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THaLO

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Sunday, April 5th 2015, 9:26am

motorischer Unterflurantrieb für Selbstbauweiche

Liebe Spur-Null-Gemeinde
Nachdem ich vor einigen Jahren wieder mit der "Modellbahnerei" begonnen habe, versuche ich mich an grundsätzlichen Basteleien im Maßstab 1:43,5 / 45 (von H0 zu 0).
Ich stufe mich also als Modellbahn-Anfänger ein.
Begonnen habe ich mit dem Selbstbau einiger einfachen Weichen (mittlerweile 5 Stück), die ich (natürlich verbunden mit Schienen) als Versuchsanlage in Form eines "Time-Savers" auf 3 Anlagen-Segmenten a 200 x 40 cm verlegt habe.
Bei mir findet das LENZ-Gleissystem Verwendung, bislang ausschließlich Flex-Gleise. Aus diesen Schienen sind auch die Weichen gebaut.
Nachdem ich meine Weichen mit Handantrieben / Stellstangen versehen hatte (was in den vergangenen 2 Jahren auch gut geklappt hat), möchte ich sie nun motorisch stellen.
Ich habe in den letzten 2 Jahren immer mal wieder "das Netz" sowie diverse Foren durchforstet aber die Beschreibung sauberer und zuverlässiger Antriebsmechaniken konnte ich bislang nicht finden.
Kann mir hier vielleicht jemand weiter helfen oder Tipps geben ?
Noch ein paar Anmerkungen zur näheren Erklärung:
1. Ich will die bekannten Fulgurex-Motoren nutzen (Servos kommen für mich nicht in Frage)
2. Die Mechanik soll zuverlässig auch Weichenlaternen mitdrehen
3. Für den Antrieb der Laternen möchte ich die Mechanik von H0-fine nutzen
4. Der Aufbau der Mechanik sollte so einfach wie möglich und mit "Standardwerkzeug" zu bewältigen sein

Mittlerweile habe ich mir zwar eine Mechanik ausgetüftelt und gebaut, sie funktioniert seit einigen Tagen auch ganz gut, aber ich könnte mir vorstellen, dass es erfahrene Spur-Null-Modellbauer gibt die seit Jahren ein einfacheres System nutzen denn meine Mechanik besteht aus relativ vielen Teilen und ihr Bau ist somit recht arbeitsintensiv und zeitaufwändig.

Für entsprechende Tipps und Hinweise wäre ich dankbar.

Im Anhang mein erster Versuch, auch um die von mir gemeinte Problematik zu zeigen:
Ich sage es mal so --- die Sache funktioniert zwar so wie auf den Bildern gezeigt aber vornehmlich ist mir die ganze Geschichte noch zu groß. Schließlich will ich auch einen Gleismitten-Abstand von 100mm einhalten können, was derzeit nur ganz knapp passt.
Hat jemand ne Idee oder eigene Erfahrungen wie man hier ansetzen oder alles insgesamt besser machen könnte ? Vielleicht sogar noch einfacher ?

Wunschziel wäre:
Eine Mechanik zur Übertragung der Motorbewegung zur Weichen-Stellstange UND zur Weichen-Laterne in einem Stück am Arbeitstisch zu bauen und dann in einem Arbeitsgang das Trum unter das Anlagensegment schrauben zu können.
Also fast wie bei einer fertig gekauften Weiche, keine große Fummelei unter der Platte und kein stundenlanges Justieren oder Ablängen von Stellstangen.
Wenn man das hinbekommen könnte, wäre doch sicher allen Weichen-Selbstbauern geholfen oder ?
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Sunday, May 3rd 2015, 9:25am

Hallo
liebe Spur-Null-Freunde,
hier bin ich nochmal mit einer Ergänzung zu o.a. Beitrag.

Ich stelle fest, dass ich zu o.a. Thema und Fragestellung nach etwa 4 Wochen zwar keine Antwort bekommen habe aber ich interpretiere andererseits die bislang erfolgten über 330 Klicks einfach mal so, dass es durchaus zum Thema Weichenantriebe noch das Eine oder Andere zu sagen gibt und die Betrachtungen dazu noch lange nicht „abgefrühstückt“ zu sein scheinen.

Ich gehe also einfach mal davon aus, dass bislang nicht erfolgte Antworten oder Tipps der Tatsache geschuldet sind, dass meine ersten Aussagen und Bilder zu diesem Thema nicht verständlich genug waren und lege an dieser Stelle nun noch mal nach (und sei es nur, anderen interessierten Modellbahnern meinen Lösungsansatz zu zeigen) .

Mit der angehängten Skizze möchte ich das Prinzip meiner Idee anschaulicher machen und darstellen, wie ich derzeit versuche (und in der Praxis klappt es ja auch), die motorische Stellkraft gleichermaßen auf Weichenzungen und Weichenlaterne zu übertragen.
(bitte entschuldigt, dass die Skizze nicht ganz einer Normung entspricht aber wegen eines fehlenden CAD-Programmes war ich gezwungen die Skizze mit den in MS-Office verfügbaren Programmen [in diesem Falle MS-PPT] zu erstellen).


Zur Erklärung:
Die Motorkraft wirkt auf einen Hebel, der sie erstens um 90 dreht und zweitens so weit übersetzt, so dass der gesamte mögliche Stellweg der H0-fine-Laternen-Drehmechanik (etwa ± 5mm) über die Schlittenbewegung ausgenutzt wird.

Der Schlitten selbst wird durch zwei L-förmige Führungen davor gehindert seinen vorgesehenen Weg zu verlassen.
Durch einen Stelldraht wird die Schlittenbewegung justierbar aber wenn einmal justiert dann starr 1 : 1 auf die H0-fine-Mechanik übertragen.
Außerdem sind mit dem Schlitten ebenfalls zwei Messingwinkel fest verschraubt, die wiederum an einem Schenkel so durchbohrt sind, dass sich zwischen ihnen ein Messingrohr (Ø = 6mm) frei bewegen kann.

Eine ebenfalls justierbar an einem der Winkel fixierte Feder überträgt die Stellkraft vom Schlitten zu eben diesem Rohr.
Ausschließlich diese Feder ist für die gefederte Kraftübertragung zwischen Motor, bzw. Schlitten und Weichenstellstange verantwortlich und bewirkt so den gefederten Andruck der Weichenzungen an die Backenschienen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Weichenantriebsmechaniken, bei denen die Stellbewegung der Weichenzungen zur Drehung der Weichenlaterne weiter geleitet wird gehe ich also von einem genau entgegengesetzten Ansatz aus, hier wird der relativ lange Stellweg für die Laternendrehung (ca. ± 5mm) genutzt um die Weichenzungen zu bewegen (ca. ± 2 mm) und sie mit ausreichender Federkraft an die Backenschienen zu drücken. Die Backenschienen bilden hier also den Anschlag für die Zungenbewegung.

Bleibt noch zu erwähnen, dass ich die H0-fine-Laternenmechanik etwas verändert habe.
Ich habe die Bohrung für die Laternenachse auf 2mm erweitert und dort eine Klemmachse mit 1mm Innendurchmesser eingesetzt. In diese Klemmachse habe ich dann eine Laterne aus einem WENZ-Bausatz gesteckt und die Klemmachse als einen Anschlusspol für die LED verwendet.

Auch von dieser Modifikation könnte ich auf Wunsch Bilder oder eine Skizze einstellen.

Nun hatte ich in meinem ersten Beitrag um Tipps gebeten, wie man die gezeigte Mechanik wohl verkleinern könnte und ich kann mir diese Frage mittlerweile selbst beantworten:

Durch Umsetzung des Schlitten-Mitnahmebolzens in die Mitte des Schlittens, neben dem Langloch, und Versetzung des einen Winkels Richtung Langloch kann der ganze Schlitten einseitig um 15 mm verkürzt werden. Mehr scheint aber nicht drin zu sein. Wenn diese Variante jemanden interessiert, kann ich auch dazu eine Skizze oder ein Foto hier einstellen.

In meinen Überlegungen zum ersten Ansatz einer universell verwendbaren Mechanik bin ich ebenfalls weiter gekommen. An dieser Stelle möchte ich aber nur so viel dazu sagen, dass eine solche Universalmechanik auf Grund ihrer Breite allein wegen des notwendigen 47 mm - Abstandes der Laternenachse von der Gleismittenachse einen Gleisabstand von 100 mm nicht mehr zulassen würde. Somit habe ich diese Überlegungen beendet und baue nun alle weiteren Mechaniken für meinen Bedarf entsprechend der jeweiligen Einbausituation, allerdings (und das war mein Minimalziel) mit standardisierten Bauteilen. Die jeweiligen Unterschiede betreffen hier nur die Senk-Löcher für die notwendigen Bohrungen.

Ich hoffe, mit dieser Beitragsergänzung vielleicht doch noch den einen oder anderen Leser positiv angesprochen zu haben und vielleicht kann ja auch doch noch jemand aus der Leserschaft zusätzliche Tipps geben, wie sich eine solche Mechanik bei zuverlässiger Funktion einfacher gestalten ließe, das Eine oder Andere an meiner Mechanik noch besser umsetzen ließe oder vielleicht lässt sogar jemand auch die Leserschaft durch ein Foto einen Blick unter seine Anlage werfen und zeigt seinen Lösungsansatz ?

Ich bin zumindest bis hierher mit meiner Lösung recht zufrieden, auch wenn der Aufwand pro Weiche zugegebenermaßen recht groß ist.

Ich wünsche allen Modellbahnern ein frohes und erfolgreiches Basteln,

Thomas.

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fwgrisu

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Sunday, May 3rd 2015, 9:45am

Hallo Thomas,

Ich habe eben durch Zufall deine Sache mit dem Weichenantrieb gelesen.
Dieses Problem steht bei mir dem nächst auch an, ich habe den Wenzweichenbausatz in Arbeit.
Ich wollte eigentlich den Motorantrieb von Fulgurex einbauen, da habe ich aber das Problem mit dem ansteuern der Weichenlaterne.
Leider kann ich bei deiner zweiten Beschreibung kein Bild sehen.
Ebenfalls ist aus deiner Beschreibung bei den Bildern nicht genaue Verlauf der Ansteuerung zu erkennen.
Du hast aber mit deiner Beschreibung eine Lücke begonnen und ich hoffe das noch mehr Spur Nuller mit aufspringen.

Ebenso warte ich immer noch auf den Weichenbausatz den Oliver Suhl angekündigt hat.

Ergänzung Bildschauplan ist jetzt zu sehen. Danke

Gruß Dieter
Ich soll sagen, es ist alles in Ordnung. 8)

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Sunday, May 3rd 2015, 9:54am

Hallo Dieter, vielen Dank für Deine Antwort und Anmerkungen.
Dass Du kein Bild in meiner Beitragsergänzung sehen konntest kann evtl. daran liegen, dass ich nochmal am Editieren war als Du in den Beitrag gesehen hast.
Vielleicht versuchst Du es jetzt nochmal, das Bild müsste jetzt unten an dem Beitrag dranhängen.
Was Dein Problem angeht muss ich gestehen, dass ich selbst komplett meine Weichen selbst gebaut habe, also keinen Bausatz verwendet habe. Ich weiß also nicht, ob die von Dir verwendeten Bausätze eine besondere Antriebsmechanik verlangen, sollte aber eigentlich nicht so sein.
Also ich habe ebenfalls die Fulgurex-Antriebe im Einsatz. Sie sind zwar etwas laut aber dagegen kann man was machen.
Schau Dir doch einfach mal die neue Skizze an, vielleicht wird dann das Eine oder Andere "Transparent".
Wenn Du von den einzelnen Bauteilen die genauen Maße haben möchtest, kann ich entsprechende Zeichnungen erstellen und die ebenfalls hier veröffentlichen. Ebenso die etwas verkleinerte Bauform, die ich derzeit in Arbeit habe.
Die H0-fine-Laternen-Drehmechaniken (was für ein Wort) kann ich nur empfehlen, besonders nach der von mir angesprochenen Modifikation überzeugen mich die Dinger, sind halt leider nur etwas teuer und nicht aus Metall.

Grüße aus dem sonnigen Ostfriesland,
Thomas

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Tuesday, May 5th 2015, 7:27am

Moin an alle interessierten Leser
Mittlerweile haben doch einige Spur-Nuller mehr diesen Beitrag gelesen (oder zumindest angeklickt), so dass ich davon ausgehe, dass tatsächlich Interesse an dem Thema "Weichenstellen mit Laternendrehung" besteht.
Ich habe mir also vorgenommen, an dieser Stelle einmal den Bau meiner verkleinerten Antriebsversion von der Herstellung der notwendigen Einzelteile über den Zusammenbau bis zum Einbau in meinen "Test-Timesaver" in loser Folge zu beschreiben. Allerdings wird sich das etwas hinziehen, denn ich kann mich nicht ausschließlich und dauerhaft nur der Modellbahnbastelei widmen, man glaubt es nicht aber es gibt auch noch Dinge neben der Modellbahnerei, nach Meinung der Familie sollen die sogar wichtiger sein, :D .
Zu allem Überfluss ist in unserem Haus in den nächsten Tagen (und evtl. sogar Wochen) eine "kleine Baumaßnahme" terminiert, an deren Durchführung ich mich zumindest teilweise aktiv werde beteiligen müssen. Dies wird meine verfügbare Bastelzeit natürlich zusätzlich einschränken.
Ich muss die Leser also um etwas Geduld bitten aber versprochen ist versprochen, ich werde mich ehrlich bemühen.

Also in diesem Sinne, entspanntes Modellbahnen,
Thomas.

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Mibaner

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Tuesday, May 5th 2015, 2:24pm

Weichenlaterne

Es ist begrüßenswert, dass sich des Problems eines Antriebes mit funktionsfähiger Weichenlaterne mit Stellbock angenommen wird. Auch ich bemühe mich seit geraumer Zeit um eine einfach handhabbare Lösung. Das Grundproblem liegt nach meiner Meinung darin, dass in unserem Hobby zu viele tätig sind, die vom Vorbild kaum Ahnung haben und dies auch nicht interessiert.

Gerade auf der letzten Intermodellbau in Dortmund waren große Anlagen in H0 und N zu sehen, die keine Modellbahnen sondern unrealistische mit Kuriositäten überzogene Spielzeugbahnen waren. Wenn Schiffsmodellbauer so bauen würden, dann würden die Objekte sofort im Wasser untergehen. Dies war wiederum keine Werbung für das Hobby

Modellbahn.

Ein weiterer Grund liegt darin, dass man sich Gedanken über die korrekte Größe einer Schraube bei einem Lok – oder Wagenmodell macht, aber ein einigermaßen am Vorbild orientierter Gleisbau findet so gut wie keine Beachtung.

Rolf Weinert hat in H0 mit der Produktgruppe „mein Gleis“ dankenswerter Weise einen neuen Weg angefangen und es ist zu hoffen, dass dies auch angenommen wird.

In Spur Null hat Lenz zwar eine Weiche mit funktionsfähiger Weichenlaterne, allerdings handelt es sich um einen elektromechanischen Antrieb. Bei einer Führung in Buseck im Jahre 2014 führte Herr Lenz aus, dass er aufgrund der Größe bei seinen Modellen (Loks und Wagen) auf den Schwerpunkt Nebenbahn setzen würde. Auf meinen Hinweis, dass man dann

konsequenterweise mechanische Weichenantriebe incl. Stellböcken und funktionsfähigeWeichenlaternen (90° Drehung) benötigen würde, wurde mit Unverständnis reagiert.

Es ist zu hoffen, dass Michael Weinert ( www.mw-modellbau.de ), der für 0 ein neues Gleissystem erarbeitet und bereits anbietet, dieses Problem lösen wird.

Gerhard

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Tuesday, May 5th 2015, 5:15pm

Hallo Gerhard
Vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich werde mein Bestes versuchen aber ob das Deinen, anscheinend sehr hohen Ansprüchen am Ende genügen wird --- ich bin mir nicht sicher. Schaun mer mal, ha,ha.
Ich benutze Überflur übrigens Artikel von der Firma WENZ (Schwellenlagereisen, Weichenstellbock und Weichenlaternen). Absolut maßstabsgerecht, aber auch nicht einfach zusammen zu brutzeln (löten).
Was Deine Kritik an anderen Modellbahnanlagen angeht --- Deine Meinung.
Ich denke: Model-Railroading is fun und jeder soll so bauen wie er kann und wie es ihm gefällt.
Tatsache ist in jedem Fall: so eine Modellbahn baut sich selten von alleine (Heinzelmännchen sind out) und nicht jeder ist DER geborene Modellbauer aber man kann wohl sicher sein: in jedem Modellbau und somit auch in jeder Modellbahn steckt sehr viel Fleiß und Mühe und das sollte man doch ungeachtet des eigenen Urteils über das Ergebnis anerkennen oder ?
Ich wünsche jedenfalls noch sehr viel Bastelspaß und zufrieden stellenden Erfolg dabei,
Thomas

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Heinz Becke

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Tuesday, May 5th 2015, 10:08pm

Hallo Thomas,

einige Nachfragen zu Deinem Beitrag und den Bildern:

1. Den Weichenstellbock kann ich nicht erkennen, ist der vorerst wegelassen worden, oder hat das einen anderen Grund?
2. Du willst keinen Servo einsetzen, was ist der Grund dafür?

Vielen Dank im Voraus für die Antworten.
Grüße aus Regensburg

Heinz ;)

stefan_k

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Wednesday, May 6th 2015, 7:49am

Hallo,

Ich finde, es ist eine beeindruckende Mechanik geworden, um den Fulgurex Antrieb einsetzen zu können. Von H0 finde gibt es ja auch ein komplettes Set zum Stellen der Weiche plus Laternendrehung:
http://www.h0fine.de/Joomla/index.php?pa…emart&Itemid=60
Allerdings mit Servoantrieb. Mich würde auch interessieren, was gegen Servos spricht? Ich habe etliche jahrelang auf häufig reisenden Modulen im Einsatz; keine ernsthaften Probleme - im Gegenteil: Wenn durch starke Temperaturschwankungen Stellwege zu justieren waren, ging das sehr einfach.

Die Fremo-Weiche wird sicherlich ein aufgezeichnetes Stück Modellbaukunst und sehr vorbildgerecht. Sie braucht aber dadurch sehr viel mehr Platz als beispielsweise Lenz Weichen, und kostet als Bausatz etwa das Dreifache. Welchen Weg man einschlagen möchte, bleibt jedem selber überlassen, ist es nicht schön, dass wir die Wahl haben?
Freundliche Grüße,
stefan_k

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Wednesday, May 6th 2015, 8:42am

Moin an alle Forumer
Ich wollte in diesem Beitrag eigentlich erst mit der Einstellung meiner ersten Baubeschreibung antworten aber da sich nun sogar der "Ober-Admin" zu Wort gemeldet hat ... :D .
Auch wollte ich in diesem Beitrag und Themenbereich eigentlich genau die bereits mehrfach geführte Diskussion "Motor vs Servo" NICHT vom Zaun brechen aber wenns denn gewünscht wird ...
Also:
1. Ich habe sonderbarer Weise im Gegensatz zu den meisten anderen Usern keine so guten Erfahrungen mit Servos gemacht. Wahrscheinlich bin ich bei meinen (vielen) Versuchen damit an die falsche Elektronik geraten aber bei mir haben diese Dinger immer den bekannten "Einschalt-Sprung" gemacht, also diese unerwünschte und unkontrollierte ruckartige Bewegung in dem Moment, in dem die Spannungsversorgung eingeschaltet wird. Ich weiß auch, dass es einige Hersteller gibt die versprechen dass ihre Elektronik diesen "Einschalt-Sprung" WEITGEHEND unterdrücken aber ich habe noch keinen gefunden, der dies GARANTIERT und da ich in der Vergangenheit deswegen bereits mehrfach die sekundär angeschlossene Mechanik "zerschossen" habe, bin ich von der Servonutzung (derzeit) nicht so ganz überzeugt. VIELLEICHT KANN MICH JEMAND ANDERWEITIG ÜBERZEUGEN ???

2. Es ist doch eigentlich egal, welchen motorischen Antrieb man nutzt, es bleibt das Problem der Übertragung EINES motorischen Stellweges auf zwei "Verbraucher" mit UNTERSCHIEDLICHER Stellweglänge wovon der Eine (nämlich die Zungen) in meinem Falle auch noch gefedert angesteuert werden muss.
3. Ich mag diese Übertragung des motorischen Stellweges mittels eines einfachen Drahtes durch die Platte an die Weichenstellstange nicht. Eine derart "gefederte" Kraftübertragung ist meines Erachtens relativ unkalkulierbar aber auch hier könnte mich der eine oder andere Ingenieur vielleicht vom Gegenteil überzeugen, :D . Ich bilde mir zumindest ein, dass die von mir gewählte Federart, parallel zur Stellrichtung, zielführender ist.
4. Servos benötigen bekanntermaßen eine Ansteuerungselektronik. Diese muss zwangsläufig ständig mit Spannung versorgt werden, ähnlich einem Fernseher auf Stand-By. Diese dauerhaften Verbraucher mag ich nicht und der Fulgurex zieht im Ruhezustand KEINEN Strom.
5. Ein Servo hat ein einfaches Getriebe. Der Fulgurex mit seinem Schneckengetriebe verhindert jede mechanische Rückkoppelung der gefederten Stellkraft auf den motorischen Antrieb.
Ich gebe zu, dass man diesen meinen Argumenten durchaus widersprechen kann und es gute Gründe für eine Verwendung der ansonsten tollen Servos gibt, aber ich bin halt noch nicht überzeugt.


Wo ich grad dabei bin auch gleich zu der Frage: Wo ist die Weichenlaterne auf den Fotos ?
Ich gestehe, sie ist auf den Bildern noch nicht zu sehen, weil noch nicht eingesteckt. Die gezeigte Situation stellt ja auch nur einen Auszug meines zu Testzwecken aufgebauten Timesavers dar. Laterne, Stellbock, Schwellenlager und ein zu Testzwecken selbst gebauter "Platzhalter" der vorgesehenen Umlenkeinrichtung für angenommene Seilzugleitungen wird noch folgen und entsprechende Fotos dann eingestellt. Hierzu bitte noch etwas Geduld, denn gleich beginnt hier die bereits angesprochenen "kleine Baumaßnahme" an unserem Haus, meine Zeit wird knapp, :D .
Allen Lesern, Fragestellern und Antwortern aber vielen Dank an dieser Stelle
und ganz besonderen Dank an die Betreiber dieses Forums die sich eine sagenhafte Mühe machen uns dieses Forum verfügbar zu halten und zugleich (leider nur jedes Quartal) dieses wunderbare Spur-Null-Magazin bescheren.
Ich grüße Euch alle aus dem heute wieder sonnigen LEER / Ostfriesland,
bis demnächst wieder,
Euer Thomas.

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Wednesday, May 6th 2015, 11:23am

Hallo Thomas,

bezüglich Servos bin ich anfangs auch verzweifelt....

Mit MBTronik WA5, aber auch mit Tam Valley (etwas speziell in der Programmierung) Singlet Servo Decoder habe ich gute Erfahrungen gemacht.

Die Servos und deren Montage ist meines Erachtens der Knackpunkt. Meist wird das Hebelprinzip falsch eingesetzt.
Hab das ausführlich auf meiner Homepage dargestellt

Wird der Servo so wie auf diesem Bild montiert, ist er am längeren Hebel und nicht die Zunge:



Weiterer Vorteil: das längere Ende des Stelldrahtes am Servo übernimmt die Federung.
Gruß vom Bodensee

Weichen-Walter

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Friday, May 8th 2015, 5:01pm

Moin, Moin, liebe Leute
Da im Moment auf unserer Baustelle etwas Ruhe herrscht (morgen gehts weiter), habe ich die Gelegenheit genutzt...
Zuerst mal vielen Dank nochmals an alle, die bislang diesen Beitrag angeklickt und sogar durch entsprechende Rückkopplung dazu beigetragen haben dass dieser Beitrag "lebt". Danke auch an Weichen-Walter (dessen Weichenansteuerung vermutlich an Einfachheit nicht zu schlagen ist, alle Achtung !!!) und alle anderen die hier versucht haben mich von der Verwendbarkeit von Servos zu überzeugen, ich verspreche dass ich es irgendwann noch mal mit den Dingern versuchen werde. Für meine Weichen werde ich bei den vorhandenen Fulgurexen bleiben aber spätestens wenn es um die Ansteuerung von Signalen und Schranken geht denke ich, kommt man (heutzutage) an Servos nicht vorbei. Schon weil eine Kinematik, die gerade dieses für seilzug-angesteuerte Signale und Schranken typische "Nicken" bereit stellt, wahrscheinlich viel zu umständlich zu bauen wäre (wenn dies überhaupt möglich wäre).
Wenn Ihr nichts dagegen habt und weiterhin Interesse besteht (wovon ich bei derzeit über 1300 Klicks zu diesem Thema ausgehe), würde ich aber nun gerne dennoch mit der Beschreibung des Baus der von mir hier angesprochenen und vorzustellenden Mechanik beginnen. Doch bevor ich das tue, zeige ich Euch heute, im Anhang zu diesen Zeilen bebildert, wie ich mir ungefähr das Endergebnis aller Mühe "Oberflur" vorstelle. Dabei ist bitte zu berücksichtigen, dass ich hier "auf die Schnelle" und "mal eben" extra für diese Bilder die Schwellenlagereisen, den Weichenstellbock und die Laterne (alles übrigens Bausätze von WENZ-Modellbau) sowie die als Platzhalter gedachte und komplett selbst gebaute Seilzugumlenkung "zusammengefrickelt" und provisorisch befestigt habe. Ich weiß, dass die Laterne nicht ganz lichtdicht ist und die Schwellenlager etwas lose auf den Schwellen aufliegen weil ich die Nägel nicht ganz eingedrückt habe aber auch so kann ich versichern, dass alles funktioniert. Auch auf fehlende Gleiteisen auf den Schwellen braucht mich niemand hinzuweisen (Test-"Anlage" und Test-Baugruppen). Es geht mir an dieser Stelle nur darum aufzuzeigen, wie es am Ende ungefähr aussehen könnte so dass jeder, den das Endergebnis überhaupt nicht anspricht gleich an dieser Stelle für sich entscheiden kann, ob er diesen Beiträgen weiter folgen möchte.
Ich wünsche Euch allen noch viel Spaß mit Euren Modellen und Basteleien und verspreche mich alsbald mit dem ersten Teil meines Bauberichtes zu melden,
Thomas.
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Wednesday, May 13th 2015, 5:52am

Moin liebe Spur-Null-Freunde
Heute möchte ich wie versprochen den ersten Teil meiner Baubeschreibung liefern. Ich bitte an dieser Stelle um Nachsicht, dass ich das gesamte Thema nicht „in einem Rutsch“ abhandeln kann aber es ist halt so, dass es in meinem Leben nicht nur die Modellbahnerei gibt und ich zusätzlich parallel zu dieser Beschreibung ja auch noch alle Bauschritte selbst durchführen, sowie entsprechende Bilder produzieren und bearbeiten muss. Das dauert halt alles seine Zeit.
Als Ausgangsmaterial dienten mir Reste größerer Polystyrol-Platten die ich vor Jahren einmal für einen völlig anderen Zweck in einem Baumarkt beschafft habe. Es gibt diese Platten auch heute noch in Baumärkten zu kaufen, davon habe ich mich überzeugt. Das Polystyrol ist 2,5mm stark.
Dieser erste Teil der Beschreibung bezieht sich auf den Bau der Führungen für den „Schlitten“, diese Teile werden unabhängig vom späteren Sitz der Laterne immer gleich erstellt.
Um nicht zu viel kostbaren Speicherplatz auf dem Forumserver zu verschwenden versuche ich die Beschreibung möglichst kurz zu fassen und möglichst wenig Bilder anzuhängen. Fragen werde ich immer versuchen im darauffolgenden Beschreibungsteil zu beantworten, wenn gewünscht übersende ich zusätzliche Bilder gerne auf dem Wege des persönlichen E-Mail-Kontaktes.
1. Werkseitig aufgebrachte Schutzfolie beidseitig von dem Polystyrol abziehen und einseitig breites Maler-Krepp-Klebeband aufkleben. Dieses Klebeband schützt das Material während der Bearbeitung davor zu splittern oder zu reißen und bietet zugleich die Möglichkeit Markierungen mittels Bleistift aufzubringen.
2. Die Führungsschienen, Teile A und B wie gem. Zeichnung 1 aus der Polystyrol-Platte heraus arbeiten. Dabei erst Bezugskante versäubern, anzeichnen, Bauteil heraus sägen, neue Bezugskante versäubern, nächstes Bauteil aussägen, etc. Bei mir hat es sich nicht bewährt, erst alle Teile aufzuzeichnen und sie danach auszusägen.
3. Sind jeweils zwei Teile A und zwei Teile B ausgesägt, versäubert und mit der Schieblehre auf Maßhaltung überprüft, werden in jedes Teil A gem. Zeichnung je eine Bohrung 1,2 mm eingebracht (welche der beiden Bohrpositionen gewählt wird ist dabei egal), die Teile B werden an beiden Positionen entsprechend durchbohrt.
4. Nun einen 0,1 – 0,3mm dicken Polystyrolstreifen auf z.B. einem etwa 100mm langen Stück Holzleiste auflegen. Ich habe diesen Polystyrolstreifen aus dem platten Bereich einer alten Kunststoffverpackung (von der ich annehme dass es sich bei dem Material um Polystyrol handelt) gewonnen, als Materialspender kann aber auch eine kopierfähige oder bedruckbare feste Folie oder das Plastikteil eines Heftstreifens aus dem Bürobedarfshandel dienen. Das von mir gewählte Material ist 0,2mm dick (Bild 01).
Auf den abgelegten Materialstreifen Teil B auflegen, mit einer Hand andrücken und mit der anderen Hand eine Bohrung durch Teil B (dort bereits vorhanden) und den Polystyrolstreifen treiben. Durch diese Bohrung eine Reißzwecke (kleiner Nagel tut es auch) stecken, so dass beide Teile fest mit dem untergelegten Holzstück „vernagelt“ werden und dann ebenso mit der zweiten Bohrung des Teiles B verfahren.
5. Das „Sandwich“ durch Druck auf beide Reißzwecken mit einer Hand halten und mit einem Skalpell oder der Klinge eines Teppichmessers entlang aller Kanten des Teiles B schneiden so dass aus dem dünnen Polystyrol eine Kopie des Teiles B entsteht (Bild 02). Gegebenenfalls nach Abnehmen von Teil B das dünne Material mit einer Schere vorsichtig nacharbeiten. Ebenso mit einem weiteren dünnen Polystyrolstreifen und dem zweiten Teil B verfahren. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Teile B und C trotz eventueller Unterschiede zwischen den Teilen B zueinander passen. Es ist nur ab jetzt sicher zu stellen, dass die Teile nicht mehr vertauscht werden.
6. Auf ähnliche Weise werden die zweiten Bohrungen in die Teile A übertragen. Teil A mit der kreppbeklebten Seite nach unten auf das Holzstück legen und Teil B (beklebte Seite nach oben) mit einer bereits durchgesteckten Reißzwecke darüber so befestigen, dass die Reißzwecke beide Teile durchbohrt (bereits gebohrtes Loch in Teil A). Nun Teil B so ausrichten, dass es relativ genau mit einer langen Kante parallel zu
einer langen Kante des Teiles A liegt, beide Teile zusammen drücken und die zweite Bohrung des Teiles B als Führung verwendend Teil A durchbohren.
7. Jetzt können die zugehörigen Teile A und B miteinander verklebt werden, auch hierbei helfen die Reißzwecken. Zuerst Teile A und B mit feinem Schleifpapier auf den nicht kreppbeklebten Seiten aufrauen damit nachher der Kleber besser hält. Staub entfernen, dann Reißzwecken von der mit Krepp beklebten Seite durch beide Bohrungen des Teiles A stecken und mit den Reißzweckenköpfen nach unten auf einer Unterlage ablegen.
Teil B auf der nicht beklebten Seite mit Sekundenkleber bestreichen und dann so auf Teil A positionieren, dass die Reißzwecken durch die Bohrungen in Teil B greifen und als Führung dienen. Beide Teile kurz fest zusammen pressen, nach etwa 15 Sekunden die Reißzwecken vorsichtig entfernen und das verklebte Produkt in einen kleinen Schraubstock spannen oder beschwert ablegen. So mindestens 20 Minuten in Ruhe den Kleber abbinden lassen, denn nach meiner Erfahrung bindet Sekundenkleber zwar nach wenigen Sekunden an den Fingern ab aber erst nach geraumer Zeit an den Stellen, die er auch verbinden soll. Evtl. heraus gequollener Kleber wird zu einem späteren Zeitpunkt entfernt.
8. Während der Kleber trocknet kann die Zeit genutzt werden, die Bohrungen in den Teilen C auf 2,3 bis 2,5mm zu erweitern. Dazu eines der Teile zwischen Daumen und Zeigefinger einer Hand auf Höhe einer Bohrung festhalten und diese mit einen 1,5mm-Bohrer vorsichtig aufweiten (Bild 03). Danach ebenso mit einem 1,8mm-Bohrer, einem 2mm-Bohrer und schließlich mit einem 2,3mm-Bohrer verfahren und diese Arbeiten bei allen Bohrungen der Teile C wiederholen.
9. Zu einem Winkel verklebte Teile A / B und zugehörige Teile C zusammengehörig zur Seite legen.
Ich hoffe, ich habe die Beschreibung bis hierher einigermaßen verständlich „rüber gebracht“, ggf. wird um „Rückmeldung“ gebeten.
Im nächsten Bauabschnitt geht es um die Herstellung des Schlittens und der Montageplatte.
Bis dahin wünsche ich Euch weiterhin viel und regen Spur-Null-Fahrspaß,
Thomas.
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Tuesday, May 19th 2015, 3:56pm

Hallo liebe Spur-Null-Gemeinde,
endlich habe ich ein wenig Zeit gefunden, den nächsten Bauabschnitt zu beschreiben. Ist alles gar nicht so einfach, doch zuerst möchte ich mich bei allen Lesern für das Interesse bedanken.
Nun gehts los:
1. Wie gehabt mit Malerkrepp einen entsprechend großen Teil des Material spendenden, 2,5mm starken Polystyrols bekleben und alle Anzeichnungen gem. Zeichnung 2, Teil D „Schlitten“ auftragen (zu den mit „?“ versehenen Maßen siehe Punkt 4.). Bauteil aussägen und Sägekanten versäubern. Besonderes Augenmerk ist darauf zu legen, dass die langen Kanten gerade und möglichst genau parallel zueinander gearbeitet werden denn an ihnen wird später der Schlitten geführt.
2. Die auf der Zeichnung mit roten und blauen Kreisen markierten Bohrungen mit einem 1,2mm – Bohrer einarbeiten.
3. Mit einem 2mm-Bohrer die Bohrungen für die Mitnahmebolzen (in der Zeichnung mit blauen Kreisen gekennzeichnet) aufweiten. Danach diese Bohrungen auf der nicht mit Krepp beklebten Seite mit einem 5mm-Bohrer vorsichtig ansenken bis der Kopf einer M2-Senkkopfschraube komplett versenkt ist. Die Stärke des Polystyrols reicht mit 2,5mm gut aus um diese Ansenkung einzuarbeiten ohne das eigentliche Bohrloch zu vergrößern.
4. Der für das „?“ einzusetzende Wert ist abhängig von den realen Gegebenheiten. Es ist zu messen:
a) Abstand der Laternenachse zur Weichenstellachse minus 1 oder
b) Abstand Weichenstellachse zu der Schwelle, an der das Schwellenlagereisen montiert werden soll (i.d.R. 4mm) plus Schwellenbreite (i.d.R. 6mm) minus 1
Somit ergibt sich für „?“ i.d.R. 4mm + 6mm = 10mm – 1 = 9mm.
Da ich aus mir nicht mehr bekannten Gründen im Bereich der Weichenstellstange einen lichten Schwellenabstand von 10mm gewählt hatte, komme ich in meinem Fall auf das Maß „?“ = 10mm. Ich erarbeite meinen hier gezeigten Schlitten mit beiden Maßen.
5. Um die Bohrungen für die Messingwinkel markieren zu können (in der Zeichnung mit grauen Linien angedeutet), werden diese als Schablone benutzt. Die Winkel sind also nun anzufertigen obwohl die Herstellung des Schlittens an dieser Stelle noch nicht abgeschlossen ist.
Die Teile F (Klemmschraubenfuß) werden erst nach Erstellung und Bohrung der Montageplatte beschrieben und benötigt, ebenso wird der große Durchbruch im Schlitten erst danach eingebracht.

Zur Herstellung der beiden Winkel „E“ habe ich einen Winkelstab aus Messing im hiesigen Baumarkt erworben. Die Winkelschenkel sind beide jeweils 1,3mm stark, die Schenkellänge ist hingegen mit 10 und 20mm verschieden, die Maße zeigt abermals Zeichnung 2, Teil E.
Ein Sicherheitshinweis scheint an dieser Stelle angebracht:
Messingspäne können die Haut verletzen und in diese eindringen. Bei der Bearbeitung von Metallen sollte man grundsätzlich entsprechende Vorsicht walten lassen (ggf. Schutzhandschuhe benutzen). Bei maschineller Bearbeitung empfiehlt es sich außerdem, eine Schutzbrille zu tragen. Werkstücke weder zum Bohren, noch zum maschinellen Beschleifen, nur mit den Händen festhalten. Verkantete Bohrer können dazu führen, dass das Werkstück vom Bohrer plötzlich herumgerissen wird was böse Verletzungen verursachen kann. Immer einen fest montierten Schraubstock für die Fixierung des zu bearbeitenden Werkstückes benutzen.
6. Der Stab wird als Ganzes fixiert und von einem Ende die Maße der Mittellinie (6mm vom Stabende) und das Schnittmaß der gewünschten Breite (12mm vom Stabende) erst mit Bleistift, danach mit einer Reißnadel aufgetragen. Das gewünschte Bauteil großzügig abschneiden, Schnittkante am Stab versäubern, Maße für zweites Bauteil auftragen und ebenfalls großzügig absägen. Danach beide Bauteile möglichst genau auf Maß schleifen. Ich habe hierfür eine mit Schleifscheibe bestückte Minibohrmaschine benutzt, das Werkstück hielt ein kleiner Schraubstock. Die Prüfung des Maßes erfolgt mittels Schieblehre wobei darauf zu achten ist, dass Späne oder Grate an der Bearbeitungskante die Messung nicht verfälschen.
Fortsetzung folgt,
Thomas
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Tuesday, May 19th 2015, 4:00pm

... und hier sozusagen Teil 2.b:
7. Haben die Bauteile an allen Stellen die gewünschte Breite (nicht nur über die gesamte Breite messen), sind die Maße für die Bohrungen aufzutragen. Hierbei ist besonderes genau vorzugehen, „ungenau wird’s von selbst“. Ich habe alle 3 Bohrungen pro Winkel zuerst mit einem 0,8mm-Bohrer eingebracht. Dazu habe ich eine Minibohrmaschine im Bohrständer benutzt, die Winkel wurden vom kleinen Schraubstock gehalten. Zum entgraten der Löcher habe ich einen 2mm- Bohrer verwendet (Handbohrer). Die auf der Außenseite beider Winkelschenkel angezeichnete senkrechte Mittellinie habe ich am Ende des 10mm-Schenkels und an der Außenseite des Winkelknickpunktes mit Hilfe eines feinen Sägeblattes (Dreikant-Schlüsselfeile geht ebenso gut) so markiert, dass der Verlauf dieser Linie auch zu erkennen ist, wenn der Winkel mit dem kurzen Schenkel auf eine Unterlage montiert wird.
8. Im folgenden Schritt habe ich die 6mm-Bohrung in den langen Schenkel des ersten Winkels eingebracht indem ich die 0,8mm-Bohrung erst mit einem 1,5mm-Bohrer und danach in 0,5mm-Schritten aufgeweitet habe. Bei diesem Arbeitsschritt den Winkel KEINESFALLS nur mit den Händen fixieren, je dicker der benutzte Bohrer ist, desto wahrscheinlicher ist, dass er sich bei der Arbeit festsetzt. Wer hat, sollte hier unbedingt mit einem großen Bohrständer arbeiten, ich habe den Winkel mit dem langen Schenkel waagerecht in einen an der Werkbank verschraubten Parallelschraubstock gespannt und die Bohrungen mit einem Akkubohrer eingebracht aber dies war eine Notlösung denn ein festgefressener Bohrer kann auch die Maschine plötzlich umschlagen lassen. Ist die Bohrung auf 6mm geweitet, wird sie mittels runder Schlüsselfeile weiter bearbeitet bis sich ein 6mm-Messingrohr (ebenfalls im Baumarkt erhältlich) gerade, ohne zu klemmen aber mit möglichst wenig Spiel einführen lässt. Die 6mm-Bohrung ist mittels 10mm-Bohrer und / oder Schlüsselfeile gründlich zu versäubern.
Um die Prüfung der Passgenauigkeit nicht mit einem 1000mm langen Rohr durchführen zu müssen kann bereits jetzt das Stellrohr mit 64mm Länge abgelängt werden (ein Reststück des Rohres reicht an dieser Stelle natürlich ebenfalls aus). Dazu 64mm langes Stück absägen, an beiden Enden versäubern und jeweils mit einer Schlüsselfeile leicht anphasen. Die weitere Bearbeitung des Rohrabschnittes kann zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
9. Bevor die Bearbeitung der Winkel fürs Erste abgeschlossen werden kann, ist noch jeweils der Schlitz für die Durchführung der Federn am oberen Scheitelpunkt der 6mm-Bohrung einzuarbeiten. Dazu einen Winkel mit seinem langen Schenkel so in einen Schraubstock einspannen, dass dieser Schlitz von der 6mm-Bohrung aus nach unten mit einer Laubsäge eingesägt werden kann. Danach den Schlitz mit einer flachen Schlüsselfeile auf etwa 0,8mm bis 1mm Breite aufweiten. Ich habe hierzu eine Messer-Schlüsselfeile benutzt da diese eine etwas dünnere Klinge hat als die Flachfeile. Versäubern lässt sich der fertige Schlitz indem man an seinen Längsseiten mehrfach einen Streifen feinen Schleifpapiers durchzieht. Den zweiten Winkel wie beschrieben bearbeiten.
10. Nun habe ich die Befestigungsbohrungen in dem 10mm-Schenkel der Winkel wie oben bereits erwähnt als Schablone benutzt um sie passgenau auf den Schlitten zu übertragen. Dies habe ich Winkel für Winkel und Bohrloch für Bohrloch
durchgeführt. Dazu habe ich den kurzen Winkelschenkel des ersten Winkels mit doppelseitigem Teppichklebeband (Fotokleber geht ebenso) ausgerichtet und passgenau an entsprechender Stelle des Schlittens (Kreppseite) aufgeklebt. Um
den Winkel an der, auf der Kreppseite des Schlittens aufgetragenen Mittellinie auszurichten, leisten die zuvor angebrachten Markierungen der Winkelmitte gute Dienste. Nun eine mit einem Kunststoffkopf versehene Stecknadel an ihrer Spitze
über einem Teelicht bis zur Rotglut erhitzen und dann schnell und mit Druck durch eine Bohrung des Winkels in das Polystyrol drücken (Bild 04). Hat alles gut geklappt und ist nichts dabei verrutscht, wird der Abdruck der Nadelspitze nach Abnahme des Winkels deutlich im Polystyrol erkennbar sein und zugleich als Körnung für die folgende Bohrung (erst etwa 1mm, dann 2mm) ausreichen. Danach wird die 2mm-Bohrung auf der nicht mit Krepp beklebten Schlittenseite angesenkt bis der Kopf einer M2-Schraube so weit in die Senkung eingesteckt werden kann, dass sie den Schlitten später in seiner Bewegung nicht behindert. Andererseits nicht zu tief ansenken, sonst wird das Bohrloch unerwünscht aufgeweitet. Jetzt die gerade zum Markieren des Bohrloches benutzte 0,8mm-Bohrung im Winkel auf 2mm Durchmesser aufbohren, den ersten Winkel wie vorbereitet aufschrauben, ausrichten und die zweite Bohrung wie beschrieben markieren und einarbeiten. Ebenso mit dem zweiten Winkel an dessen vorgesehener Position verfahren.
Sind beide Winkel verschraubt wird durch Einfädeln des Stellrohres nochmals überprüft ob sie ihren Platz auch wirklich gerade gegenüberstehend gefunden haben. Das Rohr muss sich ohne zu Klemmen durch beide Winkel durchschieben
lassen. Sollte dies nicht der Fall sein und als Ursache die Stellung der Winkel zueinander herausgefunden werden (gegeneinander verkantet eingebaut), kann man die Befestigungsbohrungen in den Winkeln (wegen der Ansenkung nicht die im
Polystyrol) auf jeweils maximal 2,5 mm erweitern. Dadurch gewinnt man etwas Spiel um die Winkel noch gegeneinander verdrehen oder leicht verschieben zu können. Evtl. reicht es aus, nur eine Bohrung eines Winkels entsprechend
nachzuarbeiten.
11. Zum Abschluss der Herstellung der Winkel sind nun an beiden Teilen noch die Klemmvorrichtungen für die Federn anzubringen. Hierzu dienen zwei Hälften des Innenlebens einer kleinen Lüsterklemme (2,5 qmm). Ich bin wie folgt vorgegangen:
- Schrauben aus der Klemme herausschrauben,
- Zum Schutz der Finger, Klemmenstück mit der geraden Unterseite nach oben in einen kleinen Schraubstock spannen und die Kunststoffhülle mit einer kleinen Säge an besagter Unterseite der Länge nach aufschneiden,
- Kunststoffhülle aufbiegen und Klemmen-Innenleben herausnehmen und die Schrauben nach oben mit einem Schraubendreher aus der Isolation drücken,
- Schrauben wieder in die Lüsterklemme einsetzen,
- Lüsterklemme (nun ohne Isolation) so in einen kleinen Schraubstock spannen, dass sie zwischen den Schrauben durchgesägt werden kann,
- Schnittkanten versäubern.
Nun die Außenseite des langen Schenkel eines vom Schlitten wieder gelösten Winkels mittels feinen Schleifpapiers blank reiben und den Winkel mit dem kurzen Schenkel so in einen kleinen Schraubstock spannen, dass die gerade gereinigte Seite des langen Schenkels nach oben zeigt. Eine Hälfte der Lüsterklemme mit der Schnittkante so auflegen, dass ihre Bohrung in Verlängerung des Schlitzes in dem Winkelschenkel und die runde Klemmenunterseite gerade so über dem obersten Punkt des 6mm-Loches liegt. Die Klemmenschraube zeigt gerade zum Ende des Winkelschenkels. Winkel und Lüsterklemmenstück mit einer Klemmpinzette zueinander fixieren. Nun reichlich Lötwasser auftragen, ein etwa 8mm langes Stück bleihaltigen Lötzinns auflegen und verlöten [ACHTUNG, das Bauteil wird heiß] (Bild 05). Danach prüfen ob die Lötverbindung gut gelungen ist (das Zinn sollte außer des Bereiches des Schlitzes im Winkel rund um die Verbindungsstelle gleichmäßig geflossen sein und sich mit Winkel wie Klemme gleichermaßen verbunden haben) und ob die aufgelötete Klemme das Stellrohr an seiner Bewegung durch die 6mm-Bohrung nicht behindert. GGf. ist die Lage der Klemme nochmals zu korrigieren, evtl. reicht aber auch ein leichtes Beschleifen der Klemmenunterseite aus (Schlüsselfeile). Klemme und der Rand des 6mm-Loches sollten so dicht wie möglich aneinander aber so weit wie nötig auseinander sitzen damit die später einzusetzende Feder möglichst gerade verlaufen kann wenn sie zwischen Klemme und Rohr eingesetzt wurde. Bild 06 zeigt das Ergebnis der Mühen.
12. Sind beide Winkel wie beschrieben hergestellt, können sie mit dem Stellrohr zu den anfangs angefertigten Schlittenführungen gelegt werden denn vor der endgültigen Winkel-Montage ist der Schlitten noch weiter zu bearbeiten.
Im kommenden Bauabschnitt werden die Herstellung der Montageplatte und der Abschluss der Arbeiten am Schlitten beschrieben.
Ich hoffe, dass ich alles einigermaßen verständlich ausgedrückt und beschrieben habe, für die Beantwortung aufkommender Fragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung.
Ich bedanke mich für das Interesse und wünsche weiterhin größten Spur-Null-Spaß,
Thomas.


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Friday, May 22nd 2015, 7:42am

Moin aus dem gewittrigen Leer
Um den vor ein paar Tagen vorgestellten Bauabschnitt des Schlittens und dort insbesondere die Positionierung der Klemmschraube zu verdeutlichen und da sie auch dem Verständnis des nächsten Bauteiles, der Montageplatte, dient, möchte ich an dieser Stelle etwas „theoretische Betrachtung“ einfließen lassen.
Als Grundlage für die hier folgenden Aussagen und Maßangaben dienten mir:
- die MIBA-Reports 10 und 11 (mechanische Stellwerke),
- die MIBA-Reports 17 und 18 (Signale)
- der Download-Bereich der Website von Wenz-Modellbau
- Aussagen von Gleisbauern die hier vor Ort gerade beschäftigt waren und die ich mit Fragen „belästigt“ habe und
- selbst durchgeführte Messungen an den Modell-Objekten.
Es sei gleich gesagt: mir geht’s nur um die Darstellung der „normal“ positionierten Laterne in unmittelbarer Nähe der Weichenstelleinrichtung / Zungenspitze. Sonderbauformen wie die abgesetzte Positionierung einer Weichenlaterne werden im Original auch nur angewandt wenn es aus Platzgründen absolut nicht anders geht. Solche Situationen berücksichtige ich hier nicht.
Wie in Zeichnung 03 dargestellt, kann eine Weichenlaterne „normalerweise“ nur 4 Positionen einnehmen, nämlich rechts oder links der Weiche und dann jeweils zum Herzstück hin oder vom Herzstück abgewandt. Zugleich ist festzustellen, dass die Laternenachse immer „von der Weichenstelleinrichtung weg“ eingebaut ist. Man kann diese Darstellung vereinfachen in dem man nur die Stellachse als waagerechte x-Achse und die Gleismittellinie als senkrechte y-Achse betrachtet. Beide Achsen bilden ein Koordinatenkreuz und trägt man nun die möglichen Positionen der Laternenachse auf, sieht man, dass sich diese in allen 4 Quadranten wieder finden kann.
Legt man für sich die Betrachtungsrichtung fest, kann man für jeden Fall auf Anhieb sagen, welche Form die zugehörige Montageplatte haben muss (das wird nachher noch deutlicher). Ich habe für meine Beschreibungen der Positionierung der Laternen folgende Festlegung getroffen:
[font='&quot']Die Zählung der Quadranten erfolgt auf der Schienenseite mit Blick gegen die Zungenspitzen.[/font][font='&quot']
Darum habe ich in den Zeichnungen auch die Darstellung der Quadranten etwas „verdreht“ benennen müssen.[/font]
Der seitliche Versatz der Laternenachse, der X-Betrag, ergibt sich aus den o.a. Bezugsdokumenten und ist wegen des im Modell notwendigen leicht erhöhten Lichtraumprofiles mit 47 bis 48 mm festgelegt. Dies ist m.E. sehr anschaulich besonders in dem oben erwähnten Download-Bereich der Firma Wenz-Modellbau dargestellt.
Zur Feststellung des Y-Betrages lege ich folgende Annahmen zu Grunde:
a) der Weichenantrieb greift von unterhalb der Anlagenplatte genau im 0-Punkt des Koordinatenkreuzes in die Weichenstellstange,
b) die Weichenstellstange verläuft genau auf der Höhe der x-Achse des Kreuzes und genau mittig zwischen den benachbarten Schwellen,
c) die Schwellenbreite ist genau 6mm,
Dazu kommen die von mir vermessenen Bauteile der Firma Wenz-Modellbau:
d) Breite des Schwellenlagereisens = 4mm,
e) Breite des Fußes des Weichenstellbockes = 4mm und 1mm vorgelagert befindet sich der Mittelpunkt der Halterung für die Laternenachse.
f) der Weichenstellbock ist mit seinem Fuß deckungsgleich auf dem Schwellenlagereisen montiert, d.h. die Lagerung der Laternenachse befindet sich auch 1mm vor der Kante des Lagereisens.
Darüber hinaus gehe ich davon aus, dass das Schwellenlagereisen mit seiner Längsachse genau in Verlängerung der Längsachse der entsprechenden Schwelle befestigt ist (Schwelle ist beidseitig 1mm breiter als das montierte Lagereisen). Somit ergibt sich für einen Teil des Y-Betrages als konstanter Wert, dass die Y-Lage der Laternenachse genau in Verlängerung der, der Weichenstellstange abgewandten Kante der benachbarten Schwelle liegt (Zeichnung 03). Aus diesen Ausführungen folgt, dass sich der y-Betrag der Laternenachse aus:
Schwellenbreite (6mm) plus halber Schwellenabstand berechnet.
Ich gehe im Weiteren davon aus, dass der lichte Abstand der, der Weichenstellstange benachbarten Schwellen 8 oder 10mm beträgt, wobei 8mm dem Standardwert entsprechen dürfte. Somit ergibt sich aus Sicht des Koordinatenkreuzes für die mögliche Positionierung der Laternenachse:
1. Quadrant: x = + 47,5mm / y = + 10mm / + 11mm
2. Quadrant: x = - 47,5mm / y = + 10mm / + 11mm
3. Quadrant: x = - 47,5mm / y = - 10mm / - 11mm
4. Quadrant: x = + 47,5mm / y = - 10mm / - 11mm
Dies sind zugleich die Bezugswerte für die „unterirdische“ Betrachtung, also aus Sicht der Stellmechanik, die gleich folgt…
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Friday, May 22nd 2015, 8:01am

... Zunächst einmal ist erwähnenswert, dass die nun folgende Sicht „von unten auf die Stellmechanik“ bedeutet, dass der Blick auf die Antriebsseite wie in Zeichnung 04 dargestellt die Situation gegenüber der Darstellung in Zeichnung 03 seitenverkehrt zeigt (Draufsicht von unten halt, links ist nun rechts). Dies ist auch beim Bau der Montageplatte zu beachten wenn man keine „große“ Platte bauen will (dazu gleich mehr).
Als Beispiel für die weitere Erläuterung lege ich mich fest: die Laternenachse soll sich im dritten Quadranten befinden.
Aus Antriebssicht ist das Bauteil der H0-fine-Laternenmechanik bestimmend. Dieses Bauteil ist etwa 20mm breit und 22mm (plus herausragendem Stellschieber) lang. Zu beachten ist, dass die Verbindung des H0-fine-Schiebers zum Antrieb zwar mittig der Bauteile-Längsachse liegt, die Lage der Laternenachse dazu aber etwa 2mm versetzt angeordnet ist.
Ich will die Laternenmechanik unabhängig von der Lage der Laterne im Koordinatenkreuz immer so unter die Laterne bauen, dass die dafür vorgesehene Bohrung im H0-fine-Antrieb „von der Stellachse weg“ zu liegen kommt (Zeichnung 04).
Wenn also die Laterne wie oben erklärt auf dem Y-Wert + 10mm positioniert ist, liegt die Verbindungsbohrung der Laternenmechanik auf dem Wert + 8mm.
So erklärt sich auch die Position der Klemmschraube (siehe Baubeschreibung Teil 2, „Schlitten“, hier Punkt 4). Diese Schraube hat als M2-Schraube 2mm Durchmesser und der Verbindungshaken zur H0-fine-Mechanik wird „um sie herum“ gelegt. Aus Montagegründen ist sie so weit wie nötig vom Winkel weg zu positionieren, also gem. diesem Beispiel + 9mm von der Schlittenachse entfernt.
Betrachtet man nun die Montageplatte unter Beachtung des bis hierher Gesagten und der Festlegungen dass:
- die meisten Bohrungen der Montageplatte anzusenken sind,
- die Laternenmechanik auf der Montageplatte montiert werden soll und
- der Motor immer unter der Weiche und nie unter einem daran angeschlossenen Gleis liegen soll,
verbietet es sich, die Montageplatte gekippt oder gedreht einzubauen. Vielmehr ist VOR ihrer Erstellung festzulegen, wo die Laterne später positioniert werden soll und dann die Platte entsprechend herzustellen.
Anmerkung: Dies sollte aber kein Problem sein, denn eigentlich hat man sich bereits beim Verlöten des Weichenstellbockes mit dem Schwellenlagereisen auf nur noch zwei Positionsmöglichkeiten für die Laterne festgelegt.
Will man unbedingt eine universelle Montageplatte haben, muss man in den sauren Apfel beißen und eine überdimensionierte Bauform wählen mit der alle Möglichkeiten der Positionierung der H0-fine-Mechanik möglich wären (Zeichnung 05). So eine große Platte wäre vielleicht noch hinnehmbar, wenn die Weiche auf einer größeren Anlagenplatte, z.B. im Bahnhofsbereich liegen würde, für eine Weiche „auf der Strecke mit entsprechender Bahndammgestaltung“ könnte eine größere Montageplatte allerdings eben diese Bahndammgestaltung negativ beeinflussen da mehr Platz neben der Weiche vorzusehen wäre (Zeichnung 06).
Zusammenfassend kann somit festgestellt werden:
während alle Teile der Weichenstellmechanik ohne Einfluss auf deren Größe und Bauform universell verwendbar hergestellt werden können, gilt dies nicht für die Montageplatte wenn als Ziel eine möglichst platzsparende Variante angestrebt wird.
Zeichnung 07 stellt die Form der „speziellen“ Montageplatte für die jeweilige Einbausituation der Laterne gegenüber.
Um die theoretische Betrachtung hier abzuschließen möchte ich an dieser Stelle noch kurz meine Vorgehensweise zeigen. Ich habe, wie in Zeichnung 08 gezeigt, eine Skizze meines experimentell aufgebauten Timesavers erstellt und in diese Skizze sowohl die jeweils geplante Positionierung der Laterne, sowie den gedachten Verlauf der anzudeutenden Stelldrähte und eventuelle Abhängigkeiten eingezeichnet. Im weiteren Verlauf meiner Beschreibung geht es bei mir um den Antrieb für die rot umrandete Weiche mit dem bislang noch nur angedachten Ziel, diese eventuell elektrisch so zu koppeln, dass sie nur in Abhängigkeit von der Lage der im Abstellgleis geplanten (und ebenfalls elektrisch bedienbaren) Gleissperre gestellt werden kann. Aber sowohl an der Umsetzung der elektrischen Bedienbarkeit der Sperre als auch an einer elektrischen Koppelung von Weiche und Sperre werde ich noch tüfteln müssen.
Soooo ---- das solls dann erst mal bis hierher gewesen sein, ich hoffe wie immer dass meine Ausführungen verständlich waren. Für eventuell aufgekommene Fragen stehe ich wie immer gerne zur Verfügung.
Ich wünsche Euch allen schöne und erholsame Pfingstfeiertage und melde mich zu gegebener Zeit mit einer vorgefertigten Montageplatte wieder,
Thomas.

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Heinz Becke

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Friday, May 22nd 2015, 9:04am

Hallo Thpmas,

Danke für die Mühe der Darstellung.

Ich vermute aber, dass zwei Zeichnungen fehlen, da textlich der Timesaver als Zeichnung 8 bezeichnet, als Anlage aber die Nr. 6 trägt.
Grüße aus Regensburg

Heinz ;)

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Friday, May 22nd 2015, 9:22am

Moin Heinz
Da ich zufällig noch im Forum bin (muss gleich anfangen hier Fliesen zu verlegen, bäh), antworte ich Dir noch schnell aber nicht ohne mich für Dein Interesse zu bedanken.
Also was die Bezeichnungen der Anhänge angeht mach ich das immer so:
Erst das Datum (JJJJMMTT), dann die laufende Nummer der Datei aufs Datum bezogen (hier "006") dann die Art der Datei (hier: "zeichnung") und schließlich die Nummer der Zeichnung, fotlaufend im Beitrag, hier Zeichnung 08.
Die ersten Zahlen-Kombinationen (JJJJMMTT_xxx_) dienen nur mir, damit ich das Bild nicht irgendwo in meinem Dateiverzeichnis habe, sondern es auch wieder finde zwischen der Unmenge an Bildern, die sich mittlerweile auf meiner Festplatte angesammelt haben, :D .
Du kannst also beruhigt sein, aus meiner Sicht fehlt keine Zeichnung. Wenn Du aber noch das eine oder andere Bild brauchst, ich hätte jede Menge.
Also nochmals vielen Dank für das Interesse und die Bemerkung, schöne Feiertage und bis denne,
Thomas.
P.S.: Ich hoffe meine Antwort hat weiter geholfen.


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THaLO

Bremser

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20

Wednesday, June 3rd 2015, 6:38pm

Wieder mal ein freundliches „Moin“ an alle interessierten Leser
Nach den „theoretischen Ausführungen“ beschreibe ich heute, im sozusagen 4. Teil meiner Baubeschreibung, wie ich bei der Herstellung der Montageplatte (Teil G), der Platten für den Höhenausgleich (Teile H1 und H2 und J), des Deckels (Teile K,L und M) sowie des Hebels (Teil N) vorgegangen bin (Ein Teil „I“ gibt es bei mir nicht). Wie bereits beschrieben, habe ich die Positionierung der Laterne im III. Quadranten vorgesehen, diese Beschreibung und die zugehörigen Zeichnungen
und Bilder beziehen sich also auf eine solche Platte. Ausgangsmaterial ist wieder die mehrfach erwähnte und einseitig mit Krepp beklebte Polystyrolplatte mit 2,5mm Stärke in ausreichender Größe.
1. X- / Y-Achsen, Kanten und Bohrpositionen des Teiles G gem. Zeichnung 09 übertragen und Bauteil aussägen. Bei der Positionierung der Bohrung für die Laternenachse die Ausführungen in Teil 3 dieser Beschreibung beachten.
Der Schnittpunkt der X- und Y - Achsen ist der Bezugspunkt für die Maße.
2. Zu Beginn die 1,4mm-Bohrung für die Laternenachse, 1,2mm-Bohrung für den Drehpunkt der Hebelachse (in Zeichnung 09 rot markiert) sowie die Bohrungen für die Befestigung der Mechanik (im schraffierten Bereich) einarbeiten. Die zuletzt genannten Bohrungen habe ich mit Ø 2,5mm ausgeführt, im oberen Bereich zwei Bohrungen jeweils 10mm von der seitlichen und 5mm von der oberen Kante entfernt, in den anderen Bereichen mittig und 5mm von den unteren Kanten.
3. Deckelplatte der Laternenmechanik so auflegen, dass die Bohrungen für die Laternenachse deckungsgleich sind (mit der Mechanik geliefertes Messingrohr als Justierhilfe lose aber senkrecht einstecken). Der größere Abstand zwischen Langloch und Laternenachsbohrung muss immer in Richtung X-Achse liegen. Befestigungspunkte für die Laternenmechanik (Langlöcher) markieren, H0-fine-Mechanik abnehmen und Teil G an markierten Stellen mit 2mm durchbohren. Passprobe mit Hilfe zweier M2-Schrauben durchführen, wenn erforderlich eine oder beide Bohrung(en) in Teil G auf maximal 2,5mm aufweiten (Bild 07a und 07b). Danach beide Befestigungsbohrungen in Teil G an der nicht kreppbeklebten Seite ansenken.
4. Teile H1 und H2 gem. Zeichnung 10 aussägen und in Teil H1 beide Bohrungen, in Teil H2 nur eine der beiden Bohrungen 1,2mm einarbeiten. Teil H1 als Schablone nutzen um auf Teil H2 die zweite Bohrung zu übertragen (Reißzweckenmethode) (Bild 07c und 07d).
Teil H1 auf die gleiche Weise verwenden um die in Zeichnung 09 grün gekennzeichnete Bohrung auf Teil G festzulegen. Auch hier eine 1,2mm-Bohrung einbringen.
Zur Herstellung des Teiles J (aus dem gleichen Material wie Teil C) wird ebenfalls Teil H1 als Schablone benutzt. Dazu wie zu Teil C beschrieben vorgehen, abschließend die Bohrungen in Teil J auf Ø 2,5mm bringen.
Nun die beiden Bauteile H1 und H2 miteinander verkleben, dabei wie bei der Verklebung der Bauteile A und B beschrieben vorgehen. Hat die Verklebung abgebunden, können die Kanten des neu entstandenen Bauteils H angeglichen werden (optional).
5. Schlittenplatte (Teil D) so mit der kreppbeklebten Seite nach oben auf den Schnittpunkt der Bezugslinien (X- / Y-Achse) auf Teil G legen, dass diese Linien auf Teil D und G deckungsgleich sind. Schlittenplatte mit einer Hand gut fixieren und durch eine der 1,2mm-Bohrungen am Ende des großen Durchbruchs mit einer Reißzwecke die Position dieser Bohrung auf Teil G übertragen (Bild 08a). 1,2mm-Bohrung an markierter Stelle in Teil G einarbeiten und durch Einsetzen einer Reißzwecke von der unbeklebten Seite aus die Teile G und D aufeinander fixieren. Nun die zweite Bohrung neben dem aufgezeichneten Durchbruch ebenso markieren, einarbeiten und auch an dieser Stelle beide Teile aufeinander unverrückbar mit einer weiteren Reißzwecke festlegen.
6. Schlittenführungen (miteinander verklebte Teile A und B = neues Bauteil AB, NICHT Teil C) zur Hand nehmen und den durch die Verklebung entstandenen Winkel an seiner Innenseite gut versäubern. Ich habe hierzu die herausgequetschten Kleberreste vorsichtig mit Schlüsselfeile, Schleifpapier und der Klinge eines Uhrmacherschaubendrehers beseitigt (Bild 08b). Außerdem bei beiden Teilen die Mitte der langen Seite der Bauteile AB kennzeichnen.
Ein Bauteil AB mit einer Hand so an den fixierten Schlitten D drücken, dass die markierte Mittellinie mit der Markierung „Gleismitte“ deckungsgleich liegt und durch die erste Bohrung mit einer Reißzwecke diese Stelle auf die Montageplatte übertragen. An markierter Stelle 1,2mm Bohrung in die Montageplatte einarbeiten, Bauteil AB durch diese Bohrung wie Teil D fixieren (Reißzwecke von der Rückseite) und mit der zweiten Bohrung des Teiles AB ebenso verfahren. Bohrungen des zweiten Bauteiles AB auf gleiche Weise übertragen, in die Montageplatte einarbeiten und dieses Bauteil ebenfalls auf die beschriebene Art fixieren.
7. Nun die zur Fixierung des Bauteiles D benutzten Reißzwecken herausziehen und den Schlitten in seiner noch losen Führung hin und her schieben. Er sollte sich zwar noch leicht gehemmt aber doch ohne Werkzeugeinsatz locker bewegen und maximal um wenige Zehntelmillimeter verkanten lassen. Um die Gefahr einer Verkantung im Betrieb grundsätzlich auszuschließen werden die Ecken des Schlittens mit einer Schlüsselfeile leicht abgerundet (Radius ca. 1 – 2mm).
Bevor nun entsprechende Bohrungen aufgeweitet werden, wird der derzeit erreichte Bauzustand der motorseitigen (unteren) Schlittenführung und der Montageplatte ein letztes Mal als Schablone zur Übertragung der Bohrungspositionen verwendet.
8. Den Deckel (Teil K) wie gem. Zeichnung 10 auf ein passendes Reststück 2,5mm-Polystyrol aufzeichnen und die erste Bohrung 1,2mm einbohren (Bild 08c). Von der nicht beklebten Seite Reißzwecke durch diese Bohrung stecken und die motorseitige Schlittenführung mit der 8mm breiten Seite (Winkelinnenseite nach oben) so auf die mit Krepp beklebte Seite des Teiles K legen, dass ihre zweite Bohrung wie ein Zirkel genutzt werden kann um diese zu übertragen (Bild 08d). An dieser Markierung „körnen“ und Teil K mit 1,2mm-Bohrer durchbohren.

Gleich geht’s weiter mit Teil 4.b dieser Beschreibung …
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