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101

Wednesday, December 23rd 2015, 12:51am

Hallo Martin und Planungskollegen,

ich habe in den letzten Tagen mit Martin per PN den Plan weiter diskutiert und habe genau Eure Reaktionen antizipiert mit "zu viele Weichen und überladen sowie dem durch die Weichen fortgeführten Hausbahnsteig". Mit dem Hausbahnsteig gehe ich konform, das gibt es eher nur bei einem Gleiswechsel im Endbahnhof, wenn ein Zwischenbahnsteig noch fortgeführt wird, wird die Weichenverbindung verbohlt, hier aber nicht gegeben.

Eher als persönliche Geschmacksache und beeindruckt von der Sparsamkeit der modernen Bahn als an betrieblichen Vorbildplänen und Abläufen in der guten alten Zeit der Eisenbahn orientiert sehe ich Norberts Beitrag.
Ansonsten sind mir zu viele Weichen bzw. Weichenverbindungen in deinem Bahnhof. Das wirkt ziemlich überladen, macht auch betrieblich wenig Sinn und Du hast nur noch kurze Nutzlängen. Die Verbindung in Höhe des Halbhosenträgers von Gleis 1 nach Gleis 2 würde ich weglassen oder diesen Bereich deutlich verlängern.
Gerade das von Martin separat dargestellte Schema zeigt doch, dass es sich um einen relativ normalen Endbahnhof handelt. Da ist nichts überladen und betrieblich macht die vermeindlich zusätzliche Verbindung in Höhe des Halbhosenträgers sehr viel Sinn, nämlich zum Beispiel wenn der Personenzug auf Gleis 1 eingefahren ist und im Bahnhof mit dem Nahgüterzug rangiert werden soll. Ohne diese natürlich recht kurze Umfahrung geht da nicht mehr viel. Gerade weil der Bahnhof als Endbahnhof wenige Abstellmöglichkeiten/eine sparsame Anzahl von Gleisen enthält, muss es diese zusätzliche Verbindung geben. Und die Nutzlängen werden durch das Weglassen ja nicht länger, man kann in der langen Umfahrung dann auch mal einen längeren Zug umsetzen, man muss aber nicht. Im Übrigen entwickeln sich Bahnhofsgleispläne im Zeitablauf und tatsächlich würde man wahrscheinlich in Ep IV diese zusätzliche Gleisverbindung entfernen, bei Vorbildplänen in Ep II und III sieht man zu Hauf aus heutiger Sicht sicherlich betriebswirtschaftlich teure aber früher betriebsablauftechnisch sinnvolle Weichenverbindungen.

Hallo Robby,

die empfohlene Dreiwegweiche von Weichenwalter hat Martin schon im Plan eingezeichnet, an der bisherigen Stelle macht sie aufgrund der Enge Sinn, die erste Weiche im Bahnhof direkt als Dreiwegweiche auszuführen halte ich für wenig vorbildorientiert, wo ist da die Enge? Ansonsten ist die Anregung die Ladestraße beidseitig anzuschließen eine Überlegung wert, Gleis 2 ist dann aber kein Abstellgleis mehr sondern nur noch ein Gleisstutzen zum Umsetzen der Lok.
Die Empfehlungen, noch ein zweites Gleis beim Lokschuppen (dann zweiständig?) und noch eine Weiche beim Fabrikanschluss und damit ein zweites Gleis halte ich nicht für sinnvoll, da dann tatsächlich eine Überladung entsteht. Eine Rangierlok ist bei so einem kleinen Bahnhof sicher nicht stationiert und mehr als die 1. Lok des Frühzuges wird hier nicht übernachten. Bei Gleisanschlüssen von Fabriken muss es sich betrieblich tatsächlich als sinnvoll ergeben z.B. Materialanlieferung mit längeren Standzeiten der Wagen und Warenausgang der Fertigprodukte als separate Gleise auszuführen. Da muss der Betrieb schon eine gewisse Größenordnung haben, ein paar Schrauben oder Drahtrollen rechtfertigen das nicht.

Eine spannende Entwicklung hat diese Anlagenplanung genommen, wie man sieht mit zum Teil sehr unterschiedlichen Ansätzen und Philosophien zwischen Ästhetik, betrieblicher Rationalität und Betriebsmöglichkeiten. Ich wünsche Martin viel Erfolg bei der Realsierung dieses Projekt und ihm und den Diskutanten ein frohes Weihnachtsfest.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf
Spur0 Team Ruhr-Lenne e.V. - Die Hagener Spur 0 Leidenschaft in XXXL seit 2007.

http://www.spurnullteam.de/

Betriebsabend: jeden dritten Freitag im Monat 19.00-23.00 Uhr - Betrieb, Essen,Trinken, Fachsimpeln, Spaß haben in kompetenter und netter Runde. Gäste und Gastfahrzeuge sind herzlich willkommen: Södingstr. 16-18, 58095 Hagen.

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102

Wednesday, December 23rd 2015, 10:49am

Geschmacksache

Hallo Ralf,

natürlich kann jeder bauen wie er will, aber der mit Weichen vollgestopfte Bahnhof hat mit Vorbildgerechtigkeit nichts zu tun, sondern entspricht eher den Modellbahnersehnsüchten. Das Vorbild war nämlich gerade auch in der "guten alten Zeit" sehr sparsam, was die Ausstattung von sehr kleinen Nebenbahnendbahnhöfen anbelangte. Und um so einen sehr kleinen Endbahnhof handelt es sich hier.
Ich empfehle, einmal entsprechende Vorbildgleispläne zu studieren.

Natürlich ist es schön, in einem Bahnhof mehrere Züge gleichzeitig abfertigen bzw behandeln zu können. Aber mit zwei Gleisen ist man da doch schnell im "Märklinwunderland"; und wenn man noch so viele Weichenverbindungen mit kurzen Gleisnutzlängen einbaut. Das erinnert dann vielleicht eher an ein Straßenbahndepot...

Aber natürlich ist alles auch "künstlerische Freiheit".

Viele Grüße

Norbert

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jbs

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103

Wednesday, December 23rd 2015, 11:45am

Betriebssache

Moin moin,

ich finde auch, dass für einen Endbahnhof etwas viel Aufwand bzgl. Weichenverbindungen betrieben wird. Ein Umsetzgleis sollte ausreichen.
Dass ein langer Personenzug den ganzen Rangierbetrieb blockiert bis dieser endlich mal abfährt, ließe sich dadurch elegant umschiffen, in dem man den Endbahnhof zum Spitzkehren-Bahnhof umdefiniert, wobei die Abzweigung virtuell im Aufstellbahnhof stattfinden kann.
Dadurch sind kurze Aufenthalte quasi Programm und solange ruht halt der Rangierbetrieb.
Pro: Weniger Weichen und mehr Action.
Wenn dann noch eine zweite Bahnsteigkante abfallen würde, könnten sogar Personenzüge kreuzen.

Viele Grüße,
Johann

Robby

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104

Wednesday, December 23rd 2015, 11:50am

Hallo

@ Ralf

Ich habe den Plan von Martin ausgedruckt und bearbeitet, fotografiert und wieder eingesetzt.
Wenn du den Plan mit dem vom Martin vergleichst wirst du es sehen.

Gruß Robby

105

Monday, December 28th 2015, 5:28pm

Guten Abend,

ich habe mir Gedanken über den Unterbau meine Spur Null Anlage gemacht. Ich möchte die Anlage demontierbar gestallten, man weiß ja nie was mal in einiger Zeit ist...

Bei der Trennung der Segmente habe ich auf die Lage der Weichen geachtet um es mir hier nicht unnötig zu erschweren. Da ich mit der Anlage nicht auf Modultreffen möchte spielt die Größe eine untergeordnete Rolle.
Die hinterer Ecke (60x95cm) wird für eine bessere Erreichbarkeit demontierbar ausgelegt.
Die roten Punkte definieren den Platzhalter für die Durchführung der Weichenantriebe.

Ich werde zunächst mit dem Bau der 5 Bahnhofssegmente beginnen. Der Streckenverlauf wird später folgen.
Auch die Planung des Streckenverlaufes ist noch nicht abgeschlossen.
Hier zu sehen ist mal eine Idee die enge Kurve mit einem Gleis (Industrie) zu tarnen.

Gruß Martin
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106

Tuesday, December 29th 2015, 9:09am

Guten Morgen,

wer kann mir eine kleine Kunde im Bereich der Signal und Stellwerktechnik geben? :-)
Ich bin was das angeht absoluter Laie und brauch deshalb Hilfe um hier nicht Blödsinn anzustellen.

Ich plane den Bahnhof im Bereich der DR irgendwo zw. 1960 und 1970 um die Vielfalt der Maschinen groß zu halten.
So kann ich die BR64 aber eben auch eine V100 fahren lassen.

Wie hätte in dieser Zeit der die Signaltechnik bzw. die Stellwerktechnik in meinem Bahnhof ausgesehen?
Ich habe den Ausgestaltung des Bahnhofs weiter fortgeführt. Im Beriech des Bahnübergangs würde sich ein kleines Stellwerk optisch gut in den Beriech des Bahnhofs anpassen, aber ich befürchte das dies zu viel ist für meinen Bahnhof.
Oder kann man das z.b. durch den Bahnübergang begründen. Oder noch weiter ausgeholt mein Bahnhof war früher ein Durchgangsbahnhof der aber wegen Rückbau der Strecke zum Endbahnhof wurde. Könnte man so ein Stellwerk begründen? :-)

Muss ich in dem Bahnhof Signale und Beschilderung aufstellen?

Gruß Martin
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jbs

Bahnhofsvorsteher

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107

Tuesday, December 29th 2015, 2:50pm

Hallo Martin,
für mich sieht dein Bahnhof jetzt richtig rund aus.
Mit der zweiten Bahnsteigkante hast du ja die Option für Durchgangsverkehr als Spitzkehre, was ja gerade in der DR nicht so selten war. Eine Begründung mit "ehemals Durchgangsbahnhof" tut also gar nicht Not.
Wenn du ein kleines Stellwerk bei der Schranke aufstellen willst, mach es einfach, auch wenn es wohl beim Vorbild die Ausnahme darstellen würde.
An Signalen würde ich nur ein Einfahrtsignal etwa in der Ecke unten links aufstellen, wobei du sogar zusätzlich Ausfahrtsignale an den Enden der Bahnsteige wg. Zugkreuzungen begründen könntest.
Viele Grüße,
Johann

JACQUES TIMMERMANS

Bahngeneraldirektor

(908)

Posts: 762

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108

Tuesday, December 29th 2015, 4:43pm

Hallo Martin,

In deinem letzten Thread (106) hasst Du erwähnt dass, die Anlage so etwa zwischen 1960 und 1970 in der DDR spielt und, Garnituren durch eine BR 64 oder V 100 gezogen fahren lassen möchtest. Nun kann eine V 100 mit einem Wendezug dem Bahnhof bedienen, aber was, wenn der Zug mit einem BR 64 bespannt ist, wie soll sie denn Kopf machen. Es gibt in deinem Bahnhof, so wie er jetzt planmäßig ausgelegt ist, gar keine Möglichkeit um die Lokomotive, nachdem sie am Hausbahnsteig halt gemacht hat, umzusetzen.

Gruß,

Jacques Timmermans

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109

Tuesday, December 29th 2015, 5:57pm

Johann,

richtig, der zweite Bahnsteig wird aber nur als Schüttgutbahnsteig ausgeführt werden.
Die Aufstellorte der Signale habe ich verstanden. Gibt es einen Grund Hp 2 an einem der 3 Signale anzuzeigen? Sprich muss ich ein oder zweiflüglige Signale aufstellen? :-)
Gibt es für diese Fragen Information im www wo man sich einlesen kann. Auch interessiert mich ob ich Beschilderung wie "halt für Rangierverkehr" oder ähnliches aufstellen muss.

Jacques, ich denke du hast die Weichenverbindung zw. Gleis 1 und 2 nicht entdeckt. Hier habe ich den Schüttgutbahnsteig über die Gleise verlaufen lassen. Ich kann durch zurückdrücken der Garnitur auf beiden Bahnsteiggleisen umsetzen.

Gruß Martin

jbs

Bahnhofsvorsteher

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110

Tuesday, December 29th 2015, 6:53pm

Hallo Martin,

ich bin nun nicht gerader der DR-Spezialist und insofern überlasse ich die präzise Antwort lieber den einschlägig kundigen Kollegen.
Wenn es mein Bahnhof wäre, würde ich die Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke auf 60 km/h begrenzen und nur einflügelige Signale aufstellen.
Wenn mir die gekoppelten 2-flügeligen Viesmänner allerdings besonders gefallen würden, käme diese als Ausfahrtsignal zum Einsatz...
Mit anderen Worte: Richtig falsch ist nichts.
Johann

Ergänzung: Miba Report 17+18 von Stefan Carstens sind hier gut investiertes Geld...

This post has been edited 1 times, last edit by "jbs" (Dec 29th 2015, 7:03pm) with the following reason: Ergänzung


NYCJay

Oberheizer

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111

Tuesday, December 29th 2015, 6:55pm

Hallo Martin,
für Deinen Bahnhof würde ich nur ein zweiflügliges, gekoppeltes Einfahrsignal (Hp0 - Hp2) verwenden. Im Bahnhof reichen Haltetafeln. Mein Heimatbahnhof Markgröningen, eine Endstation an einer eingleisigen Stichstrecke, mit 3 Gleisen war so signalisiert. Den Schutz des Bahnhofes hat das Einfahrsignal übernommen.

Grüße. Jay, the K.
The Keithville & Lake Erie RR - Serves the Steel Centers

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