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Kleinbahnfreund

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1

Saturday, March 9th 2013, 8:09pm

Es gibt ein Leben nach der Abrissbirne

Nun gilt es! Ich hatte versprochen (angedroht?) meinen aktuellen Planungsstand zu zeigen.
In dem Steigungsthread habe ich schon mal meinen doppelstöckigen Entwurf zur teilfiktiven Nebenbahn (Remscheid -) Hasten - Cronenberg (- Wuppertal) gezeigt. Den wiederhole ich hier nicht noch mal.

Aber erstmal die Vorgeschichte:
Die Entscheidung für die 'große Null' war eine Entscheidung für eine rangierorientierte Anlage; Fahrstrecke würde bei gerade mal 3x5 Metern nicht herauskommen. So bin ich auf der Suche nach einem passenden Vorbild auf das lesenswerte Büchlein "Von Remscheid Hbf nach Hasten" von Zeno Pillmann und Armin Schürings gestoßen (es stammt aus der sehr feinen Buchreihe "Rheinisch-Bergische Eisenbahngeschichte", die ich generell empfehlen möchte). Auf gerade mal 4 km Streckenlänge quer durch das Stadtgebiet Remscheids wurden bis in die 1980er Jahre eine Vielzahl von Industriebetrieben (v.a. Stahl- und Werkzeugbau) bedient. Dass das Vorbild schon in den 20er Jahren den regulären Personenverkehr eingestellt hat ist ein Irrtum der Geschichte, den wir ja im Modell korrigieren können.

Für meine Planungen musste der Bahnhof Hasten einige Veränderungen erleiden: so wurde er gespiegelt, verkürzt sowieso, auch in seiner Gleiszahl gestutzt. Dafür erhielt er aber ein paar Gleisanschlüsse, die im Original zwar an der Strecke, aber nicht gerade hier vorkamen.

In den Epoche III und IV kamen die üblichen Dampfer (86, 50, 57 auch 74), danach die V36 und die V60 (na also!) vor Übergaben zum Einsatz. Das bergische Land war aber auch eine Hochburg für alle möglichen VT98-Kombinationen, sie wären im Personenverkehr sicherlich auch hier zum Einsatz gekommen.
Und es spricht auch nichts dagegen in Hasten eine Köf zu stationieren, die im Rangiergeschäft tatkräftig mittut.

Zwei Überlegungen, um die Planungen noch etwas aufzupimpen:

1. Es gab Pläne noch eine kleine Industrieanschlussbahn aus der Strecke zu führen, sie sollte eine geplante Gasanstalt bedienen, zu deren Bau es nie kam. In diesem Entwurf greif ich die Planung auf und führe die Anschlussbahn aus Hasten als Spitzkehre aus.

Hier wird das Stahlwerk Lindemann über eine Waggondrehscheibe (ca. 18 cm Durchmesser) angeschlossen; diese betriebsintensive Lösung wäre durchaus vorbildgerecht - sie kam mehrfach an der Strecke vor.
Das Vaillant-Werk hat sein Vorbild in Remscheid-Bliedinghausen; hier tarnt die große moderne Werkhalle einen Mauervorsprung.
An dem Behelfsbahnsteig halten fallweise Arbeiterzüge.

Wie schon erwähnt gibt, bzw. gab es alle Anschließer wirklich. Das ist hilfreich um eine sehr vorbildorientierte Betriebssituation herzustellen und für Atmosphäre zu sorgen. Ausnahme ist das Lagerhaus der Handelsgesellschaft, das hier als Vorwand für den Einsatz von Kühlwagen dient.

Der Fiddleyard Remscheid befindet sich außerhalb des Anlagenraumes; er wird als große Schiebebühne ausgeführt. Genau so betreibe ich es sehr zufriedenstellend bei meiner aktuellen 0e-Anlage.

Die Anlage ist so in der Lage den 'Einzelkämpfer' (also mich) ausdauernd zu beschäftigen, aber auch Betrieb mit weiteren Mitspielern ist möglich. Bsp.: der Ng trifft in Hasten ein, er wird getrennt und ein Teil geht nun als Üg auf die Anschlussbahn. Die in Hasten zurückgelassenen Wagen werden von der Köf zugestellt. Die Gleisanlagen in der Schüttendelle sind so konzipiert, dass hier ein Zug autonom rangieren kann. Damit könnten schon zwei Mitpieler beschäftigt sein. Zwischenzeitlich müssen noch Personenzüge bedient werden.

2. Hasten und Cronenberg liegen nur wenige Km auseinander. Überlegungen diese miteinander zu verbinden (und damit den Remscheider direkt mit dem Wuppertaler Raum) scheiterten an der Topografie - dazwischen liegt das tief eingeschnittene Morsbachtal, in dem sich aber auch einige Betriebe angesiedelt hatten (sie wurden schmalspurig an das Eisenbahnnetz angeschlossen).

Im Modell könnte doch diese Verbindung hergestellt worden sein?! 'Prototyp Freelancing' wie der Lateiner sagt.
Und da der Volksmund die Verbindung Wuppertal - Cronenberg 'Samba' nannte (angeblich weil die vielen Kurven die Reisenden zum Tanzen animierte), so entstand bei mir die 'Bossanovabahn'.

Die doppelstöckige Version haben wir ja schon gesehen, leider sind die Steigungsprobleme doch recht groß.
Prinzipiell ließe sich das aber auch so darstellen:

Cronenberg wird hier wieder als Schiebebühne dargestellt, nun aber an der Wand neben dem Eingang.
Der größte Nachteil dieses Entwurfes: hier fehlt eine Seite zu einer ausgestalteten Landschaft.
ABER: betrieblich bringt dieser Entwurf sogar mehr. Nun können wir uns nahezu jeden beliebigen Betrieb an der Strecke dazu denken (er sollte natürlich in die Gegend passen), der mit den entsprechenden Wagen (Frachtkartensystem) versorgt wird. Auch Durchgangsgüterzüge auf der Relation Remscheid - Wuppertal sind möglich. In Hasten finden reguläre Zugkreuzungen statt. Umgeleitete Züge sind ebenfalls denkbar (Einschränkung bei allen Entwürfen: lange Wagen sehen auf den engen Radien nicht wirklich gut aus!).

Soweit erstmal der aktuelle Stand. Da bis zum Baubeginn noch reichlich Wasser die Wupper hinabfließen wird, ist dies sicher noch nicht der letzte Entwurf. Wir werden sehen.

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tokiner

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2

Sunday, March 10th 2013, 12:15am

Sieht gut aus Michael,

alles bestens durchdacht und geplant.

Bin gespannt, wie es bei Dir weitergeht.



Gruß

Thoralf

3

Sunday, March 10th 2013, 9:26am

Hallo Michael,

auch diese beiden Entwürfe sind sehr interessant. Ich denke, des "Pudels Kern" Deiner Planungen ist der Spitzkehrenbahnhof mit seinem abwechslungsreichen Betrieb in zwei Richtungen. Der Gleisplan von Remscheid - Hasten ist richtig gut.
Gut an diesen Enwürfen ist auch, dass man sich nicht auf zwei Ebenen verzettelt.
Wenn Du erst mal mit dem Bau von Remscheid - Hasten anfängst, kannst Du ja noch weiter überlegen, welche Lösung für den Cronenberger Zweig für Dich am besten ist.

Meine Idee für den "Schüttendelle" Entwurf:
Den Industrieanschluss im leichten Bogen als Anschlussstelle um die Ecke gestalten und davor ein abfallendes Streckengleis für Kurzzüge oder besser Schienenbus, das dann unterhalb des Köf - Schuppens aus der Welt entschwindet. Der "Schattenbahnhof" wäre dann zwar sehr kurz, aber so könnte dann auch auf dem Cronenberger Ast der Schienenbus nach nirgendwo verschwinden.


Viele Grüße
Norbert

This post has been edited 2 times, last edit by "Norbert" (Mar 10th 2013, 9:32am)


4

Sunday, March 10th 2013, 2:24pm

Hallo Michael,

ich sehe nicht ganz den Vorteil des letzten Planes (mit zwei (?) Fiddleyards - Remscheid und Cronenberg) gegenüber dem mit Schüttendelle. Wenn du unbedingt einen Bahnhof Cronenberg brauchst, dann könntest du den auch abzweigend von dem zur Tür-Brücke führenden Bogen ausführen und im Nebenraum im kombinierten FY Remscheid/Cronenberg zusammenführen (getarnt durch einen Tunnel beim Mauerdurchbruch z.B.). Auf alle Fälle finde ich - gerade was das Rangieren angeht - Schüttendelle viel interessanter als "noch ein FY".

Übrigens beschäftige ich auf meiner ähnlich strukturierten Anlage leicht vier Spieler: zwei Lokführer und zwei Zugführer/Weichensteller/Rangierer, die jeweils als Paar arbeiten.

Tschüß
Utz
Rheinhaven - muss jetzt leider verkauft werden :(

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5

Sunday, March 10th 2013, 6:54pm

Hallo Michael,

ein ganz tolles Projekt hast Du hier an den Start gebracht welches mich thematisch, fahrtechnisch und gestalterische sehr anspricht! Es bietet sehr abwechslungsreichen Betrieb auf einer recht kleine Fläche ohne den Betrachter gleich als "over-sized" zu erschlagen. :thumbup:

Allerdings stimme ich meinen Vor-Schreibern zu: ein zweites FiddleYard bietet zwar geringfügig mehr (vorbildentsprechenden) Betrieb - nimmt dir allerdings die wunderbaren Möglichkeiten die sich bei der Gestaltung von Industrieanlagen bieten - irgendwie unterbricht das zweite FY die Harmonie der ganzen Anlage. Norberts Idee bzgl. einer Erweiterung mit einer Gefällestrecke zu einem Mini-Schattenbahnhof für Kurzzüge (VT, Üg) wäre noch das Sahnehäubchen...

Dann wünsche ich uns allen nach deinen sehr interessanten und erbaulichen Planung-Beiträgen auch noch viele tolle Berichte über den Bau.

Viele Grüße aus dem Sauerland
Tom

tom tofte

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6

Monday, March 11th 2013, 11:37am

Hallo Michael und alle anderen ...

interessant sind Deine Gleisplanmetamorphosen allemal. Eigentlich schade das der Plan ringsum eine Etage tiefer zu kommen an der Steigungsproblematik scheitert, weil das wäre sicher der schönste Plan, mit dem größten Fahr- und Rangierspaß. Ich habe lange drüber nachgedacht, aber eine Lösung habe ich nicht finden können wie man das doch noch realisieren könnte. Übrigens finde ich die Planungsideen die Du auf Deiner Webseite zeigst auch sehr schön und als Anregung für andere Planer sicher sehr interessant!

Ich finde gedanklich die Idee mit dem FY "zwischendrin" eigentlich auf den ersten Blick gar nicht so schlecht, man kann so in der Tat recht viel Verkehr simulieren. Auf den zweiten Blick kommen mir aber Zweifel wie das aussehen wird, denn das FY ist immerhin 2 Meter lang und lässt sich nicht recht kaschieren. Die Gleise vom FY zu schottern und mit etwas Gras (wo es passt) optisch zu verschönern wäre vielleicht eine Möglichkeit die Lücke etwas weniger unschön aussehen zu lassen. Das Problem (optisch) bleibt aber letztlich - die Gleisanlagen nach unten rechts hinter dem FY, es gibt also durch das FY eine Unterbrechung. Da finde ich dann den Plan den Du auf Deiner Seite zeigst fast etwas besser und dem Verkehr von und nach "Cronenberg" angemessener (das FY auf die ganze Fläche unten auszudehnen). Wirkt etwas klarer, allerdings mit dem Nachteil das nun der Gleisanschluss BSI nun von "Hasten" aus Bedient werden muß. Irgendwie ist immer irgendwo ein Haken- leider. :(

Und dann bin ich schon fast bei Utz.
ich sehe nicht ganz den Vorteil des letzten Planes (mit zwei (?) Fiddleyards - Remscheid und Cronenberg) gegenüber dem mit Schüttendelle. Wenn du unbedingt einen Bahnhof Cronenberg brauchst, dann könntest du den auch abzweigend von dem zur Tür-Brücke führenden Bogen ausführen und im Nebenraum im kombinierten FY Remscheid/Cronenberg zusammenführen (getarnt durch einen Tunnel beim Mauerdurchbruch z.B.). Auf alle Fälle finde ich - gerade was das Rangieren angeht - "Schüttendelle" viel interessanter als "noch ein FY".

Da möchte ich zustimmen, es ist der stimmigste Entwurf. Was ich mir noch nicht so ganz vorstellen kann, ist wie sich Utz das mit dem kombinierten FY vorstellt, aber ich habe da so eine wage Ahnung ... Jedenfalls könnte man die Zweigstrecke nach "Cronenberg" so auch betrieblich auf der Anlage darstellen, selbst wenn man sie nicht direkt im Bf. "Hasten" abzweigen lässt (was dann in dem Fall auch drei Streckenabgänge wären und des Guten zuviel). Der Abzweig nach "Cronenberg" könnte sogar nur virtuell vorhanden sein, wichtig ist das er im Fahrplan nachspielbar ist! Den Personenwerksverkehr nach "Schüttendelle" würde ich dann (wenn man "Cronenberg" an "Hasten" anbindet) aber lieber lassen (eben weil dann zuviel Betriebsaufgaben für "Hasten"), sondern lieber "Schüttendelle" mit etwas mehr Güteranschließern (so möglich) ausstatten wollen. Und was spricht dagegen "Schüttendelle" auch offiziell als Betriebsbahnhof für "Hasten" zu benutzen, also ein Gleis hier vorzusehen in dem man einen Personenzug abstellen kann (der hier länger pausiert oder Verstärkerwagen für den Berufsverkehr), da ja in "Hasten" selber kaum Platz dafür wäre. Dann kann man auch auf den Köf Schuppen in "Hasten" verzichten (das Gleis ließe sich gut anderweitig verwenden) und ihn in "Schüttendelle" platzieren. Was ja auch wieder zusätzlichen Rangierverkehr erzwingt. Unten eine Prinzipskizze wie ich mir das denken könnte:



Den Gedanken die Strecke nach Cronenberg wenigstens für Kurzeinheiten (Vt und Üg mit ein, zwei Wagen) nachbilden zu wollen kann ich nicht so viel abgewinnen. Es schmälert dann doch den Betrieb der mit den anderen Lösungen möglich wäre um einiges. Aber das ist nur meine Meinung. Sieht sicher gut aus, aber der Nutzen ist halt nicht so toll. Ich bin jedenfalls gespannt wie es weitergeht mit Deiner Planung ...

This post has been edited 2 times, last edit by "tom tofte" (Mar 11th 2013, 1:04pm) with the following reason: FY Nutzlänge von 3 auf 2 Meter reduziert, eine Grafik eingefügt, aus Schütteldelle Schüttendelle gemacht ;-)


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gabrinau (11.03.2013)

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7

Monday, March 11th 2013, 6:02pm

Vielen lieben Dank Euch allen! ^^

Vor allem die Ausführungen von Utz und Tom geben reichlich Anregungen für die weitere Planung.
Ein zweites Streckengleis zum (Gemeinschafts-)Fiddleyard zu legen wird zu eng. Aber in der Tat gab es in 1:1 Beispiele, wo die Streckentrennung weit vor dem Spitzkehrenbahnhof lag.
Eleganter wäre sicher, wenn dies auch im Modell seine Entsprechung fände, aber die fahrplanerische Umsetzung ist ohne weiteres möglich und würde den Betrieb auf jeden Fall aufwerten.

Besonders inspirierend finde ich aber Toms Idee Schüttendelle zum Betriebsbahnhof zu erklären. Das könnte dann so aussehen:
der morgendliche Ng aus Remscheid fährt auf Gleis 2 in Hasten ein; auf Gleis 1 wartete schon der Frühzug aus Cronenberg, der sich dann auf den Weg nach Remscheid macht.
Die Zuglok des Ng drückt die Wagen in gemächlichem Schritttempo (wieder ein Wort mit drei gleichen Konsonanten nach Rechtschreibreform entdeckt! :P ) nach Schüttendelle auf das freie Ankunftsgleis. Klugerweise waren nach Rangiervorschrift die für Hasten bestimmten Wagen an den Zugschluss gesetzt worden; diese werden nun abgekuppelt, der Restzug setzt vor und holt sich nun noch die abgehenden Wagen, die für die Wuppertaler Strecke bestimmt waren und die zuvor von der Köf auf dem Nebengleis bereitgestellt worden sind.
Die neue Fuhre fährt wieder bis Gleis 2 Hasten vor; dort muss die Zuglok jetzt umsetzen und der Ng setzt seinen Weg weiter nach Cronenberg und Wuppertal fort. Dies findet virtuell im Gemeinschaftsfiddle Remscheid/Cronenberg im Vorraum statt.

So in etwa. Da werde ich noch etwas dran feilen. Auf jeden Fall zeigt Tom auf einen Schwachpunkt der bisherigen Planungen hin, da fehlte es nämlich immer an Abstell- bzw. Aufstellgleisen.

Leider hat mich die 2. Grippewelle in dieser Saison auch noch frontal erwischt. ;( Damit habe ich plötzlich viel Zeit, aber leider wenig Lust mich um das schönste Hobby der Welt zu kümmern. Ich melde mich!

tom tofte

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8

Monday, March 11th 2013, 6:14pm

Hallo Michael,

na dann erstmal ... gute Besserung :!:

Freut mich wenn Dir meine Gedanken (und die aller anderen) etwas weiter geholfen haben bei der Planung oder gar Realisierung Deines neuen Projektes.
Deine alten Anlagen haben mir ja auch schon immer gefallen (meine persönliche Lieblingsanlage war die Schmalspurkleinbahn an der westdeutschen Ostsee) und ich habe sehr wohl (wenn auch nicht aktiv) in OOK´s Forum gesehen was Du so vorhast. Ich bin gespannt was dabei am Ende herauskommen wird und freue mich schon jetzt auf die Umsetzung!

Wer weiß wozu die erzwungene Pause nun gut sein wird.
"Gut abgehangen" wird ja oft was noch besseres aus so manchem ... ;)

Kleinbahnfreund

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9

Sunday, March 17th 2013, 2:22pm

Ich noch mal...

Ich hatte zwischenzeitlich noch einen regen Gedankenaustausch mit Tom Tofte und habe seine Anregungen mit Freude aufgenommen. Nochmals vielen lieben DANK dafür!

Und das ist dabei herausgekommen:



Jetzt auch mal etwas bunter um eine bessere Vorstellung zu bekommen.
Das vordere Gleis im Bbhf dient als Abstellgleis, die beiden anderen jeweils für ankommende oder abzuholende Wagen, natürlich auch zum Rangieren. Die Vaillant-Werke haben ein weiteres Ladegleis
bekommen. Die Verbindungskurve ist jetzt freihand gezeichnet, der Radius liegt etwas über dem Lenzschen R2 (1029mm).

Ich habe auch eine dezente Höhenstaffelung vorgesehen. Das Freiladegleis in Hasten liegt hier etwas tiefer und baut sowas wie eine Bühne zum Bahnhofsgebäude auf. Schüttendelle liegt insgesamt etwas höher, wohingegen die Strecke nach Remscheid / Cronenberg abfällt. Wie sehr die Neigungen ausfallen werden, kann zu gegebener Zeit ganz entspannt vor Ort ermittelt werden.

Der Köf-Schuppen ist nach Schüttendelle gegangen und da dann eine Stelle, wo er tunlichst nicht im Weg steht. Die Wagendrehscheibe sollte frei zugänglich bleiben, hier wird mit Sicherheit händisch einzugreifen sein.
In Hasten habe ich die Weichenverbindung am Ende der Bahnsteiggleise gedreht. So entsteht 1. mehr Nutzlänge an Gleis 2 (hier fahren üblicherweise die Ng ein) und 2. ist das Gleis 11 nun auch ausreichend lang um hier auch mal eine Triebwagengarnitur abzustellen.
Den Behelfsbahnsteig im Betriebsbahnhof wollte ich einfach nicht sein lassen! Schließlich könnte auch mal ein Privatwagen der BSI Arbeiter zur Schicht bringen oder Bahninspektoren die Strecke bereisen wollen.

Soweit erstmal wieder von mir.

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tom tofte

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10

Sunday, March 17th 2013, 4:21pm

Ich hatte zwischenzeitlich noch einen regen Gedankenaustausch mit Tom Tofte und habe seine Anregungen mit Freude aufgenommen. Nochmals vielen lieben DANK dafür!


Hallo Michael,

Bitte gern geschehen, sowas kann ja auch Spaß machen ... :)
schön das Du unseren Planungsaustausch hier weiterführst! Da will ich dann gerne auch meinen Senf beisteuern ...
Der neue Plan sieht gut aus. Da hat sich ja noch ein wenig was geändert zu gestern! Auch das Grün mittendrin macht sich optisch gut. Ich muß zugeben, ich hatte bis gestern nicht begriffen, daß Dein Mauervorsprung unten rechts nicht nur auf die Darstellung der Fabrik bezogen war, sondern ein echter solcher in Deinem Raum ist. Das hat dann dazu geführt das so manche Idee von mir, die ich zwischenzeitlich hatte, nicht zu verwirklichen war. Dumm gelaufen eben ... :whistling:

Du hattest mal angemerkt das man bei "Schüttendelle" vor allem im rechten Teil bei der Tiefe des Bahnhofes aufpassen müsse, weil dort der Werktisch steht und man sonst nur bedingt an die hinteren Bereiche des Bahnhofes gelangen könnte. Ich habe versucht das zu berücksichtigen und habe eine um einiges schmalere Version von "Schüttendelle" gezeichnet. Wenn Du Michael das mal mit Deinen jetzigen oder früheren Plänen vergleicht, wirst Du feststellen das "Schüttendelle" um einiges schlanker geworden ist! Vielleicht gefällt es ja.



Das vorne gelegene Abstellgleis ist nun weggelassen, weil hier meistens doch Wagen eben abgestellt stehen, die dann den Blick (und Zugriff) auf die hinteren Gleisanlagen erschweren. Dieses Abstellgleis wird nun - etwas kürzer und quasi "Multifunktional" (wenn auch beim rangieren etwas erschwerend) - auf das dritte Gleis (von oben gesehen) verlegt, jenes Teilstück vor dem Anschluss von "Vaillant". Der Köf Schuppen wurde nach hinten verlegt, mir gefällt die Enge der beiden Anschlussgleise links nicht. Ich dachte mir, das dort die Köf am ehesten gut untergebracht wäre. Der Gla des Baunternehmers ist nach vorne gewandert, ich stelle mir das ähnlich eines Bauhofes vor. Gebäude zum be- oder entladen müssen dort eher nicht sein. Statt dessen Sand, Steine, und ähnliches was man als Bauunternehmer ebenso braucht. Deshalb könnte der Gla auch nach vorne wandern an den Anlagenrand. Ich hoffe nur das ich das mit dem Mauervorsprung diesmal einigermaßen berücksichtigt habe! So sind die beiden Gla räumlich etwas getrennt und tun sich nicht weh und es wirkt nicht so eng. Und links unten um den Köf Schuppen kann man etwas Landschaft bauen um das Auge von all der Industrie ein ganz klein bisschen ausruhen zu lassen ...

Beim Planen ist mir mehrfach aufgefallen, das das Lenz Gleissystem doch noch einige herbe Lücken aufweist. Da ich sonst eher in H0 plane, ist man da schon recht verwöhnt mit Weichen usw. Ich meine die Weichen und Kreuzungen die da noch fehlen und die ich nicht recht ersetzten kann. Genannt seien eine einfache Kreuzung 11,25 Grad, eine Aussenbogenweiche und eine Ekw. Mich würde interessieren, wie machen das andere? Selber bauen, ersetzen durch andere Fabrikate? So jedenfalls bin ich beim obigen Plan wieder auf die Dkw gekommen, weil alles andere an den fehlenden Weichen bzw. Kreuzungen scheiterte, so wie der hier zu unten zu sehende Gleisplan von "Schüttendelle".



Was mir auch immer noch nicht so besonders gefällt ist der Bahnhof "Hasten". Die Gleisabstände wirken so groß (oder täuscht das?), trotz Zwischenbahnsteig könnte das evtl. etwas kleiner gehen, scheint mir. Die Gleise könnten auch etwas geschwungener verlaufen - vor allem nach rechts hin zum Bahnhofsende, so wirkt es im Plan etwas steif. Dann fehlt mir irgendwie auch eine Kopframpe. Ich habe es mal versucht sie oben am Gsch zu platzieren, bin aber (wie schon einmal zuvor) nicht recht zufrieden mit dem was ich da in "Hasten" geschaffen habe. Aber die Kopframpe ist vielleicht auch nicht sooo wichtig. Ich zeig's trotzdem mal - und sei es als abschreckendes Beispiel. :S



Irgendwie widersetzt sich mir der Bahnhof noch. Oder mir fehlt da die Inspiration momentan. Jedenfalls unterscheiden sich die beiden Bahnhöfe deutlich voneinander, auch bei Deinem Plan Michael. Das liegt an der Dichte der Gleise, dem Gleisabstand und dem Verlauf. Wirkt auf mich jedenfalls so. Kann man das so lassen? Oder nicht? Übrigens: unten in "Schüttendelle" scheint der Gleisabstand nicht so ganz parallel bei den beiden Hauptgleisen - nur mal so am Rande gesagt, oder kommt es mir nur so vor?

Soweit von mir. Bin gespannt auf Deine bzw. eure Meinungen!
Schönen Sonntag noch!

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