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Monday, January 13th 2020, 8:52pm

Reparaturtipp für Lenz-Bogenweiche aus Chinaproduktion

Hallo zusammen,
ich benötige mal Eure Hilfe bzw. Tipps zur Reparatur einer Lenz-Bogenweiche aus China-Produktion.
Wie die Bilder hoffentlich zeigen, hat sich der Stift o.ä., der sich anscheinend an der Zungenunterseite befunden haben muss abgeschert. Ich weiß nicht, wie die Zungenschienen im Normalfall mit der Stellschwelle verbunden ist.

Ein starres Ankleben dürfte kein Lösungsweg sein, da sich die Zunge, wenn auch nur marginal, beim Umstellen bewegt.

Für jeden Tipp bin ich Euch dankbar, wenn es sich nur noch Schrott handelt ist das auch eine Aussage!

Mit besten Grüßen
Jörg Schmidt
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werkzeugmacher

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2

Monday, January 13th 2020, 9:34pm

Hallo Jörg, das ist nicht so schwierig. Mach Dir eine Stellschwelle, z.B. aus Pertinax. In diese bohrst Du zwei 1 mm Löcher in ca 28 mm Abstand. Dann nimmst Du 0,8 mm Messingdraht und winkelst ihn um 90 Grad ab. Der abgewinkelte Teil sollte ca. 2 bis 3 mm lang sein. den Draht steckst Du durch eine der Bohrungen un winkelst ihn auf de anderen Seite ebenfalls um 90 Grad ab. der Winkel sollte ca. 1 mm Abstand von der Stellschwelle haben. Am besten geht das mit eine Justirzange. Kneif den Draht ab, so dass das abgewinkelte Stück ca. 3 mm lang ist. Mach das Gleiche mit der anderen Bohrung. Leg die Stellschwelle unter die Weichenzungen und justiere die abgewinkelten Drahtstücke so, dass sie an den Zungen anliegen und löte sie dort fest. Wenn dienZungen den richtigen Abstand zu den Backenschienen haben, bist Du fertig, anderenfalls musst Du mit dem Lötkolben etwas justieren.

Die Zungen sind jetzt leicht beweglich. Ich hoffe, Du hast alles verstanden, wenn nicht, kann ich auch Fotos einstellen. Ich habe alle Weichen in unserem Verein so gebaut, sie funktionieren sehr gut.

Gruß

Christoph
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Fahrabend jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 - Gäste sind herzlich wilkommen

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Frank Paul

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Monday, January 13th 2020, 9:37pm

Hallo Jörg

Ich habe mir mal meine Bogenweiche angeschaut und vermute, dass die Zungenschienen doch einfach fest mit der Stellschwelle verbunden sind. Die Stellschwelle hat zwischen den Holzschwellen ausreichend Spiel und bewegt sich beim Umstellen der Weiche nicht ganz parallel zu den beiden Holzschwellen. Vielleicht mal probehalber mit einem winzigen Tropfen Sekundenkleber anheften und probieren? Ansonsten fällt mir nur ein, mal direkt bei Lenz anzufragen...

Viel Erfolg. Vielleicht kannst Du ja mal berichten, wenn Du eine Lösung gefunden und das Problem behoben hast.

Frank

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Robby

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Monday, January 13th 2020, 10:08pm

Hallo, Jörg

Ich hatte den Defekt mit der Weiche doch aus vor Kurzem. Frage doch einfach mal bei Roland an. Er hat ja meine Weiche repariert.

Gruß Robby

Fritze

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Monday, January 13th 2020, 10:15pm

Hallo Jörg,
die Zunge ist mit eine, Hohlniet in der Stellschwelle befestigt. Beimeiner Bogenweiche habe ich den Belchniet einfach angeschliffen und die zunge darauf neu verlötet, hält seit 2 Jahren :D Zeiteinsatz 5 Minuten.
Gruss, Dirk

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moba-tom

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Tuesday, January 14th 2020, 3:01pm

Hallo Christoph und Jörg,

Eure Vorschläge klingen machbar und sehr vernünftig, könnte auch die Lösung für mein aktuelles Problem sein (Bogenweiche, aber nicht Lenz).

Könnt Ihr bitte von Euren Lösungen Fotos einstellen? Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte... danke :thumbup:

Gruß
Thomas
ARGE-Mitglied Nr. 1875
Meine Anlage: Bischofsheim in den 60ern

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Rollo

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Tuesday, January 14th 2020, 5:23pm

Hallo Thomas,


Robby´s Weiche ist eingebaut, da sieht man von oben nichts mehr. Aber, da die Sache eigentlich ganz einfach gelöst ist, hier eine Beschreibung.

Als erstes brauchst Du eine wärmeresistente Stellschwelle, zum Beispiel Pertinax (Leiterplatte).

Darin zwei Bohrungen von 0,9mm im Abstand der Zungen einbringen.
An eine Zunge ein Stück abgewinkelten Messingdraht 0,8mm im Durchmesser anlöten. An die zweite Zunge ein längeres Stück Messingdraht 0,8mm anlöten (sollte dann unten aus dem Trassenbrett herausstehen). Stellschwelle auffädeln, auf den Messingdraht jeweils eine 0,8er U-Scheibe aufstecken und am Draht anlöten. Den kürzeren Draht dann abkneifen, an den längeren Draht kann dann der Unterflur-Weichenantrieb angeschlossen werden.

So habe ich es auch bei meinen aufgearbeiteten DWW gemacht, deren Stellschwellen sehr filligran sind und sicher zerbrochen wären, wenn ich dort versucht hätte, den Stelldraht für den Weichantrieb anzubringen.

Mit freundlichen Grüßen
Roland

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Tuesday, January 14th 2020, 6:16pm

Stellschwelle wechseln?

Hallo Rollo,
d.h., ich muss die Stellschwelle wechseln und damit die intakte Seite trennen. Diese Arbeit wollte ich mir nicht machen. Ich überlege ob ich die Weiche zurückgebe.
Was wäre, wenn ich einen Messingdraht v. unten an die Zinge anlöte, sofern ich da ran komme und dann die vorhandene Schwelle mit einer Bohrung der Größe des Messingdrahtes versehe? Bleibt nur die Frage, wie verhindere ich, dass die Zunge nach oben wandert oder sogar rausspringt?
Viele Grüße
Jörg

Fritze

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Tuesday, January 14th 2020, 7:40pm

Hallo Jörg,
wenn du den Lötkolben nur kurz an den Niet hälst brauchst du nichts tauschen und ich habe es an einer eingebauten Weiche gemacht, ohne jede Kühlung :thumbsup:

Gruss, Dirk

10

Tuesday, January 14th 2020, 9:37pm

Niet?

Hallo Dirk,
so wird der Plan sein. Du sprichst immer von einem Niet, wo soll der sein? (Vielleicht stehe ich etwas auf der langen Leitung)
Ich werde versuchen an der Unterseite der Zungenschiene einen Messingstab anzulöten. Mal sehen welche Stärken ich vorrätig habe, ch denke 1mm sollte ausreichen.
Wenn ich den "Pin" dann dran habe, muss ich versuchen die richtige Postion in der Schwelle zu treffen. Danach werde ich das Loch in der Schwelle bohren. Vielleicht starte ich mit 1mm Bohrer und werde den Rest passend aufreiben.
Von Rollo kam der entscheidende Tipp (meine lange Leitung ;( ) , um zu verhindern dass die Zunge noch oben wandert, z.B. beim Befahren mit schweren Maschinen, werde ich den "Pin" unterhalb der Schwelle abwinkeln. Ich hoffe die alten Bogenweichen lassen sich unten demontieren. Den Federmechanismus benötige ich nicht, da ich meist Unterflurantriebe verwende.
Die Weiche ist noch nicht eingebaut, von daher denke ich positiv und werde es am Wochenende versuchen.
Danke für Eure Tipps, beste Grüße
Jörg

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Tuesday, January 14th 2020, 9:59pm

Hallo Jörg,
wenn wir immer noch über die alten Lenz Bogenweichen reden, die haben eine Art Niet je Seite in der Stellschwelle mit an einem Blechwinkel sitzender Zunge. Dieser Blechwinkel war bei mir gebrochen. Ich habe also einen Blechstreifen unter die Stellschwelle geschoben, sodass sie unten an der Backenschine anliegt und mit einem Tropfen Lötwasser, säurefrei natürlich, die Zunge wieder angelötet - fertig. Also alles in allem keine grosse Sache, die Reparatur hat mal eben 10 min gedauert.
Gruss, Dirk

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Tuesday, January 14th 2020, 10:14pm

Hallo Dirk,
Ich habe die Weiche gerade nicht vor mir liegen. Deine Variante klingt verlockend einfach.
Hast Du eventuell ein Bild? Ich muss mir das nochmal anschauen. Der Blechwinkel scheint dann gebrochen zu sein. Ja es ist eine alte China-Bogenweiche.

Ich habe also einen Blechstreifen unter die Stellschwelle geschoben, sodass sie unten an der Backenschine anliegt

Das habe ich noch nicht verstanden- unter die Stellschwelle geschoben? Und dann mit der Backenschiene verlötet?

Sorry, dass ich anscheinend so begriffsstützig bin aber wahrscheinlich denke ich in ein andere Richtung und bin irgendwie blockiert. :(
Viele Grüße
Jörg

Fritze

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Wednesday, January 15th 2020, 7:19pm

Hallo Jörg,
ich habe mal ein Bildchen gemacht, daraus sollte hervorgehen, was ich meinte. Der Blechstreifen, der untergeschobene, diente mir nur dazu, die Stellschwelle von unten an die Schienen zu drücken. Der ist nicht mit angelötet ;)

Da der Schmelzpunkt der Stellschwelle sicher niedrig ist, nur kurz die Lötspitze ranhalten, reicht aus.
Gruss, Dirk
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Wednesday, January 15th 2020, 8:20pm

Hallo Dirk,
Danke für Dein Bildchen, jetzt weiß ich was Du meintest.
Es sieht so aus als wäre eine kleines separates Plättchen über den Hohlniet mit der Stellschwelle verbunden. Das erklärt die Beweglichkeit beim umstellen.
Am Wochenende weiß ich mehr.
Viele Grüße
Jörg

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Sunday, January 19th 2020, 10:02pm

Reparaturtipp Lenz-Bogenweiche geglückt

Hallo zusammen,
hiermit nochmal fürs Protokoll, der Reparaturhinweis von Dirk.(Fritze) ist gelungen.

Ich habe zuerst versucht die Zungenschiene ohne Ausbau der unteren Abdeckung anzulöten. Trotz Versuch die Stellschwelle hochzudrücken, war der Abstand zwischen Stellschwelle und Zunge zu groß.
Der Ausbau der unteren Abdeckung ist keine große Sache, lediglich 3 kl. Schrauben. Aufgepasst, dass die V-förmige Stellender nicht wegschnipst.
Als erstes habe ich die kleine Metallplatte, die mit einem Hohlniet mit der Stellschwelle verbunden ist, mit einer Minibohrmaschine und einem Messingbürstaufsatz gereinigt und versucht die Beschichtung etwas zu entfernen.
Die Zunge habe ich mittels Kreuzpinzette an der Backenschiene arretiert. Um die Stellschwelle an die Zunge zu drücken habe ich einen Bastelrest Holzquadratstab 3x3mm verwendet und mit einer keine Metallzwinge für Löteinsätze hoch gedrückt. Als Temperatur habe ich alles was geht, in diesem Fall 450°eingestellt. Erste Versuche mit Lötzinn wollte keine Verbindung herstellen. Also habe ich das "Wundermittel" Lötöl v. NDetail als Flussmittel verwendet. Damit konnte die Verbindung schnell hergestellt werden. Leider ist das Lötöl auch unter die kleine Platte auf der Stellschwelle geflossen und hat diese fest verbunden. Macht nichts, in der Stellschwelle ist soviel Spiel, dass die seitliche Verschiebbarkeit sicher gewährleistet ist. Danach wurde die untere Abdeckung und die Feder wieder eingesetzt. Leider ist mir auch Zinn auf den Schienenfuß gelaufen. Dieser wurde mittels Schleifscheibe und Minibohrmaschine entfernt. Das Spurmaß stimmt und die Funktion wurde mit mehrmaligen hin- u. herschauten geprüft - alles hält.
Ich denke damit ist die Bogenweiche wieder einsetzbar.
Sicherlich ist dies einfacher zu bewältigen, wenn die Weiche ausgebaut ist aber ich denke auch im eingebauten Zustand ist das nicht unmöglich, man muss nur die Stellschwelle hoch genug bekommen um den Spalt zwischen Zungenschiene und Stellschwelle zu eliminieren.

Vielen Dank für Eure Tipps, ich hoffe sie sind eventuell anderen Modellbahnern eine Hilfe.

Viele Grüße
Jörg

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