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caferacer

Schrankenwärter

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21

Samstag, 15. Dezember 2018, 22:41

Kraftaufwand

Hallo.
Olli hat es schon angesprochen. An der Stelle wo bei anderen Weichen ein Gelenk eingebaut ist, könnte der Hersteller den Schienenfuß schwächen. Habe ich schon bei Selbstbauweichen gesehen.
Dann ist wahrscheinlich die benötigte Stellkraft geringer. Sollte überprüft werden.
Gruß Gerhard

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Brückenkopf

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22

Sonntag, 16. Dezember 2018, 09:54

Kraftaufwand

Hallo
Bei langen Weichenzungen wird der Kraftaufwand weniger gross sein wie bei kürzeren.
Ich habe allerdings bei allen selbst gebauten Weichen, den Schienenfuss auf einer Länge von ca. 10 - 12mm geschwächt. Bisher gab es keine Probleme.
Meine "Tortoiseantriebe" stellen die Weichen absolut zuverlässig.

Gruss
Heinz

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stefan_k

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23

Sonntag, 16. Dezember 2018, 10:39

Moin,

Bei einer Weiche mit durchgehenden Zungen ist der Widerstand naturgemäß etwas höher. Weil die Stellschwelle sehr genau angelötet ist, gibt es so gut wie kein Spiel, damit sind die Weichenzungen auch sehr stabil angesichts schwerer Messingloks, die mit Schwung über den Abzweig fahren. Die MBT Antriebe sind etwa so teuer wie die Cobalt; die Conrad Antriebe würde ich für Spur Null eher nicht ernsthaft in Betracht ziehen. Mit etwas Schmiermittel auf der Gleitfläche der Zungen (genau wie beim Vorbild) lässt sich der Widerstand noch etwas reduzieren. Aber natürlich haben Federzungen mehr Widerstand als Gelenkzungen. Wer mag, der kann die Schwächung am Schienenfuß ja selber vornehmen. Mir ist eine stabile Schiene und ein starker Antrieb lieber, aber das kann jeder für sich entscheiden. In Gießen werde ich ein eingebautes und ein loses Muster dabei haben und dann kann jeder selber live, in Farbe und 3D das Teil in die Hand nehmen und beurteilen.
Freundliche Grüße,
stefan_k

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24

Sonntag, 16. Dezember 2018, 11:12

Moinsen!

Die Weichen von Marcway sind alle nach dem gleichen Prinzip aufgebaut, haben sich seit Jahren bewährt und gelten in GB als extrem betriebssicher. Selber habe ich bereits diese Weichen mit 5ft Abzweigradius (etwa 1500mm), Gleisprofil Bullhead Code 124, getestet und die Stellkräfte sind für eine "normales" Servo kein Problem. Verwendet hatte ich seinerzeit das Peco Smart Switch Set und den ESU SwitchPilot, inklusive der Servos aus gleichem Hause.

Größte "Schwachstelle" der Marcway-Weichen ist die fest verlötete Stellschwelle, hier wären Gelenke wesentlich besser geeignet, denn auch diese verringern auf wundersame Weise die benötigte Stellkraft.


Gruß

Thomas

Betriebsleitung der Werkelburger-Industriebahn


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25

Sonntag, 16. Dezember 2018, 12:48

Ein etwas sarkastischer Kommentar, ich bitte um Entschuldigung im Voraus.

Hallo,

die Stellkraft (nicht Gewicht) scheint mir mit 5 N auch recht hoch zu sein. Meine Erfahrung sagt: Wenn etwas Filigranes schwer geht hält es nicht lang.

Da es dem Modellbahner nicht zur Ehre gereicht, wenn er einfach beim Vorbild etwas anderes als die Nieten einer Dampflok nachschaut, habe ich mal ein Foto einer echten Zunge einer EW 190 1:9 Fsch rausgesucht:



Eigenartig, verwendet man eine Vingolschiene und kein Bullhead-Profil wie in UK, so reduziert man die Stellkraft durch einen abgefrästen Schienenfuß. Das war schon bei den preußischen Federzungenweichen so - davon habe ich nur kein so schönes Foto.

Beim Umstellen gibt es neben der translatorischen Bewegung der Zungen Quer zum Gleis auch eine Drehung der der Zungenspitze, denn diese ist in Richtung des Herzstücks befestigt. Befestigt man nun die Zunge an der Spitze durch einen dicken Lötbratzen auf der Stellschwelle und bewegt die hin und her so biegt man die Zunge zwei Mal. Die Zunge macht dann zwangsläufig einen S-Bogen beim Umstellen und die Stellkraft verdoppelt sich. Durch das Moment an der Zungenspitze kann diese langfristig sogar von der Stellschwelle abreißen. Auch hier wirkt sich das höhere Widerstandsmoment der Vingolschiene gegenüber der Bullheadschiene negativ aus.

Beim Vorbild können sich die Zungenspitzen gegenüber der Stellvorrichtung verdrehen:


Beim Modell kommt erschwerend hinzu, dass, bedingt durch das größere Zungenmaß und die kürzeren Zungen, die Wege beim Umstellen und damit die Winkel größer sind.

Natürlich kann man Modellweichen auch irgendwie anders als das blöde Vorbild bauen, das ist dann aber ...

Liebe Grüße

H3x
Im Bau: Papierfabrik Koslar an der Jülicher Kreisbahn und Module nach Fremo-Norm.

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26

Montag, 17. Dezember 2018, 07:20

Hallo zusammen,

auch wenn die Stellstange fest mit den Zungen verlötet ist, bedeutet das nicht, dass eine Lötstelle grundsätzlich irgendwann einmal brechen muss.
Sicherlich ist die Chance bei dieser Verbindungsart höher als bei anderen, aber die größte Schwäche der Weiche ist auch gleichzeitig ihre Stärke. Bricht eine Lötverbindung, kann man diese nach dem Versäubern auch wieder neu verlöten. Also sollte man diese Art der Verbindung nicht gleich verteufeln.

Groß- und Kleinserienhersteller gehen meist andere Wege bzw. müssen diese aus fertigungstechnischen Gründen gehen. Häufig wird entweder der Zungenfuß länger ausgeführt und das überstehende Ende umgebogen und in die Stellstange gesteckt, um von unten nochmals abgewinkelt zu werden, so dass die Stellstange nicht herausfallen kann. So kann sich die Stellstange frei drehen, hat aber auch ein gewisses Spiel. (siehe z.B. Tillig)
Andere Hersteller gehen einen ähnlichen Weg und trennen den Zungenfuß ein Stück vor dem Ende der Zunge auf und winkeln dann dieses Stück ab oder binden über eine angesetzte Lasche die Stellstange an, um diese vorbildgerechter zu positionieren. (sieh z.B. Roco Line)

Wiederum andere vernieten die Stellstange. (z.B. Peco)
Letzteres kann man auch recht einfach mit einem kleinen Messingnagel selbst nachbilden. Man steckt den Nagel von unten durch vorgesehene Löcher in der Stellstange und dem Zungenfuß und verlötet die Nagelspitze von oben mit dem Zungenfuß. Das überstehende Ende des Nagels wird abgekniffen und verschliffen. Die Stellstange kann sich frei bewegen.
Eine recht einfache und wenig aufwendige Lösung, die vielleicht als Anregung für die geplante Betriebsweiche dienen kann.
Statt zu löten könnte man auch schrauben, wie das hier zu sehen ist.

Alle Methoden haben Vor- und Nachteile. Letztlich entscheidet wahrscheinlich der Preis die umsetzbarste Methode, denn je vorbildgerechter und technisch ausgereifter die Weiche wird, desto teurer wird sie wahrscheinlich und nähert sich dann wiederum anderen auf dem Markt befindlichen Produkten an, was aber nicht heißen soll, dass man nur auf das Geld schauen sollte, denn zumindest technisch sollte die Weiche ausgereift sein!


Gruß
Joachim

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27

Montag, 17. Dezember 2018, 07:59

zu Beitrag 25

Hallo H3x,

nur damit sich keine Fehler einschleichen und festsetzen: Das Foto zeigt eine EW 190 1:9 Fsch erkennbar an den 9 Gleitstühlen. EW 190 sind die kleinsten DB-Weichen. 160er gibt es auch im privaten Bereich nicht, da wäre die nächste Stufe 140 m Abzweigradius.
Fsch deshalb, weil es sich um eine Federschienenzunge handelt. Die Schwächung des Fußes liegt noch im Regelschienenprofil vor der Lasche, wo das Zungenprofil beginnt.
Federzungen (=Fz) sind wesentlich länger, haben die Schwächung im Zungenprofil und werden bei Länderbahn- und Reichsbahnweichen durch eine Zungenplatte gestützt.

Gruß
Jürgen

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Montag, 17. Dezember 2018, 09:07

Hallo zusammen

@Jürgen,

ja, da beim Radius habe ich mich vertippt, ist korrigiert. Danke für den Hinweis.
Eigentlich wollte ich eine preußische Federzunge einstellen, aber ich habe kein gutes eigenes Foto gefunden (Rechte Veröffentlichung).

@Joachim

Nein, natürlich kann eine Lötstelle auch dauerhaft halten, das will ich auch nicht bestreiten. Wenn da aber dauerhaft eine "Kraft" von 500g, also eventuell die Hälfte pro Lötstelle übertragen wird, scheint mir das recht gewagt.
Ich habe meine ersten Weichen auch so gebaut und die sind genau an der Stelle kaputt gegangen. Stattdessen habe ich dann einen dicken Draht senkrecht nach unten angelötet der in einem Schieber drehbar geführt wird. Das hält nun seit Jahrzehnten. Diese Lösung hast du dankenswerterweise auch beschrieben.
Ich gebe noch zu bedenken, dass jemand, der Löten kann, so eine Weiche in kurzer Zeit selbst baut. Das Angebot soll sich gerade an Kunden richten, die nicht bauen möchten. Da wird ein "mal eben wieder anlöten" unter Umständen zu einem Problem.

Ich möchte die Initiative nicht schlecht machen, ganz im Gegenteil, die Idee ist super. Ich möchte nur vor vermeidbaren Fehlern warnen. Stefan geht mit so einer Aktion ein Risiko ein, immerhin gibt es eine Gewährleistung bei Mängeln.

Grüße

H3x
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stefan_k

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29

Freitag, 22. Februar 2019, 19:57

Prototypen eingetroffen, Serie wird produziert

Moin

Inzwischen sind neue Prototypen eingetroffen: Alles sieht gut aus. Die außen liegenden Löthügel sind minimiert, so dass Kleineisen angebaut werden können. Diese liegen auch schon als 3D gedruckte Prototypen vor. Fotos folgen Anfang nächster Woche. Die Stellstange ist optimiert, die benötigte Stellkraft deutlich verringert.

Jetzt ist die erste Serie beauftragt, die Lieferung soll so erfolgen, dass die Weichen zur Messe in Gießen zu haben sind.

Die Preise für die erste Serie stehen fest:

Betriebsweiche links, rechts: 139,- Euro
Weichenrost zur Angleichung der Schwellenhöhe: 11,90 Euro
Kleineisen im 3D-Druck zum Ankleben, Set für 38,90 Euro

Wer sichergehen will, zu dem Termin eine Weiche zu bekommen, sollte vorbestellen. Es wird bei Bedarf natürlich weitere Serien geben. Wie lange die Lieferung nach dem Brexit dauert und wie es sich danach mit den Preisen verhält, das wird sich zeigen; ich rechne aber nicht mit drastischen Veränderungen, nur evtl. verzögerte Postlaufzeiten.

Es wird in Gießen ein Modul mit verbauten Weichen zu sehen geben und auch unverbaute, damit man sich einen genauen Eindruck verschaffen kann.
Anbei das aktualierte Infoblatt.
»stefan_k« hat folgende Datei angehängt:
Freundliche Grüße,
stefan_k

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