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Monday, July 31st 2017, 9:41am

Fahrgeräusche am Modul

Hallo Zusammen,

ich baue zur Zeit mein erstes Segment/Modul, um mich mit verschiedenen Techniken, wie Holzmodulbau, Gleis- und Schotterbau, Begrasung und so weiter in der Spur0 vertraut zu machen.

Die Landschaft stellt den Haltepunkt Berenbach an der Eifelquerbahn in der Nähe von Daun dar.

Erste Fahrtests haben leider gezeigt, dass es zu unangenehmen Fahrgeräuschen am Modul kommt.

Das Foto zeigt den Gleisunterbau:




Auf dem Modul wurde ein dünnes Sperrholzbrettchen für die Gleistrasse geschraubt. Darauf wurde eine doppelte Lage Trittschutzdämmung geklebt. Auf dieser wurde das Selbstbaugleis (Stahlschwellen von RST) geklebt und mit passendem Basaltschotter eingeschottert. An den Modulenden wurden Gleisendstücke von RBS (http://wp11092200.server-he.de/rbs/gleisendst%C3%BCcke.php) "verschraubt". Ansonsten hat das Gleis keine direkte Verbindung mit der Holzkonstruktion! Die Zwischenräume des Moduls wurden mit 30mm dicken Styrodurplatten ausgefüllt.

Wäre es vielleicht denkbar, dass durch die Verschraubung der Gleisendstücke, die Fahrgeräusche eines Fahrzeuges auf das ganze Modul übertragen werden?

Habt Ihr einen Ratschlag oder könnt Ihr mir sagen, was ich falsch gemacht habe?

Vielen Dank und schöne Grüße
Norbert

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LeoLinse

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2

Monday, July 31st 2017, 10:36am

Hallo Norbert

1.: Trittschalldämmung ist prinzipiell genau so ungeeignet wie Kork. Wie der Name schon sagt, dämmt sie den Trittschall, also nach unten. Das Zeug ist zwar leicht, einfach zu be- und verarbeiten, das ist aber auch schon der einzige Nutzen als Gleisunterlage. ;)

2.: Ich verwende und empfehle aufgrund meiner guten Erfahrungen in H0 und 0 Resorb (nein, ich bekomme keine %e Vermittlungsprovision), wenn Du Gelegenheit hast, die Anlage von IMT mal auf einer Messe anzuschauen (und anzuhören), weisst Du, dass dieses Zeug richtig dämmt. Es sieht so ähnlich aus wie die Matten, die man gerne unter Waschmaschinen legt, ist aber natürlich viel feiner. Es ist in diversen Breiten und Dicken erhältlich.

3.: Wichtig: der Kleber. Du darfst nur dauerelastischen Kleber verwenden (gibts auch bei IMT), sowohl für den Gleisunterbau (Resorb), für die Gleise und auch als Kleber für den Schotter. Fest trocknende Kleber bilden eine tolle Schallbrücke zum Holz, da ist jede andere Dämm-Maßnahme für die Katz. Nägel oder andere starre Verbindungen zum Unterbau verbieten sich demnach ebenfalls. Wenn man mit Segmenten/Modulen arbeitet, fixiert man die Gleisenden an den Kopfseiten natürlich, gerne durch verlöten auf entsprechenden Stiften. Und schon hat man wieder eine prima Schallbrücke. Damit das sich nicht im Gleis fortsetzt, kann man kurz hinter der verlöteten Stelle die Gleise trennen, so ist die Schallleitung ebenso unterbrochen wie die Stromzufuhr - man muss also ggf (wenn man keine Stromspeicher in Loks und Wagen hat) diese "Endstücke" separat mit Fahrstrom versorgen.

Konnte ich Dir helfen? Das würde mich freuen ^^

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3

Monday, July 31st 2017, 11:11am

Hallole,
an der Bahnsteigkante rechts, ist eine erstklassige Schallbrücke....
Schotter >> Kante >> Holz

MfG
M.K.

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Zahn (31.07.2017), Udom (31.07.2017)

Altenauer

Bahngeneraldirektor

(497)

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Occupation: ja

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4

Monday, July 31st 2017, 11:30am

Unangenehm

Hallo Norbert,

was empfindest du denn da als unangenehm??
Mein Arbeitsplatz liegt an der Ein- Ausfahrtschneise der Bahnstrecke Braunschweig-Hannover im Westen des Hbf... Hier wird mit so ziemlich allen Geschwindigkeiten und mit allen möglichen Konstellationen gefahren - von einer solo 294 bis zum schweren Ganzzug oder mehrteiligem ICE, von allen Triebzugsorten nicht zu schweigen...
Vergleiche ich diese Geräusche mit denen auf meiner Kellerbahn in 1:45, so sind mir diese Geräusche sehr bekannt! Das einzige, was nicht übereinstimmt ist das Geräusch, wenn mein Material über eine Lenz-Weiche fährt oder hinter meinem Arbeitsplatz das Original - liegt hier doch auch noch eine Weiche aus dem Umfeld des ehem. "Abzweig Gabelung" (hier war es durch die ehemalige Braunschweiger Ringbahn mal viel interessanter...).
Fazit: Mich stört kein unangenehmes Geräusch - aber das ist mit Sicherheit Ansichts(hör)sache... meine Schienen sind ebenfalls auf Trittschalldämmung (die mit Ponal auf die Platte geklebt wird) und dann nur im Schotterbett eingeklebt, keine Nagelungen (die jedoch bei Modulen an den Endpunkten eigentlich unumgänglich ist!).

Gruß
Hans
der Altenauer

- Mitglied des MCB: Modelleisenbahn Club Braunschweig von 1935 e.V. -

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moba-tom

Bahndirektor

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5

Monday, July 31st 2017, 11:32am

Hallo Norbert,

meine Vorschreiber haben es schon erkannt und erklärt... das Problem ist m.E. aber nicht das Material sondern die Verwendung. "Trittschalldämmung" ist - wie der Name schon sagt, prinzipiell geeignet, nur sollten keine Schallbrücken entstehen. Also weder durch Schrauben, Nägel usw. noch durch Schotter an den Seiten (z.B. über den Bahnsteig).

Ergo:
  1. Bei dem bereits gebauten Modul würde ich Dir raten, versuchsweise eine Leiste hochkant unter die Trasse zu schrauben, z.B. 8 - 10 cm hoch. Sie sollte dafür sorgen, dass es nicht zu unnötigen Vibrationen kommt.
  2. Bei weiteren Modulen würde ich die Trassenbretter breit machen, ca. 13 - 15 cm. Darauf vollflächig ein Dämmmaterial als Planum aus Resorb oder andere Gummimatten. Dann den eigentlichen Bahnkörper ausbilden, z. B. aus den Trittschallplatten, insgesamt ca. 1 cm hoch. Und anschließend das Gleis drauf kleben und schottern.
    Der Bereich neben dem Schotterkörper wird der Weg neben dem Gleis. Die genauen Maße findest Du in der NEM 122 .
Viel Erfolg, Gruß
Thomas
ARGE-Mitglied Nr. 1875
Meine Anlage: Bischofsheim in den 60ern

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Monday, July 31st 2017, 11:45am

Servus,

Die relativ dünne Trasse mit dem Schotterbett und dem dazwischen liegenden leichten Schaum ist im Grunde ein idealer Resonanzkörper. Das wird sich wohl nicht ganz eliminieren lassen solange du das nicht auseinander nehmen willst. Was ich ohne Not nicht machen würde!

Ich persöhnlich bin kein Fan davon das Rollgeräusch komplett zu eliminieren, das gehört ja auch irgendwie zur Eisenbahn. Was meist stört, sind die mittelfrequenten Anteile die halt auch nicht nach Vorbild klingen weil die Frequenz zu hoch ist. Daher würd ich in dem Fall mal probieren ob man mit mehr "Masse" was an der Akkustik verbessern kann.

Dazu wär aber interessant zu wissen in welcher Frequenz das etwa stört. Mehr so im Bereich der Sprache (ca. 2kHz) oder deutlich darüber? Oder darunter?

Es gibt im Auto-Zubehör sogenannte "Anti-Dröhn-Matten" in verschiedenen stärken und Ausführungen. Davon eine ordentliche Menge unter die Trasse kleben und mal schauen ob das was bringt.

Alternativ hab ich schon mal bei N Modulen eine dicke Schicht Acrylmasse unter die Kiste geschmiert und dann nochmal ein Stück 10mm Sperrholz drauf. Das gibt eine recht massive Schicht die ebenfalls bestimmte Resonanzen dämpft.

Grüßle
Elvis
Meine kleine(re) Bahn: www.modellweltmueller.de ;)

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Monday, July 31st 2017, 12:16pm

Hallo Zusammen,

bereits jetzt schon einmal vielen Dank für die zahlreichen Hilfestellungen.

Noch zur Erklärung: alles was oberhalb des Holzmodulkastens auf dem Foto zu sehen ist, ist kein Holz, sondern Styrodur! Der Modulkasten ist unten offen und steht auf Stützen. Der Schotter wurde mit der bekannten Weißleim/Wasser/Spüli-Mischung geklebt. Das Rollgeräusch klingt eher dumpf und vermischt sich mit dem Sound der Lok eher störend. Das empfindet man als unangenehm, weil das Geräusch dort nicht hingehört.


Da es sich ja um einen "Testbau" handelt, kann ich noch einiges ändern. Den Schotter und damit das Gleis werde ich aber nicht unbedingt "rausreißen". Das Modul kann letztendlich auch sehr gut als "Fotokulisse" für meine gebauten Modelle dienen!


Wie ich aus den bisherigen Antworten erkennen kann, gibt es aber auch unterschiedliche Meinungen zum Unterbau der Gleistrassen.


Einige Ratschläge von Euch werde ich insbesondere auf das Thema der Resonanz anwenden. Und ich denke, die 4 Schrauben in den Gleisendstücken müssen auch entfernt werden, da diese bisher die einzigen Brücken zum Holzunterbau herstellen. Aber wie befestigt man dann die Endstücke sicher? Der Schotter alleine ist zur langlebigen Befestigung der Gleisendstücke eher ungeeignet.


Gerne könnt Ihr weiteres dazu schreiben, da bestimmt noch mehrere Forumsteilnehmer ähnliche Probleme haben.


Vielen Dank und schöne Grüße
Norbert

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Monday, July 31st 2017, 1:13pm

Hallo Norbert,

man liest es zwar überall, aber Ponal und andere Holzleime sind völlig ungeeignet zum Kleben von Schotter insofern sie beim Austrocknen zu hart werden. Mit verschiedenen dauerelastischen Klebern aus Holland und auch von Weinert habe ich gute Erfahrungen gemacht.
Dass neben dem Gleis Styrodur liegt hilft Dir nichts. Du könntest aber insgesamt alles auf Styrodur aufbauen. Dabei ist es nur wichtig, dass Du spätestens alle 25 cm eine Spante setzt, damit sich die ganze Platte nicht senkt.

Gruß
Andreas

PS Wenn ich die Beschreibung von IMT lese, gefällt mir die Tatsache der Verdunkelung nicht. Ich finde, dass bei Weinert und bei Polak Schotterklebern die Verdunkelung nur geringfügig ist, da sich ja der Abrieb beim Transport und Schütteln der Behälter als heller Staub auf den Steinen absetzt, durch den Kleber aber wieder abgewaschen wird.

This post has been edited 1 times, last edit by "Andreas S. Lüneburg" (Jul 31st 2017, 1:25pm) with the following reason: PS hinzugefügt.


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LeoLinse

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Monday, July 31st 2017, 3:33pm

Hallo Norbert,

den kompletten Gleisunterbau kannst Du entweder aus Resorb (o.ä.) machen oder zuerst eine Holzleiste oder Styrodorleiste verlegen (darf mit Pokal), darauf dann das eigentliche Gleisbett mit Resorb (dauerelastischer Kleber!!).

Schotter unbedingt mit dauerelastischem Kleber befestigen, lässt sich wie das beliebte Pokal/Wasser/Entspanner-Gemisch verarbeiten. Das Geräusch, dass Du beim Verkleben mit dem Weißleim-Gemisch bekommst, hängt u.a. davon ab, auf welchem Resonanzkörper Gleisbett und Gleis liegen (Art und Dichte des Materials usw usw, da kann ein Akustikprofi mehr zu sagen). Also hilft nur das weitgehende akustische Entkoppeln.

Wie schon beschrieben: am Modul-(Segment-Ende kannst Du die Gleise mittels Schrauben oder spezieller Gleisendstücke (zum Beispiel hier Gleisendstücke befestigen, trenne einfach kurz danach (die Gleisendstücke sind eh nur wenige cm lang), dann beschränkt sich die Resonanz auf das kleine Gleisendstück, das wirst Du kaum wahrnehmen.

Meine Verlinkung auf IMT hat schlicht den Grund, dass ich mit diesen Materialien arbeite und beste Erfahrungen gesammelt habe, andere Hersteller mögen natürlich ebenfalls geeignete Kleber anbieten, damit kenne ich mich aber nicht aus.

@Andreas: Die Verdunkelung stört mich persönlich nicht, da ich das Gleis und den Schotterkörper später noch farblich behandele (Pulverfarben oder auch Luftpistole).

This post has been edited 2 times, last edit by "LeoLinse" (Jul 31st 2017, 3:40pm)


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Monday, July 31st 2017, 4:04pm

Hallo Norbert,

du hast nun zu allen Problembereichen von Schallübertragung eine Menge richtungsweisender Antworten erhalten.
Nun will ich dir einen einfachen Test vorschlagen. Lege doch mal auf eine Arbeitsplatte eine dicke Decke in Größe von deinem Modul und stell dann dein Modul darauf.
Wie hören sich die Fahrgeräusche denn jetzt an.....?

Meine Vermutung aus deinen Schilderungen: Der ganze Modulkasten ist ein Resonanzkörper, auch die Styrodurplatten an der Unterseite tragen den Schall weiter.
Die Schallquelle dürften die eingeschotterten Schienen sein. Ponal wird einfach zu hart.
Einen Test habe ich schon vor Jahren vollzogen, Loser Schotter-nur das Fahrgeräusch ist zu hören. Alle anderen Verklebungen erhöhen das Fahrgeräusch. Schau dir die verschiedenen Schotterkleber mal an.
Alle hier beteiligten würden sich auf deine Antwort freuen.

Gruß
Alfred, der "vonne" Ruhr

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Heinz Becke

Lokomotivbetriebsinspektor

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11

Monday, July 31st 2017, 4:11pm

Hallo,

gute Erfahrungen wurden auch mit Schotterkleber von Spurenwelten gemacht.

Wichtig insgesamt ist, dass die Resobstreifen (von wem auch immer) eine ausreichende Stärke = Dicke haben und nicht offenporig sind, damit kein Kleber durchdringen kann und die elastischen Fähigkeiten des Materials aufheben.

Im Forum wurde bereits über die verschiedenen Resobmaterialien berichtet. Dazu sei die Suchfunktion empfohlen.

Viel Erfolg beim Experimentieren und Bauen.
Grüße aus Regensburg

Heinz ;)

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Monday, July 31st 2017, 8:49pm

Hallo Norbert,
meine Erfahrungen sind die gleichen, wie sie LeoLinse schon detailliert versucht hat, zu vermitteln. Resorb mit elatischem Montagekleber und den Schotter mit elastischem Schotterkleber sind die reine Wucht.

Wenn Du den Unterschied zwischen Holzmodulkästen mit Kork unterfüttert oder mit Resorb (natürlich ohne Schallbrücken), selbst mal hören würdest, würde sich wohl jegliche Diskussion erübrigen. Ich habe 2 Module klassisch mit Kork und Ponal und Schotter mit Weißleim, die über eine Brücke mit 2 Modulen verbunden sind, wo Resorb nach den Regeln der Kunst als Unterbau verbaut ist.
Ein riesiger Unterschied.

Theoretisch findest Du auch in diesem Forum schon sehr viel Beiträge hierzu, Suchfunktion nutzen, nutzen, nutzen.

Lass Dich mal zusätzlich von Axel Frowein in Wuppertal beraten, der kann Dir auch Hintergründe zur Entwicklung von diesem Dämmsystem von Herrn Lenzen (ehemals IMT) gut schildern.

Alles andere kannst Du vergessen. Das kleine Geheimnis liegt auch in der sehr sparsamen Verwendung von dem elastischen Kleber. Weniger ist mehr.
Gruß
bahnboss :thumbsup:

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Tuesday, August 1st 2017, 7:20am

...nochmals vielen herzlichen Dank für die vielen Infos zum Thema.

Ich werde noch einige Tests bzw Verbesserungen am Modulkasten durchführen und berichten.

Wie gesagt, handelt es sich ja um einen Testbau und aus Fehlern und Versuchen wird man schlauer.

Anbei noch ein Foto vom Aufbau des Modulkastens:



Zwischen den Spannten ist Styrodur eingeklebt.

Schöne Grüße
Norbert

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14

Tuesday, August 1st 2017, 9:40am

Hallo Freunde der Schalldämmung,
Hallo Norbert,

Akustik ist auch wieder ein weites Feld. Daher sollte man für sich entscheiden, wohin die Reise gehen soll. Wissenschaftliche Abhandlung mit Tontechnik / Akustikbetrachtungen oder Umsetzung praktischer Empfehlungen. Oder möchte man selbst in erster Linie neue Wege suchen und erforschen (auch, wenn andere sich damit schon intensiv auseinandergesetzt haben)?

Ich konnte in Dortmund vor einigen Jahren noch selbst mit Herrn Lenzen (IMT) ausgiebig sprechen und mich über die geleistete Basisarbeit zur Schalldämmung informieren. Das gute dabei ist, dass es sich bei Resorb um ein Komplettsystem handelt. Alles ist aufeinander abgestimmt und man ist gut beraten, die Komponenten so zu verwenden. Sobald man nun zum Beispiel Ponal statt des notwendigen Montage- bzw. Schotterklebers nimmt (weil vielleicht gerade aufgebraucht), ist der Effekt der wirkungsvollen Dämmung schon nicht mehr gegeben. Wichtig: Mengenverhältnisse beachten.
Experimentierfreude ist hier fehl am Platze. Außer, man kennt vergleichbares Material und startet nun eigene Feldversuche. Daher mein Hinweis oben, man muss für sich entscheiden, wohin die Reise gehen soll.
Schienen, die dann auch noch genagelt oder geschraubt werden, erzeugen einen akustischen Kurzschluss. Es dürfen also keine Schallbrücken eingebaut werden!

Ich halte immer viel von eigenen Versuchen. Kleines Diorama - und wenn es nur 2 m Gleise sind - einmal mit einer Dämmung auf herkömmliche Art (Styrodur, Kork, Baumarktdämmplatten bzw. -matten - und einmal ein Test Diorama mit einer hochwertigen Dämmung wie Resorb und deren Komponenten.

Der zu hörende Unterschied bedarf keiner weiteren Worte. Wer es selbst gehört hat, hat keine weiteren Fragen, der fängt an. Ob dunkel oder heller Kleberschein, Airbrush nehmen und nach Belieben gestalten. Will man nun dämmen oder nicht?
Für Module auf Messen und Ausstellungen im Allgemeinen ist eine Resorb Dämmung wohl nicht von Nöten, weil die Umgebungsgeräusche für sich so laut sind, dass die Schalldämpfung schnell untergeht und übertönt wird. Aber zu Hause oder wo man die Fahrzeuggeräusche genießen möchte anstelle der Holzresonanzen von Modulen, da ist nach meiner Meinung eine qualitativ hochwertige Schalldämmung angebracht. Natürlich hört man die Fahrzeuge mit den Rollgeräuschen noch, aber nicht mehr den scheppernden hohl klingenden Holzklang der Module. Das Fahren wird klangtechnisch zum Genuß, besonders, wenn man mal den Sound der Loks ausgeschaltet lässt. Sehr auffällig ist der Effekt auch beim Rollen über Weichen.
Als Demonstration mache ich gerne den Wagen-Schnell-Schiebe Test. Je höher die Geschwindigkeit, desto auffälliger sind die unangenehmen Resonanzgeräusche auf klassischem Kork etc. bzw. die kultivierte Laufruhe auf Resorb gedämmten Gleisen.
Es lohnt sich, ist jedenfalls meine Meinung. Ob es einem das wert ist, steht auf einem anderen Blatt. Kostet natürlich auch mehr Geld als Kork mit Ponal/Wasser Gemisch.
Für lärmempfindliche Ohren: empfehlenswert.
Nicht jeden stört der Holzklang auf den Modulen, der braucht den Aufwand der Optimierung dann auch nicht betreiben.
Gruß
bahnboss :thumbsup:

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15

Tuesday, August 1st 2017, 1:01pm

Fahrgeräusche am Modul

Guten Tag
Hier wurde das Problem behandelt: https://miba.vgbahn.info/neuheit/07/04/mini1.htm
Nach dieser Methode habe ich meinen Bahnhof ausgestattet. Nach dem Schottern nimmt das Fahrgeräusch auch etwas zu, aber es ist kein Vergleich zu anderen Bauarten.
Zuerst habe ich auf die Module (100 cm x 60 cm) eine 3 mm Gummimatte verklebt, anschliessend mit einer 6 mm dicken Platte abgedeckt.

Das Gleis wurde mit dem selben Kleber wie für die Gummimatten aufgeklebt.

Auf dem Streckenmodul muss die 3 mm dicke Gummimatte so breit gewählt werden, dass der Schotterkleber (Spurenwelten) keine Verbindung mit der Holzplatte, oder was auch sonst noch benutzt wird, verbinden kann. Nach NEM 122 wären das in Spur 0 134 mm. Unter das Gleis kommt die 6 mm dicke Gummimatte. Die Breite der Streifen richtetet sich nach dem eingesetzten Gleise.

Das Ganze ist nicht gerade billig aber gut. Die Gummimatten haben auch ein beachtliches Gewicht.
Leider kann man diese Artikel bei minitec nicht mehr beziehen. Wenn ich mich recht erinnere, gibt es einen Nachfolger der diese Artikel verkauft.
Eventuell weis jemand aus dem Forum mehr dazu.

Gruss
Heinz

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LeoLinse

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Tuesday, August 1st 2017, 1:28pm

@Bahnboss

Danke, ich dachte schon, ich sei der einzige, der IMT, Axel Frowein und Jürgen Lenzen kennt :)

@Dämminteressierte und solche, die es werden wollen:

Ich habe ein H0 "Testbrett" zum Lok-Testen, Decoder-Einstellen/Programmieren und Demonstrieren diverser Bauteile (Bremsmodul, Railcom usw). Einen Teil der Strecke habe ich mit Resorb/dauerelastischem Kleber und dauerelastischem Schotterkleber (das blöde Korrekturprogramm macht daraus immer Schottenkleber :D ), den anderen Teil nur mit Resort und härtendem Kleber versehen. Der Unterschied ist eklatant. Wer in der Nähe von Wuppertal ist (da sitzt IMT), der sollte sich das vor Ort anschauen/hören, wer in der Nähe von Märklin-City (GP) wohnt, der darf auch gerne bei mir reinschauen (ein Stück Null gibts hier auch zu sehen).
Gerade in H0, wo bei durchschnittlichen Anlagen mehrere Züge gleichzeitig unterwegs sind, davon nicht selten eine Reihe im Unsichtbaren/Schattenbahnhofsbereich, gerade da macht sich schlechte Dämmung höchst unangenehm bemerkbar. Bei meiner (leider nicht mehr existenten) alten H0 fuhren bis zu 6 Züge gleichzeitig, der Lärm war so laut, dass er die Unterhaltung störte (Kork-Gleisbett, ich kannte vor 13 Jahren IMT noch nicht, Weißleim/Wasser/Agepon-Gemisch...). Auf Null-Anlagen heimischer Größe fahren vielleicht nur zwei Züge, dafür sind die Gewichte Rollgeräusche höher - wird sich also auch bemerkbar machen.
Nochmal, ich bekomme keinerlei Prozente von IMT und es mag auch andere geeignete Mittel geben (ich kenne bis jetzt keine). Aber jedem, der baut, kann ich nur zu ordentlicher Dämmung raten - nachher ärgert man sich, wenn man an der falschen Stelle gespart hat. Wie heisst es so richtig: ich habe nicht Geld genug, mir was Billiges zu leisten.

Fröhliches Dämmen! :thumbsup:

PS:
@Brückenkopf/Heinz:
nur einmal darfst Du raten, woher Minitec das Material bezogen hat... :D - RICHTIG, es ist dasselbe wie von IMT

PPS:
Vom Kauf der Matte kann ich nur abraten - das Zeug ist dermaßen schlecht zu schneiden, dass man a) eine Großpackung Klingen fürs Teppichmesser braucht und b) spätestens nach einer halben Stunde seine rechte (Rechtshänder) bzw linke (Linkshänder) Hand nicht mehr spürt. Lasst Euch ein Stück schicken und probiert es aus.

This post has been edited 2 times, last edit by "LeoLinse" (Aug 1st 2017, 1:35pm)


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werkzeugmacher

Lokomotivbetriebsinspektor

(376)

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Location: Mettmann

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17

Tuesday, August 1st 2017, 1:33pm

Hallo,

siehe hier (ganz durchlesen).

Gruß

Christoph
Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V.

Fahrabend jeden dritten Freitag im Monat ab 19:00 - Gäste sind herzlich wilkommen

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Z1R

Schaffner

(125)

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Location: nähe Friedberg/Hessen

Occupation: Tontechniker

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18

Tuesday, August 1st 2017, 3:12pm

Hallo Norbert,

ich gestehe, ich habe mir jetzt nicht alle Beiträge genau durch gelesen. Falls es schon einmal jemand erwähnt hat,
möge man es mir bitte verzeihen.

Als ich mit der Modulbahnerei begonnen habe, störte mich auch das laute Abrollgeräusch der Fahrzeuge. Das waren
meine ersten Versuche, zu Hause. Das alles relativierte sich, als ich zum ersten Mal ein Modultreffen besuchte.
Inzwischen baue ich das Gleis direkt auf die Holz Trasse und erfreue mich einer stabilen Unterkonstruktion, welche
sich nicht, im Laufe der Jahre, löst. Ich musste leider schon öfter beobachten, dass die verklebten Schalldämmungen
einer gewissen Flüchtigkeit unterliegen, was auf Modultreffen zu Problemen führen kann. Hier finde ich eine
verlässliche und stabile Trasse als das Maß der Dinge.

Ich empfehle Dir, mit einer Modulgruppe Kontakt aufzunehmen und ein Modultreffen zu besuchen. Du wirst überrascht
sein, wie normal plötzlich die Abrollgeräusche der Fahrzeuge sind.

Schöne Grüße
Frank

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Zahn

Lokomotivbetriebsinspektor

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19

Tuesday, August 1st 2017, 4:20pm

Hallo Christoph (Werkzeugmacher).

Leider verstehe ich Deinen Link in [17] nicht.
In jener Diskussion geht's doch um umfallbare Signale?!
Vulgo: Häh??? ?:-o

Nebenbei noch zum Thema:
Ich baue auch Module. Und die sind doch dazu da, bei Treffen mit anderen Modulbahnern gemeinsam zu "spielen".
Insofern nimmt die Schalldämmung bei mir nicht einen sooo hohen Stellenwert ein.
Modulkästen sind immer insgesamt auch Resonanzkästen, hier innen zu dämmen - z.B. durch "Antidröhnmatte" aus dem Automobilbau - kann auch einen Schritt weiterbringen.

Gruß, Matthias

This post has been edited 2 times, last edit by "Zahn" (Aug 1st 2017, 4:29pm)


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Tuesday, August 1st 2017, 4:32pm

Hallo Zusammen,

wie ich erkennen kann, ist das ganze ja doch ein komplexes Thema.

Man erkennt auch, dass jeder mit diesem Thema anders umgeht. Ich persönlich möchte schon eher den Fahrzeugsound des Modells hören und nicht die Rollgeräusche im Modul.

Anbei noch die aktuelle Adresse von minitec http://www.sceneryproducts.de/

Vielen herzlichen Dank für Eure Bemühungen und Hilfestellungen!

Schöne Grüße
Norbert

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