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Bruce Wayne

Unregistered

1

Sunday, April 29th 2012, 11:37am

Mobiles Einschottern der Gleise oder was mache ich, wenn was ausgebaut oder geändert werden soll/muß ?

Meine Anlage ist ja noch nicht fest und ich baue auch noch um. Trotzdem denke ich über das einschottern nach und habe mir eine Form des "mobilen Einschotterns" überlegt. Dazu habe ich ein schwarzes Kunststoffgranulat verwendet, welches farblich (Pulver z.B.) noch behandelt werden kann. Die Form ist für Schotter zwar nicht perfekt (zu gleichmäßig und rund), aber dafür gut zu verarbeiten. Ich stelle mir losen Schotter vor, dessen "Böschung" an den Seiten begrenzt werden soll, damit die Schottersteine nicht wegrutschen. Eventuell eine Linie aus durchsichtigem Klebstoff zur Begrenzung. Die Loks fahren problemlos drüber und saugen das Granulat auch nicht an. Das sieht sicher später nicht so perfekt aus wie richtige Steine mit dem üblichen Leim/Wasser/Spüli-Gemisch und Airbrush, hat aber für mich auch Vorteile. Defekte Weichen können schwuppdiwupp ausgebaut werden und auch Umbauten der Gleise bzw. der Anlage sind problemlos möglich. Trotzdem ist die Optik deutlich besser als ohne Gleisbett. Das Gewicht ist gering und abgeschottert werden kann mit unserem Dyson. Einsaugen und aus dem Behälter einfach wieder ausgiessen und dann wieder verwenden. Hier nun ein paar Bilder von einem ersten Musterstück. Was meint Ihr dazu ? Hochgelegte Teppichbahn mit Gleisschotter, oder ? :D

Das Granulat (habe ich im 20kg Sack)



So trostlos sieht es jetzt noch aus



Erste Liegeprobe



Weitere Bilder







Mal so von oben als Vergleich


Signum

Lokführer

(179)

Posts: 453

Location: Braunschweig

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2

Sunday, April 29th 2012, 12:49pm

Hallo Jürgen,

sorry, wenn ich mal ganz direkt sagen will, aber das sieht unmöglich aus.
Dann lass es lieber so wie es ist, also ohne Schotter.
Auch wenn Du Dir ein paar Gedanken gemacht hast, aber das schwarze Granulat hat nix mit Schotter zu tun.

Wenn Du eh von Zeit zu Zeit mal was veränderst, dann behindern Dich die schwarzen Dinger nur bei Deinem tun.

.... ich hoffe meine ehrliche Antwort ist ok für Dich.
Gruß Signum oder auch Thomas
Ich habe keine Macken, das sind Special Effects

3

Sunday, April 29th 2012, 1:01pm

Bitte nicht!

Hallo Jürgen,

bitte verzeih mir meine ehrliche Direktheit, aber auf diesen "Schotter" solltest Du unbedingt verzichten!
Er passt weder in Farbe noch in Form noch in Größe.

Wenn du richtigen Schotter nimmst, kannst du den ja vielleicht auch mal provisorisch verlegen. Ich würde aber auf jeden Fall kleben. Wenn Du das berühmte Wasser -Leim -Gemisch nimmst, kann man die Schienen später durch befeuchten des Schotterbetts wieder lösen. Inwieweit man dann den Schotter recyclen kann, wäre eine Probe wert.

Ich glaube aber, dass man sich sowieso mal entscheiden und ein Projekt durchziehen muss, auch schon wegen der sonstigen Ausgestaltung und der Modellierung.
Und dann schwindet auch die Neigung zum ständigen Auf- und Umbauen und wird ersetzt durch den Spaß am immer weiteren Perfektionieren.

Freundliche Grüße
Norbert

4

Sunday, April 29th 2012, 1:05pm

Hallo Thomas,
da muss ich Dir VOLL(!!) zustimmen.
Jürgen!Lass es!Sieht bescheiden aus.
Bitte nicht falsch verstehen.Ist meine
Meinung.
MfG,
P.J.

5

Sunday, April 29th 2012, 1:05pm

Hallo Jürgen,

da du uns nach einer Meinung gefragt hast will ich auch versuchen Dich von einem Fehler abzuhalten. Sorry ich sehe das genauso wie Signum.
Grüße aus dem Schweineeck
Peter

Nafets

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6

Sunday, April 29th 2012, 1:21pm

Hallo Jürgen,

als Berufseisenbahner vermag mich Dein "Schotter" nicht zu überzeugen, Sorry!

Wenn es für Dich wichtig ist, dass der Schotter wieder aufgenommen werden kann, dann nimm doch einfach Schotter! Der bleibt auch liegen, muss nicht verklebt werden und kann auch aufgesaugt werden... Nur mal so als Idee, wobei nur echter Schotter wie Schotter aussieht...

Andere Sache:
Drei Mausklicks mit Deiner Datei ergeben solch ein Bild:




Wie wäre es, wenn Du Deine Bilder noch ein bisschen optimierst?

Lieber Gruß
Stefan

7

Sunday, April 29th 2012, 1:24pm

... nee, sieht nicht so doll aus - dann lieber echten, staubfreien Modellschotter provisorisch hinstreuen, den kann man auch wegsaugen und wiederverwenden.
Grüße aus der Mollistadt Bad Doberan
Frank

Wolli

Bahnhofsvorsteher

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Posts: 1,197

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Occupation: Ruhestand

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8

Sunday, April 29th 2012, 1:39pm

Hallo Jürgen,

da kann ich auch nur den Anderen zustimmen: laß es! Das Granulat sieht ja aus wie kleine Lakritzpastillen. :(

Richtige Schottersteinchen sehen einfach besser aus und das Wasserleimgemisch läßt sich später bei Umbauten auch wieder entfernen. Das sind nun mal Gleisbau- und Umbauarbeiten, die gehören zum Hobby dazu und da muss man als "Eisenbahner" durch! ;)
Gruß, Wolli ---> wünsche allen HP1 !

89 6001

Hilfsbremser

(11)

Posts: 10

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9

Sunday, April 29th 2012, 2:37pm

Hallo Juergen,

ich habe die gleiche Verfahrensweise wie Du bevorzugt, bis ich den optimalen Gleisplan gefunden und ausprobiert hatte, ob alle Fahrzeuge und Zugkombinationen ohne zu entgleisen sicher fuhren. Als Schotter habe ich dafür ein graues, preiswertes Kunststoffgranulat verwendet, welches von der "NaNu-NaNa" Kette als Dekomaterial verkauft wird. Die Kanten sind nicht rund, sondern gebrochen, sodass das Granulat wie Schotter aussieht. Die Körnung ist etwas zu groß, aber noch akzeptabel. Der Preis betrug 1,95 € für ca. 1/2 Ltr. Menge. Die Illusion dieses mobilen Schotterbettes war mir ausreichend.

Vor dem endgültigen Einschottern habe ich dann mit Schotter von Koemo, Modellbau Freiburg und von Spurenwelten getestet, welche Verfahrensweise einen zerstörungsfreien Abbau der Gleise und damit einen jederzeitigen Umbau ermöglichen. Flexible Kleber waren ungeeignet, weil zu fest. Die bekannte Ponal-Wasser Mischung lies sich gut lösen, nachdem der Leim mit Wasser angelöst worden war. Wenn man das Wasser gezielt und vorsichtig dosiert und hinreichend lange einwirken lässt, hält sich die Feuchtigkeit bei den angrenzenden Anlagenteilen in Grenzen. Den Schotter habe ich dann übrigens gewaschen und konnte ihn wieder verwenden. Wichtig ist, dass kein wasserfester Leim verwendet wird! Der Nachteil: Auch sauber gewaschener Schotter dunkelt nach. Alle drei getesteten Schottersorten waren merklich dunkler geworden. Das gefiel mir nicht.

Ein Tipp in Buseck vom Erbauer des Bahnhofs Lippstadt brachte mich weiter: Wasserlöslicher Klarlack etwa zu 50 % mit Wasser verdünnt trocknet relativ schnell ohne nachzudunkeln und verklebt den Schotter ausreichend. Ich nehme zunächst einen Fliesverbesserer ( eine Pril/Spüli/Fit o.ä. Mischung geht auch) und tröpfele den verdünnten Lack mit einer in der Praxis meines Hausarztes geschnorrten Spritze mit einer mittelstarken Kanüle mehrfach punktgenau auf, sodass der Schotter satt getränkt ist. Wichtig ist, die Spritze und die Kanüle umgehend nach Gebrauch zu reinigen, sonst verklebt die Kanüle sofort, weil der Lack sehr schnell trocknet. Der Lack hält nach meiner Erfahrung den Schotter ausreichend stabil, so wie mir der freundliche Modellbahnkollege versichert hatte, klebt aber wohl am Kunststoff der Lenz Gleise nur bedingt. Die Gleise sind zwar im Schotter hinreichen fixiert, lassen sich aber nach meiner Erfahrung ohne beschädigt zu werden, aus dem Schotterbett herausnehmen, sofern sie vorsichtig herausgehebelt werden. Mein Fazit: Die Klebekraft reicht für einen sicheren Halt aus, lässt sich aber wieder lösen.

Zunächst habe ich der Festigkeit nicht getraut und nach dem ersten Klebegang mit viel Lack-Wassergemisch noch eine sehr dünne Ponal-Wasser Mischung aufgebracht. Danach war der Schotter absolut fest. Wenn man die Ponal-Wasser Mischung aufbringt, nachdem die Lack-Wassermischung getrocknet ist, dunkelt der Schotter so gut wie nicht nach. Auch diese Befestigungsvariante lässt sich lösen, wenn das Ponal-Wasser Gemisch mit Wasser gelöst wird.

Den Nachteil dieser Methode will ich nicht verschweigen: Je nach Wassermenge und abhängig vom Untergrund kann es eine schöne "Schweinerei" geben und die Gleisjoche sauber zu kriegen und den letzten Schotterstein zu entfernen ist etwas mühsam, aber die Vorteile überwiegen m.E.: Der Schotter dunkelt nicht nach, die Gleise können angebaut und wieder verwendet werden.

Was mich bei meiner "mobilen" Methode geärgert hatte, war, dass bei jeder unachtsamen Berührung das Schotterimitat verrutschte und das Granulat überall da war, wo es nicht hin sollte. Heute würde ich auf Grund der gewonnenen Erfahrungen mit der Lackmethode den Schotter, bzw. das Granulat, mit einer stark verdünnten Lacklösung versehen, sodass es nur ein wenig fixiert ist und ohne großen Kraftaufwand wieder gelöst werden kann.

So, und jetzt gehe ich schottern......

Gruß Ulli

SH Nuller

Oberbahnhofsvorsteher

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Occupation: Oberbrandmeister a.d.

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10

Sunday, April 29th 2012, 3:14pm

Mobiles einschottern

Hallo Jürgen, ich kann mich der Kritik der anderen nur anschliessen. Mit den Lakritzpastillen solltest du nur Nachtbetrieb machen, damit das niemand sieht. Ich hatte ja schon bei meiner H0 Anlage die Gleise nach der bewährten Ponal Methode eingeschottert und konnte beim Abriss fast alles retten. Beim Abriss habe ich die Gleise und Weichen mit Spüliwasser angefeuchtet und konnte nach ca. 20 Min. auch die Weichen vorsichtig aus dem Schotter lösen. Wenn das bei H0 geklappt hat, sollte das bei 0 doch auch gehen.

Gruß Micha :)

Bruce Wayne

Unregistered

11

Sunday, April 29th 2012, 5:42pm

Erstmal danke für Eure Rückmeldungen. Hätte ich zwar so in dieser Intensität und diesem Ausmaß nicht erwartet, akzeptiere diese aber. Was ich da jetzt genau machen werde, weiß ich noch nicht und werde darüber nachdenken. Alles hat Vor- und Nachteile, auch meine Lakritzsalmiakpastillen .....

Stefan (Nafets). Danke auch für die Fotobearbeitung. Kleine Frage dazu: Wie hast Du das mit den 3 Klicks und dem besseren Ergebnis genau gemacht ? Da möchte ich gerne mal was dazulernen.