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tom tofte

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Friday, March 4th 2016, 7:46pm

Hallo Mark,

dein obiger Beitrag verleitet mich zu folgendem:
Ich bin zwar etwas älter als Du und lebe im DB Land, allerdings habe auch ich kein hieb- und stichfestes Wissen, ich lerne immer wieder was neues dazu. Die Epoche 3 habe auch ich nicht selbst miterlebt (leider - Zeitmaschine sehr erwünscht), dafür die 70/80er Jahre. Eigentlich sollte das dann auch meine Lieblingsepoche sein - doch mit zunehmender Literatur, Fotos, Filmen, usw. kam die Begeisterung für die 50er/60er Jahre durch - speziell für die Nebenbahnen, die es damals noch in Hülle und Fülle gab, mit entsprechend vielfältigen Fahrzeugen aller Art. Der Prozess fand schon vor 30 Jahren statt - die Begeisterung dafür ist geblieben ...

Auch ich brauche Anregung von außen, ein Korrektiv. Denn der Spieltrieb kommt auch bei mir immer mal wieder durch. Hier noch ein Gleis, dort noch eins ... es muß doch noch ein bisschen mehr (Güter-) Betrieb auf die Anlage, in den Bahnhof zu bringen sein. ;) Insofern sind wir also gar nicht so weit voneinander entfernt. Auch was die besondere Note eines Bahnhofsgleisplans angeht nicht. Ich schätze deine Planungen, deine Beiträge, deine Ideen. Es war in den letzten Jahren - wo man nur wenig bis nichts von dir lesen konnte - doch zuweilen arg fade in den Foren. Insofern freue ich mich, mich wieder einmal mit dir "kabbeln" zu können, Anregungen zu erhalten und geben zu können :!: :)

Ich hoffe das der Gleisplan deines Bahnhofes den du nun gewählt hast, auch den Anforderungen die du an deine Anlage hast entsprechen und erfüllen kann. So - und nun freue ich mich auf deine weiteren Beiträge, mit der Geschichte, den Gedanken zum Betrieb, Fahrplan, Güterkunden - halt alles was du ja auch schon in der Vergangenheit zu deinen anderen Projekten so schön darzustellen vermochtest. :thumbup:

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Mark Stutz

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Sunday, March 6th 2016, 12:52am

Guten Abend miteinander (ach herrje, eigentlich müsste ich ja längst gute Nacht gesagt haben, aber es wollte einfach nicht aufhören zu zeichnen ^^ )!
Den Ausdruck kabbeln kannte ich bis dato noch nicht. Gefällt mir sehr gut & vor allem, was Thomas damit gemeint hat. Das was jetzt kommt, dürfte sicher auch noch zu reden geben, zumindest teilweise...

Ich würde euch gerne meine Ideen für die "Geschichte" meiner Bahn skizzieren. Ohne Hintergrund kann ich mir keine Betriebsplanung vorstellen, die am Ende Hände und Füsse hat. Darum brauche ich eine Landschaft, wirtschaftliche Voraussetzungen und ein Bahnnetz mit seinen Eigenheiten. Insbesondere die Topologie der anderen Bahnhöfe, die ich nicht selber bauen kann ist wichtig, weil sie für den Betriebsablauf in Oberbeuren direkten Einfluss haben. Also lade ich euch gerne ein, eine kleine Reise zu unternehmen...


Das Aachgau
Irgendwo in Deutschland liegt das Aachgau. An der südöstlichen Flanke eines Hügelzugs entspringt in Oberbeuren die Aach, die ein kleines Flusstal geformt hat. In diesem Flusstal liegen verschiedene Ortschaften, ebenso ein kleines Seitental. Die milden klimatischen Bedingungen liessen das Aachgau schon in früher Zeit wirtschaftlich aufstreben, so dass in den beiden Ortschaften Oberbeuren und Berslingen Klöster entstanden - in Oberbeuren das Frauenkloster St. Johann der Dominikanerinnen, in Berslingen das Männerkloster St. Paulus der Benediktiner. Beide Klöster sind heute wichtige Ausflugsziele.

Regionalzentrum für das Aachgau ist die Stadt Aachenhofen, dort finden sich heute auch die höheren Schulen für das Aachgau. An der Mündung der Aach in die Nahr liegt Nahrburg, die eine wichtige Rolle als Kulturzentrum, für Einkauf und Handel spielt und als Verwaltungszentrum für den Landkreis:




Die Eisenbahnen im Aachgau
Schon früh verlangten die Einwohner des Aachgaus nach einem Anschluss an die kurfürstliche Bahnstrecke entlang der Nahr, die in Nahrburg einen wichtigen Zwischenbahnhof erhielt. Doch erst mit dem Sekundärbahn-Gesetz von 1903 und den inzwischen aufstrebenden Industrie- und Gewerbebetrieben (besonders in Oberbeuren, Berslingen und Aachenhofen) gelang es, die gewünschte Verbindung zu realisieren.
1905 eröffnete die Strecke Nahrburg-Aachenhofen, 1906 folgte die Verlängerung nach Oberbeuren. Die Gütermengen, die von Berslingen mit dem Fuhrwerk nun zwar nur noch nach Aachenhofen transportiert werden mussten, rechtfertigten eine Stichstrecke nach Berslingen, die 1909 in Betrieb genommen werden konnte.

Die Linienführung sollte möglichst günstig erfolgen; die daraus resultierenden teilweise erheblichen Steigungen nahm man in Kauf. Man erwartete keine langen Züge und baute neben den Rampen auch mitunter sehr kurze Bahnhöfe, um den notwendigen Landkauf so günstig wie möglich zu halten.




Die Nachfrage-Treiber heute
Der Bahnverkehr im Aachgau wird geprägt durch verschiedene Nachfrage-Treiber, die sich über das ganze Gebiet verteilen:
- grosse Arbeitgeber in Aachenhofen und Berslingen sowie Nahrburg
- Schulen in Aachenhofen und Nahrburg
- Verwaltungszentrum und Einkaufsmöglichkeiten in Nahrburg
- Ausflugsziele in Oberbeuren, Berslingen und Nahrburg
Für den Güterverkehr sind darüber hinaus verschiedene Bedienpunkte vorhanden:
- Ortsgüteranlagen an allen Bahnhöfen (an den Haltepunkten Hünigkofen und Wetzenhofen fehlen diese),
- Gleisanschlüsse in Oberbeuren, Unterbeuren, Berslingen und Aachenhofen,
- Anschlussstellen bei Wetzenhofen (das berühmte Wetzenhofner Bier!) und Wiesling (Autozulieferer) und
- in Nahrburg ein Güterbahnhof, der mit eigenen Wagengruppen durch mehrere Durchgangsgüterzüge (Dg) bedient wird.

Auf der Karte sieht das so aus:




Bahnangebot im Aachgau
Die oben aufgezeigten Nachfrage-Treiber im Personen- und Güterverkehr haben bei der zuständige Bundesbahndirektion das untenstehende Bahnangebot planen lassen.

Im Personenverkehr verkehren Personenzüge (P) und Triebwagenzüge (Pt/Pto) auf den Strecken
Nahrburg–Oberbeuren, Nahrburg–Berslingen, Oberbeuren–Nahrburg und Nahrburg–Oberbeuren. Je nach Fahrplan des Stammzugs wird von Oberbeuren resp. von Berslingen her ein Anschluss gewährleistet, sofern die Nachfrage dafür besteht.

Im Güterverkehr bedient ein Nahgüterzug (Ng) die Strecke Nahrburg–Oberbeuren. In Aachenhofen werden die Wagen für Moosdorf und Berslingen gesammelt und als Übergabe (Üb) zu den Zielbahnhöfen befördert. Die Zuglänge ist in beiden Fällen aufgrund der kurzen Bahnhöfe beschränkt; liegt ein erhöhtes Frachtaufkommen vor, so verkehren weitere Bedarfsgüterzüge. Für die Bedienung des Anschlussstellen in Wiesling und Wetzenhofen verkehren Sperrfahrten ab den Bahnhöfen Wiesling resp. Oberbeuren.




Lok- und Wagenpark
Das zuständige Bahnbetriebswerk (Bw) für das Aachgau liegt in Nahrburg. Stationiert sind neben Dampfloks der Baureihe 64 auch Dieselloks der Baureihe V100 und V36 und für die Pto VT 98 mit VB und VS. Der Rangierbetrieb in Aachenhofen und Nahrburg wird von den örtlichen Köf übernommen, auf den übrigen Bahnhöfen wird jeweils mit der Streckenlokomotive rangiert.

Im Wagenpark befindet sich eine Vielzahl verschiedener Kompositionen, darunter ältere Donnerbüchsen, aber auch Umbauwagen 3yg. Mit den Kurswagen (insbesondere bei kirchlichen Feiertagen oder im Sommer bei schöbem Wetter) kommen gelegentlich auch 4yg oder andere Drehgestellwagen ins Aachgau. Hier ist bei den engen Kurvenradien Vorsicht geboten, da die Weichenstrassen aufgrund der knappen Platzverhältnisse nicht überall gestreckt werden konnten.


Technische Daten der Bahnstrecken
Dank ein paar guten Beziehungen zu Betriebseisenbahnern ist es mir gelungen, ein paar Unterlagen über die Kursbuchstrecken 546 e und 546 f zu bekommen. Ich kann diese natürlich nicht eins zu eins kopieren, aber abschreiben dürfte in Ordnung sein. Als Bonbon sind gleich noch die Lastgrenzen der in der näheren Umgebung eingesetzten und darum gelegentlich bis regelmässig auf den beiden Strecken anzutreffenden Fahrzeuge aufgeführt.

Das Profil der Strecke präsentiert sich wie folgt:

(--> grosse Darstellung 1600 px breit öffnen)

Was die eigentlichen Bahnanlagen angeht, so muss ich auch hier auf vereinfachte Abbildungen zurückgreifen. Die netten Kontakte mit verschiedenen ehemaligen Mitarbeitern haben es mir ermöglicht, aus verschiedenen Handskizzen ein ungefähres Bild der Bahnanlagen zwischen 1960 und 1965 zu machen. Später sind sehr viele Gleise und Weichen ausgebaut worden, als der Personenverkehr kontinuierlich rückgebaut und schliesslich 1974 definitiv eingestellt wurde.

Im oberen Teil ist eine schlichte Übersicht über die durch Zugfahrten befahrbaren Hauptgleise gegeben, im unteren Teil sind auch die Nebengleise und die Bedienpunkte aufgeführt:

(--> grosse Darstellung 1600 px breit öffnen)


Grundlegendes zum Fahrplan
Es ist mir noch nicht gelungen, die beiden Kursbuchfelder aus alten Kursbüchern der DB zu kopieren. Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als selber mit einer vereinfachten Zuglaufrechnung zu versuchen, die Fahrzeiten der Züge zu rekonstruieren. Ich habe für einen Personenzug mit Halt an allen Bahnhöfen und Haltepunkten einen Fahrplan erstellt, die Abfahrtszeit 07.16 Uhr ist aber nicht verbürgt:



--> falls Interesse an der Methodik der Zuglaufrechnung besteht, kann ich dazu gerne einen Exkurs einfügen.


Soviel für den Moment aus dem Aachgau. Als nächsten Schritt werde ich versuchen, die ungefähren Verkehrsmengen des Personen- und Güterverkehrs zu ermitteln, um danach den Bedarf an Zugfahrten festzusetzen. Mit den nötigen Fahrten und den angestrebten Zeitfenstern kann ich dann einen ersten Fahrplanentwurf erstellen, den ich sicher wieder zur Diskussion stellen werde. Ich wünsche allen einen schönen Sonntag - ich bin dann mal in der Horizontalen :sleeping:
viele Grüsse,
Mark

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Sunday, March 6th 2016, 7:07am

Kleinst-Konzept für Kurzweil in der Kammer

Guten Morgen Mark,

Kleinst-Konzept für Kurzweil in der Kammer, sol lautet die Überschrift zu Deinem Thread, der mich sofort neugierig machte, da auch ich mit beengten Platzverhältnissen in meinem Kämmerlein auskommen muss.

Eine Anlage in "L-Form" mit den maximalen Längen 365 cm x 220 cm und einer Breite von 80 cm kann gebaut werden und eventuell dann noch mit einem mobilen Fiddle-Yard zugerüstet werden.

Dank der Mitarbeit einiger Mitglieder hier im Forum wurden in kürzester Zeit, sowie bereits vor ca. 4 Jahren bei Deinem ersten Projekt, einige sehr schöne Vorschläge entworfen und Du hast Dich für einen der Gleispläne entschieden.

Ob es die Beste Wahl war, oder nicht - das ist vollkommen egal, denn Du als künftiger Fahrdienstleiter musst Deine Bedürfnisse und Vorlieben in dem Gleisplan einbringen, damit dauerhafter Spielspaß vorhanden ist. 8)

So weit so gut, dachte ich, als ich jetzt gerade Deine "Fortsetzung" mit dem Thema "Das Aachgau" das erste mal gelesen habe.
Nochmal gelesen, denn es ist ja noch früh am Morgen, dann ein drittes mal und auch dann war ich ausgeschlafen genug um zu verstehen. :sleeping: ?(

Oberbeuren - so heißt der Bahnhof Deiner Begierde und da dass bei Dir noch nicht für etwas "Spielspaß" ausreicht, wird auch das komplette fiktive Umfeld samt Infrastruktur auch gleich vorgestellt.

Es ist irgendwie auch "ganz nett" anzusehen, was Du Dir da an einem Samstagabend alles so "zurecht spinnst" und es klingt auch alles irgendwie ganz schlüssig und auch ein Kompliment für die wirklich schönen Illustrationen und alle die wundervollen sonstigen Phantasienamen - aber:

Im Hauptberuf "Verkehrsplaner", frage ich mich jetzt, ob Du Deinen Beruf zum Hobby machen willst und nur der ewige Planer bleibst, oder aber ob Du auch wirklich irgendwann einmal die Absicht hast, eine kleine Modellbahnwelt zu errichten. ?( :)

Du darfst mich bitte nicht falsch verstehen, denn gerade als Modelleisenbahner passieren sehr viel Abläufe "im Kopf" und in unserer Vorstellung und eine Planung und etwas "Spinnerei" gehören nun einmal zu unserem Hobby dazu, damit es wirklich Spaß macht.

Aber bevor Du hier jetzt in diesem Thread alles und jedwedes zur Diskussion stellst und nach der ungefähren Ermittlung der Verkehrsmengen des Personen- und Güterverkehrs den Bedarf an Zugfahrten festsetzt um anschließend noch weitere Diskussionen anregst, gebe ich Dir mal einen kleinen Tipp:

Fange doch ausnahmsweise auch einmal an zu bauen. Konstruiere doch mal Deine Module bzw. Segmente, besorge Dir das notwendige Material und schaffe es schon mal, den Unterbau "auf die Beine zu stellen".
Dann legst Du Deine Gleise aus und beginnst mit den ersten Probefahrten.

Oder nehme Dir Deine vorhandenen Lokmodelle zur Hand, und beschrifte diese schon mal auf das BW Nahrburg um.
Fange schon mal an, Deinen Personenwagen neue Zuglaufschilder zu spendieren.

Oder fahre einfach nach Oberbeuren und mache Fotos des Bahnhofes und des Bahnhofsumfeldes und beginne schon mal, das Bahnhofsgebäude zu planen und zu bauen. :) :) :)

Lasse uns dann auch bitte an Deinen "aktiven" Modellbautätigkeiten teilhaben und lasse uns sehen, was Du aus Deinen eingeschränkten Platzverhältnissen so herauszauberst.

Wenn Du aber lieber labern und diskutieren möchtest, dann wäre es vielleicht zu überlegen, ob Du nicht diese Diskussionen in einem neuen Thread führen könntest, damit der ursprüngliche und wirklich Anfangs tolle Thread in seiner Form erhalten bleibt, denn es geht ja um Gleisplanentwürfe. :D

Schönen Sonntag allen zusammen
Hans-Jürgen

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tom tofte

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Sunday, March 6th 2016, 8:35am

Moinsen ...

Quoted

Aber bevor Du hier jetzt in diesem Thread alles und jedwedes zur Diskussion stellst und nach der ungefähren Ermittlung der Verkehrsmengen des Personen- und Güterverkehrs den Bedarf an Zugfahrten festsetzt um anschließend noch weitere Diskussionen anregst, gebe ich Dir mal einen kleinen Tipp:
Fange doch ausnahmsweise auch einmal an zu bauen. (...) Wenn Du aber lieber labern und diskutieren möchtest, dann wäre es vielleicht zu überlegen, ob Du nicht diese Diskussionen in einem neuen Thread führen könntest, damit der ursprüngliche und wirklich Anfangs tolle Thread in seiner Form erhalten bleibt, denn es geht ja um Gleisplanentwürfe.

Erstens finde ich nicht das Mark "labert", das ist nun wirklich absolut unpassend!!!! :thumbdown:
Zweitens geht es hier um Anlagenplanung, nicht nur Gleisplanung allein.
Drittens ist es Mark's Thread und er allein gibt vor was er über seine Planung, das Konzept, den Betrieb in seiner zukünftigen Modellbahnwelt schreibt!

Anlagenplanung scheint für manche Leute ein notwendiges Übel zu sein, das man bitte so kurz wie möglich zu halten hat, wenn es denn sein muß. Da reicht es dann gerade noch für einen Gleisplan, wenn überhaupt. Dabei beinhaltet Anlagenplanung durchaus mehr als die reine Gleisplanung, wie Mark hier zeigt. Es soll Menschen geben die sich so etwas gerne ausdenken (oder gerne lesen) weil sie es als Grundgerüst für ihre Anlage (nplanung) brauchen, als Hintergrund. Ich kann das gut nachempfinden und finde es auch völlig richtig so! Denn es gehört zur Planung dazu. Es geht zwar auch ohne - aber "Gelaber" ist das hier nun wirklich nicht! Selten genug das man sowas innerhalb einer Anlagenplanung zu sehen bekommt. Bei manchen Anlagen fehlt so etwas - und das sieht man ihnen manchmal auch an. Also bitte weiter Mark mit deinen Überlegungen :!:

Und gebaut wird dann sicher auch noch wenn's soweit ist ... ;)

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Nachtrag zum Beitrag von Mark:
Mark, ich würde die Strecke zu deinem Endbahnhof nicht zu steil ausfallen lassen. Denn das (würdest du das berücksichtigen im späteren Modellbahnbetrieb) würde dazu führen das die eine oder andere Baureihe nicht oder nur sehr eingeschränkt eingesetzt werden könnte. Zum Beispiel die V36 oder V20 oder eine BR 64 und ein Vt95 oder eine Kof 2, die nun keine ausgesprochenen Bergziegen waren. Ein etwas flacheres Profil wäre dem sicher mehr zuträglich. Ich weiß nicht welche Triebfahrzeuge dir am liebsten sind - aber ich würde mich da nicht zu sehr einschränken wollen ...

Zum zweiten (auch wenn es für deine Endstation nicht von belang ist): In Anbetracht der Kürze der zweiten Stichstrecke würde ich da statt einer Üg auch noch GmP Kurse in Erwägung ziehen. Was ja nicht heißt das dort weniger Güterverkehr herrschen muss. Und für deinen Endbahnhof wäre das natürlich auch etwas, zum Beispiel Mittags wie früher auf manchen Nebenstrecken in Bayern, als Ergänzung zum normalen Ng.

Drittens: Dem Hp Wetzenhofen ein einseitg angebundenes Ladegleis spendieren, welches ebenfalls von Oberbeuren her bedient wird. Und statt der Brauerei vielleicht etwas anderes (Steine, Erden, Holz, Holzverarbeitung) was gelegentlich (!) mehr Güterwagenaufkommen generiert?

Zur Zuglaufrechnung: Ich habe es mir früher bei sehr ähnlichen Gedankenspielen immer etwas einfacher gemacht, indem ich mir eine tatsächlich vorhandene Strecke mir gefälligen Zugangebot aus dem DB Kursbuch herausgesucht habe. Dazu noch die Ng Kurse ausgedacht und daraus habe ich dann einen Umlaufplan bzw. Fahrplan gebastelt. Wobei ich meine Gedankenspiele immer auf den gewählten Bahnhof, den ich plante, ausgerichtet habe. Sprich: Der Rest der Strecke war nur von untergeordnetem Interesse. So detailliert wie du habe ich das nie gemacht. Respekt! :thumbup:

This post has been edited 4 times, last edit by "tom tofte" (Mar 6th 2016, 10:00am)


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Sunday, March 6th 2016, 9:50am

Hallo Tom, hallo Hans-Jürgen,

irgendwie habt ihr beide Recht. Der wirtschaftliche, geschichtliche und strukturelle Hintergrund gehört unbedingt zu einer Modellbahn (-Planung) dazu. Und dann natürlich auch Überlegungen zu den Verkehrsströmen und dem Transportbedarf.

Allerdings hat Mark uns hier eine Masse Lesestoff gegeben, und zwar zu einer Bahn, die es gar nicht gibt.
Da halte ich mich lieber an Vorbildinformationen über wirklich existierende Bahnen.
Für Phantasiebahnen ist mir dann doch die LeseZeit zu schade.

Wenn schon Phantasiebetrieb, dann doch eher dargestellt an einer schon vorhandenen oder doch konkret entstehenden Modellbahn. Ansonsten besteht nämlich - wie es Hans-Jürgen auch schreibt - die Gefahr, dass das Planen zum Selbstzweck wird.
Wenn man "nur" einen fiktiven Endbahnhof darstellen will, muss man nicht ein halbes Bundesland drumherum erfinden. Ich würde nach der ja wirklich ausführlichen Gleisplanfindung erwarten, dass man sich mal zielstrebig mit der baulichen Umsetzung beschäftigt.

Die Phantasielandschaft drumherum kann man nämlich kostengünstig jeden Tag neu erfinden...

Ich möchte betonen, dass ich diesen Thread sehr interessant finde und hoffe, dass das hier jetzt nicht in Streit ausartet.


Viele Grüße

Norbert

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tom tofte

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Sunday, March 6th 2016, 10:07am

Quoted

Ich würde nach der ja wirklich ausführlichen Gleisplanfindung erwarten, dass man sich mal zielstrebig mit der baulichen Umsetzung beschäftigt.

Norbert,
der erste Beitrag ist gerade mal 10 Tage alt! Immer diese Ungeduld. ;)

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Sunday, March 6th 2016, 11:41am

Hallo Mark,
ich finde es toll wenn man sich etwas zurechtspinnt und vor seiner viel zu kleinen Anlage steht (oder sitzt) und sich den Betrieb ausdenkt. Mein Endbahnhof ist ein Verzweigungsbahnhof, allerdings nur in meiner Phantasie. Das bedeutet mein Schattenbahnhof ist in zwei Gruppen aufgeteilt. Einmal Endstation einer kleinen Nebenstrecke. Hier enden Schienenbus und ein GmP mit V20, V36 oder V60 als Zuglok. Die anderen vier Abstellgleise meiner Abstellgruppe sind die große weite Welt. Deine Gedankenspiele inspirieren mich sehr.
Es ist auf jedenfall wohltuend dass zu wenig Platz und Fahrstrecke kein Hindernis ist, sondern mit viel Phantsie für einen lebhaften Betrieb taugt.
Viele Grüße
Dieter

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Sunday, March 6th 2016, 12:11pm

Kleinst-Konzept für Kurzweil in der Kammer - Stellungnahme

Hallo,

das hätte ich ja eigentlich wissen müssen, dass es sogar wieder einmal "einen Roten" gibt, nur weil ich hier eine Meinung vertrete, die ich auch weiterhin teilen werden!

Ich habe nichts negatives geschrieben. Im Gegenteil habe ich mich immer wieder positiv über diesen Thread geäußert und mich auch im Vorfeld eingebracht!!!
Einige Zeilen habe ich sogar noch extra mit Smileys versehen, um deutlich zu machen, dass es alles nicht so erst gemeint ist!!

Ich finde aber immer noch, dass es besser wäre, einen zweiten Thread für das "theoretische Drumherum" einzurichten und den jetzigen Thread für das "praktische Drumherum" zu belassen.
So braucht man später nicht immer ellenlange Seiten "durchzuarbeiten" um etwas, was mit dem Bau zu tun hat, wiederzufinden.
Aber wie so oft hier im Forum, lesen einige Leute überhaupt nicht richtig und fangen einfach an zu bewerten.

Das einzige, was ich mir in Nachhinein vorzuwerfen habe, ist das Benutzen des Wortes "labern", dem ich ehrlich gesagt eine ganz andere Bedeutung zugemessen habe, als das was es laut Duden bedeutet.
Darauf hat mich meine Frau gerade gebracht, denn ich hatte wirklich geglaubt, das es eine Wort wäre für "viel theoretisches erzählen".

Es ist und war zu keiner Zeit "Dummschwätzerei" damit gemeint. Sorry, aber dafür war es vielleicht dann doch zu früh zum schreiben.
Und an Mark: Es tut mir leid, wenn ich dass, was ich sagen wollte, mit dem blöden Wort "labern" falsch interpretiert habe, aber ich wollte Dich zu keinem Zeitpunkt beleidigen!!

Es liegt mir fern, hier eine Grundsatzdiskussion vom Zaun zu brechen oder mich zu streiten und entschuldige mich in aller Form für die Benutzung eines von mir falsch interpretierten Wortes!!!!!!!!!

So, ich habe hierzu jetzt alles gesagt, was ich zu sagen habe und wünsche allen einen schönen Restsonntag

Hans-Jürgen

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Mark Stutz

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Sunday, March 6th 2016, 9:01pm

Guten Abend allerseits

Meine Planungen gehen weiter, als mancher Modellbahner dies für notwendig oder nachvollziehbar hält. Ich zeige meine Überlegungen darum hier auf, um anderen interessierten Hobbykollegen Anregungen über mögliche Themen für die Planung zu bieten. Wer einen Nutzen daraus ziehen will oder meine Planung inhaltlich kritisieren möchte, ist herzlich eingeladen dies zu tun. Ich werde in diesem Thema noch die Frage nach der Fahrpläne, der Fahrzeugumläufe und der Gleisbelegung (dies aller nur für den Bahnhof Oberbeuren) diskutieren.

Den Bau der Anlage werde ich später in einem neuen Thema im passenden Unterforum dokumentieren. Die Planung vor einigen Jahren ist darum nicht in eine Modellbahn umgesetzt worden, weil ich während des Studiums und aufgrund eines sehr grossen Projekts im Beruf schlicht nicht dazu kommen bin. Nun bin ich umgezogen und habe nach erfolgreich umgesetzen Fahrplanwechsel im Dez. 2015 wieder genügend Zeit, um dieses Projekt zur Umsetzung zu bringen.

Zu inhaltlichen Diskussion:
@ Thomas:
Die Idee mit der Steilstrecke ist mir darum gekommen, weil ich einen glaubhaften Grund für kurze Züge gesucht habe. Mit einer niedrigen maximalen Anhängelast erreiche ich dieses Ziel leicht. Alternativ böte sich noch die maximale Zuglänge an, aber das scheint mir nicht sehr plausibel... Die anderen Anmerkungen muss ich mir in aller Ruhe durch den Kopf gehen lassen.

In diesem Sinne wünsche ich alle einen guten Wochenstart!
viele Grüsse,
Mark

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Tuesday, March 8th 2016, 5:32pm

Quoted

Die Idee mit der Steilstrecke ist mir darum gekommen, weil ich einen glaubhaften Grund für kurze Züge gesucht habe. Mit einer niedrigen maximalen Anhängelast erreiche ich dieses Ziel leicht.

Hallo Mark,
das ist natürlich eine Möglichkeit.
Die andere wäre, es einfach als gegeben hinzunehmen das dein Bahnhof aufgrund der räumlichen Beengtheit sehr begrenzte Nutzlängen hat. Die engen Radien im Bahnhof nimmst du ja auch als gegeben hin. Es lässt sich bei der Planung von dir und den Raummaßen eben einfach nicht ändern ...
Mir persönlich wäre das (wenn ich nicht ein Fan von steigungsreichen Strecken bzw. den entsprechenden Lokmodellen bin) etwas zuviel an Einschränkung.

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Tuesday, March 8th 2016, 7:15pm

Zuglaufrechnung

Hallo Mark,
--> falls Interesse an der Methodik der Zuglaufrechnung besteht, kann ich dazu gerne einen Exkurs einfügen.

gerne. Bin gerade dabei einen Fahrplan für meine Bahn auszuarbeiten, da könnte das helfen.

Vielen Dank und Grüße,

Johann

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Thursday, March 10th 2016, 10:00pm

ich werde gerade von ein paar anderen Dingen ausserhalb der Modellbahn aufgehalten :huh: , darum mehr zu Fahrplänen und Zuglaufrechnung später...
viele Grüsse,
Mark

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Thursday, August 4th 2016, 11:52am

Schade das es hier nicht mehr weitergeht....:-(
ECHTE LIEBE: BVB!

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Thursday, August 4th 2016, 4:49pm

Zeit für Hobbies

Hallo Mark,

auch ich hoffe, dass Du den Faden wieder aufnimmst. Dein Herangehen an die Modellbahn entspricht genau meinen Vorstellungen!
Aber auch bei mir gab es berufsbedingt zeitliche Unterbrechungen, in denen dann einfach auch die Muse für schöpferische Tätigkeiten fehlte, so dass ich Deine Abwesenheit hier nachvollziehen kann.

Ich wünsche Dir diese Muse und werde auf Deine Beiträge geduldig warten.

Carl, Lokführer aus Murksbach

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