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absolute_Null

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1

Thursday, March 1st 2012, 5:27pm

Jos Tagebuch - oder Modellbahn für absolute Nullen (2. Teil - Das Konzept)

Konzept? Was ist das denn? Braucht man das?


Ein Konzept kann dabei ein von einer einfachen groben Skizze bis zum bis ins kleinste Detail durchgeplanter Entwurf sein!

...und es geht sicherlich auch ohne!


Da ich mit einem Konzept besser zurecht komme, als einfach drauf los zu bauen, habe ich mich zu beginn hingesetzt, mit einem leeren Blatt Papier und einem (roten) Bleistift (vielleicht kennt der eine oder andere diesen ominösen Stift noch) vor mir und habe zunächst einmal festgelegt, was ich eigentlich will!

Zunächst ist eine Art Pflichtenheft entstanden. Ich habe alle Punkte aufgelistet, die ich später verwirklichen möchte, wobei die Liste (glücklicherweise) nur wenige Punkte umfasste:

1. Spur 0
2. Neben- oder Kleinbahn
3. Regel- oder Schmalspur
4. zwei bis drei Betriebsstellen
5. nach Vorbild
6. kleines BW
7. Dampf, Diesel und Triebwagen
8. Wasser (Fluss und/oder Hafen)
9. alles auf einer Ebene
10. manueller Betrieb
11. problemlos allein oder zu zweit zu bedienen
12. optisch getrennte Bereiche
13. Betrieb nach Uhr und Fahrplan
14. Tag/Nacht Steuerung
15. Geräusche

Zum Verständnis erläutere ich die Punkte aus meiner Sicht etwas näher:

Zu Punkt 1
Bisher habe ich in Spur 0 noch nichts gebaut. Ich war immer fasziniert von der "Größe" der
Fahrzeuge. Man kann sehr viel Mehr Details erkennen als bei H0 und hat auch was in der Hand!
...und meine Augen werden auch irgendwie nicht besser.

Zu Punkt 2
Dieser ergibt sich schon aus den vorhandenen Platzgründen!
Ich habe bei meiner Chefin einen "Antrag auf Nutzung des Dachbodens für eigene Zwecke" durchboxen können. Der Dachboden hat in etwa eine Größe von 50 qm, wobei aber durch die Schrägen nur rund 40 qm genutzt werden können!
Desweiteren mag ich es auch lieber etwas ruhiger!
Bei mir müssen nicht 500 Züge die Stunde rollen!
Ich rangiere lieber und verfolge einen Zug von Beginn an bis zum (bitteren) Ende.

Zu Punkt 3
Regespurig würde sich ein Endbahnhof und ein Schattenbahnhof nach dem klassischen Prinzip "out and back" auf dem vorhandenen Platz anbieten. Das würde mir eigentlich reichen!
Eine dritte Betriebsstelle würde schon eng werden!
Insbesondere, wenn man mal zu mehreren spielt!
Auf schmaler Spur wären drei Betriebsstellen ohne weiteres machbar.

Zu Punkt 3
Drei Betriebsstellen sind natürlich eine mehr als zwei! (Was für eine Erkenntnis!)
Drei Betriebsstellen bieten entsprechend auch mehr Möglichkeiten als zwei!

Zu Punkt 4
Schon jetzt muss eine Entscheidung getroffen werden:
Regelspur und 2 Betriebsstellen oder Schmalspur und 3 Betriebsstellen!
Keine Frage, ich habe mich natürlich für die "richtige" Spur entschieden!

Zu Punkt 5
Nach Vorbild bauen ist einfach! Alles ist vorgegeben! Für eine absolute Null also perfekt! Ich muss dann nicht einmal nachdenken oder etwas fantastisches ausdenken! Ganz einfach nur kopieren!
Vorbilder gibt es dabei genug. Sachsen ist hier natürlich an erster Stelle zu nennen. Rügen, Hümmlingen, Jagsttal usw. kämen ebenfalls in Frage.

Zu Punkt 6
Ein BW hatten eigentlich alle Endbahnhöfe der Schmalspurbahnen, da diese ja in der Regel als "Insellösungen" betrieben wurden und der erste Zug meistens von einem der Endpunkte morgens startete.

Zu Punkt 7
Auch hier bleiben noch alle Möglichkeiten offen! Dampfloks gab es auf allen Strecken zu Beginn und meist auch noch bis zur Betriebseinstellung. Mit Dieselloks und Triebwagen haben auch alle (bis auf die Sachsen) experimentiert, um Kosten zu sparen.

Zu Punkt 8
Wasser gab es auch überall, da die Schmalspurbahnen sich häufig an Flüssen entlang schlängelten.

Zu Punkt 9
Ich werde - aus welchem Grund auch immer - jedes Jahr ein Jahr älter! Meine Knochen knirschen, das Schuhe Zubinden wird auch immer lästiger und daher ist dies ein sehr wichtiges Kriterium. Mit 70 möchte ich mich nicht mehr bücken müssen, um einen Anlagenteil zu erreichen!
Wenn man die Punkte nach Wichtigkeit sortieren würde, wäre dies wohl der wichtigste!

Zu Punkt 10
Wie weiter oben schon beschrieben, fahre ich gerne selbst einen Zug und rangiere gerne! Daher wird die Anlage zwar digital ausgestattet, aber Automatikbetrieb kommt nicht in Frage.

Zu Punkt 11
Die Anlage muss problemlos alleine zu steuern sein, jedoch auch noch die Möglichkeit bieten, einen
zweiten Mitspieler zuzulassen. Hier ist bei der Planung auf genügend Platz in den Gängen zu achten!

Zu Punkt 12
Die einzelnen Bereiche sollen optisch voneinander getrennt sein und die Übergänge harmonisch ineinander überfließen. Dies kann man durch geschickte Anordnung der Segmente/Module hinbekommen. Man hat dann nur die Szenerie vor Augen, in der man sich gerade bewegt.

Zu Punkt 13
Da ich nach Vorbild bauen möchte, ist dies einfach! Ich schaue einfach in einen Fahrplan der
entsprechenden Zeit.

Zu Punkt 14
Um noch etwas mehr Realitätsnähe zu erzeugen, soll alles beleuchtet werden und eine Tag/Nacht-Steuerung passend zu Uhr und Fahrplan integriert werden.

Zu Punkt 15
Genauso soll auch eine Geräuschkulisse zur Realitätsnähe beitragen.

So, nun bleibt bei diesem Pflichtenheft noch eine genügende Auswahl an möglicher Vorbilder über (besser, als wenn am Ende weniger geht als am Anfang!)

Den Ausschlag für Rügen als Vorbild haben mehrere Faktoren gegeben! Zum einen die tolle Website von Jellejan Postma, zum anderen der Hafenanschluss von Wiek, zum dritten, dass es auf der Strecke Fährhof - Altenkirchen eben nur drei "richtige" Bahnhöfe gibt! (Der Rest sind Ladestellen bzw. Bedarfshaltestellen!) Ganz entscheidend war auch die Fähranbindung! Damit kann die Anlage komplett ausgestaltet werden und dennoch ist ein Schattenbahnhof vorhanden! (Man kann hier z.B. mit Kassetten - in diesem Fall Fähren - arbeiten)

Gut, mein Pflichtenheft ist nun nicht gerade ein Buch mit 100 Seiten, aber vielleicht kann man sehen, wie man Punkt für Punkt einen Plan bzw. ein Konzept erarbeiten kann.

Bei "Wunschlisten" auf denen mehrere sich gegenseitig ausschließende Punkte stehen, weil man einfach zu viel will, muss man abwägen, welcher Punkt für einen der wichtigste ist.
Man kann auch jedem Punkt eine Priorität zuordnen und der Punkt mit einer niedriegeren Priorität muss dann leider gestrichen werden!

Frei nach dem Motto: Weniger ist mehr!


Gruß
absolute Null

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This post has been edited 1 times, last edit by "absolute_Null" (Mar 2nd 2012, 11:16am) with the following reason: Edith ist etwas pingelig bezügl. eines banalen Schreibfehlers ...und einen Link eingefügt


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richard (01.03.2012)

absolute_Null

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2

Tuesday, March 20th 2012, 2:22pm

Der Weg ist das Ziel!


Mein Ziel ist es nun Teile der Nordstrecke der Rügenschen Kleinbahnen - also ein (früher) real existierendes Vorbild - im Model nachzubauen.

Dazu muss ich zunächst ja so viele Informationen sammeln wie möglich bzw. wie nötig sind, um die Strecke weitgehend realistisch abzubilden.

Alle öffentlich zugänglichen Quellen habe ich inzwischen weitgehend abgegrast und auch einige Kontakte aufgenommen und somit weitere Informationen bekommen können.
Weitere Recherchen würden jetzt nur noch Kleinigkeiten hervorbringen, aber den Aufwand hierfür gleichzeitig enorm erhöhen.

Wenn ich im Laufe des Projektes nebenher neue Infos bekomme, versuche ich diese mit einzubringen,

aber ich suche jetzt nicht gezielt danach!

...und wenn man fertig ist, bekommt man sowieso alle Infos, die einem bis dahin gefehlt haben! ;(

In der Hauptsache geht es mir um den Bau der Anlage. Da die Kosten für ein solches Projekt nicht zu verachten sind, soll diese Anlage auch (voraussichtlich) die letzte Anlage sein, die ich bauen werde.

Somit muss gleichzeitig aber auch ein Konzept für das „danach“ gefunden werden!
Im Kreis fahren ist nicht mein Ding! Das finde ich langweilig. Also kam nur ein Point-to-Point Verkehr in Frage. Das klassische Prinzip Out-and-Back! Dabei finde ich es auch wiederum langweilig immer denselben Zug hin und her zu fahren. Ich muss also ins Betriebsgeschehen eingreifen, um immer wieder neue Züge verkehren zu lassen.

Wäre der Schattenbahnhof in diesem Fall unter der Anlage, müsste die Eingriffshöhe entsprechend groß sein, um problemlos Züge bilden zu können, was wiederum entweder eine Wendel oder eine lange gerade Steigungsstrecke unter der Anlage voraussetzen würde, was dazu führt, dass man mehr Strecke "unter Tage" hätte als im sichtbaren Bereich.
Das ist für mich nicht erstrebenswert. Desweiteren müsste ich mich jedes Mal bücken, um einen Zug zusammenzustellen. Weiterhin floss auch die Überlegung der späteren Wartung der Anlage ein. Sind zwei Ebenen übereinander, kommt man schlecht an die obere ran, da die untere im Wege ist. (Durch die Forderung nach einer ausreichenden Eingriffshöhe wäre die obere Ebene für mich auch fast unerreichbar da meine Körpergröße unter die Kategorie Zwerg fällt und somit meine Armlänge entsprechend kurz ist). Bei einer geschickten Planung könnte man zwar den Schattenbahnhof unter einen Bereich der Anlage legen, wo keine Weichenmotoren, Steuerungen o.ä. von der oberen Ebene liegen, aber das Bücken bliebe immer noch!

Somit muss der Schattenbahnhof auf die gleiche Ebene wie der Rest!

Der Schattenbahnhof nimmt in der Regel aber einiges an Platz weg! Auch ist er selten ausgestaltet.

Durch den sowieso schon (immer zu) wenigen zur Verfügung stehenden Platz ergibt sich die Forderung einer Kleinbahn von selbst, um das Ganze überhaupt glaubhaft darzustellen.

Eine Schmalspurbahn wiederum spart weiteren Platz, so dass letztlich noch mehr glaubhaft dargestellt werden kann.

Auch kommt sie der Forderung nach, immer wieder Züge neu zusammenzustellen, da sie häufig als Insellösungen betrieben wurden und somit auch kein Kreisverkehr stattfindet.

Der Fahrzeugpark ist ebenfalls sehr übersichtlich und dies kommt wiederum dem (natürlich immer zu) kleinen Geldbeutel entgegen!

Um nun auch den Schattenbahnhof zu umgehen gibt es eigentlich nur die Möglichkeit den Anschlussbahnhof einer Schmalspurbahn an die Regelspur als selbigen nachzubilden.

Bei der Suche nach einem geeigneten Vorbild bin ich dabei über die Nordstrecke der Rügenschen Kleinbahnen gestolpert, wo ich alle Betriebsstellen mit wenigen Kompromissen nachbilden kann und durch die Fähre den Platz für den Schattenbahnhof spare!

Ein in sich abgeschlossenes und vollkommen schlüssiges Thema!

Da ich halt das Vorbild recht genau nachbilden möchte, kommt mangels Alternativen nur der Selbstbau in allen Bereichen in Frage. Da ich - aufgrund meiner beiden linken Hände - den Unterbau lasern lassen werde, können natürlich hierbei auch gleich alle Löcher für Kabeldurchlässe, Weichenantriebe, Schraubverbindungen und Grifflöcher mit ausgeschnitten werden.

Da es bei den Rügenschen Kleinbahnen keine Stellwerke gab, wäre ein Gleisbildstellpult fehl am Platze. Also kommen hier nur einfache Schalter oder Taster in Frage. Am besten auch in der Nähe der Weichen (also dezentral). Um hier das Flair noch etwas zu erhöhen und noch mehr "Kleinbahnatmosphäre" aufkommen zu lassen, bietet sich an, die Schalter als Stellhebel eben nach Vorbild der original Weichenstellhebel abzubilden.

Bei der Sicherungstechnik musste ich leider feststellen, dass diese (vorbildgetreu umgesetzt) für den Modellbahnbetrieb eher hinderlich als fördernd ist! (Also hab ich das Thema gleich wieder fallen lassen.)

Für die spätere Elektrik muss ich natürlich auch wissen, wie (analog oder digital) die Anlage gesteuert wird, bzw. wie umfangreich das Ganze wird.

Dazu gehört auch die mögliche Beleuchtung der Anlage.

...und die hängt wiederum mit der Raumbeleuchtung zusammen!

Alle anderen Bereiche sind nebensächlich bzw. ergeben sich durch die Umsetzung ins Modell.


Gruß
absolute_Null

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