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Doppelnull

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Thursday, September 17th 2015, 12:14pm

Planung Reinhards revisited

Hallo,

wer zu spät kommt, ... bzw. nicht rechtzeitig baut, der wird mit Verkleinerung des zur Verfügung stehenden Raums bestraft.

So erging es inzwischen jedenfalls mir.
In dem in meiner Planung Reinhards beschriebenen Raum steht mir aus familiären Gründen jetzt nur noch eine Längs- und eine Stirnwand für meine Planungen für eine An-der-Wand-Anlage mit einer maximalen Tiefe von 60cm (nur im Bereich des Bahnhofs und des Fiddleyards 10 bis maximal 20cm mehr) zur Verfügung.

Das bedingte eine Umplanung unter Beibehaltung des Grundkonzepts (Endbahnhof einer eingleisigen Nebenbahn in Epoche IIIb (1958-1965). Die bereits vorhandene Rangieranlage (siehe Endlich weg vom Teppichboden ) soll dabei integriert werden. Auch ein Fiddleyard zur Zugbildung darf nicht fehlen.

Diese Vorgaben machen zusammen mit dem knappen Platz die Planung nicht ganz einfach. Die Längswand misst 695cm. Die kurze, nahezu hindernisfreie Stirnwand misst leider nur 280cm, die andere Stirnwand 401cm. Die kurze Stirnwand fällt m.E.
aus, da das Streckengleis Vorgabe bedingt 40cm von der Längswand entfernt liegt und die damit verbleibenden 240cm keine Gleisentwicklung mit brauchbaren Nutzlängen für einen Endbahnhof hergeben.

Ich habe mich daher für die größere Stirnwand entschieden, obwohl es dabei weitere Schwierigkeiten zu beachten gilt. Etwa mittig in dieser Wand liegt ein gut zwei Meter breites zweiflügeliges Fenster, unterhalb der Fensterbank ein nahezu ebenso breiter und ca. 15cm in das Zimmer ragender Heizkörper und rechts daneben gibt es noch einen Versorgungsschacht von 77x22cm.

Damit die Fenster bei Bedarf zum Putzen zugänglich bleiben, muss der Bahnhof modular aufgebaut werden. Zum Lüften lässt sich vielleicht ein verlängerter Griffarm zum bedienen der Fensterhebel basteln. Die Höhe der Schienenoberkante darf maximal ca. 95cm betragen und es dürfen keine bzw. nur abnehmbare Hochbauten im Schwenkbereich der Fensterflügel liegen. Zur Luftzirkulation habe ich einen ca. 15cm breiten Spalt oberhalb des Heizkörpers vorgesehen.

Nach vielen verworfenen Skizzen ist folgender vorläufiger Plan entstanden:

index.php?page=Attachment&attachmentID=15523 index.php?page=Attachment&attachmentID=15524

Der Plan basiert auf der Lenz-Geometrie. Mindestradius im Bereich der Bogenweichen und im Abzweig zur Kombirampe ist R2, im Bogen von Gleis 2 Flexgleis mit R111cm, ansonsten R10. Die Y-Weiche mit 2xR10 gäbe es hier:[url]http://www.weichen-walter.de/produkte/0-weichen/img/detail/abw-2x45025-fert-lack-2012.07.01.534k.jpg .[/url]

Gleis 3 und damit auch die DKW hatte ich zunächst nicht eingeplant, musste allerdings bei Rangiersimulationen feststellen, dass ein zusätzliches Sortier-/Abstellgleis dringend notwendig ist, da der Bahnhof sonst sehr schnell seine Kapazitätsgrenze erreicht und der gewünschte variable und etwas intensivere Nebenbahnbetrieb nicht möglich ist. Vorbildnäher wäre es natürlich, wenn Gleis 3 und die Ladegleise deutlich mehr Nutzlänge hätten, aber den Platz gibt es leider nicht.

Dagegen ist das Umsetzgleis am Ende von Gleis 2 so bemessen, dass auch eine BR50 noch mit etwas „Luft“ im Gleis steht. Die Nutzlänge am Bahnsteig ist sogar ausreichend für Züge mit bis zu drei Silberlingen, vier Eilzugwagen oder sechs Donnerbüchsen bzw. Umbaudreiachsern. Allerdings ist der Einsatz von 26,4m-Wagen wegen des R2 im Ein-/Ausfahrbogen aus optischen Gründen nicht vorgesehen.

Limitierend für die Zuglängen wird wohl eher der Fiddleyard sein, da für dessen Länge insgesamt nur ca. 210cm zur Verfügung stehen, davon ca. 155cm für den beweglichen Teil (Tiefe hier 80cm) plus mindestens 55cm (damit noch eine 50er umsetzen kann) für den stationären Teil. Dabei ist am Ende auch noch ein kleiner, flacher Heizkörper zu berücksichtigen.

Alternativ böte sich ein schmaler zu bauender komplett stationärer Fiddleyard in Tischform an, auf dem Zug- bzw. Lokomotivkassetten zum Einsatz kommen könnten, etwa so wie unter „Fiddeln mit Filz“ im SNM Heft 17 beschrieben. Darunter und eventuell auch an der Wand darüber können Ablageböden für gerade nicht benötigte Kassetten angebracht werden.

Mindestens ein, wahrscheinlich jedoch zwei Module (je nachdem welche Distanz zur Stirnwand festgelegt wird, was wiederum Auswirkung auf die mögliche Länge des Fiddleyard hat) der vorhandenen Rangieranlage müssen umgebaut werden, da der Gleisbogen zum Bahnhof bereits dort beginnt.

Problematisch ist neben der Unterteilung der Module auch der Zugriff auf das Ziehgleis vom Anschluss Frickelmann. Dort muss regelmäßig und an unterschiedlichen Positionen zwischen Wagen entkuppelt werden. Hilfreich könnten dabei ein Fernentkuppler und/oder die Lenz-Kupplungen mit Vorentkupplung sein. Da werde ich noch Tests durchführen müssen.

Soweit der derzeitige Planungsstand. So ganz zufrieden bin ich noch nicht, denn Zweifel bestehen auch noch bezüglich der Lage des Bahnhofs vor der Fensterfront und damit im Gegenlicht, wenn man die Rollläden tagsüber nicht geschlossen halten will. Das Tageslicht möchte ich aber nur ungern verbannen. Auch eine Hintergrundkulisse ist hier eher im Weg. Und für den z.Zt. vor dem Fenster stehenden Arbeitstisch muss auch eine neue Lösung gefunden werden.

Etliche offene Fragen also, aber vielleicht hat jemand einen Verbesserungsvorschlag oder eine Alternative.

Grüße

This post has been edited 2 times, last edit by "Doppelnull" (Nov 23rd 2015, 7:55pm)


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Husbert

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Thursday, September 17th 2015, 1:14pm

Hallo Reinhard,
warum legst Du den Bahnhof nicht auf die lange Seite? Gib bei der Breite noch 20 cm dazu und Du hast einen Bahnhof mit akzeptabler Längenausdehnung und kannst auch noch DWW einsetzen. Auf das kürzer Stück setze den Fiddleyard den Du mit einem Tunnel oder einer Straßenbrücke tarnen kannst. Jetzt kommst Du auch bequem an das Fenster. Den Fiddleyard kannst Du bei Reiningsarbeiten oder ä. mit einer Platte abdecken. Wenn Du die Zufahrt zu den Abstellgleisen (min. Länge 1,40) mit einer Schwenkbühne realisierst ( min. 120) hast Du auch noch jede Menge Rangierarbeit. Das bedeutet Sägefahrten! Der Vorteil liegt darin das die Loks immer vor dem Zug stehen.
Das sieht dann wie folgt aus: Der Zug fährt über den Tunnel auf die Schwenkbühne und drückt dann zurück auf eines der verdeckten Abstellgleise. Dann fährt die Lok auf ein weiteres Leergleis. Der nächste Zug schiebt seine Wagen ebenfalls in ein weiteres Abstellgleis. Diese Lok rangiert nun die benötigten Wagen für den nächsten Zug auf die wartende Lok die dann auf die Schwenkbühne zurückstößt und anschließend in den Bahnhof ausfahren kann.
Zeichne das mal auf und fahre die Rangiermanöver durch.
Noch eine Anregung: Lege den Bahnhof nicht parallel zur Anlagenkante sondern etwas diagonal.
Gruß
Husbert

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Thursday, September 17th 2015, 1:16pm

Moin,
der Bahnhof könnte mir gefallen, ich hätte aber Probleme mit den variablen Teilen vor dem Fenster und dem fehlende Hintergrund an der Stelle.

Könntest du auch doppelstöckig bauen? Die Rangiermodule kämen dann so 40...50 cm oberhalb des Bahnhofs an die Längsseite und der FY an die Schmalseite.
Übergang von Rangiereinheiten zwischen den Ebenen per Hand, Kassetten, Lift...

Viele Grüße,
Johann

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Doppelnull

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Sunday, September 20th 2015, 5:00pm

Hallo,

danke für die Anregeungen. Ich habe mich mal damit beschäftigt.

@ Husbert:
Der Fiddleyard vor dem Fenster ist sicherlich eine sehr gute Lösung. Dennoch lässt sich auch mit 20cm mehr Tiefe and der langen Wand ein in den Gleislängen optimierter Bahnhof nicht darstellen, wenn ich den bereits vorhanden Anschluss integrieren möchte. Dieser Platz ist leider nicht vorhanden. Außerdem müsste dessen manuelle Weichenbetätigung umgebaut werden, da sie auf der Seite des Streckengleises liegt.
Wenn ich dann noch die Anlagenkante schräg zum Gleisbereich lege (oder umgekehrt), brauche ich sogar noch etwas mehr Platz. Dies wirkt sowieso nur in Plänen besonders gut. Vor Ort relativiert sich das dann schon wieder, und das Vorbild schert sich gar nicht um die Kante. ;) ;) ;)

@ jbs:
Die doppelstöckige Ausführung würde das o.g. Platzproblem natürlich lösen, aber die luftige Umsetzung der im Bahnhof angekommenen Wagen beraubt mich der realitätsnahen Bedienung des Anschlusses einschließlich der im Beitrag Betrieb bei Frickelmann beschriebenen Schlüsselei. Dieser am Vorbild orientierte (Spiel-) Betrieb ist mir wichtiger als die Ausgestaltung des Umfelds über die unmittelbar zur Bahn gehördenden Details wie Bahngebäude, Signale, etc. hinaus.

Der Güterverkehr braucht insbesondere bei Punkt-zu-Punkt-Anlagen eine Vorausplanung (etwa so: index.php?page=Attachment&attachmentID=15585 ), damit sich überhaupt sinnvoller Betrieb machen lässt. Danach lassen sich unterschiedlich dichte Fahrpläne für ein, zwei oder maximal drei (mehr gibt der Raum nicht her) Bediener entwerfen.

Grüße


Als Nachtrag habe ich noch die mögliche signalmäßige Ausstattung und Betriebsabwicklung entworfen. Das könnte beispielsweise so aussehen: index.php?page=Attachment&attachmentID=17192 . Die Gleisnummern wurden teilweise geändert.

Und nun lasse ich das Ganze erst mal etwas sacken.

This post has been edited 4 times, last edit by "Doppelnull" (Dec 28th 2015, 5:07pm)


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