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Fritze

Heizer

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1

Mittwoch, 14. März 2018, 20:44

Eine einfache Vorrichtung zum Trennen von Gleisen

Liebe Nuller,

dieses ab und an beim Modul- und Anlagenbau auftretende Problemchen dürfte Jeder kennen: schnell mal sauber ein Gleis trennen oder an einer Modulkante sauber kürzen. Meist liegen diese Trennstellen in einiger Entfernung von der Anlagen- oder Modulkante und sind nicht gerade gut erreichbar. Meine im Bau befindliche Anlage besteht aus mehreren Segmenten, allein der Bahnhof hat mit seinen 5 je 1m Segmenten gut 40 Trennschnitte, sodass ich so einige Gleise zu trennen habe. Das Verfahren mit der Roco Bastelsäge macht sich nicht gerade gut, auch einige andere von Hand vorgeneommene Versuche verliefen etwas ruppig ...

Das Pflichtenheft sah vor:
- Gleise möglich sauber ohne grosse Grate trennen um keine Nacharbeit zu haben
- der Trennschnitt soll mäglichst schmal sein, 0,5 - 0,6mm und in der Tiefe begrenzt werden können
- eine präzise Führung der Trennscheibe ist zwingend erforderlich ( wer braucht schon Schlaglöcher im Gleis 8o )
- Trennen auch an unzugänglichen Stellen sollte möglich sein ohne sich einen Knoten in die Arme zu machen :whistling:
- Trennschnitte sollen auch schräg zur Gleisachse erfolgen können
- dat Janze sollte nicht die Welt kosten und einfach zu benutzen sein

Alles was es so an fertigen Kleinmaschinen zu kaufen gibt gesichtet... zu teuer und alles muss wackelig am langen Arm geführt werden; die Schnitte werden zu unpräzise und zu breit. Und - bspw. der Böhler Winkelschleifer mit Regelteil kostet mal eben nicht wenig - also Selbsbau ist angesagt.
Einige Gedankengänge und Weingläser später war eine erste Skizze gemacht und der Messingvorrat gesichtet, eine alte ausgemusterte aber noch gut laufende Minibohrmaschine rausgekramt und es konnte mal eben losgehen.
Ich habe eine massive Grundplatte aus 10mm Messing genommen, an der Unterseite wurden für die präzise Auflage und Führung im Gleis 2 Nuten im Gleisabstand eingefräst, um die Vorrichtung auf die Gleisprofile auflegen zu können. Von unten ist eine mittig verdreh- und feststellbare Platte anschraubbar, damit sich die Vorrichtung auch in Gleisen mit Radien auflegen lässt und sich Schnitte abweichend von einem 90° Winkel machen lassen.
Ein stabiler heb- und senkbarer Arm ist seitlich stabil geführt angeschraubt und trägt einen Zahnriemen, welcher die vordere Schneidwelle aufnimmt. Die Schneidwelle als auch die obere in der Höhe einstellbare Laufrolle zum Ausgleich der Längenveränderung des Zahnriemens beim Absenken des Schneidkopfes sind jeweils kugelgelagert. Einsetzbar ist jede handelsübliche Korundtrennscheibe mit 40-50mmm Duchmesser.




Einige Testschnitte habe ich bereits gemacht, Fazit: die Vorrichtung mit gut 1 kg Gewicht tut ihren Dienst. Es sind sehr genaue Trennschnite möglich ohne Nacharbeiten am Schinenproifl, da fast keine Gratbildung auftritt. Die Auflage ist mit sehr geringem Seitenspiel sicher im Gleis, mit einer Hand festgehalten lässt sich mit der anderen gut in 15 Sekunden ein sauberer Trennschnitt herstellen.
Ich werde noch einen Tiefenanschlag anschrauben und eventuell eine Feder zur Rückstellung des Schneidarms, dann ist diese einfache und kostengünstige Vorrichtung einsatzfähig und dürfte in ihrer massiven Ausführung die nächsten Jahre ihren Job machen. Da ich auch einige Weichen zersäbeln muss, lasse ich mir dazu noch eine andere Bodenplatte zur Arretierung im Gleis einfallen.

Vielleicht nimmt sich der Eine oder Andere diese einfache Trennvorrichtung als Beispiel für eine eigene Konstruktion... :)
Preiswerte Zahnriemen und Zahnriemenrollen gibts z. B. bei Bauer Schiffsmodellbau, nebst vielem anderen sehr nützlichen Kleinzeug natürlich.

Gruss, Dirk


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JACQUES TIMMERMANS

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Donnerstag, 15. März 2018, 11:55

Hallo Dirk,

Da hast Du dir ein interessantes Arbeitsgerät zusammengetüftelt, was ihre das müheseliges Zersägen von Gleise, auch an schwierige Stellen, erheblich erleichtert. Jedoch gestatte mir eine kleine Anmerkung. Eine Korundschleifscheibe, wie Du sie im Einsatz hast, ist bestimmt mit vom Beste was es zum Gleistrennen auf dem Markt gibt. Aber eine Korundscheibe hat ebenfalls seine Nachteile.
Bedingt durch den Aufbau der Scheibe sprüht die Scheibe im Einsatz mikroskopisch kleine Korund und Neusilberteile in die direkte Umgebung, was bei einer nackten Anlage noch nicht so schlimm ist, aber bei bereits durchgestalteten Anlagen(Teile) kann es zur einen kleinen Katastrophe führen!
Die herumsprühenden Teilchen können sich ganz leicht in, je denn nicht bemalte, weichem Kunststoff- oder Holzoberflächen, einbrennen, und sind nachher nur ganz schwierig ohne Beschädigungen zu beseitigen; es sei denn man baut ein kleines Schutzzelt rundum den Arbeitsbereich!


Viele Grüße, und gutes Gelingen bei dem Gleistrennen,


Jacques Timmermans

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Donnerstag, 15. März 2018, 12:33

Eine einfache Vorrichtung zum Trennen von Gleisen

Hallo Jacques,

du hast da ganz Recht was den Staub und auch die Schleifwirkung von Korung angeht. Ich befinde mich bei der Gleisverlegung noch im Rohnbau ohne jede Gestaltung, der Akkustaubsauger liegt immer griffbereit daneben. :)
Wenn ich später etwas auf die Art auf der gestalteten Anlage schneide werde ich eine diamantbeschichtete Scheibe aus dem Dentalbedarf nehmen. Da wird dann "nur" der Neusilbersanteil übrig bleiben. Im Moment hat diese sehr feinkörnige Scheibe aber den grossen Vorteil, dass ich so gut wie keinen Grat habe und damit nicht auch noch nacharbeiten muss an den Schnittstellen.

Einen weiteren Vorteil hat diese Schneidvorrichtung auch noch; durch unterschrauben einer anderen Platte kann ich sie auch für 0e nutzen und damit praktisch an jedes Gleisprofil anpassen. Wobei ich mein bisheriges Selbstbaugleis mit 2,5mm Rocoprofil mit der Roco Bastelsäge geschnitten habe. Da bleibt dann nur ein Minimalspalt von 0,2mm übrig aber es ist schon eine ganz schön ruppige Angelegenheit...

Gruss, Dirk

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Freitag, 16. März 2018, 23:54

hallo Dirk,

eine ganz tolle Sache, würde ich auch gerne mal haben, aber bei nur 25 Schnittstellen ist dies eine sicher nicht ganz optimale Investition, die nach Fertigstellung der Anlage/Module hinterher nur herumliegt. ;( 8)

Man müsste sie halt mal ausleihen können/dürfen. :D :D :D
Grüße aus Regensburg

Heinz ;)

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Samstag, 17. März 2018, 15:31

Eine einfache Vorrichtung zum Trennen von Gleisen

Hallo Heinz und alle Mitlesenden,

ersteinmal vielen Dank für die ganzen Grünen ^^

Aber so gross ist der Aufwand nicht für eine solche Vorrichtung, kann man durchaus auch später noch als normale Trennvorrichtung für kleine Profile nutzen. Ich kann mich die nächste Zeit nicht davon trennen, das Ding wird redlich gebraucht. 8o 8o 8o

Gruss, Dirk

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Samstag, 17. März 2018, 19:19

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Samstag, 17. März 2018, 20:52

Hallo FransRhB/HSB,

Dein Vorschlag entspricht aber nicht den Intensionen von "Fritze" Dirk. Da kann ich doch gleich mit einer Säge arbeiten.

Der Vorteil des von Dirk vorgestellten Beitrags ist doch, dass durch eine Vorrichtung die Führung des Trennmittels der Schnitt kontrolliert, mit konstantem Winkel und mit einer geringen Trennschnittbreite immer wieder durchgeführt werden kann.
Grüße aus Regensburg

Heinz ;)

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