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hobo

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1

Monday, December 8th 2014, 9:54pm

Bhf Boisfeld auf Modulen

Ein Hallo in die Runde,

für mein Bahnhofsprojekt gab es folgende Vorgaben:
1. in erster Linie als Endbahnhof einzusetzen, soll aber auch als Durchgangsbahnhof nutzbar sein,
2. auf Modulen/Segmenten, für Modultreffen geeignet,
3. ausreichend Ladestellen für viel Rangierbetrieb,
4. die Bahnsteiglänge (des Zwischenbahnsteigs) soll für eine Nebenbahnlok plus einem 4yg plus einem 3yg-Päarchen ausreichen,
5. ggfs. soll sich ein weiteres Segment zur Verlängerung der nutzbaren Gleislängen im Bhf einfügen lassen,
6. Nebenbahn DB Epoche III, Signaltafeln, ortsgestellte Weichen,
7. einigermaßen handliche Segmente mit gleichen Abmessungen, keine Schnitte durch Weichen,
8. es soll ausschließlich vorhandenes Gleismaterial (ROCO) eingesetzt werden.
Herausgekommen ist beigefügter Plan.

Noch ein paar erste Gedanken zum betrieblichen Hintergrund. Boisfeld ist eine kleine Gemeinde, irgendwo im Niederrheinischen (oder auch Westfalen). Neben Stückgut und landwirtschaftlichen Gütern werden hier Brennstoffe umgeschlagen - und: die Senffabrik macht mittlerweile dem großen Konkurrenten in der Metropole scharfe Konkurrenz, trägt damit zu einem erhöhten Güteraufkommen bei.

Die Begründung für die Stationierung einer Köf sollte eigentlich jedem Nuller klar sein :D , trotzdem hier der Versuch einer Rechtfertigung:
a) von diesem Bahnhof aus ist eine an der Strecke gelegene Ast. (Kiesgrube o.ä.) zu bedienen,
b) ebenso, wie der nächstgelegene kleinere (fiktive) Bhf,
c) die geringe Anzahl der Bahnhofsgleise bedingt eine betriebliche Besonderheit: oft ist ein Umsetzen der Streckenlok über die Gleise 1 (am Hausbahnsteig) und 3 nicht möglich, da sie mit Güterwagen belegt sind. In diesem Fall setzt die Köf von links an den eingefahrenen Zug in Gleis 2 am Zwischenbahnsteig heran, zieht ihn auf das Streckengleis und die Streckenlok kann dann auf eines der Gleise im linken Bahnhofskopf umsetzen. Dann schiebt die Köf den Zug wieder in Gleis 2 und macht den Weg frei für die Streckenlok, die nun an die Ausfahrseite des Zuges heransetzt. Wirkt vielleicht etwas an den Haaren herbeigezogen, aber bekanntermaßen gibt es beim großen Vorbild kaum etwas, was es nicht gab.

Über Nacht bleibt ein Triebwagen im Bahnhof auf Gleis 1 für den ersten Berufsverkehr. Er pendelt regelmäßig zur nahe gelegenen Kreisstadt und führt später Verstärkungsfahrten im Schülerverkehr durch, denn die Kapazität des morgendlich eintreffenden Personenzuges reicht nicht aus, die vielen Schüler in die Kreisstadt zu befördern. Die Gegend um Boisfeld ist eben in jeder Hinsicht sehr fruchtbar ;) .

Zwar bin ich FREMO-Mitglied, allerdings kann ich die anspruchsvollen Vorgaben der FREMO-Spur-0-Norm nicht erfüllen, weshalb diese Betriebsstelle wohl nur bei sonstigen Spur-0-Treffen einsetzbar sein wird. Das Gleismaterial ist bereits vorhanden, der Zeitraum für die Realisierung des Projekts bleibt aber noch offen.

So weit erstmal, bin auf Eure Kommentare gespannt.
Gruß, Gerald
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Monday, December 8th 2014, 10:24pm

Hallo Gerald,

gefällt mir sehr deine Gleisplanung. So ähnlich habe ich es auch gemacht. Schau mal bei "Kleine Anlage zum Spielen und Basteln". Auch hier stand bei mir im Vordergrund, reichlich Rangierverkehr. Viel Spaß und genügend Zeit beim bauen und spielen. Lass uns an deinen Baufortschritt teilhaben. werde dadurch eventuell auch mal wieder etwas mehr motiviert.

Gruß Klaus

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mattes56

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Monday, December 8th 2014, 10:30pm

Hallo Gerald,

Du hast dir viele Gedanken gemacht, von der Gleisausstattung, dem Betrieblichen Möglichkeiten bis zur Begründung für dies und das.
Und ich denke das muss jeder für sich finden (und nur vor sich selbst verantworten), denn jeder hat eigene Vorlieben, Erfahrungen, Erinnerungen.
Von daher, Glückwunsch, das Du Deine Vorgaben umsetzen konntest.

Eine kleine Anmerkung sei aber bitte erlaubt, und die gab es schon oft hier im Forum - die Parallelität zur Anlagenkante.
Bitte, bitte versuche die Gleise leicht in die Diagonale zu legen. Du scheinst ja rechts mehr Tiefe zu haben als links, also mache bitte wenigstens die vordere Anlagenkante schräg.
Du wirst sehen, die Wirkung ist eine ganz andere.

Und wenn die Gleise nicht mittig aus den Segmentkästen herausführen müssen, dann kannst Du versuchen, den ganzen Bahnhof leicht schräg, oder in den Bogen zu legen.
Für gelegentliche Modultreffen kannst Du ja zwei kurze Übergangskisten auf das dort verwendete "Standartkopfstück" bauen, die Du zu Hause nicht brauchst...

Gruß
Matthias

Willst Du eigentlich eine Hintergrundkulisse verwenden? Wenn ja, dann ist das mit der Ladestraße an der Kulissenseite gestalterisch ungünstig.
Du hast nicht genug Platz um eine Ladestraße in der notwendigen Breite darstellen zu können, und für Büsche und Bäume, die den Übergang kaschieren fehlt der Platz erst recht.
In dem Fall würde ich die Ladestraße an die vordere Anlagenkante verlegen, und die Senffabrik nach hinten.
Die hohe Kunst im Leben ist es, die eigenen Träume aus den Steinen zu bauen, die einem in den Weg gelegt werden.

Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V.

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Monday, December 8th 2014, 11:33pm

Schön beschriebenes Projekt, gefällt mir gut!

Ähnlich mache ich es auch (siehe Forumsbeitrag über "Nerlingen").

Lese gerne weiter, wie Du es umsetzt.

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hobo

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5

Tuesday, December 9th 2014, 3:48pm

Hallo,

allen ein großes Danke für ihre freundlichen Kommentare und Hinweise.

@ Matthias:
Über die Gleislage in der Diagonalen auf Modulen habe ich mir früher schon (bei Spur TT) des öfteren Gedanken gemacht. Wenn das Gleis am Modulende mittig liegen soll - und das soll es -, dann wird es insbesondere bei Betriebsstellen schwierig. Reine Streckenmodule sind in der Hinsicht unproblematischer; hier kann man eher mal eine Gleisverschwenkung o.ä. einplanen.

Meine Transportkapazität lässt leider nicht sehr viel mehr Modulmasse zu. Übergangsmodule, um auf die mittige Gleislage zu kommen, sind also nicht drin. Inwieweit sich die Gleisführung bei den Anschließern im Vordergrund etwas in die Diagonale bringen lässt muss ich mal probieren.

Eine Hintergrundkulisse ist nicht vorgesehen, da ich den Bahnhof zunächst nur auf Modultreffen werde einsetzen können. Falls sich später mal etwas anderes ergibt, dann wird es ohnehin an den Seiten Ansatzbretter geben, um mehr Tiefe zu erhalten.

So weit erstmal, Gruß
Gerald

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mattes56

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6

Tuesday, December 9th 2014, 8:24pm

Hallo Gerald,

mit den Vorgaben - Gleisübergänge mittig - wird's dann schierig mit dem Verschwenken, da gebe ich Dir recht.

Matthias
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Wednesday, December 10th 2014, 6:41pm

Hallo Gerald,
wie wär es wenn Du den Bahnhof ans Ende legst. In vielen bayerischen Bahnhöfen z.B. lag das EG am Ende der Gleisanlagen. Einfahrende Züge fuhren bis zum Bahnhof, ließen die Passagiere aussteigen und setzten den Zug zurück um die anderen Wagen (b. GmP's) an die Anschlüsse zu verteilen. Damit erhälst Du Platz um die Gleise etwas zu verschieben. Und denk mal über DKW's nach.
Viel Spaß beim planen.
Gruß
Berthold

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