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THaLO

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Wednesday, June 3rd 2015, 6:48pm

Teil 4.b dieser Beschreibung …
9. Bauteil AB entfernen. Bauteil K nun mit der beklebten Seite nach unten an entsprechender Stelle auf der Montageplatte fixieren (Bilder 09a und 09b). Die aufeinander fixierten Bauteile G und K umdrehen (G liegt nun unten, die kreppbeklebten Seiten der Bauteile aufeinander) und die Bohrungen für den Drehpunkt des Hebels und die Befestigung des Deckels von Teil G auf Teil K übertragen (Bild 09c). Außerdem die Umrisse des Teiles G auf Teil K übertragen (Bild 09d). Teile G und K wieder trennen (Bild 10a), Bohrungen mit 1,2mm-Bohrer einbringen und versäubern und den motorseitigen Teil des Teiles K so auf das genaue Maß arbeiten, dass er bei deckungsgleicher Lage der Bohrungen der Form des Teiles G entspricht (Bild 10b).
10. Die Herstellung der Teile L, M und N erfolgt nach Zeichnung. Die Teile M werden analog der Herstellung der Teile C und aus gleichem Material erstellt. Der Durchmesser und die runde Form der Teile L und M müssen nicht genau passend gearbeitet werden, ungefähr reicht aus, besser etwas kleiner als größer. In Teil N wird der 2mm breite Schlitz nach Setzen der 2mm-Bohrung mit einer flachen Schlüsselfeile eingebracht. Er soll auf ganzer Länge so breit sein, dass man eine M2-Schraube darin ohne zu hakeln aber mit möglichst wenig Spiel bewegen kann. Mit der Erstellung dieser Teile ist die Herstellung aller benötigten Kunststoffteile abgeschlossen.
11. Ein letzter Test soll Gewissheit bringen, dass alle Teile wie vorgesehen passend auf der Montageplatte befestigt werden können. Dazu werden nun alle Teile mit Ausnahme der Bauteile C, D, L und M auf Teil G, mittels in Teil G eingesteckte Reißzwecken fixiert (Bild 10c und 10d). Der Schlitten D sollte sich danach ebenfalls in seine Führungen schieben lassen. Die Passgenauigkeit der H0-fine-Befestigungslöcher ist mit eingesteckten M2-Schrauben überprüfbar.
In dem bei mir vorliegenden Fall stellte sich bei diesem Test leicht mit dem Auge erkennbar heraus, dass der Schieber der H0-fine-Mechanik in seiner Bewegungsfreiheit durch eine Ecke der oberen Schlittenführung behindert werden würde, weshalb ich diese Ecke an der Führung etwas abgeschliffen habe.
Wenn alles zu passen scheint, kann nun damit begonnen werden die Bohrungen in Teil G aufzuweiten und die Gewinde einzuarbeiten,
dazu gleich in Teil 4.c. mehr …
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Wednesday, June 3rd 2015, 7:11pm

Beschreibung, Teil 4.c:
… Ich bin dabei wie folgt vorgegangen:
12. Begonnen habe ich mit dem Einritzen der Achsen in die Bauteile D und G (mittels Reißnadel), damit diese Linien auch nach dem Entfernen der Krepp-Beklebung zur Ausrichtung der Bauteile nutzbar bleiben. Im Anschluss habe ich die ovalen Durchbrüche in
diese Bauteile eingebracht. Hierzu mehrere 2 – 2,5mm – Bohrungen entlang des Lochrandes setzen, Großteil des herauszuarbeitenden Materials mit der Laubsäge aussägen und dann bis zum Rand des Durchbruches mit einer flachen und einer Halbrund- Schlüsselfeile weiter arbeiten. Der Durchbruch kann auch als Rechteck erstellt werden aber ich fand die abgerundete Form etwas ansprechender und wollte auch so viel Material wie möglich erhalten. Jetzt von Teil D die Kreppbeklebung entfernen und auf diese Seite des Bauteiles den / die Klemmschraubenfuß (-füße), das Teil / die Teile F aufkleben (Bild 11a und 11b). Verfahrensweise wie beim bereits zuvor beschriebenen Verkleben der anderen Kunststoffteile.
Hinweis: Für die Funktion der Mechanik reicht eine Klemmschraube, also auch ein Klemmschraubenfüßchen, an der richtigen Position aus. Mit zwei montierten Klemmschraubenfüßchen kann sicher gestellt werden, dass der Schlitten für alle vier möglichen Mechaniktypen (für alle 4 Quadranten) verwendet werden kann.
Wie bereits in den Beschreibungsteilen zuvor angesprochen, (und auf den Bildern dargestellt), habe ich hier den Schlitten mit 4 Klemmschraubenfüßchen ausgestattet. Dies habe ich nur getan um zu zeigen, dass man den Schlitten sowohl mit Klemmschrauben im 9mm- (grün markierte Schrauben) als auch im 10mm-Abstand (rot markiert) von der Stellachse entfernt bestücken kann. Ich benötige die Klemmschraube im 10mm-Abstand, weshalb ich auch nur eine solche benutzen werde.
Während der Klebstoff in Ruhe abbindet, kann Teil G weiter bearbeitet werden.
13. Bohrung für die Laternenachse auf 3mm aufweiten und beidseitig versäubern. Diese Bohrung wird nicht angesenkt. Befestigungsbohrungen für die Schlittenführung in Teil G auf 2mm aufweiten und diese Löcher von der nicht kreppbeklebten Seite ansenken. Als nächstes korrespondierende Bohrungen in den Teilen AB auf 1,7mm aufbohren, versäubern und von der Seite des 5mm breiten Teiles aus mit einem M2-Gewinde versehen (Bild 11c und d).
Glücklich wer hierzu einen Gewindebohrer verwenden kann, ich habe (noch) keinen und musste das Gewinde (wie in den anderen Fällen auch) mit einer M2-Schraube einarbeiten. Dazu habe ich eine 20mm lange M2-Schraube mit 6-Kant-Innensteckkopf aus dem ortsansässigen Eisenwarenhandel benutzt indem ich diese mit einem passenden Werkzeug einfach in das Polystyrol eingeschraubt habe. Für diese Tätigkeit hat sich die Verwendung einer M2-Schlitz- oder Kreuzschlitzschraube nicht bewährt denn das Polystyrol leistet mehr Widerstand als erwartet und eine Schlitzschraube wird dabei schnell „vergrießnaddelt“ (die Schraubenschlitze reißen aus). Zum Einarbeiten des Gewindes habe ich die Schraube wie einen Gewindebohrer immer eine halbe bis eine Umdrehung eingeschraubt und dann wieder um die Hälfte zurück gedreht. Zuvor habe ich auf das Bohrloch einen Tropfen Öl aufgetragen.
Diese Gewinde werden in alle 4 Befestigungsbohrungen der Schlittenführungen durchgehend eingearbeitet.
14. Wie beschrieben wird danach mit den Bohrungen in Teil G zur Befestigung der Teile H (auf 2mm aufweiten und ansenken) und denen in Teil H (Gewinde) verfahren.Bilder 12a und b zeigen, wie Teil G nach den bisherigen Arbeitsschritten beidseitig aussieht.
15. Mittlerweile sollte der Kleber an Teil D abgebunden haben, also werden nun die Gewinde für die Klemmschrauben (zur Darstellung an allen vier Positionen) eingearbeitet. Dazu die Bohrungen auf 1,7mm aufweiten, dann von der glatten Unterseite ansenken und danach die Gewinde einarbeiten. Abschließend wird durch Einschrauben von Senkkopfschrauben getestet ob:
a) weit genug angesenkt wurde (die Schraubenköpfe müssen mindestens eine glatte Fläche mit der flachen Unterseite des Schlittens bilden),
b) keine Kleberreste oder die Klemmschraubenfüße die Bewegung des Schlittens behindern (durch Entlangschieben beider Schlittenführungen an beiden langen Seiten der Schlittenplatte, zwischen Klemmschraubenfüßchen und Schlittenführungen sollten einige Zehntelmillimeter Platz bleiben),
c) keine Kleberreste oder überstehende Kanten der Klemmschraubenfüße den Einbau der Messingwinkel „E“ behindern (Bilder 12c und d).
16. Nun Kreppbeklebung von allen Teilen rückstandfrei entfernen und alle Bauteile an dem vorgesehenen Platz verschrauben. Ich habe für den Zusammenbau ausschließlich M2-Senkkopfschrauben verwendet. Dabei sind alle am Schlitten verwendeten Schrauben 10mm lang, ebenso die Schrauben zur Befestigung der oberen Schlittenführung AB. Die restlichen 4 Schrauben (alle am Deckel K befindlich) sind 16mm lang.
Beim Verschrauben der Teile AB und C ist zu beachten, dass die Teile C nicht in die Schlittenbahn ragen da sonst die Gefahr besteht, dass der Schlitten verklemmt.
Bild 13 zeigt nochmal alle bisher erstellten Bauteile im Überblick und Bild 14 den Stand der Mechanik nach dem Zusammenbau.

Sind alle Teile ordnungsgemäß gearbeitet und verschraubt, sollte sich nun der Schlitten leichtgängig bewegen lassen und allein durch schräges Halten der Mechanik hin und her gleiten.

Bis hierher soll es das für Heute gewesen sein. Der 5. Teil wird zeigen wie ich die Laternenmechanik „modifiziert“ habe und den Bau der Haken-Verbindung zwischen Klemmschraube und Laternenmechanik sowie die Erstellung und den Einbau der noch fehlenden Teile zur Kraftübertragung an die Weichenzungen beschreiben.

Bis dahin wünsche ich allen interessierten Lesern eine schöne Bastel- und Fahrzeit mit ihrer Spur 0 – Bahn,
nicht ohne wie immer zu erwähnen dass ich natürlich für Fragen jederzeit zur Verfügung stehe,

Thomas.

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Thursday, June 11th 2015, 7:17pm

Beschreibung, Teil 5. (in zwei Teilen):
Moin, Moin, an alle interessierten Leser.
Bevor ich mit dem 5. Teil meiner Baubeschreibung fortfahre, bedanke ich mich bei allen Lesern dieses Beitrages im Allgemeinen und bei denen, die zusätzlich so freundlich waren den „Danke-Button“ zu drücken im Besonderen.
Es mag einerseits an dem recht schleppenden Fortschritt meines Beitrages liegen, andererseits mögen die beschriebenen Arbeiten und der Bastel-Aufwand vielen Lesern als zu umfangreich und kompliziert erscheinen --- wie auch immer, ich meine feststellen zu können, dass das Interesse an dieser Beschreibung im Laufe der Zeit nicht unbedingt gestiegen ist.
Dennoch habe ich mir vorgenommen, diesen Beitrag „ordentlich“ zu Ende zu bringen, obwohl die Mühe der Erstellung manchmal nicht so mit privaten Verpflichtungen vereinbar ist, wie ich es mir wünsche.
Ursprünglich hatte ich vor, die noch notwendigen Arbeitsschritte hier kompakt bis zum Ende zu beschreiben aber damit es trotz oben genannter Gründe weiter geht, stelle ich hier nun erst einmal meine „Modifizierung“ der Laternenmechanik vor und beschreibe im nächsten Teil die Herstellung des Stellrohres bis zur Verbindung zur Weichenstellstange.
Zunächst einmal: „warum die Mühe, was ist das Ziel ?“
a. Der originalen H0-fine-Laternenmechanik liegt eine Laternenachse mit 1,3mm Außendurchmesser bei. Diese Achse passt nicht durch die filigranen Führungen der von mir verwendeten „oberirdischen“ Bauteile der Firma WENZ-Modellbau, hier des Weichenstellbockes. Vielmehr liegt den Bausätzen der Firma Wenz eine Laternenachse mit 1,1mm Durchmesser bei, die sich aber wiederum schlecht genau zentral in der Bohrung der H0-fine-Bauteile fixieren lässt.
b. Werden beide Bausätze direkt miteinander kombiniert, würde man an einem Ende der Laternenachse eine aufgelötete Laterne haben und am anderen Ende einen aufgeklebten Winkel der Laternenmechanik, also zwei fest montierte Teile und dazwischen die Grundplatte der Laternenmechanik, die Montageplatte der selbst gefertigten Weichenstellmechanik und die Anlagenplatte.
Nichts wäre mehr trennbar und ein Auswechseln der Laterne wäre ebenfalls nicht möglich.
Ich bevorzuge aber lösbare Verbindungen, denn so dumm, wie es im Betrieb laufen kann, kann man im Voraus gar nicht denken (Murphys Gesetze).
Dies sind die Hauptgründe, weshalb ich mich zur „Modifikation“ der Laternenmechanik entschlossen habe.
Also:
Bild 15a zeigt die original gelieferten Teile der H0-fine-Mechanik, sowie zwei zusätzliche Messingrohre. Eines dieser zusätzlichen Rohre ist die mitgelieferte Laternenachse der Firma Wenz (im Bild rechts außen, mit „a“ bezeichnet), das Zweite, „b“ benannt, habe ich bei Conrad-Elektronik mit der Artikelnummer 297178 erstanden. Dieses letztgenannte Rohr hat 2mm Außendurchmesser und eine Wandstärke von 0,45mm. Damit passt die Wenz-Laternenachse mit 1,1mm Außendurchmesser genau hinein.
1. Ein Ende dieses 2mm-Rohres auf einer Länge von etwa 40mm mit feinem Schleifpapier von außen versäubern. Von diesem Rohrende 35mm abgesägen und beidseitig innen (2mm-Bohrer) wie außen versäubern. Das Längenmaß habe ich gemäß Zeichnung 11 ermittelt, es ist maßgeblich von der Stärke der Anlagenplatte / des Trassenbrettes abhängig. Ein Ende des Rohres (das untere Ende) wird nun wie in der Baubeschreibung der Fa. Wenz geschildert, der Länge nach etwa 5 bis 7mm tief eingeschlitzt (Bild 15b). Als geeignet hat sich hierzu eine Laubsäge mit 0,5mm starkem Sägeblatt erwiesen. Versäubert wird dieser Schlitz, indem man einen Streifen Schleifpapieres mehrfach hindurch zieht, von innen mittels 1,1mm-Bohrer (Bilder 15c und d). Testen ob die WENZ – Laternenachse hindurch passt (Bild 16a).
2. ALLE Kanten und Ecken der Bauteile des Laternenantriebes vorsichtig aber konsequent versäubern. Diese Arbeit ist wichtig um ein Klemmen oder Hakeln des Antriebes auszuschließen. Es darf auch kein noch so kleiner Krümel in der Mechanik verbleiben, jedes Staubkorn kann sich negativ auswirken. Eventuell schon mal den Antrieb zusammen bauen und einen Testlauf (mit der Originalachse) durchführen, es müssen alle Teile sauber ineinander greifen.
3. Nun mit besonderer Sorgfalt und Vorsicht die Bohrung in dem Winkel der Laternenmechanik in 0,1mm-Schritten von 1,4 auf 2mm aufbohren (Bild 16b). Dabei nur weitgehend scharfe Bohrer verwenden, ich habe für diese Arbeit einen
Handbohrer verwendet. Das Aufbohren muss mit äußerster Vorsicht erfolgen, bricht der Winkel ist diese Mechanik nicht mehr verwendbar. Ich kann aber beruhigen, ich habe diese Tätigkeit bereits mehrfach an verschiedenen Mechaniken durchgeführt und mir ist noch kein Winkel zerbrochen. Den Winkel nochmals, mit äußerster Vorsicht, besonders um die Bohrung herum versäubern. Die Bohrungen für die Laternenachse in der Grundplatte und im Deckel der H0-fine-Mechanik sind nun ebenfalls entsprechend aufzuweiten und nochmals zu versäubern.
4. Die komplette geschlitzte Achse nun so lange rundherum und auf ganzer Länge mit Schleifpapier bearbeiten, bis sie einen Tick weniger als 2mm Durchmesser aufweist. Hierzu kann man z.B. das Rohr im Akkuschrauber oder Bohrerhalter einspannen und bei langsamer Umdrehung Schleifpapier rundherum an das Rohr drücken (Bild 16c und d). Das Schleifpapier dabei ständig hin und her bewegen damit die Durchmesser-Reduzierung auf ganzer Länge erfolgt, wiederholt das Bauteil anders herum einspannen.
Kontrolliert wird regelmäßig durch Einsteckversuche in die aufgebohrte Grundplatte der Laternenmechanik. Das beste Ergebnis ist erzielt, wenn sich die Achse zwar mit Druck aber doch ohne den Winkel zu „sprengen“ durch dessen Bohrung hindurch schieben lässt. Zum Schluss an geeigneter Stelle (bei meiner Anlagenplatte 17mm) vom geplanten oberen Ende der Achse eine Markierung mit dünnem Filzstift anbringen, unterhalb dieser Markierung wird später der Winkel der Laternenmechanik festgeklebt…
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Thursday, June 11th 2015, 7:25pm

5. Abschließend nochmals testen ob alle Teile mit der neuen Achse einwandfrei „laufen“, ggf. nacharbeiten (Bild 17a - b). Ein gutes Ergebnis ist erreicht, wenn sich der Schieber der Laternenmechanik bei komplett zusammengebauter Mechanik nur durch z.B. eine Büroklammer „beschwert“ einmal nach oben geschoben selbstständig wieder nach unten bewegt (Bild 17c).
Wenn alles zur Zufriedenheit zusammen passt, den Winkel mittels Sekundenkleber so auf der neuen Achse befestigen, dass seine obere Fläche genau an der angebrachten Filzstift-Markierung abschließt. Anschließend evtl. herausgetretene Kleberreste rückstandfrei entfernen.
6. Laternenmechanik gem. H0-fine-Beschreibung zusammen bauen (den Schieber dabei so einbauen, dass seine Mitnahmebohrung „an der richtigen Seite“ zu liegen kommt) und verschrauben. Leichtgängigkeit immer wieder prüfen.
Nun die Klemmachse an ihrem geschlitzten unteren Ende vorsichtig so weit mit einer kleinen Flachzange zusammen biegen, dass die neue Laternenachse sich noch einschieben lässt aber eingeschoben so fest in der Klemmachse sitzt, dass sie bei der Drehung einwandfrei mitgenommen wird.
Abschließend die Mechanik so auf die Antriebs-Montageplatte schrauben, dass die neue Laternenachse möglichst mittig in der für sie in die Montageplatte eingearbeiteten Bohrung läuft.
7. Aus einer gestreckten Büroklammer mit geeignetem Durchmesser (prüfen, dass das Material gut durch die Mitnahmebohrung der Laternenmechanik passt) wird nun ein Haken geformt, wie in Zeichnung 12 gezeigt.
Die Länge dieses Hakens soll so bemessen sein, dass er die Möglichkeit bietet in beide Richtungen zu justieren.
Haken um die Klemmschraube des Schlittens legen und in die Mitnahmebohrung der Laternenmechanik einfädeln.
8. Eine Lötöse wird beidseitig so umgebogen, dass sie ein „U“ bildet. Die lichte Breite ist dabei so zu bemessen, dass die Schenkel dieses „U“ die Schenkel des Hakens umfassen (Bild 17d zeigt Haken und Klammer bei einer Passprobe).
Nun diese Klammer ebenfalls auf die Klemmschraube auffädeln und beide Teile mit einer M2-Mutter auf der Schraube locker fixieren (Bild 18a).
Abschließend die Laternenmechanik in Mittelstellung bringen (Schieber bewegen und Drehung des Schlitzes der Klemmachse beobachten) und ebenso den Schlitten (Y-Achse mit Y-Achse der Montageplatte deckungsgleich) ausrichten, dann die Klemmschraubenmutter festziehen (Bild 18b). Sind nun Schlitten und Laternenmechanik fest miteinander verbunden, sollte sich der Schlitten, bezogen auf die Y-Achse der Montageplatte, etwa ± 5mm leichtgängig hin und her bewegen lassen.
Durch schräges Halten der kompletten Konstruktion sollte der Schlitten (und die Laternenmechanik) ohne weitere Hilfe in die jeweils untere Position rutschen (Bilder 18c und d).

Im folgenden Teil 6 soll es um die Verbindung zwischen der Mechanik und den Weichenzungen gehen bevor ich als letzten Teil noch ein paar Worte bezüglich der elektrischen Verbindung zur Laterne vorgesehen habe.

Ich bedanke mich nochmals bei allen Lesern dieses Beitrages und wünsche jedem weiterhin reichlich und nicht endenden Spaß an seiner Spur-Null-Bahn,
Thomas.
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Saturday, June 20th 2015, 3:47pm

Beschreibung, Teil 6., hier 6.a:
Moin, Moin, an alle interessierten Leser, Heute soll endlich der 6. Teil meiner Baubeschreibung folgen.
Zuvor bedanke ich mich aber nochmals bei allen Lesern dieses Beitrages im Allgemeinen und bei denen, die zusätzlich so freundlich waren den „Danke-Button“ zu drücken im Besonderen.
Außerdem möchte ich zuerst noch einen Nachtrag zu Teil 5 einfügen:
Nachdem ich so weit wie bis zu diesem Zeitpunkt beschrieben gekommen war und bevor ich die Mechanik unter die Weiche gebaut habe, habe ich noch einen Aufbauversuch auf einem Testbrettchen durchgeführt. Diese Maßnahme empfiehlt sich besonders beim erstmaligen Bau der Mechanik oder wenn man einen anderen Antrieb als den genannten Fulgurex-Antrieb benutzt (evtl. abweichender Stellweg). Die Bilder 19a bis d zeigen, wie ich vorgegangen bin. Es geht bei diesem Test
vornehmlich darum festzustellen, dass die primäre Bohrung in dem Hebel der Mechanik so positioniert ist, dass der Motorstellweg durch Ausnutzung des Stellweges der Laternenmechanik übertragen wird und sich die Verbindung zwischen Motor und Hebel (in diesem Falle eine Stahlstange mit Ø 1,2mm) dabei nicht verbiegt. Da ich wie gesagt lösbare Verbindungen bevorzuge, habe ich zur Sicherung der Stahlstange wieder einmal halbe Lüsterklemmen verwendet. Beim Einbau dieser Stange kommt zu Gute, dass die Schrauben, die den Deckel der Mechanik halten, fest in ihrem Gewinde sitzen, so dass man die darauf aufgeschraubten Muttern lösen kann ohne dass sich besagte Schrauben „abmelden“. So ist der Hebel zum Einfädeln dieser Stange jederzeit erreichbar.
Dies noch einmal zu Teil 5, jetzt solls aber wirklich mit Teil 6 losgehen:
Die Weichenstellstange muss ich wohl nicht beschreiben, es sollte klar sein dass sie die Weichenzungen isoliert mechanisch miteinander verbindet und ich gehe davon aus, dass jeder Leser seine Lösung zur Herstellung dieser Stange bereits gefunden hat.
1. Zum Bau des Stellrohres der Mechanik (Zeichnung 13):
Verwendung findet ein Messingrohr mit 6mm Außendurchmesser und 62 bis 68mm Länge. Dieses Rohr wird wie in der Zeichnung gezeigt senkrecht durchbohrt. Dabei unbedingt ausreichend vorkörnen, einen Bohrständer benutzen und besonders beim Arbeiten mit dem 0,9mm-Bohrer vorsichtig zu Werke gehen, läuft der Bohrer aus und hat man zu großen Druck ausgeübt, ist dieses Werkzeug meist nicht mehr verwendbar (abgebrochen oder verbogen). Sind die drei Bohrungen eingearbeitet, die mittlere, einzig durchgehende Bohrung stufenweise bis auf 2,7mm aufweiten und dort ein M3-Gewinde einbringen. Dass das Rohr die Arbeiten ohne zu verbiegen überstanden und dass man ausreichend versäubert hat wird durch Einfädeln in die Messingwinkel getestet.
2. Nachfolgend wird die Stellschraube vorbereitet (Zeichnung 13):
Ich habe eine 40mm lange M3-Schraube aus Messing verwendet, kürzer als 30mm sollte man nicht wählen. Wichtig ist bei der Bearbeitung, dass man die in das Gewinde einzubringende Bohrung möglichst zentriert und senkrecht einarbeitet. Die Senkrechte erreicht man durch gerades Einspannen in den Schraubstock (ggf. Kontrolle mittels Anschlagwinkel, ich habe nach Augenmaß gearbeitet und kam auch zu einem ausreichenden Ergebnis), die Mitte des Gewindes zu treffen ist schwieriger, zumal sich auf der kleinen Fläche schlecht ein Körnerpunkt setzen lässt. In Ermangelung einer Drehbank und einer aufschraubbaren Führungshülse habe ich hierzu folgenden Trick angewandt:
a) auf die Schraube 3 Muttern aufdrehen (zwei um die Schraube einspannen zu können ohne das Gewinde zu beschädigen, eine ganz am Ende des Gewindes, halb eingedreht),
b) Schraube mit den zwei unteren Muttern senkrecht im Schraubstock einspannen (Bild 20a und b),
c) mit einem 3mm-Bohrer zentriert in die oberste Mutter ansetzen,
d) Bohrmaschine einschalten und langsam den Bohrer absenken bis er mit seiner Spitze eine kleine Senke in die Gewindespitze gearbeitet hat (Bild 20c). Läuft alles optimal, schraubt der Bohrer dabei die oberste Mutter mit ein so
dass nicht einmal deren Gewinde verletzt wird.
e) 3mm-Bohrer gegen einen 0,9mm-Bohrer wechseln und diesen langsam in die entstandene Senke absetzen, so dass der Bohrer auf den tiefsten Punkt der Senke ausgerichtet wird (dabei den Schraubstock ggf. nachführen). Spätestens wenn man merkt, dass der Bohrer „greift“, beim weiteren Bohren mit Bohrwasser oder Öl gut kühlen und zwischendrin immer wieder den Bohrer auskühlen lassen und die Späne entfernen. Das so eingebrachte Sackloch darf gut 8 bis 10mm tief eingebohrt werden, es darf auch gerne etwas mehr sein (Bilder 21a bis c). Ein Draht dient der Tiefenmessung. Anschließend das Bohrloch gut säubern und außen wie innen von Ölrückständen befreien. Ich habe dazu die Schraube ausgiebig in Abwaschwasser gebadet und danach an der Luft trocknen lassen. Abschließend wird in das Sackloch ein 0,8mm dicker Stahldraht so eingeklebt, dass er etwa 10mm über das Schraubengewinde hinaus ragt.
3. Zur Herstellung der Federn ist nur zu sagen, dass die zu wählende Drahtstärke im Wesentlichen von der Leichtgängigkeit der Weichenzungen abhängig ist und darum in der Praxis getestet werden sollte. Es ist von der Funktionalität abhängig, wie ausladend die Feder gestaltet wird.
Meine Weiche hat Federzungen und benötigt darum etwas mehr Stellkraft. Darum hat es sich für meinen Antrieb gezeigt, dass die Weichenzungen am Zuverlässigsten mit Federn gem. Zeichnung 13 aus 0,5mm dickem Stelldraht und einer Ausladung von 12mm bewegt werden können. Es ist jedoch empfehlenswert dies an der eigenen Weiche und mit einer evtl. etwas weniger oder mehr ausladend gebogenen Feder als in der Zeichnung angegeben, auszuprobieren.

Das Arbeitsergebnis zeigt Bild 21d.

Obwohl der Zusammenbau auch vor der Befestigung der Mechanik erfolgen könnte, habe ich sie erst unter die Segmentplatte geschraubt.

Doch bevor ich dazu komme erlaube ich mir einen kleinen Abstecher zu der gezeigten Weiche:
Wie bereits erwähnt, habe ich parallel zur Erstellung dieser Beschreibung alle Arbeiten durchgeführt und mich frühzeitig auf die Weiche festgelegt, die mit dem gebauten Antrieb „versorgt“ werden soll. Dabei habe ich einige Dinge am Aufbau meines Timesavers nicht bedacht und um Fragen und Unverständnis beim Anblick der folgenden Weichen-Bilder zu vermeiden, möchte ich dazu an dieser Stelle einige erklärende Worte sagen. Da dieser verbale Abstecher aber den für einen Forumsbeitrag maximal möglichen Beschreibungstext sprengen würde, habe ich mich zu einem Teil 6.b. (ff) entschlossen, in dem ich die angesprochenen Erläuterungen zum Ausdruck bringen und den Einbau der Mechanik beschreiben möchte…

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Saturday, June 20th 2015, 3:56pm

Teil 6.b.:
… Hier also erst einmal die erklärenden Worte zu den folgenden Bildern der ausgewählten Weiche:
Bevor ich wirklich auf Spur Null umgestiegen bin war für mich klar, dass ein Spurwechsel nur möglich wäre, wenn ich in der Lage wäre viele Dinge selbst zu bauen. Also habe ich mir vor etwa sechs Jahren mehrere Lenz-Flexgleise und einen Niederbord-Anhänger gekauft. Mein Ziel war auszuprobieren ob ich in der Lage wäre, eine einfache Weiche für Spur Null selbst zu bauen. Ich hatte zuvor noch nie eine Weiche selbst gebaut und Computerprogramme mit denen man eine solche Weiche einfach konstruieren kann, waren mir völlig unbekannt.
Meine Versuche führten über den Bau eines 2500mm langen „Zirkels“, das Auslegen großer Papierbögen auf dem Wohnzimmer-Fußboden und stundenlanges Herumkriechen auf allen Vieren zu einer brauchbaren Schablone in die ich dann auch gleich die Schwellen eingezeichnet habe. Diese Zeichnung wurde im ortsansässigen Copy-Shop mehrfach beidseitig vervielfältigt, so dass ich aus einer Vorlage zugleich Weichenschablonen für rechten wie linken Abzweig erhielt.
Geeignete Sperrholz-Reststücke wurden zu Schienenschwellen und die Lenz-Flexgleise, ihrer Kunststoffschwellen beraubt, wurden „von Hand“ zu Herzstück, Backen- und Zungenschienen sowie Radlenkern umgearbeitet und miteinander verklebt. Aus Alu-Winkeln selbst gebaute Gleislehren waren dabei sehr hilfreich. Ein Streifen einer Lochrasterplatine wurde zur „Stellstange“.
Alles in Allem eine tagelange Quälerei und schweißtreibende Angelegenheit, aber auch ein großer Spaß und noch größere Freude, als der Flachwagen problemlos mein Produkt in alle Richtungen überrollte.
Nachdem zwei Weichen dieser Bauart erstellt waren fuhr zu meiner Begeisterung meine inzwischen eingetroffene Köf über zwei parallel verlegte Gleise mit mittig eingebautem Gleiswechsel mit Handantrieb. Letzterer war auf einem 1000mm langen Segment verlegt.
Mittlerweile werden mittels Weichen-Programm erstellte Schablonen genutzt und die Schienen werden auch nicht mehr auf den Schwellen verklebt, sondern mit selbst erstellten „Kleineisen“ auf die Schwellen genagelt. Durch Umbau der oben beschriebenen ersten Weichenversuche (diese haben einen Abbau so gut „überlebt“, dass sie wieder verwendet wurden) und die Erweiterung durch drei neu gebaute Weichen, entstand der bereits mehrfach erwähnte und derzeit als „Versuchsanlage“ genutzte Timesaver. Dieser ist auf drei Segmenten von jeweils 2000mm x 400mm aufgebaut, wovon das mittlere Segment ( dieses besteht aus zwei untrennbar verbundenen 1000mm-Teilen) unter anderem die hier genutzte Weiche trägt (Bilder 22a und b).
Wie auch immer, dies zur Erklärung warum die, für das beschriebene Projekt ausgewählte Weiche so aussieht, wie sie eben aussieht (Bilder 23a und b). Ich bitte darüber hinweg zu sehen aber allein dieser Beschreibung wegen wäre meines Erachtens ein Umbau dieser Weiche über das Maß „Ersatz der Stellstange“ hinaus viel zu aufwändig gewesen und die „Stellstange“ musste aus gegebenem Anlass auch wieder aus einem Streifen Lochrasterplatine erstellt werden (Bilder 23c und d)…

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Saturday, June 20th 2015, 4:12pm

Teil 6.c.:
… 4. Nachdem ich die Laternenbohrung eingebracht hatte (Bild 24a zeigt wie ich den, auf dem Schwellenlagereisen verlöteten Weichenstellbock als Schablone genutzt habe) stellte ich fest, dass auf Grund des zu geringen Schwellenabstandes und der zu „hoch“ angesetzten Stellstange das Maß zwischen Laternenbohrung und X-Achse viel zu gering war um die Mechanik richtig unter der Weiche zu positionieren. Abhilfe schaffte wie gesagt der Ersatz der „Stellstange“ durch eine Bauart, die die Aufnahmebohrung für die Stellschraube etwas „tiefer“ anbot. Nach Abschluss dieser „Nebenbaustelle“ war zu erwarten, dass die Mechanik ziemlich genau würde ausgerichtet werden können.
Mittlerweile hatte ich, um die Mechanik probehalber positionieren zu können, die Laternenbohrung mit einem 3mm-Bohrer aufgeweitet. Ein in diese Bohrung eingestecktes, etwa 15mm langes Rohrstück mit 3mm Außen- und 2,1mm Innendurchmesser diente mir dabei als Führung um die Laternenklemmstange genau mittig durch die Laternenbohrung führen zu können (Bilder 24b und c zeigen die Situationen).
Die Mechanik wird möglichst genau an der X- und Y-Achse ausgerichtet und provisorisch mit 2 Schrauben fixiert (Bild 24d). Danach das Hilfsrohr auf der Gleisseite entfernen, eine Wenz-Laternenachse einstecken und überprüfen ob der darauf gesteckte Stellbock mit Lagereisen wie gewünscht passt (Bilder 25a und b). Nach dieser Passprobe geht’s wieder unter der Platte weiter.
Jetzt wird’s etwas „fummelig“:
5. Das Stellrohr wird nun zwischen die Winkel eingeschoben. Auf die Stellschraube werden zuerst eine Mutter bis zum Schraubenkopf aufgedreht und dann eine doppelseitige Lötöse, aufgesteckt (die Flügel der Öse habe ich zuvor um die Länge der Lötbohrungen gekürzt). Nun die Schraube von der Seite der drei Bohrungen aus in das Stellrohr stecken und dabei einen Federring und eine weitere Mutter erst auf den in die Schraube geklebten Draht auffädeln und dann auf das Schraubengewinde aufschrauben. Dazu ist eine abgewinkelte Spitzzange hilfreich (Bilder 25c und d). Schraube eindrehen und dabei die obere Mutter fixieren, so dass sie nicht in der Anlagenplatte verschwindet. Ist die Schraube weit genug eingedreht muss man die eingeklebte Drahtspitze genau in die Aufnahmebohrung der Weichenstellstange einfädeln und so weit weiter einschrauben, dass das Schraubengewinde von unten gerade an die Weichenstellstange stößt (Bild 26a).
Nun die obere Mutter fest gegen das Stellrohr drehen, so dass die Schraube fixiert ist aber das Rohr nicht platt gedrückt wird. Mutter ggf. mit einem Tropfen Sicherungslack (ein Tropfen Nagellack geht auch) sichern (war aber bei meinen Mechaniken noch nie nötig). Sind diese Arbeitsschritte getan, sollte sich die Mechanik leicht an dem Hebel bewegen lassen, der Schlitten sollte leichtgängig rutschen und die Laternen-Klemmstange sollte sich drehen.
6. Der Einbau der Feder(n) ist der letzte Arbeitsschritt vor der Verbindung zwischen Mechanik und Motor. Die Feder(n) erst durch die an den Winkeln verlöteten Lüsterklemmenhälften fädeln (noch nicht fest schrauben), danach in die 0,9mm - Bohrungen des Stellrohres stecken. Bei meiner hier gezeigten Weiche hat übrigens eine Feder ausgereicht obwohl die Mechanik so gearbeitet ist, dass man zwei Federn einbauen könnte. Ist (Sind) die Feder(n) eingesteckt, wird die Lötöse auf der Schraube so gedreht, dass sie die Federn gegen unbeabsichtigtes Herausrutschen sichert (längs des Stellrohres drehen), die nun gegen das Stellrohr zu schraubende untere Mutter hält die Lötöse in Position (Bild 26b).
Nun habe ich nur noch den Motor in eine Endposition gefahren und so unter der Segmentplatte verschraubt, dass die Stellstange zwischen Mechanik und Motor möglichst gerade verläuft, während die Mechanik natürlich in die, zur Motorstellung korrespondierende Position geschoben ist.
Zuletzt die Feder so in Position bringen, dass die Weichenzunge mit leichtem Zug oder Druck gegen die zur Motor- und Mechanikstellung passende Backenschiene gedrückt wird und das gerade Federende mit der Lüsterklemmenhälfte fixieren.
Ein erster Testlauf muss nun zeigen, ob die Federkraft zum Stellen der Weiche ausreicht (also stark genug gewählt wurde) ohne zugleich den Motor zu blockieren (also zu stark ist). Optimal ist ein weiches aber ausreichendes Andrücken der Weichenzungen, in beiden Endstellungen sollte die Feder leicht zusammengedrückt oder auseinandergezogen werden (Bild 27)…

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Saturday, June 20th 2015, 4:19pm

Teil 6.d.:
… Der Motor selbst bewegt sich deutlich vernehmbar, da ich auf Maßnahmen der Schalldämmung absichtlich verzichtet habe. Maßnahmen zur Schalldämmung eines Fulgurex-Motors sind an anderer Stelle im Internet ausreichend beschrieben. Ich selbst bevorzuge die „akustische Rückmeldung" absichtlich, besonders bei vom Stellpult abgelegen positionierten Weichen die optisch schlecht einsehbar sind.
Wie auch immer, wenn der Motor in die Endstellungen fährt, sollte man ein deutliches zweifaches Klicken der Kontakte hören. Ist nur ein Klicken hörbar, sind entweder die Kontakte falsch justiert (die unteren Kontakte sind für die Endabschaltung zuständig und sollten so gedreht sein, dass sie nach den oberen Kontakten betätigt werden, ggf. Befestigungsschrauben lösen und Schalter gegeneinander verdrehen) oder die Mechanik blockiert den Motor auf dem letzten Stück seines Stellweges. In letzterem Falle nochmals überprüfen ob es an einer zu strammen Feder liegt oder die Verbindung zwischen Laternenmechanik und Schlitten falsch justiert ist, meist liegt es an einer zu strammen Feder.
Ist alles richtig justiert und verschraubt, können die Bauteile an allen vorgesehenen Befestigungsstellen unter der Anlagenplatte verschraubt und das Vergnügen der motorisch stellbaren Weiche genossen werden.
Meine auf den Bildern zu erkennende „fliegende Verdrahtung“ soll hier nicht beispielhaft sein, für mich ist die gezeigte „Anlage“ nur ein Testobjekt, weshalb ich es hier nicht so genau nehme.
Falls ein Leser zusätzlich Aussagen zur elektrischen Verkabelung wie Realisierung der Umschaltung des Antriebes, Anschluss der Weichenpolarisation und die Möglichkeit der optischen Anzeige der Weichenstellung haben möchte, bitte ich mir dies mitzuteilen. Ansonsten belasse ich es bei meinen bisherigen Ausführungen und ergänze demnächst nur noch kurz den elektrischen Anschluss der Laterne.
Ich kann mir vorstellen, dass viele Leser meine hier beschriebene Mechanik für viel zu kompliziert und aufwändig halten und keinen Nachbau in Angriff nehmen werden aber vielleicht konnte ich den einen oder anderen Leser dazu anregen, selbst einmal die eine oder andere kleine technische Modellbaumaßnahme in Angriff zu nehmen und vielleicht enthält meine Beschreibung ja auch den einen oder anderen Tipp wie sich eigene Ideen ohne einen umfangreichen und teuren Werkzeugpark realisieren ließen. Manchmal ist nur ein wenig Mut und Einfallsreichtum notwendig.
Ich bedanke mich nochmals bei allen Lesern dieses Beitrages und wünsche jedem weiterhin reichlich und nicht endenden Spaß an seiner Spur-Null-Bahn mit ferngesteuerten Weichenstraßen,
Thomas.

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Tuesday, June 23rd 2015, 11:18pm

Hallo Moderator;

ich interssiere mich auch für die Sevoausführung von H0fine.Welche Laterne kann man verwenden, die von Weinert?

Gruß Werner