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Monday, August 14th 2017, 10:29pm

Oberschefflenz - Allfeld. Ein Bahnhof entsteht

Liebe Foristen,

ich habe ja schon einiges geplant, in 0e. Eine Betriebsorientierte Anlage soll es sein, die ich alleine und mit Modellbahnfreunden betreiben kann.

Als ich von Robert die alten Spur Null Magazine geliehen bekam, war es in Heft 20 um mich geschehen. Der dortige Anlagenvorschlag, einfach herrlich. Das müsste doch auch in meinem Zimmer gehn, denn das Arbeitszimmer ist 4,6 m lang und 3,4 m breit. in der Mitte der einen
Schmalseite ist die Tür und auf der gegenüberliegenden dasFenster. Der Schreibtisch steht in der Mitte. Auf der einen Langseite steht ein Kleiderschrank, in Modellbahnerfreundlicher Höhe angefertigt und auf der gegenüberliegenden Langseite Bücherschränke mit 1,48 m Höhe.
Also AutoCad angeschmissen und gezeichnet: 4 Module à 90 cm, Weichengeometrie à la Lenz. Es wurde gezeichnet, geschoben, das BW von Klütz eingeschoben, mit Robert diskutiert, BW verworfen und schließlich einen schönen Bahnhof entworfen.

Nachdem ich nun mit großem Vergnügen und Gewinn OOK's Buch seiner BAE gelesen habe, ging die Planung in die Richtung Prototype-Freelancing.
Seitdem ich auf DFO den Artikel über die DEBG Strecke Oberschefflenz - Billigheim und besonders das Bild der Lok 70 gelesen hatte, war ich fasziniert. Leider hat Herr Kenning die Bilder vom Netz genommen.
In Willy Kosak's Hp 1 Nr. 11 findet sich ein wunderbarer Artikel über die Strecke.
Meinhard Döpner berichtet in seinem Buch über die Deutsche Eisenbahn Betriebsgesellschaft ausführlich über die Bahn.
Alles sehr interessant. In Krumbach fing ich an, den Bahnhof Billigheim auf Code 55 Gleisen zu bauen. In der neuen Wohnung in Würzburg ist das Zimmer zu klein dafür.

Nun also etwas Billigheimisches in NULL.



Die Legende
Wie bei vielen Kleinbahnen war der 1. Weltkrieg oder die Folgezeit der Bruch in der Geschäftsentwicklung. In Billigheim war es die Zeit der Hyperinflation.
Bei Döpner heißt es: „Zur Erzielung eines größeren Verkehrsaufkommens griff die DEBG die Pläne einer Verlängerung nach Untergriesheim wieder auf, doch erschien das Risiko derart groß, daß man einer bahneigenen Buslinie Oberschefflenz – Untergriesheim den Vorzug gab.“ (Meinhard Döpner, Die DEBG, S. 44.)

Stellen wir uns vor:

1928 entschied die Geschäftsleitung doch das Wagnis einzugehen, die Bahn nach Untergriesheim zu verlängern. Die engen Straßen ließen es auf Dauer nicht zu, eine Omnibuslinie zu betreiben. Also projektierte man neu und fing im Frühjahr 1929 an, Richtung Untergriesheim die Bahn weiter zu bauen. Der Schwarze Freitag 1929 beendete den Bau, denn die Amerikaner zogen ihre günstigen Kredite zurück und so blieb es bei dem Torso. So wurde die Bahn nur in den Nachbarort Allfeld verlängert.

Da in Billigheim bereits ein BW besteht, hat man darauf verzichtet, ein neues in Allfeld zu bauen. Die Loks fahren zum Übernachten als Lz zurück Billigheim und morgens als P1 mit einem zusätzlichen P-Wagen wieder nach Allfeld. Der Wagen des Abendzuges bleibt stehen.


Frachten

Versand
Zuckerrüben für die Südzucker AG, Werk Züttlingen
Getreide
Kartoffeln
Obst
Gemüse
Stückgut
Bauholz
Jersey-Stoffe
Holz
Schotter
Stückgut

Empfang
Dünger
Futtermittel
Kohle, Briketts
Baumwollgarn
Stückgut


Oberbau
Bei Recherchen wurde ich auf Originalschienen aufmerksam gemacht, die noch herumliegen. Die Schienen entsprechen dem Schienenprofil No. 5: 115 mm = 2,55 mm

Auf der Basis der Geometrie der Weichen der Fa. Lenz habe ich "meine" nach badischen Vorbildern gezeichnet.

Gruß
Andreas
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JACQUES TIMMERMANS

Bahngeneraldirektor

(908)

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2

Tuesday, August 15th 2017, 6:16am

Guten Morgen Andreas,

Dein Kleinbahn-Entwurf wirkt sehr bezaubernd, und bietet schöne Fahrmöglichkeiten. Aber wäre es nicht möglich die Module so zu bemessen, dass Du wenigstens die DKW als Ganzes, so nicht alle Weichen, auf dem dritten Modulkasten platzieren kannst? Wie aus deiner Zeichnung hervorgeht, sind die Weichen über drei Module verteilt. Auf dieser Weise vermeidest Du viel extra Säge- und präzise Ausrichtungsarbeiten an den Gleisen.


Ich wünsche Dir gutes Gelingen und bin sehr gespannt nach der Umsetzung,

Jacques Timmermans

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Tuesday, August 15th 2017, 11:12am

Modulkästen

Modulkästen
Ich habe ganz konventionelle Modulkästen gebaut. Das Maß 90 cm ergibt sich aus der Notwendigkeit der Mobilität der Segmente, denn sie sollen in quer in den Kofferraum meines Ford B-Max passen und andere Autos, die ich irgendwann mal kaufen werde. Die Höhe beträgt 10 cm, darauf die Platte von 10 mm. Eigentlich zu stark, aber so schauen die Schienennägel von der Fa. Wenz garantiert nicht heraus.
Seit Jahren habe ich mit Pappelsperrholz die besten Erfahrungen für den
Bau von Modulkästen gemacht, denn es ist verhältnismäßig leicht und
neigt nicht so stark zum Verziehen wie andere Sperrhölzer.
Wichtig sind die Spanten, 3 Stück an der Zahl. Der mittlere erhält eine Grifföfnung, um die Kästen bequem und ausbalanciert "händeln" zu können.


Der Fiddleyard (Zugspeicher à la OOK) hat am Ende eine 24 cm lange Abstellfläche für Loks und Wagen (z.B. der Stückgutwagen, der Milchwagen). Ansonsten ist eine auf einem Möbelauszug befestigte Platte der Schattenbahnhof als Schiebebühne gebaut.

Er hat zwei Aufstellgleise und ein Umfahrgleis. In der mitte ist die Bühne auf Rollen gelagert. Auf jeder Seite der Bühne sind zwei Grifflöcher gebohrt worden, damit die Bühne gleichmäßig verschoben werden kann.

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4

Tuesday, August 15th 2017, 12:15pm

Dummys bringen Klarheit

Zwischen Fiddleyard und Bahnhof wird später eine Abtrennung kommen.
Beim Komponieren der Anlage habe ich Anlehnung an Iain Rice, Model Railway Layout Design, Wild Swan Publications Ltd., genommen.
So wird am linken Rand vor die Einfahrt ein Haus gestellt, hinten ein weiteres Haus, die Einfahrt noch von Obstbäumen flankiert.
Vorne kommt ein Lagerhaus hin, um den Zug kurzzeitig verschwinden zu lassen.
Insofern ziemlich viel Woolverstone von Iain Rice auf der linken Seite.
Um das zu testen, habe ich Dummys der geplanten Gebäude gebaut, denn ich gebe zu, mein Blick ist noch der eines H-Nullers. Und das war gut so.
Zunächst ging es mir nur um das Lagerhaus und die Positionierung des Siloturms. Ist der Turm nachträglich rechts oder links an das bestehende Lagerhaus gebaut worden? Das war die Frage.
So einen Siloturm finde ich sehr schön, denn er macht es möglich, nicht nur gesacktes Getreide oder loses Getreide in G-Wagen zu transportieren, wobei letztere eine Platte vor die Tür gestellt bekamen, sondern ich kann auch Schwenkdachwagen einsetzen.

Hier ist der Turm in Richtung Ladestraße angebaut worden, was mir logischer erscheint als die Version unten, aber auch das lässt sich begründen. Der Platz zu Straße wurde einfach weniger.

Dann kam es mir! Wie kuppele ich denn den Wagen hinter dem Güterschuppen? Ich möchte eigentlich mit Originalkupplungen fahren.
Wagen vorschieben und über das Lagerschuppen greifen. In der Höhe der Anlage schwierig.
Also Puzzlespiel-Modus ein.

Das Lagerhaus wandert nach hinten rechts in die Ecke! Das ursprüngliche Einfahrgleis wird Abstellgleis.
Der Turm vorne oder hinten? Meine Frau sagt: "Vorne!" Damit ist die Beladung der Tdg-z auch leichter zu durchzuführen und hinten kann noch ein G-Wagen abgefertigt werden.
Insofern gibt es einen korrigierten Gleisplan.
Die Veränderung bringt es mit sich, dass ich das Bauernhaus vorne rechts nun in Originallänge bauen kann. Das gefällt mir ausnehmend gut.
Die Straße wird nacht rechts verlegt, damit wird die Ladestraße vorne dennoch etwas länger und hinten am Lagerhausgleis bleibt noch Platz für eine Wagenlänge als Freiladegleis. Auch wird es eine Gleissperre am Anschluss geben.

Noch ein Blick auf das alte Einfahrgleis (oben).

Die Schwellenteilung für das Streckengleis ist 12 Schwellen bei einer 9-Meter-Schiene, wie bei M. Döpner nachzulesen.
Das untere Gleis als Abstellgleis hat die Original-Schwellenteilung von 11 Schwellen. Die Verstärkung geschah durch Einschieben von einer Schwelle in der Geraden und zwei Schwellen in einer Kurve. Also mussten die Schwellen im neuen Streckengleis noch einmal neu verlegt werden.
Hier noch ein Blick auf das Modul 3 mit den Weichenverbindungen:

Oben die EKW und die beiden Weichen. Nur die untere Weiche hat ihren Zungenbereich auf dem letzten Modul. Die Trennung erfolgt am geometrischen Abzeigpunkt.
Mit Frensdorf habe mit solchen Teilungen schon gute Erfahrungen gemacht, denn da ging der Modulschnitt durch die Weichenstraße. Zwei- oder dreimal nachlöten, danach gab es keine Probleme mehr.

Danke Jacques für Deinen Rat, aber es geht nicht anders, wegen der Modulmaße und des Gleisplans.

Die Kleineisen fertige ich aus Papier (130g) an, nach Zeichnungen aus Wülfert, Oberbau. In Null kann ich so etwas endlich maßstäblich bauen. Na, ja, dafür sind die Längenentwicklungen im Gleisbereich nicht mehr maßstäblich. Aber in Null nimmt man anders wahr als in H0. Beides hat seinen Reiz.
Die Nägel sind von Wenz . Toll sehen sie aus.

Das ist noch auf dem Probebrett.

Gruß
Andreas
Andreas S. Lüneburg has attached the following file:

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5

Tuesday, August 15th 2017, 1:56pm

Wie es weiter gehen soll

Einige werden sich gewundert haben, auf dem kleinen Arrangement mit mehreren spielen?
Ich will nicht verschweigen, dass der Plan schnell weitergesponnen wurde.
Kann ich meinen 0e-Plan von Zaberfeld einbinden?

Stellen wir uns vor ...
Im Zuge der Aufrüstung in den 1930er
Jahren wurde es möglich, Gelder zum Bau einer schmalspurigen Bahn zu erhalten. So konnte
von Allfeld aus über Neudenau eine 8 km lange schmalspurige Verbindungsschleife
nach Möckmühl gebaut werden. Grund für die günstigen Kredite war die
Tatsache, dass sich in Neudenau eine Eisengießerei befand. Die an der Strecke
befindlichen, ausgedehnten Getreidefelder waren ein weiterer Punkt in der
Begründung des Antrags. Es entstand so eine Parallelstrecke zur Frankenbahn, was als kriegswichtig angesehen wurde.

So weit also die Rechtfertigung als prototype freelancing.
Dank des Buches von OOK über seine BAE habe ich nicht nur den Mut gefunden, eine echten Strecke zu erfinden, ich habe auch bei seinen Gleisplänen mit den Augen geklaut. Der Schmalspur-Bahnhof Neudenaulehnt sich an Schluft an, da ich gerne die Möglichkeit schaffen wollte, dass der Schmalspur-Stückgutwagen am Güterschuppen abgestellt werden kann, kam mir der Schlufter Gleisplan der BAE III gerade recht. Auf mein Zaberfelder Lagerhaus mit der von mir erdichteten Verlängerung für aufgebockte Regelspurwagen wollte ich auch nicht verzichten. Puzzle, puzzle, puzzle, jetzt steht der Plan. Und die Schlufter Hütte hat auch ihren Charme, die Bilder im Buch und im Internet sind sehr anregend. Eigentlich möchte ich ja schon immer eine Möbelfabrik bauen, die ist aber nicht ...wichtig. Mal sehen, was es schließlich wird.
Angeregt durch OOK's Heft über Anlagenplanung habe ich den Bahnhof nicht mehr senkrecht auf die Wand geplant, sondern eine Kurve eingeplant, an deren Ende eine Halterung für Zugkassetten ihren temporären Platz finden wird, denn so lässt sich ein interessanterer Betrieb planen als ich es vorher ins Auge gefasst hatte. Also, danke Dir Otto.
Der Bau der gesamten Anlage wird natürlich dauern, aber die Vorfreude auf den Betrieb und das Bauen ist riesengroß.
Donnerstag geht es erst einmal nach Sontheim an der Brenz, wo wir ein H0-FREMO-Treffen haben, dessen Fahrplan ich erstellt habe mit vielen betrieblichen Schmankerln.
Gruß
Andreas
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6

Thursday, August 17th 2017, 11:21am

Hallo Andreas,

ich habe deinen Thread irgendwie gestern und vorgestern übersehen, trotzdem will ich noch etwas zum Gleisplan sagen:
Was machst du mit einem Waggon, der vor dem Güterschuppen zum Entladen steht, wenn (jetzt auf der Rundum-Anlage) ein weiterer Zug von rechts einfahren will? Und Umfahrungen sind dann auch nicht möglich.
Und wo soll dein Bahnsteig hin? Oder gibt es gar keinen Personenverkehr?
Nochmal zur Rundum-Anlage: Würde dann das nach rechts führende Streckengleis nicht eher von einer Weiche (statt der Segmentdrehscheibe) vom unteren Gleis wegführen? Dann hättest du auch Platz, den GS an das nach oben rechts führende Stumpfgleis zu verlegen.

Tschüß
Utz
Rheinhaven - und weg ist er ...

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7

Friday, August 18th 2017, 1:40pm

Hallo Utz,

vielen Dank für die Nachfrage. Ich merke, dass der Plan noch nicht klar genug ist.

Auf meiner Anlage werden im Prinzip zwei Strecken betrieben:
  1. regelspurige Kleinbahn
  2. schmalspurige Kleinbahn

Oben die ersten 4 Module sind Regelspur, angelehnt an den Vorschlag in SNM 20.
Der Aussteigepunkt ist bei mir noch nicht so genau festgelegt. Sehr charmant ist die Lösung in SNM 20. Ich will auch zwischen die beiden Gleise einen Schüttbahnsteig anlegen, da ich mit dem Gedanken eines zweiten Fahrzeugs, eines VT, spiele. Logischer wäre der Aussteigepunkt direkt vor dem EG, wie es in Kosak Hp1/11 zu sehen und im Gleisplan eingetragen ist. Aber als Anfänger in der Baugröße bin ich noch am lavieren, ich möchte erst einmal die Gleise bauen und dann weiter sehen, da ich die Abstände noch nicht einschätzen kann (siehe Lagerhaus und die notwendige Relokation).

Der Bahn-GS und der Stückgutwagen sind sicherlich noch nicht optimal angebunden. Meine Entschuldigung ist der Kleinbahncharakter.

Für mich ist es wichtiger dieZufahrt zur Rollbockgrube einfach zu gestalten. Hinter dem GS ist ein Gleis für die Schmalspur vorgesehen, auf dem die alle Schmalspurzüge inklusive aufgebockter Wagen beginnen und enden sollen.
Es ist dort alles sehr eng, aber mehr Platz ist nicht und auf dem Rest der Anlage kann auch nicht so viel Verkehr sein, allerdings überlege ich den unteren Bahnhof, den Schmalpur-Durchgangsbahnhof, FREMO-tauglich zu bauen.

Lieber wäre mir eine 3-Meter-Drehscheibe am Ende der Strecke, so wie sie ursprünglich in Billigheim eingebaut war, allerdings schließt das dann Gastfahrer aus und auch einen VT als Schlepptriebwagen einzusetzen funktioniert dann nicht mehr..

Gruß
Andreas

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8

Monday, August 21st 2017, 7:33pm

Änderungen und ihre Folgen

Jetzt bin ich so schön am Bauen der EKW und merke mit einem Mal: mit der Veränderung des Einfahrgleises, es ist jetzt das südlichere Gleis, passt die EKW nicht mehr. Ich kann nach der Einfahrt nicht in das südlichere Gleis einfahren, um die Ladestraße zu bedienen oder umzusetzen, immer mus ich das Gleis des Lagerhauses anfahren.
Eine DKW ist mit zu mächtig, also werde ich die EKW drehen und somit wird ein Bahnsteig zwischen EKW und Segmentscheibe gebaut werden.
Die logische Einfahrt wäre wohl immer noch die gerade, allerdings würde sich das Rangieren wohl erleichtern, wenn ich in das südlichere Gleis einfahren lassen würde.
Was tun sprach Zeus, die Götter ...!

Gruß
Andreas

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Sunday, October 15th 2017, 5:32pm

EKW

Die Gleisbau-Rotte ist nun bei der EKW, der Einfahrweiche, angekommen und gestern konnte die EKW 1a in Betrieb genommen werden.
Die Stellstange ist aus Wenz-Teilen entstanden. Allerdings stellte sich beim Bau heraus, dass die Messingteile zu hoch sind. Also habe ich die Teile nach außen geklappt, alles auf eine Messingstange gelötet, da ich durch die Unterseite Zungenschiene aus Papier (mit Sekundenkleber getränkt) eine Isolation der Schienen habe.
Die Nieten sind von Formann.


Unter der Schiene ist ein Stellmechanismus der Outbus-Werke. Das ist eine tolle, einfache Idee und ich kaufe die Teile gerne, denn Ehre, wem Ehre gebührt.
Soe sieht sie aus, der erste Teil der EKW. Noch sind nicht alle Nägel eingedrückt. Aber gestern konnten Robert und ich testen, wie seine BR 64 von Lenz auf meinen Kleinbahngleisen (Code 100) fährt. Fast ohne Probleme und die rührten daher, dass BRAWA und LENZ die Radsätze stärker zusammendrücken als es die Norm vorschreibt. Also hier und da ein Feilenstrich und ein Schlage gegen die Schienen und wir hatten viel Spaß auf 1,5 m fahrbare Strecke.
(Einschub: Ehrlich gesagt kamen die meisten Probleme daher, dass ich die Götter Ion und Anion nicht richtig behandelt hatte. Dort ein Verpolung, hier eine Trennstelle versetzt und schon gab es einen Kurzschluss.)

Der Stellhebel ist von Bear-Valley. Tolles Teil, aus Frensdorf ausgebaut und in Moritzburg wieder eingebaut. Foto folgt nächste Woche.

Gruß
Andreas

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Monday, October 30th 2017, 11:15am

Noch einmal die EKW - auch von unten

Letzte Woche hatte ich versprochen, die weiteren Baufortschritte und insbesondere die Unterseite zu zeigen.

Der Zungenstellvorrichtung unter der Platte ist von den Outbus-Werken . Das ganze ist großartig durchdacht, sauber gefertigt und nicht teuer. Also, Ehre, wem Ehre gebührt, bestelle ich gerne bei Martin.
Links von der Stellstange befindet sich ein Mikroschalter, der gleichzeitig als Begrenzer dient.
Oberhalb der Zungenstellvorrichtung sieht man die Gelenke der Weiche. In die Bohrung habe ich die Drähte zur Stromversorgung der Schienenzunge eingeschoben. Das soll gleichzeitig das übermäßige Anheben bzw. überhaupt das Rausfallen der Schienenzunge verhindern.

Der Weichenstellhebel ist von Bear Valley Railway Supply aus Oregon, USA, die ich in den 90er Jahren gekauft und auch schon in Frensdorf verwendet habe.
Das Z im Stelldraht dient als Federung, so dass kein zu großer Druck ausgeübt wird.
Am Modul sieht das dann so aus. Neben den Stellhebel wird noch ein "Stellgewicht " angebracht werden, das anzeigt, wie die Normalstellung ist, also Hebel oben oder unten.

Die Verbindung zwischen den Zungen besteht aus Teilen von Modellbau Wenz, das ich aufgrund meiner Zungenkonstruktion abwandeln konnte und einen 0,8 mm Messing-Draht einsetzen konnte.

Noch einmal eine Aufnahme der Weiche von oben:

Die Schienen sind Code 100, die Zungenschiene ist Code 60. Die Gleitstühle bestehen aus drei Schichten 130g-Papier, ebenso die Unterlegplatte und die Schienenstühle. Alles wurde mit gutem Sekundenkleber aus dem RC-Modellbau getränkt. Die Zungenverbindungsstange ist mit Hilfe von Fohrmann-Nieten eingehängt. Z.Zt. sind sie noch rausnehmbar. Vielleichtbleiben sie es auch. Falls sie beim Transport rausfallen sollte, werde ich sie mit einem Mikrotröpfchen Sekundenkleber fixieren.
Gestern war dann Einfahren angesagt und über die EKW fährt es sich richtig schön. Auch das Fahrgestell meiner Lok 70 fährt analog im Schleichgang rüber, nach dem die Schienenzungen noch einmal gereinigt worden waren.
Jetzt sollen alle Schienennägel eingedrückt werden und weiter geht es dann mit der EW hinter der EKW im geraden Strang. Aber nun kann ich auch schon in den Gleisanschluss des Landhandels fahren.

Gruß
Andreas

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11

Saturday, December 9th 2017, 1:58pm

Die Drehscheibe

Am Anfang hatte ich über eine Segmentdrehscheibe nachgedacht, wie sie im SNM-Heft eingezeichnet ist.
Beim Bau habe ich nicht aufgepasst, da geht nämlich jetzt ein Spand durch die Grube. Dämlich. :whistling:

Nachdem das Maß aller Dinge die BR 64 von Robert ist, habe ich noch einmal nachgedacht und nachgemessen. Die 64 hat einen Radstand von 7,6 m, also wäre eine 8-Meter-Drehscheibe genau das Richtige.

Für die Drehscheibe habe ich zwei Scheiben aus 1 mm Polystyrol ausgeschnitten und zusammengeklebt.


Die Konstruktion ist sehr simpel, aber hat sich schon bei Markt Spiegelbach bewährt.

Ein Messschieber eignet sich vorzüglich als Zirkelersatz. Den Grubenrand habe ich gleich mit ausgeschnitten.
Die Schienenprofile habe ich mit Sekundenkleber aufgeklebt. Die Verdrahtung muss noch erfolgen. Oben auf die Scheibe kommt eine Verbretterung, wie sie bei den
Prignitzer Schmalspurbahnen üblich waren, denn wer eine Grube gräbt,
will nicht hinein fallen.



Bericht über die Ansicht kommt, wenn dort der Baubetrieb los geht. Momentan möchte ich oben die Gleise heranführen.




Gruß

Andreas

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12

Monday, September 16th 2019, 4:35pm

Dummys machen es klar.

Am Wochenende habe ich einige Dummys gebaut.
Das Empfangsgebäude ist wie in Mittelschefflenz:

Das Klohäuschen habe ich im grünen Hp1 gefunden, es stand in Vahingen/Enz Stadt
Das Lagerhaus hinten rechts ist kein Dummy, sondern es befindet sich im Bau aus Graukarton und Polystyrolteilen aus dem Architekturmodellbau. DAs Vorbild steht in Markt Einersheim in der Nähe von Würzburg.


Das Haus links stand in Mittelschefflenz in der Nähe des Bahnhofs und wird hier wie dort einen Gemischtwarenladen beherbergen. Die genaue Positionierung wird spannende werden, damit ich die Waggons vor dem Lagerhaus noch ankuppeln kann.
Dahinter schließt sich dann die Rolbockgrube und die Drehscheibe an.


Gruß aus dem sonnigen Krumbach (Schwaben)
Andreas

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13

Sunday, September 22nd 2019, 12:14pm

Umladerampe

Hallo Foristen,
die Beiträge beim Umbau der Mainfrankenbahn eine Umladehalle einzubauen, haben mich nachdenklich gemacht. Besonders das Modellbildhat mich beeindruckt. Klar, es kamen ja nicht alle Frachten in aufgebockten Regelspurwagen. Außerdem hätten wir sonst keinen Grund schmalspurige Güterwagen vorzuhalten bzw. zu bauen.
Doch wie einbauen? Platz ist mal wieder nicht. :whistling:
Das einzige Gleis, das sich anböte, ist Gleis zur Rollbockgrube.

Aus einer ländlichen Schmalspurbahn, mit nur etwas Industrie werden wahrscheinlich landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Produkte abgefahren werden, also bei letzteren Grubenholz, Papierholz und Stammholz bzw. gesägtes Holz. Das kann gut umgeladen werden, auch wenn es in Wirklichkeit äußerst mühsam war. Das Maß aller Dinge, also die zusätliche Länge, die ich brauche, ist der R!0 von Raimo der Biller-Bahn, den ich in den 90ern erworben habe.

Die Rollwagengrube muss versetzt werden, um 17 cm.
Platz ist noch, bis die Kurve beginnt.

Zwei Pärchen sächsische Rollböcke von Henke und ein Jagsttaler von Herrn Herrmann passen dann genau hin, wahrscheinlich werde ich darauf achten müssen, dass immer nur ein sächsischer in die Grube kommt und zwei Jagsttaler.
Bei der Gelegenheit habe ich auch den Schmalspur-Teil genauer durchgeplant und die Umladerampe aus 30 mm Hartschaum zugeschnitten.

Damit die Schmalspurwagen mit dem Wagenboden auf Rampenhöhe sind, muss unterbaut werden. Es stellt sich dabei die Frage, ob ich so hoch baue, dass ich die Schienenprofile direkt aufs Planum nagele, denn Original-Fotos zeigen gerade für Baden und Würtemberg, dass die Gleise eingesandet waren, also bräuchte ich keine Schwellen darzustellen. Der Ausschnitt für die Stellstange wird ins Holz eingelassen.

Die Umgestaltung des Grubengleises würde es möglich machen, hier auch den Stückgutwagen abzustellen, bis er mit dem nächsten Zug wieder mitgenommen wird, da der Hauptumsatz ja in Billigheim stattfand. Vielleicht kommt Stückgut auch eher mit dem PwPost87. Na, mal sehen.

Gruß
Andreas

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