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Sunday, March 27th 2016, 7:31pm

Heimanlage nach Motiven der Trusebahn

Hallo Foristen,

vor einiger Zeit hatte ich den Plan einer 0e Anlage nach Motiven der Prignitzer Schmalspurbahnen vorgestellt. Allerdings stellte sich heraus, dass ich nicht die Unterlagen zusammenbekomme, die ich mir vorgestellt habe. ?(
Nachdem ich 1 1/2 Aktenordner Material über die Trusebahn im Regal stehen habe und zwar in der Detaillierung, wie ich es mir wünsche, habe ich mich entschlossen, die Trusebahn zu bauen. Auch scheinen mir die betrieblichen Möglichkeiten interessanter zu sein. :thumbsup:
Anbei im Datenanhang erst einmal der Plan für das Zimmer.

Der Schattenbahnhof zum Herausnehmen vor der Tür ist gleisreicher geworden, die erste Kurve ähnelt der alten Planung.
Als erstes wird die Kurve und wahrscheinlich der Schattenbahnhof gebaut werden.
Als nächstes kommen die Module Trusetal mit dem Anschluss Reum und dem Haltepunkt Trusetal-Süd dran. Der Genehmigungplan für den Anschluss der Fa. Reum sieht 2 Gleise vor. Ich habe mir erlaubt, ihn eingleisig zu planen, damit ich die bekannte Engstelle im Ort, mit Hilfe eines angeschnittenen Hauses darstellen kann.

Anbei die ersten Bilder der Kurve:
Ich weiß, der Kurvenradius ist grottig, aber leider ist es mein Arbeitszimmer, wo die Anlage entsteht, und es muss als solches wohn- und benutzbar sein, schlließlich muss ich von berufswegen híer viel am Schreibtisch sitzen. Die Kurve kommt auf die Schränke dahinter.

Das Eckmodul hat die Maße 1,24 x 0,94 m und eine Tiefe von 0,34 bzw. 0,42 m.
Die Trusebahn hatte Schwellen in einer Breite von 20 cm mit einer Länge von 1,6 m (cf. Steffen Dietsch, Die Trusebahn, Eisenbahnkurier-Verlag, S. 60 bzw. S. 78f). Dort finden sich auch die Informationen für die Schienen.

In diesem Buch steht, dass Lenz & Co die Planung für eine 1000mm Schmalspurbahn erstellt hat. Im Archivakt liegen Zeichnungen von Hartwich.
Wegen der besseren Materiallage habe ich mich entschlossen, Lenzweichen für den Schattenbahnhof "Wernshausen" und Trusetal zu verwenden, im Buch von Bauchspies/Jünemann/Kieber, Die Rügenschen Kleinbahnen, transpress-Verlag, findet sich eine schöne Zeichnung einer Lenzschen Weiche. Das war der Ausgangspunkt.
Das Lenzsche Profil 15a hatte eine Höhe von 89 mm. Ich baue von daher mit Peco Code 75 Schienen für die Gleise und Code 60 Schienen für die Zungenschienen.

Die Schwellen sind Lindenholzprofile, 10x2 mm, die ich auf die Schwellenbreite von 200 mm in 1:45 4,4 mm mit meiner kleinen Proxxon-Tischkreissäge geschnitten habe.
Mit den Alterungspudern von Polak (#5767 und im zweiten Auftrag 5763 und 5766) habe ich mir eine Alkoholbeize mit Brennspiritus hergestellt und die Leisten gebeizt.

Die Kleineisen wurden mit einem CAD-Programm gezeichnet. Die Originalmaße sind leider nicht einzuhalen, da die Schienenfüße zu breit sind.

Das Papier ist 120 g schwer und hat eine Stärke von 0,2 mm, was wiederum maßstäblich ist.
Die Schienennägel sind aus #10 Tackerklammern geschnitten.

Die Kurve mit Hilfe der Schienenlehren von H0-fine (Code75-16,7 ) auf ein Maß von 16,7 mm eingestellt, so dass mit diesem Übermaß die Loks durchfahren sollten.


Die Spurlehren zum Schrauben sind übrigens von Hobbyecke-Schumacher.

So, jetzt wird die Kurve fertig genagelt und dann geht es an die Lenzweiche, um zu testen, ob meine Zeichnungen sich auch wirklich ins Modell umsetzen lassen. Dann wenn die notwendigen Korrekturen eingearbeitet sind, werde ich ätzen lassen und hoffe zu Pfingsten mit den Ätzteilen weiterbauen zu können.

Gruß
Andreas
Andreas S. Lüneburg has attached the following file:

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2

Tuesday, April 5th 2016, 6:38pm

Es geht voran

Inzwischen konnte ich die Ostertage dafür nutzen mit dem Gleisbau voranzukommen.
Die Kurve ist genagelt.


Unnd auch bei den beiden Lenzweichen hat sich was getan, die ersten Schienenprofile und die Herzstücke sind eingebaut.


Gruß
Andreas

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3

Wednesday, June 22nd 2016, 5:52pm

Weichenzunge und Stellmechanik

Inzwischen sind alle "Kleineisen" eingebaut worden.
Die Zungenschiene musste ich aus Code 40 Schienenprofile bauen, damit ich noch eine Andeutung eines Gleitstuhls darstellen konnte. (Inzwischen habe ich schon Code 83 Profile bei Weinert geordert, dann ist mehr Platz.)

Ab in den Schraubstock und mit Feile Hieb 3 befeilen, zuerst auf der Innenseite den Schienenkopf abnehmen, dann auf der Außenseite Schienenfuß und -kopf bis zu der Stelle, wo die Zungenschiene die Außenschiene nicht mehr berührt.
In die Schiene wird für das Gelenk ein Loch gebohrt, das den Messingstab aufnimmt, der eingelötet wird.

Die Stellstange ist von Wenz-Modellbau #0333. Sehr schön!
Befestigt wurde diese mit 0,4 mm Nieten von Fohrmann. Die wurden von unten mit einem Tick Sekundenkleber versehen. Für Reparaturzwecke kannn der Kleber mit Aceton gelöst werden.

So sieht das fahrbereit von oben aus.

Die Zungenstellvorrichtung unter der "Platte" ist von Martin Meiburg, dort mehr.

Komplett fahrfertig ist die Weiche mit den Zwangschienen im Herzstückbereich.

Jetzt ist der Stellmechanismus dran. Aber da muss noch Arbeit hineingesteckt werden.

Gruß
Andreas

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JACQUES TIMMERMANS

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4

Thursday, June 23rd 2016, 10:53am

Hallo Andreas,

Sogar eine halbfertige Weiche aus deinen Händen sieht schon super aus! Wie ich sehe, und im Begleittext zu lesen ist, hasst Du die Stellstange von Wenz (Durchmesser 0,70 mm) verbaut. Nichts dagegen! Ich selbst habe ebenfalls „Rangirweichen“ von Wenz in meiner Anlage verbaut, bin von mit dem Optik ganz zufrieden, aber von die mechanische Festigkeit der Kunststoff-Stellstange nicht so überzeugt.

Ich bin schon lange dabei, um diese durch runde Kohlefaser-Profile gleicher Durchmesser zu ersetzen, womit ich eine bedeutend erhöhte Stärke und Stabilität erzielen konnte. Die Festigkeit des Kohlefaserns ist allenthalben bekannt, aber die Fasern haben ebenfalls einen Nachteil, sie geleiten den elektrischen Strom, zwar nicht so gut wie Kupfer, aber dennoch. Den Stromfluss habe ich durch dem Verkleben mit Sekundenklebstoff, Loctite 480, praktisch bis Null reduziert, bin aber noch auf der Suche nach einer mehr eleganteren Lösung. Nach der Verklebung habe ich die Kloben nochmals, wie die Anleitung beschreibt, mit viel Gefühl rundum die Stellstange festgedrückt.


Gruß,

Jacques Timmermans

This post has been edited 2 times, last edit by "JACQUES TIMMERMANS" (Jun 24th 2016, 11:26am)


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Friday, June 24th 2016, 11:00am

Hallo Jacques,

danke für das Lob.

Die Kohlefaser-Profile habe ich auch immer im Hinterkopf, allerdings habe ich mich noch nicht um Bezugsquellen gekümmert. :whistling:
Die elektrische Leitfähigkeit ist bei meinem Weichenbau kein Problem, da die Unterseite bei mir aus Papier ist und die Stellstange und ihre Befestigung auf der Zungenschiene elektrisch isoliert erfolgt. 110 g Papier mit Sekundenkleber getränkt und mit diesem auch unter das Schienenprofil geklebt.
Natürlich kann ich zur Belastbarkeit des Polystyrol-Rundmaterials noch nichts sagen. Meine Erfahrungen mit Frensdorf haben mir gezeigt, dass der Anschlag im unterflurischen Bereich ganz entscheidend ist. Für Frensdorsf hatte ich für die ferngestellten Weichen Feathers-Motoren verwendet, die Stellstange war 0,4 mm Messingdraht, die Unterseite der Zungenschiene war Papier gewesen. Durch die Anschlag war nie etwas kaputt gegangen, obwohl bei FREMO-Treffen die Motoren 15 Std. und mehr liefen.
Gruß
Andreas

This post has been edited 1 times, last edit by "Andreas S. Lüneburg" (Jun 24th 2016, 11:10am)


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6

Friday, June 24th 2016, 11:31am

Hallo Andreas,


ich habe meine Kohlefaser Stäbchen und Rohre HIER gekauft.


Gruß,


Jacques


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7

Friday, June 24th 2016, 1:31pm

Hallo Jacques,

danke für die hilfreiche Antwort.
Kann man die Stäbe mit normalen Bohrern durchbohren oder muss man etwas besonderes beachten?

Gruß
Andreas

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8

Friday, June 24th 2016, 3:19pm

Hallo Andreas,

Die Vollstäbe habe ich lediglich auf Länge gesägt, gebohrt (noch) nicht. Beim zersägen können die Enden leicht zerfetzen, was mit ein kleines Stück Papierklebeband, das vorher um die Stäbchen geklebt wird, verhindert wird. Durch ein nachträgliches tränken in Sekundenkleber vermeidet man das auseinander Zerfetzen der abgelängte Stücke. Ich nehme an, dass man beim Bohren (mit herkömmlichen Spiralbohrer) ebenso vorgeht, und die Bohrstelle vorher abermals in Sekundenkleber tränkt. Ob das Bohren mit kleinstem Bohrer von 1,0 mm oder kleiner in dünne Voll- oder Hohlstäbe so ohne weiteres erfolgreich gelingt, erscheint mir jedoch ein wenig zweifelhaft.

Gruß,

Jacques

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Sunday, June 26th 2016, 3:18pm

Ein Blick in die Unterwelt

Nun geht es in den Untergrund.
Für den Weichenantrieb habe ich mir ein Ausführung eines österreichischen FREMO-Freundes als Vorbild genommen (siehe hier ).
Mich fasziniert, dass der Weichenantrieb den Stellvorgang des Vorbildes abbildet, dass ich zeigen kann, wo die Grundstellung ist und dass ich auch ein Weichenanschloss oder Schloss einer Gleissperre einbauen kann, und dass der Antrieb auch versenkt in die Modulwand eingebaut werden kann.
Übersicht:

Als Welle habe ich einen 10 mm Buchenstab genommen und die runden Scheiben mit einem 45mm Forstner-Bohrer ausgeschnitten.
Unten sieht man auch die Zungenstellvorrichtung von Martin Meiburg. Die Montage ist denkbar einfach. Beim Probebetrieb habe ich feststellen dürfen, dass die Schraubösen gleich hoch eingedreht werden müssen, damit die Stellstange parallel läuft. Der Mikroschalter dient der Stromversorgung des Herzstücks.

Die Umlenkung ist aus dem RC-Bereich und auch die Angreifungen am Ruderwinkel und am Holz. Diese laufen leicht, haben etwas Spiel und können sich auch einem Winkel anpassen. Ich habe die Ausgabe nicht bereut.
Auf der Scheibe sind zwei Schrauben als Mitnehmer aufgeschraubt, so dass eine Drehbewegung von 180° möglich ist.
Die ganz rechte Scheibe hat Gewichte bekommen, damit das Spielen echter wirkt, und die Weichenzunge in der Endstellung bleibt. Natürlich hätte man auch die bekannten Kippschalter nehmen können, aber so geht der Stellvorgang ohne den Widerstand des Schalters butterweich.

Gruß
Andreas

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