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[DB Regelspur] Hegob - Ein Baubericht

1

Wednesday, April 13th 2016, 9:57pm

Hegob - Ein Baubericht

Hallo zusammen,

nach meinem wenig erfolgreichen Versuch mit genageltem Gleis nehme ich Abstand von der Idee auch Weichen mit der Nagelmethode herzustellen.
Also habe ich mir Weichen von Hegob besorgt. Über den Bau einer Weiche möchte ich hier berichten, da der Hersteller es leider vermeidet ordentliche Bilder oder Unterlagen auf seiner Seite bereitzustellen. Einzig ein Baubericht eines Kunden für eine Spur-1-Bogenweiche ist aufzutreiben.

Was bekommt man als Bausatz einer EW-150-7,5 mit Kunststoff-Schwellen? Das:

Ich bitte die etwas schmuddelige Arbeitsplatte zu entschuldigen :whistling:

Ausgepackt findet sich ein Schwellenplan auf zwei Seiten, ein Tütchen mit Schwellen, mehrere Tütchen Kleineisen (die Schienenbefestigung), eine Stellstange und ein paar kleine Ringe, die Radlenker, zwei lange gerade Schienenprofile und ein kurzes, ein fertiges Herzstück und als komplizierteste Teile die beiden fertigen Federzungen.


Die Zungen von nah:


und das Herzstück:

Es fällt auf, dass die Futterstücke fehlen, da muss ich noch nacharbeiten.

So sieht das Herzstück von unten aus:


Das sind die Enden der Zungen, die Befestigung der Stellmechanik ist schon angebaut:


Ha, dann man den Plan zusammenlegen:

?( Das passt nicht! Auf dem Plan finden sich ganz zwei Maße, die aber nicht zur Kopie passen. :wacko:
Wenn man die Zeichnung passend zusammenschiebt ist die Weiche 576 statt 587 mm lang. :(
Außerdem ist die Breite der Zeichnung zu groß. Typisch für eine Verkleinerung auf dem Fotokopierer. Also darf ich mir einen neuen Schwellenplan machen.

Vorher noch ein paar Bilder der Schwellen:

Links die Schwellen des Streckengleises, 2 Dreier-Stücke liegen bei.
Rechts Weichenschwellen. Es gib 6 Grundlängen, die an den Stegen entsprechend des "Plans" zu kürzen sind.
Leider sind die Weichenschwellen teilweise recht krumm, also nach oben gewölbt.Man kann die aber recht beherzt gerade biegen. Scheinbar hat man die Materialdicken des Kunststoffs bei der Konstruktion nicht so gut bedacht und so werden die Schwellen dem Spritzguss folgendem Abkühlen krumm. Mal schauen, ob die die Biegung später Probleme machen wird. :huh:

Zum sortieren hab ich die Schwellen mal ausgelegt:


Ob man die Weiche bei der DR nicht einbauen darf? :D


Als nächstes mache ich mir erst mal einen neuen Schwellenplan, also CAD statt basteln.

Wird fortgesetzt!

Grüße

H3x
Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.

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Hape

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2

Thursday, April 14th 2016, 4:57pm

Hallo H3x

Ich habe bis jetzt 5 Hegob Weichen gebaut allerdings mit Holzschwellen,

bei meinen Bausätzen war der Weichenplan in einem Stück.

Das es jetzt zweiteilig ist, dazu noch unstimmig ist bedauerlich.

Wen das mit dem anfertigen eines Weichplans bei Dir nicht klappt

schicke ich die einen.

Gruß Hape

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3

Thursday, April 14th 2016, 5:10pm

Hallo H3x,

du mußt die Zeichnungen übereinanderschieben, so dass die Profile fluchten.

Gruß

clausO

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4

Thursday, April 14th 2016, 10:01pm

Hallo,

vielen Dank für die netten Bewertungen und Kommentare. ^^

Wen das mit dem anfertigen eines Weichplans bei Dir nicht klappt
schicke ich die einen.


Danke für das freundliche Angebot, ich versuche es erst mal so. Eine E-Mail mit einer guten Hilfe hat mich auch schon erreicht.


Hallo H3x,
du mußt die Zeichnungen übereinanderschieben, so dass die Profile fluchten.
Gruß
clausO


Damit hast du natürlich Recht, nur dann ist die Weiche zu kurz ;( Ich schrieb "Wenn man die Zeichnung passend zusammenschiebt ist die Weiche 576 statt 587 mm lang."

Aber den originalen Plan habe ich schon der Nutzung als Notizzettel zugeführt.
Statt zu sägen und zu kleben habe ich die Maus geschwungen.
Weil ich euch so lieb habe :love: gibt es die Zeichnung zum Download. Aber bitte nur für den privaten Gebrauch.
Das PDF passt mit 20mm Überlappung auf 3 A4 Seiten. Die Millimeterangaben oben beziehen sich auf die Schwellenlänge und unter den Schwellen auf die Abgelängten.
Es fehlt noch die Info welches Kleineisen wo hin muss - keine Sorge, dass kommt noch.

Liebe Grüße

H3x
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This post has been edited 1 times, last edit by "H3x" (Apr 14th 2016, 10:28pm) with the following reason: Hups, wollte keinen Beleidigen - entschuldigung


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5

Friday, April 15th 2016, 5:11pm

noch nicht angekommen

Hi Leute,

hab' ich aufs HEGOB Material mit Holzschwellen eingeschossen. Leider zieht sich das mit der Lieferung in die Länge. Hmm.

Ciao

der NNullguggi

6

Friday, April 15th 2016, 5:34pm

Hallo H3x,

danke fürs zeigen der Bilder von den Materialien einer Hegob-Weiche.

Ich bin mit der Planung beschäftigt, aus den Bestandteilen einer Hegob-Weiche eine Weiche mit Lenz Geometrie zu bauen.

index.php?page=Attachment&attachmentID=19707

Das ganze soll dann aber auf Holzschwellen basieren. Hab da auch diesbezüglich schon mit Herrn Obst geredet.

Ach ja, ich habe auch nur noch einen zweiteiligen Lageplan erhalten.
LG Ingo

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jui

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7

Friday, April 15th 2016, 6:24pm

Hegob auf Lenz

Hallo Ingo,
da sprichst du mir aus dem Herzen :-)
die ...richtigen... Hegob Weichen sind für mein Modul zu gross, zumal Nebenbahnen ja durchaus engere Radien hatten...aber das Holzgleis mit dem Kleineisen ist einfach toll (habe etliche gerade Schienen davon )...solltest du bei Hegob Gehör finden (Kleinserie ??) bin ich sofort mit einer Bestellung dabei !
Viel Erfolg, beste Hobbygrüsse, Jui

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8

Saturday, April 16th 2016, 6:41pm

Zurück zum Thema

Hallo zusammen,

der Plan ist ja fertig, also Ausdrucken (Länge stimmt auf ein Zehntel) und die drei Teile zusammenkleben:

Ich nehme dafür dieses matte 3M-Tesa ?( -Band, das ist zur Not wieder lösbar.

Nun auf die Arbeitsplatte Teppichband kleben und zuschneiden. Tipp - überlappend kleben und mit dem Cutter passend schneiden, dann kann man den Keil sogar weiter verwenden.

Den Plan knitterfrei aufziehen und unter die Backenschienen dünnes doppelseitiges Klebband aus dem Künstlerbedarf aufbringen. Das hält später die Schwellen am Platz und mit einem Haartrockner erwärmt geht die Weiche einfach ab. Im Bild ist noch die Schutzfolie drauf, sonst sieht man das fast nicht.

Die Weichenschwellen habe an den Entlüftungen und am Anspritzkanal Häute, die man entfernen sollte, sonst liegen die Schwellen nicht plan. Gleichzeitig habe ich die gebogenen Schwellen mit sanfter Gewalt zw. den Fingern gerichtet.

Die ersten Schwellen kleben schon. Vorher habe ich die Schwellen nach der Größe sortiert, sonst passieren schnell Fehler. Nur so aus Erfahrung :whistling:

Mit einer feinen Säge und wenig Druck lassen die Schwellen sich schnell passend ablängen. Aber lieber einmal zu viel Nachmessen, dransägen geht nicht ;)

In folgenden Bild sind zwei Arbeitsschritte dargestellt. Die Radlenker möchte sich später von unten an die Schiene löten. Dazu feile ich die Brünierung ab. Im Hintergrund sind schon einige Schienenstühlchen auf die gerade Backenschiene gefädelt.

Welches Schienenbefestigung wo hin muss werde ich noch im Plan einzeichnen, aber erst wenn die Weiche fertig ist und nichts übrig geblieben ist. ^^
Auch ist mir aufgefallen, dass das Herzstück ein wenig nach hinten verschoben werden muss.

Als Nächstes werden die Schienenbefestigungen passend zu den Schwellen ausgerichtet. Nun ein Klebband geben Kleberklecker und eine Markierung, bis wo hin der Kleber auf die Schwellen kommt. Ich habe mal den Faller-Schwarzwaldniedlichhäuschen-Kleber Typ "expert" probiert. Mal schauen obs hebt, wie man wohl dort sagt :thumbup:
Edit: Ja, nach zwei Stunden hält es prima!

So sieht es ausgerichtet aus. Eine Kontrolle, ob das Gleis gerade liegt ist vor dem Kleben wichtig, sonst baut man eine Bogenweiche. Ich nehme dazu ein dünnes 500 mm Stahllineal.


Damit alles ordentlich verschweißt braucht es Druck! Auch so eine Art 3D-Druck 8|


Das war es erst mal für heute.
Eine kleine Bitte habe ich noch - Natürlich freue ich mich über Kommentare, Kritik, Hilfen oder Freibier, aber bevor das Thema zu sehr zerfasert möchte ich die Schreiber ermuntern darüber nachzudenken, ob ihr Beitrag einem Modellbauer auch in einigen Monaten oder Jahren noch hilft. Danke.


Was ich noch nicht verstehe: Warum baut man Lenz nach, wenn es die Knick-Knack-Lenzweichen doch fertig gibt?

Liebe Grüße

H3x
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This post has been edited 1 times, last edit by "H3x" (Apr 16th 2016, 8:36pm) with the following reason: Ergänzung


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9

Sunday, April 17th 2016, 8:52pm

Kummer mit dem Herzstück

Hallo liebe Leser,

langsam geht es weiter. Ich hoffe, dass der Bericht nicht zu langatmig ist, aber ich möchte gern jeden Schritt beschreiben um auch Einsteigern in den Gleisbau in Null (wie mir :) ) den Nachbau zu ermöglichen. Bislang betrug die Bauzeit etwa 5 Stunden, wobei ein guter Teil der Zeit auf Fotos und Grübeln verwendet wurde.

Zuerst habe ich mich heute um den Zungenbereich an der geraden Backenschiene gekümmert.
Mit etwas Kleber werden die halben Schienenbefestigungen unter die Schiene geschoben.


Auf der Innenseite kommen dann die Gleitplatten hin.


Während die geklebten Teile fixiert und angedrückt aushärten wollte ich mich um das Herzstück kümmern. Die Kleineisen sind schnell aufgeschoben (Schienenende vorher entgraten) und das Herzstück wird auf den Schwellen probegelegt. Oh, das leibt nicht plan! :huh:
Ein Blick zeigt etwas verdrehte Profile auf der Endseite. Das kann man auf dem Foto schlecht sehen.

Mit sanfter Gewalt habe ich das gerichtet, doch das Herzstück liegt immer noch nicht plan.
Ein Kontrollblick des Leiters der Lehrwerkstatt bietet dieses Bild:

Das passiert schnell beim Löten. Die Lösung ist recht pragmatisch - gerade biegen. Wobei das nicht zur vollen Zufriedenheit gelingt, das Herzstück liegt zu hoch. Also habe ich uter dem Herzstück die Schwellen etwas mit dem Skalpell abgeschabt.

Vor dem Kleben schnell noch eine Kontrolle der wichtigsten Maße und ein Kontrolllauf mit einem Radsatz. Die Abstandshalter sind von Wenz und ja, die Zahlen sind spiegelverkehrt geätzt. ?(

Sieht gut aus. Das Herzstück habe ich mit etwas 2K-Epoxy aufgeklebt und aufgepresst.

Das war es für heute.

Stay tuned

H3x
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10

Monday, April 18th 2016, 7:47pm

Die erste Zunge

Hallo,

heute nur ein kleines Update aus dem Weichenwerk.
Ich habe die erste Zunge montiert, und zwar die gebogene. Warum die? Weil ich die Weiche quasi von gerade nach gebogen baue, damit nachher alles passt. Mit einer Lehre könnte ich auch von außen nach innen bauen, aber die hat man erst mal nicht und man müsste die fräsen oder lasern.

Bevor es weitergeht noch ein Satz zu den bisher geäußerten Kritikpunkten an dem Bausatz: Ich finde die Bauteile für den Preis durchaus angemessen und gut gemacht und die kleinen Unzulänglichkeiten konnte ich bisher mit den üblichen Mitteln eines Bastlers beheben. Die Kritik ist vielmehr als Hinweis beim Nachbauen zu verstehen, dass man besser genau hinschaut und eventuell etwas korrigiert statt die Teile stumpf zu verarbeiten und dann enttäuscht auf eine krumme Weiche zu schauen. ;(

Also weiter - die Zungen sind sandgestrahlt, was nach dem Löten gut ist und zur besseren Farbhaftung beiträgt. Auf der Unterseite habe ich die raue Oberfläche mit einer blauen Polierscheibe (Proxxon) mit ganz wenig Druck blank gemacht, damit die auf den schwarzen Gleitplatten im Vordergrund beim Umstellvorgang sauber gleiten.

Der Laufspiegel ist auch blank poliert worden.

Dem Bausatz liegen solche Isolierschienenverbinder, durchaus sinnvoll, damit es am Herzstück keinen Kurzschluss gibt, wenn sich die Zungen mal etwas verschieben. Allerdings ist das Aussehen so na ja. Es ginge ja noch, wenn die Verbinder auch der Doppelschwelle lägen, das haut bei mir aber nicht hin. Mir ist nicht ganz klar, wie das gedacht ist - ich lasse die darum einfach weg.


Jetzt noch fixieren, aufkleben und dann andrücken mit Holzklötzchen andrücken:


Noch ein Blick auf die Zungenspitze. Für den Antrieb gibt es an jeder Zunge einen Pin - dafür habe die Löcher gebohrt:


Das war's für heute.

Grüße

H3x
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Schlußscheibe

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11

Wednesday, April 20th 2016, 1:16pm

Moin,

danke für diesen Baubericht.

Ich grüble darüber nach, ob man aus der HEGOB-Weiche auch eine richtige Reichsbahn-/Bundesbahnweiche bauen kann. Da das Gleis vermutlich gut zu RST passt, wäre es meine erste Wahl.

Ich brauche für "Pfarrweisach" zwei EW190 1:7,5 sowie eine ABW auf gleicher Basis und eine zur IBW verbogene EW300 1:9. Von der Stange gibt es da leider nichts.

Gruß,
Schlußscheibe

Null-Problemo

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12

Wednesday, April 20th 2016, 1:30pm

Quoted

Von der Stange gibt es da leider nichts.

http://www.mw-modellbau.de/HP-neu/Spur-0…Uebersicht.html



Null-Problemo :thumbup:

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Wednesday, April 20th 2016, 10:32pm

Hallo Schlußscheibe & Null-Problemo,

bislang hat Michael Weinert die EW190 1:9 fertig, in Gießen war eine am Fremo-Stand zu sehen. Sah super aus!
Bei den gewünschten Bauformen und einer hohen Vorbildtreue würde ich eher auf Basis der MW-Weiche anfangen selbst zu bauen statt die Hegob-Kunststoff-Weiche zu nehmen. Die Kunststoffvariante ist zwar günstig, aber an einigen Stellen sehr vereinfacht, damit die Anzahl der notwendigen Bauteile reduziert wird.
Eine andere Möglichkeit ist von Hegob statt der Kunststoffvariante die Weiche mit Holzschwellen und Gussteilen nehmen und die Schwellen selbst zu sägen oder bei Bünning lasern lassen. Es gibt da eine Kooperation Bünnig/Hegob, einfach mal bei Hegob anfragen.
Das Problem bei den Weichen ist einfach der große Variantenreichtum beim Vorbild und die Abmessungen maßstäblicher Weichen im Modell - so bietet Lenz gerade mal zwei Grundgeometrien (EW und IBW) an und die aus der EW abgeleitete DKW und asymmetrische DW an. Eine ABW fehlt. Das soll keine Kritik sein, bei anderen Herstellen in anderen Baugrößen sieht es ähnlich aus. Das Problem bei einer großen Variantenzahl (steile und schlanke Weichen, Bogen- und Außenbogenweichen usw.) ist die geringe Stückzahl pro Weiche. So bleibt bei exotischen Wünschen nur der Selbstbau.

Meine Weiche hat auch wieder kleine Fortschritte gemacht - ein Bericht folgt bald.

Grüße

H3x
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Friday, April 22nd 2016, 8:49pm

Langsam wird sie komplett

Liebe Weichenfreunde,

so langsam wird die Weiche komplett. Im Wesentlichen wiederholen sich die Arbeitsschritte beim Aufkleben der Schienen, hier ist schon die gebogene Backenschiene aufgeklebt. Zu beachten ist, dass die Biegung schon vor der Herzstückspitze beginnt, die kleine Spurerweiterung macht nichts. Aber wenn man das nicht so bauen würde wäre die anliegende Zunge eine Spurverengung und das Rad könnte bei Spurkranzkontakt aufklettern. Ich hoffe, dass man den Bogen im Bild erahnen kann:


Besser immer nachmessen:


Ein bisschen Optik muss auch sein, darum kommen an das Herz die kurzen Schienenbefestigungen:


Ich habe es wohl mit dem Kleber etwas zu gut gemeint. Na ja, was des Meisters Hand nicht ziert wird mit Spachtel zugeschmiert. Oder so :whistling:


So schaut der Stand im Ganzen aus, durch anklicken gibt es die in Groß!

Wichtig ist neben dem Messen mit unterschiedlichen Radsätzen (im Bild Petau) zu kontrollieren. Das Einzelrad muss bei leichter Neigung sauber über die Weiche rollen. Dank des Sinuslaufs gelingt das bei einer korrekt gebauten Weiche problemlos. Ein altes O-Scale-Rad wollte nicht durchs Herzstück - Ursache ist ein Radsatzinnenmaß von 28,2 mm, es sollten mindestens 28,8 mm sein.

Jetzt fehlen noch die Profile am Ende, dabei muss man sich entscheiden, ob man die Schwellen kürzen oder verschachteln will. Hier mal die verschachtelte Variante.

Die Schwellenanordnung kann man noch ändern, genau genommen gehört dieser Teil schon nicht mehr zur Weiche.

Ist die Weiche jetzt fertig? Nein :!: Lasst euch überraschen :D

Beste Grüße

H3x
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Monday, April 25th 2016, 7:02pm

Hallo zusammen,

manche Dinge, die sonst achtlos weggeworfen werden, kann man prima zum Basteln benutzen. Meine letzten SIM-Karten musste ich aus kreditkartengroßen Trägern herausbrechen, das Material landete in der Bastelkiste und wird jetzt recycelt -

zu Futterstücken im Herzstück und an den Radlenkern. Ein Tropfen Sekundenkleber fixiert sie und später kommt noch Farbe drüber. Die Abmessungen habe ich nach Gefühl gemacht. ^^


Nachdem ich die Weiche vom Untergrund abgelöst habe, halt, nein, das ging erst nicht :cursing: Also ich habe ein neues Klebband angebrochen, dass aber leider zu gut klebte. Erst nach dem Einweichen mit Isopropanol löste sich der Kleber. Also zukünftig besser etwas weniger gutes Klebband.
Jedenfalls war die Weiche irgendwann ab und ich konnte die Stellstange anbauen. Dazu musste ich die Löcher etwas aufbohren, 1,2mm sind es geworden. Stellstange aufstecken und oben zwei kleine Unterlegscheiben drauf.

Die Ringe habe ich mit etwas Lötöl und dem guten Bleilot angelötet

Nebenbei habe ich vergessen ein Foto nach dem Löten zu machen. :pinch:
Jetzt nach die elektrische Verbindung zwischen Backenschienen und den Zungen, erst zügig verzinnen mit Bleilot, 400 °C heißem Kolben und Lötöl als Flussmittel, damit die Kleineisen nicht schmelzen.

Dann die verzinnten Brücken aus 0,75 mm^2 Litze anlöten. Die Brücken sind so gebogen, dass sie später im Schotter verschwinden.

Das Herzstück wird später polarisiert.

Die Schnitte habe ich übrigens mit Sekundenkleber ausgefüllt, damit es bei Temperaturschwankungen oder dem Transport von den Modulen nicht zu Kurzschlüssen kommt. Das sind bei Modultreffen die Fehler, die man unbedingt nach dem Aufbau braucht. Der überschüssige Kleber wird nun wegpoliert:


Die Farbgebung der Weiche kommt erst nach dem Einbau.

Ich hoffe, dass die Anleitung zum Weichenbau ermuntert, über Feedback freue ich mich sehr. Falls es nicht so glatt läuft einfach fragen.

Grüße

H3x
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Hape

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16

Tuesday, April 26th 2016, 4:30pm

Hallo H3x



Mich wundert das bei Deinem Herzstück und den Radlenkern

die Futterstücke fehlen.

Bei meinen Bausätzen sind sie vorhanden,scheinbar gibt es zwischen

Holz und Kunststoffschwellen auch dabei Unterschiede

Bei meinen Radlenker und Herzstücke handelt es sich auch

um die verschraubte Ausführung.



Gruß Hape

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17

Tuesday, April 26th 2016, 9:11pm

Werkzeug

Hallo Hape, moin Weichenbauer,

ja, ich hätte auch nicht gedacht, dass es so große Unterschiede gibt. Na ja, die Webseite von Hegob schweigt sich da leider aus.

Ich bin noch das Bild von der verlöteten Stellstange schuldig:


Auch wollte ich eine Übersicht des verwendeten Werkzeugs. Nicht auf dem Bild ist der Lötkolben und die Proxxon mit der blauen Scheibe zum Polieren.

Eigentlich keine besonderen Werkzeuge für einen Modellbahner :D
Das Lötöl in der Filmdose ist übrigens bald bei H0fine erhältlich.

Schöne Grüße

H3x
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18

Thursday, April 28th 2016, 5:51pm

Überarbeiteter Plan

Hallo,

ich habe den Lageplan der Weiche aktualisiert und die Schienenbefestigung mit aufgenommen:

Lageplan EW Rechts

Ausdruck ohne Skalierung, die Blätter überlappen ausreichend. Für die Linksweiche einfach spiegeln.

Die Zuordnung der Schienenbefestigung zu den Buchstaben im Plan:


So, damit bin ich am Ende der Bauanleitung angelangt. Bei Fragen bitte nicht zögern die hier zu stellen, dafür ist es ein Forum ;)

Vielen Dank nochmal für die freundliche Aufnahme der Threads, jetzt möche ich Nachbauten sehen 8)

Grüße

H3x
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This post has been edited 1 times, last edit by "H3x" (Apr 28th 2016, 6:31pm)


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