' accuse - wer sich entschuldigt, klagt sich an", aber ich stelle jetzt noch einmal, und zwar ganz exklusiv für dich, lieber Dirk, ein, zwei, drei Fotos ein, die erstens zeigen, dass diese 'wuchtige' Brücke in natura gerade mal 6,20 m lang und zweitens in der Mitte des Gewölbebogens einschliesslich des Geländers bzw. der Seitenwand 0,90 m misst ... Diese neue Brücke, immerhin die vierte (wenn ich die Unterführung vor der Wehrkirche dazu rechne) auf einer Streckenlänge von 2,20 Meter, sollte sich doch "auch äusserlich (Klinkeroptik) von den bereits vorhandenen absetzen". Na ja - nichts ist für die Ewigkeit gebaut, und ich bin mal gespannt, wie die beiden Berliner Hauptaktionäre sich dazu äussern werden - sie haben schon ihren Besuch zu Weihnachten angekündigt ...







@ Robert - genau wie bei Dirks Kommentaren geht es mir mit deinen Analysen - Adleraugen, die aus 100 m Höhe noch die Schwanzspitze der Feldmaus erspähen ...

Auch dir meinen herzlichen Dank, nicht zuletzt für die schöne Story aus der Sicht des Preisermännchens und die Schilderung über das qualvolle nachträgliche Anpassen von Höhenprofilen - kann ich aus eigener leidvoller Erfahrung gut nachvollziehen ...

So, Leute, jetzt ist aber Schluss für heute!

Euch ein schönes Wochenende
und beste Grüsse

Dieter

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Monday, November 3rd 2014, 10:44am

Guten Morgen Dieter,

du solltest dich natürlich in keinster Weise für deine Tätigkeiten im Brückenbau entschuldigen müssen denn: erlaubt ist, was gefällt! Danke, dass du dir zur weiteren Veranschaulichung die Mühe gemacht hast, ein Übersichtsbild über dein Brücken-Potpourri einzustellen. Und - in der Tat - eine gewisse Abwechslung lässt sich nicht verleugnen.
Jetzt fehlen der Brücken nur noch 3 und wir können im Chor anstimmen "Über sieben Brücken musst du fahrn..." Hast du diesbezüglich noch weitere Projekte geplant? Aber 4 sehenswerte Brückenkonstruktionen sind natürlich auch aller Ehren wert.

Gruß, Dirk.

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Monday, November 3rd 2014, 12:11pm

Guten Morgen Dirk,

erst einmal DANKE für deine Zeilen! Es ist halt so, dass 'man' bei der Doku mit der Kamera zu sehr und zu oft in der eigenen Sehweise gefangen ist und manchmal nicht überlegt, wie ein Betrachter (von ausserhalb) die jeweilige Aufnahme interpretiert - so, wie es dir passiert ist - sorry! Deshalb habe ich die letzte Aufnahme im Beitrag 285 auch im 'Überflug-Modus' geschossen, d. h. aus 2 m über (Trittleiter-) NN ...

Damit habe ich zwar ungewollt auch mehr oder weniger tiefe Ein- und Ausblicke auf meinen unaufgeräumten und ziemlich schludrig wirkenden 'Arbeitsplatz' gewährt (was ich sonst nach Möglichkeit vermeide), aber es ist halt eine kleine Grossbaustelle ...

Dir eine gute Woche
und beste Grüsse

Dieter

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Thursday, November 6th 2014, 3:15pm

Vorbild

Hallo Dieter.

da kann man nur den Hut ziehen! Was Du da auf die Beine gestellt hast, ist wahrlich vorbildlich. Die Kleinigkeiten -wie z.B. die Tunnelbeleuchtung- machen Deine Anlage einzigartig. Habe den ganzen Thread zum wiederholten Male verschlungen :) !

Gruß in den Süden Carl

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Wednesday, November 12th 2014, 10:56pm

Gleisbauarbeiten am Haltepunkt 'Abzweig Steinbruch'

Liebe Spur 0 Freunde
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das kontinuierlich steigende Aufkommen im Güterverkehr in Folge des raschen Netzausbaus sowie immer mal wieder geäusserte Forderungen der Verladerschaft nach Vorhaltung spezieller Güterwagen zwangen mich in der letzten Zeit, intensiv über Abstellmöglichkeiten für den wachsenden Wagenpark nachzudenken.

Mehrere Streckenbegehungen zeigten dann, dass dazu eigentlich nur ein schmaler Streifen Land zwischen den Ausläufern des Steinbergs und der Stichbahn zum alten Steinbruch in Frage kam - ich hatte dieses Land schon damals vorsorglich für die 'Moritzbahn AG' erworben, als die ersten Planungen anliefen und ich noch gehofft hatte, die Trasse am Fuss des Steinbergs entlang zu führen und somit die enormen Kosten eines Tunnelbaus vermeiden zu können ... Jetzt blieb also nur noch die Frage einer optimalen Anbindung an das bestehende Netz zu klären. In einem Telegramm informierte ich die beiden Hauptgesellschafter in Berlin über die von mir bevorzugte Lösung, die auch den künftigen betrieblichen Anforderungen am besten gerecht würde. Schon am selben Abend hielt ich dann die Antwort in Händen: "Einverstanden - haben volles Vertrauen - Gruss M & A". Ich war in Hochstimmung, konnte ich doch jetzt die Arbeiten noch vor Einbruch des Winters starten.

Am nächsten Morgen hatte ich ein kurzes Telefonat mit dem Chef der 'Eßlinger Weichenwerke' in Durlach, der mir die kurzfristige Lieferung einer Linksweiche in Aussicht stellte - "die Letzte, die ich momentan auf Lager habe! Da hast du wieder richtig Schwein gehabt!" Nun, ich bin inzwischen daran gewöhnt, dass solche Aussagen so oder so gedeutet werden können ... Als dann drei Tage später die Weiche am Haltepunkt 'Abzweig Steinbruch' eintraf und an der geplanten Stelle eingebaut werden sollte, stellte sich heraus, dass sie in der Geraden einige Meter zu lang war und zu allem Überfluss der Weichenantrieb auch noch auf der falschen Seite montiert war - nun war guter Rat teuer!

Kurz entschlossen kontaktierte ich von meinem Büro einige Gleisbau-Spezialisten, die glücklicherweise auch etliche brauchbare Vorschläge zur Hand hatten. Zur (hoffentlich) besseren Orientierung zunächst ein Foto des Anlagenteils v. September 2013 (Baubeginn, noch ohne Verzierungen):



Aufnahmen der Umbauaktion:





Zurück auf der Baustelle, wurde zunächst das ohnehin für die Dauer der Bauarbeiten gesperrte (vordere) Bahnsteiggleis um einige Meter gekürzt. Danach wurde die Weiche zur Stichbahn Steinbruch zum Bahnsteig hin verschoben, während das abgetrennte Joch des Bahnsteiggleises auf die erforderliche Länge gebracht, d. h. gekürzt und schliesslich vor die Gerade der Weiche gesetzt wurde. Erst jetzt konnte die neue Weiche zum künftigen Abstellgleis millimetergenau in das Streckengleis eingepasst werden.









Luftaufnahme:



Ich gebe zu, dass diese Umbauaktion mein Nervenkostüm ziemlich beansprucht hat - schliesslich waren bei dem Umbau direkt betroffen die Lage der beiden Bogenweichen in der Ein- und Ausfahrt des Haltepunkts, der Bahnsteig samt Treppeneinhausung und Lichtschacht oberhalb der Bahnsteigunterführung sowie der Beginn der Stichbahn, die nach der Weiche bereits ins Gefälle übergeht ... kurz, es waren schon dramatische Stunden!

Jedenfalls verfügt die 'Moritzbahn' jetzt über Abstellmöglichkeiten für insgesamt neun bis 10 Wagons, davon sechs auf dem neuen Abstellgleis, und ist damit gut auf künftige Anforderungen vorbereitet.

Mit den besten Grüssen
Dieter

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Thursday, November 13th 2014, 12:23am

Vorfelder...

Hallo Dieter,

danke für die wieder mal schöne Story, auch wenn es "nur" um ein Abstellgleis geht. Erzählt als ob es Realität wäre. Durch die neue Weichenanordnung gibt die Bahnhofsausfahrt optisch schon den Gleisvorfeldcharakter eines grösseren Bahnhofs wieder, wenngleich der dazugehörige Bahnhof eher Haltepunktniveau hat. (Ich weis, ich weis - trotzdem ist es ein Bhf.: Bhf. = wo Züge beginnen/enden, mindestens eine Weiche... u.s.w.)

Anbei zwei "Gleisvorfeldbilder" - nicht identisch aber von der Ausstrahlung her ähnlich.
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Gruss
Robert
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275

Friday, November 14th 2014, 4:31pm

Hallo fränkischer Nachtrabe,

vielen Dank für die 'Blumen', aber ich gebe das Kompliment an dich zurück, und zwar wegen der selten schönen Aufnahme 'Bahnhofsvorfeld', die allerdings in der Vergrösserung (bei 8 KB) noch beeindruckender wirkt ... Ohne Übertreibung kann man sagen, dass sie (fast) einem Vergleich standhält mit den Bildern französischer Impressionisten wie z. B. Degas, Manet oder Monet, die sich in den Anfangsjahren der französischen Eisenbahngesellschaften leidenschaftlich mit dem Thema Eisenbahn befasst haben.
Wie ich schon früher festgestellt habe - um Mitternacht fällt in Nämberch der Startschuss in Sachen Kreativität ...

Noch ein Wort zu deinen Bemerkungen hinsichtlich 'Haltepunkt' und 'Bahnhof' - das ist genau der Punkt, über den ich schon seit geraumer Zeit nachdenke. Durch die betriebliche Brille betrachtet ist 'Abzweig Steinbruch (Hp)' von Anfang ein Bahnhof gewesen, aber ich habe - offen gestanden - bisher weder einen passenden Bahnhofsnamen noch ein entsprechendes Bahnhofsgebäude gefunden, die zu diesem Anlagenbereich auch nur annähernd (und vor allem glaubhaft) passen würden ...
Beides steht aber bereits auf der Merkliste, die ich zur Zeit für die nächsten Besprechungen mit den beiden Gesellschaftern der 'Moritzbahn' anlege ...

Mit den besten Grüssen
Dieter

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Friday, November 14th 2014, 4:54pm

Mitternachtsimpressionen

Hallo Dieter,

Du triffst sicherlich den Nagel auf den Kopf mit Deinem vorherigen Beitrag.
Aber offensichtlich auch den richtigen Ton, hast Du doch in einem Gespräch mit mir meine längst vergessenen Spur 0-Wurzeln hervorgezaubert :!: .
Die geben eine gute Gute-Nacht-Geschichte ab.
Danke für das unerwartete Hervorholen dieser Erinnerungen ;) .

Dein Freund Carl

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Saturday, November 15th 2014, 1:19am

Bahnhofsnamen ect.

Guten Abend/Morgen Dieter,

ich danke Dir für das Kompliment zum Foto und für den Hinweis auf die drei Maler bzw. deren Techniken. Was mir selbst noch nicht aufgefallen ist: Du hast recht, in der Tat könnte man das Foto in Richtung Monet mit seiner Technik des Pointillismus oder Manet mit seiner Art der fast durchsichtigen, luftigen Malerei einordnen (Durchsichtig luftig hat er allerdings nicht immer gemalt) . Den Degas vermag ich nicht so richtig zu erfassen, schwebt bei mir noch, braucht noch Zeit.

Als Vorschlag zum Bahnhofsnamen fällt mir ein:

Abzweig Alter Steinbruch
Fraunhofer Weiche
Westvorstadt
Westvorstadt
(Fraunhofer Industriepark)

Anbei noch zwei Bilder vom Bhf. Westvorstadt, welchen es hier tatsächlich gibt. Einmal "alt", einmal "neu". Die alte Version könnte zu Deiner Bahnhofsunterführung passen und wäre preeiswert und schnell, evtl. mit Rührstäbchentechnologie, herzustellen.
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Thursday, November 20th 2014, 11:02pm

Das 'Tagelöhnerhaus'

Liebe Spur 0 Freunde
und Freude der Moritzbahn,

ich bin ziemlich sicher, dass die meisten unter uns so etwas schon mal erlebt haben: da hat man eine Idee, ist begeistert, entwickelt sie Schritt für Schritt weiter, und dann stellt man plötzlich fest, dass die ursprüngliche Idee so gar nicht umgesetzt werden kann - sie passt einfach nicht ins Gesamtkonzept ...

Genau so ging es mir Anfang des Monats: ich hatte irgendwann die Idee, auf dem kleinen Plateau unterhalb des Steinbergs ein bescheidenes so genanntes Tagelöhnerhaus für die beiden Steinbruch-Arbeiter und ihre Familien zu bauen. Nun war zwar das gesamte Steinbruch-Areal mitsamt dem Schotterwerk nach Stilllegung und Verkauf zu einer Aussenstelle des Fraunhofer-Instituts umgebaut worden, so dass die beiden Arbeiter und ihre Familien das Gefühl haben mussten, man hätte ihnen den Boden unter den Füssen weg gezogen ... Aber - Herr Dr. Forscher von der Fraunhofer-Gesellschaft hatte ein Herz für die beiden Familienväter und sie umgehend als Hilfskräfte für die Aussenstelle eingestellt, so dass sie weiter in dem kleinen, ärmlich anmutenden Doppelhaus wohnen bleiben konnten ...

Das war die Idee. Nachdem ich aber die ersten Überlegungen zu diesem Tagelöhnerhaus angestellt, die Bodenplatte und die Wände gesägt und eine erste Stellprobe am geplanten Standort vorgenommen hatte, war mir ziemlich schnell klar, dass dieser Bau an dieser Stelle nicht 'passte' - er würde den Gesamteindruck der Anlage nachhaltig stören ...







An der Idee selbst, dort ein Arbeiterhaus zu errichten, ändert sich nichts, aber ich werde es (später) anders bauen, und zwar so, dass es sich harmonischer in die Umgebung einfügt.


Das Bahnarbeiterhaus

Für das inzwischen fertiggestellte Doppelhaus hat sich aber nicht nur ein neuer Standort gefunden - es dient den Familien von zwei äusserst zuverlässigen Mitarbeitern der 'Moritzbahn AG' als neues Heim.









Es sind zwar bescheidene Häuser mit einer Grundfläche von je ungefähr 35 qm (und ebenso grossem Dachgeschoss), aber die Familien sind glücklich und zufrieden mit ihrem neuen Heim (gebaut irgendwann um 1920 / 1930).

Zum Hausbau selbst ist eigentlich nicht viel zu sagen - die Fans der 'Moritzbahn' sowie der 'Spurensuche - Gebäude aus der Familiengeschichte' kennen ja bereits hinlänglich das von mir bevorzugte Baumaterial: 4mm Pappelsperrholz und Ponal, die Dachziegel sind Restbestände aus einer früheren Lieferung von Stangel und die Witterungsspuren habe ich mit matten Acrylfarben von Marabu und viel Wasser aufgetragen.

Das gesamte Haus wurde von vornherein als kostengünstige Fachwerkkonstruktion konzipiert, und die Wände sind traditionell mit einer Lehm-Stroh-Mischung ausgefacht.













die ersten Kleintier-Ställe haben die neuen Bewohner auch schon gebaut ...








der neue Standort mitten im Dorf - die drei Kartonblätter deuten schon Standorte künftiger Häuser an

Vielleicht noch eine Bemerkung zum 'Altern' der Dachziegel - ich habe beide Dachhälften komplett mit Ocker übermalt (helle, nur einmal gebrannte Ziegel waren damals erheblich billiger als die zwei Mal gebrannten), nach dem Antrocknen die in den Vertiefungen (Wellen) stehenden 'dicken' Farbreste mit einem trockenen (!) breiten Pinsel weggetupft und erst danach die diversen Witterungsspuren aufgebracht.

Bis demnächst
und beste Grüsse

Dieter

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Friday, November 21st 2014, 9:24am

Moin Dieter,

mit Deinem neuen Haus schaffst Du Dir ja ein zauberhaftes kleines, individuell gestaltetes Dorf. Vielleicht kannst Du den Tagelöhnern ja jeweils noch eine Feuerstelle, sprich einen weiteren Kamin, gönnen. So hätten sie zumindest die Möglichkeit, nicht nur eine warme Küche, sondern auch noch eine warme Stube zu bekommen. Schließlich waren früher ja Einzelöfen normal und pro Ofen ein Zug.

Herzlichen Gruß,
Ian

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Friday, November 21st 2014, 10:16am

Hallo Dieter,

wenn wir schon mal am "Gemeckere" bei Deinem Haus sind, dann frage mal bei Deinem Bezirksschornsteinfeger an, wie er gedenkt, die Schornsteine zu reinigen.
Bei Ofenheizung müssen die Schornsteine in bestimmten Abständen gereinigt werden, ansonsten versotten sie und es kann sogar zu Schornsteinbränden kommen :cursing: . (kann man mit einer roten flackernden LED darstellen ;) )

Weiterhin würden sich die Bewohner sicher freuen, wenn sie bei Regen aus dem Haus treten und nicht gleich einen Schwall Wasser aufs Haupt bekommen- Dachrinne!

Einige Gemeinden haben dann noch die Vorschrift, dass, wenn Gebäude mit Dachneigung zum öffentlichen Verkehrsraum stehen, eine Schutzvorrichtung gegen abrutschenden Schnee auf dem Dach sein muss, sogenannte Schneefanggitter. Hat Deine Gemeinde diese Vorschrift?

Ende des "Gemeckere".

Mir gefallen Deine Anlage und Idenn sehr gut, so dass ich gern auf Deiner Anlage per Mausklick spazieren gehe und mit den Augen mause.

Mit freundlichen Grüßen
Roland

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