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Samstag, 6. Mai 2017, 19:20

Zur Güterabfertigung gehört eine Laderampe (Teil 2)

Jetzt den zweiten und letzter Teil über den Bau der Laderampe. Ich musste es aufteilen, weil mein ursprungliches Bericht zu lang für das Forum war. Es geht fort mit die Realisierung des Kopfsteinpflasters.

Kopfsteinpflaster aus Schaumplatte

Von einem Freund habe ich ein grosses Stück grauer Schaumplatte (5mm dick) bekommen. Aber solche Platten kann mann im Baumarkt kaufen. Obwohl die Farbe eigentlich richtig war, glänzte die Oberfläche. Deshalb wusste ich dass eine Farbbehandlung notwendig wäre. Auf dieser Platte war noch ein Abdruck eines Schuhes zu sehen. Ich befürchtete dass das einen negativen Einfluss auf das Endresultat haben könnte, aber später war davon nichts mehr zu sehen.

Ich habe die Abmessungen für das Pflaster übernommen von dem bereits fertigen Teil der Rampe. Weil ich die Furnierstreifen angebracht habe, habe ich damit Rechnung gehalten (also etwas grösser).

Dann habe ich ein Raster von 5mm x 5mm ganz leicht mit ein Kugelschreiber und Lineal auf den Schaum gezeichnet. Der Kugelschreiber erzeugt eine leichte Prägung in dem Schaum. Die Breite der Prägung variiert zwischen 0,5 und 1mm. Das bedeutet das ein Pflasterstein unregelmässige Abmessungen bekommt und das ist genau wie in der Wirklichkeit.

Danach habe ich mit einen kleinen Schraubendreher mit der Hand alle Fugen mit wechselnder Druck “nachgezeignet”. Das ergibt ein mehr oder weniger regelmässiges Muster von unregelmässige Pflastersteine. Das ähnelt die Wirklichkeit.

Ich habe zuerst mal dieses Verfahren erprobt auf ein kleines Stück Schaumplatte. Der Schaum muss natürlich nachbehandelt werden mit Farbe, wie oben gesagt. Es bekam eine komplette Farbgebung mit Faller Strassenfarbe Asphalt. Als das trocken war, habe ich alles gefärbt mit Heki Betonfarbe(nicht zu dick) und gleich nach dem Färben fast alles wieder abgewischt, damit nur etwas heller Farbe in den Fugen zwischen den Pflastersteine übrig bleibt. Zum Schluss die bekannte Nachbehandlung mit verdünnter Lasurfarbe. Das Resultat beim Probestück kann mann in das nächste Bild sehen:



Am Rande der Rampe habe ich Betonbalken eingeprägt. Die haben natürlich keine Asphaltfarbe bekommen, sondern Betonfarbe.
Die nächste Bilder zeigen die Oberfläche der Rampe während des Baus des Pflasters. Beim erstem Bild kann mann rechts sehen dass die Betonfarbe nicht gleichmässig abgewischt is. Manche Stellen sind leichter als andere. Obwohl dass nicht so schlimm ist, sogar vielleicht natürlicher aussieht, entstehen diese Unterschiede durchdass ich eine Platte nicht auf einmal mit Betonfarbe behandelt habe, sondern in mehrere Abschnitten. Dadurch ist es unvermeidlich dass ich manchmal zum zweiten Mal auf einer Stelle Betonfarbe aufgetragen habe. Der erste Schicht war natürlich schon getrocknet und liess sich nicht mehr abreiben. Deshalb ist der Pflaster an dieser Stelle etwas heller.



Folgendes Bild zeigt links das Pflaster als es mit Faller Strassenfarbe völlig gefärbt war, ausser der Betonrand natürlich. Mann kann sehen dass ich die Fugen in beide Richtungenmit der Hand nachgeprägt habe (vergleiche bitte der Unterschied zwischen mit dem Bild danach, wo die Kugelschreiberlinien zu sehen sind), damit die Pflastersteine unterschiedliche Abmessungen bekamen:



Und folgend, in mehr Detail, noch ohne Strassenfarbe. Da ist die Prägung mit dem Kugelschreiber (blauer Tinte) gut zu sehen:



Mann kann sehen, dass ich mich bemüht habe um bei der Übergang zwischen beiden Teilen das Muster des Pflasters an einander an zu schliessen. Wenn mann genau hinguckt sieht mann, dass ich eine Fuge vergessen habe. Mitten unten im Bild. Es fällt mir erst jetzt, beim Schreiben auf. Mal sehen ob ich das noch korrigieren kann…

Damit Feucht den Spass nicht verderbt: Versiegelung mit Klarlack.
Folgendes Bild zeigt ein Detail der fertige Rampe, mit “Betonpfeiler”.



Auf dieses Bild kann mann auch sehen das der Schotter, wie oben erwähnt, gegen den Mauer liegt. Dazu möchte ich noch was sagen. Der Schotter habe ich verklebt mit dem berühmten Gemisch aus Holzkleber, Wasser und ein Tröpfchen Spüli. Das bedeutet Feucht! Und Feucht ist der Feind von Pappe und Papier.

Das Papier (280gr Sulfatpappe), worauf die Mauerstreifen abgedruckt sind, hatte ich vorher schon mit matter Klarlack aus der Sprühdose behandelt. Aber beim Ausschneiden eines Streifens wird diese Farbschicht beschädigt. Deshalb habe ich die Mauerstreifen nach dem Aufkleben nochmals an der Unterseite mit matter Klarlack gefärbt, damit die Streifen, die kleine Spalte wo das Holz noch sichtbar ist und ein Stückchen der Holzplatte des Moduls so zu sagen versiegelt wurden. Das hat sich bewährt.

Aus Pech wird Glück

Während der Ausstelung beim Tag der offenen Tür hat jemand mir Komplimente über meine Laderampe gemacht, weil der Betonrand nicht genau recht war, sondern an einer Stelle eine Beschädigung zeigte. Er sagte dass das der Unterschied zwischen Bausatz und Selbstbau war und vieeeeel schöner und wirklichkeitsnäher. Er wusste aber nicht dass das eine durch mich verursachte Beschädigung war……..Das habe ich ihm natürlich nicht erklärt.

Im nächsten Bild, wo der unterste Entkuppler sich befindet, sieht mann diese “natürliche” Beschädigung. Sie wird angedeuted mit dem rotem Kreis.



Schaumplatte ist ein billiges Material für dem es viele Anwendungsmöglichkeiten in dem Modellbau gibt. Es hat aber auch ein Nachteil. Es ist empfindlich für Druck. Wenn mann mit der Finger darauf druckt, sieht mann das schon bleibend. Das wird noch schlimmer wenn es gefärbt ist. Beschädigungen treten leicht auf. Sicher wenn es am Rande eins Moduls befindet, so wie meine Rampe. Ohne Schutzmassnahmen sollte mann nicht überrascht sein, wenn nach einer Ausstellung Finger- oder Nagelabdrücke eine dauernde Erinnerung hinterlassen haben.
Meine entgültige Schutzmassnahme werden Platten aus durchsichtigen Kunststoff sein, die ich an die Rände an der Vorderseite der Module anbringen werde. Als erster, vorläufiger Abhilfe dient ein dünnes Brettchen.

Und damit schliesse ich diesen Beitrag ab.

Gruss, Walter
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Freitag, 12. Mai 2017, 14:43

Bau mit Pappe kann einfach sein, aber in meinem Fall nicht: Der Güterschuppen (Teil 1a)

Hallo Spur 0-Liebhaber und Forummitglieder,

Jetzt möchte ich die Geschichte des Baus des Güterschuppens erzählen. Angefangen damit habe ich in Juli 2016 und weiter gebaut bis Dezember 2016. Danach habe ich mich der Bau der Module gewitmet, damit ich eine fahrfähige Anlage hatte während den offenen Türtagen meines Vereins ende März 2017. Der Schuppen ist bis jetzt noch nicht ganz fertig.
Warum der Bau des Güterschuppens in meinem Fall nicht einfach ist? Weil ich zusätzliche Detailierung und Funktionalität hinzugefügt habe, während die Ausgangssituation einen einfachen Bastelbogen ist, ohne Inneneinrichtung, ohne Beleuchtung, ohne Dachbalken und ohne Drehscheibe.

Vorbild versus mein Modell
Der ehemalige Güterschuppen in Engers hatte einen Vorbau. Dort war, denke ich, die “Geschäftsführung” untergebracht. Es sieht jedenfalls aus wie ein Burogebäude. Der Schuppen selbst hat vier Türe an jeder Seite. Die Ladenrampen an jeder Seite sind gleich gross.
Wenn ich das Vorbild genau hätte umgesetzt nach Spur 0 würde es viel zu gross für meine Anlage sein. Deshalb habe ich mich entschieden um den Vorbau weg zu lassen und nur 3 Türen an jeder Seite an zu bringen, also das Gebäude ein zu kürzen. Hier ein historisches Bild des Güterschuppens wo mann einen Teil des Vorbaus sehen kann. Dieses Bild war übrigens hilfreich bei der Konstruktion der Dachbalken.



Phantasie kennt irgendwann doch seine Grenzen
Als ich nachdachte über die Gestaltung meiner Rangieranlage, hatte ich am Anfang die Absicht dass sie einfach und schnell zu bauen sein sollte. Die Oberfläche etwas ankleiden, denn nur eine Holzplatte mit Gleisen würde nicht besonders schön aussehen. Ein bissschen Schotter, etwas Gras und ein paar Gebäude aus Pappe. Das sollte genügen. Warum Pappe? Weil ich an Ausschneidebogen dachte, die ich auf Pappe kleben könnte. Dann wäre ich schnell fertig und billig ist es auch.

Während meine Suche nach Vorbilder von Ausschneidebogen im Internet, stellte ich bald fest dass eine Bearbeitung (Vergrösserung) notwendig war, denn die meiste Ausschneidebogen die ich fand, waren in einem kleinerem Massstab als Spur 0. Auch kein Problem dachte ich mir, denn mit einfache digitale Hilfsmitteln ist das relativ schnell erledigt. Und das stimmt im Hinsicht zur Vergrösserung.

Wie schon früher berichtet habe ich erstmals geübt mit dem Bau der Schreinerei. Ausdrucken, auf Pappe kleben, etwas auflockern mit Furnierstreifen und fertig! OK, wie ihr weisst, habe ich schon bei dieser Übung herum “gebastelt” mit digitaler Bildbarbeitung. Aber danach war es tatsächlig so etwas wie ausdrucken, aufkleben, auflockern und fertig. Also ran an das nächtse Bauprojekt: der Güterschuppen.

Aber dann kamm ich auf der Spur der Ausschneidebogen der Scheesseler Mühle und damit nahm meine Phantasie die Überhand. Meine Ambitionen wuchsen und wuchsen bis folgendes Endresultat erreicht war: Ein Güterschuppen mit eine Drehscheibe im Innern, wobei auch die Innenseite angekleidet ist, die Fenster durchsichtig sind, die Balken des Dachgerüsts aus Holz nachgebildet sind und der Boden aus Holzbretter besteht. Die Oberfläche der Drehscheibe sollte auch mit Holzbretter bekleidet werden und ausserdem auf gleicher Höhe sein wie der Holzboden. Und eine Innenbeleuchtung wäre auch schön, damit mann die wirkende (!) Drehscheibe gut sehen kann. Zum Schluss sollte der Güterschuppen auch noch abnehmbar sein, damit er für den Transport herabgenommen werden kann, weil dann die Höhe der Module beschränkt bleibt…. Pfffff.
Ob das alles zu verwircklichen war, wusste ich am Anfang nicht genau, aber ich hatte eine gutes Gefühl das es möglich sein musste. Erfahrung hatte ich aber nicht. Deshalb habe ich mich mir viel Nachdenkzeit erlaubt. Nicht nur ein Schritt vorausdenken, sondern mehrere Schritten habe ich mir gegönnt. Und natürlich habe ich auch mehrere CAD-Zeichnungen gemacht. Die waren auch notwendig, unter anderem wegen der Einpassung der Drehscheibe.

Der Bau geschah in mehrere Abschnitte. Erstmals die Wände, dann das erste Teil des Bodens, dan der Einbau der Drehscheibe, die Fortsetzung des Bodens rundum die Drehscheibe, die Holzbekleidung auf die Drehscheibe, dann die Gestaltung der Laderampen, das Konstruieren der Dachbalken, das Anbringen der Aussenlampen und vorläufig abschliessen mit ein vorläufiges Dach und vorläufige Innenbeleuchtung. Damit war der Schuppen ausstellungsfähig genug. Hier zwei Bilder der heutigen Lage. Sie zeigt der Güterschuppen mit eine Probe für die herausnehmbare Stromversorgung der Beleuchtung.



Das nächste Bild zeigt das die gesamte Aufbau abnehmbar ist. Der Boden wird fest verbunden mit der Anlage (wegen des Antriebs der Drehscheibe):



Zu sehen ist das Gleis der Drehscheibe noch nicht ausgefüllt ist mit Holz. Das geschieht erst nachdem der Drehscheibe seinen Antrieb bekommen hat.

Bildbearbeitung
Genau wie bei der Schreinerei habe ich angefangen mit das digital Vergrössern und Bearbeiten der zur Verfügung gestellte PDF-Datei der Gemeinde Neuwied. Ich habe dabei dasselbe verfahren benutzt wie bei der Bearbeitung der Originaldatei der Schreinerei. Das habe ich schon beschrieben und werde es deshalb hier nicht wiederholen. Es hat natürlich mehr Zeit gekostet bis ich alles nach meinem Geschmack geändert hatte. Der Schuppen ist viel grösser als die Schreinerei. Das nächste Bild zeigt das Original des Auschneidebogens als angelieferte PDF-Datei:



Und folgendes Bild zeigt die durch mich bearbeitete, “gepimpte” Version mittels GIMP:



Ende des Teils 1a. Es geht sofort weiter met Teil 1b.
Gruss,
Walter
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Freitag, 12. Mai 2017, 14:55

Bau mit Pappe kann einfach sein, aber in meinem Fall nicht: Der Güterschuppen (Teil 1b)

Wie versprochen geht es sofort weiter mit Teil 1b. Nächstes Mal werde ich die Limit von 10000 Zeichen pro Beitrag besser ins Auge behalten. Ich bin vielleicht zu breitsprachig :-)

Bau der Mauer
Ich habe angefangen mit dem Bau der Mauer. Da auch die Innenseite des Schuppens sichtbar ist, habe ich jede Mauer zweimal abgedruckt auf dicken Papier (280gr). Eigentlich ist das schon Pappe, denn auf Niederländisch heisst es “Sulfaatkarton” oder Sulfatpappe. Es ist ungefähr 0,25mm dick.
Danach habe ich auf jeden Abdruck einen Schicht matter Klarlack aus der Sprühdose angebracht (Abstand etwa 20cm, mehrmals hin und her sprühen). Das war notwendig, denn der Abdruck glänste zuviel. Ausserdem schützt dieser Schicht die Tinte gegen versehentliches kleckern mit Kleber. Der Kleber reagiert dan nicht oder langsamer mit der Tinte. Da hat mann noch etwas Zeit zum saubermachen. Und zweitens schützt dieser Schicht gegen kleine Kratzer.

Werkzeug und Kleber
Für das Kleben der Pappe und das Papier habe ich ausschliesslich Buchbinderkleber benutzt. Dieser Kleber bleibt elastisch und ist damit in der Lage um Feuchtigkeitschwankungen in der Pappe und in dem Papier (schrumpfen oder aussetzen) zu folgen. Wichtig ist das alle zu verkleben Flächen mit Kleber versehen sind. Ich habe einen harten Pinsel benutzt für das Aufbringen von grösseren Klebeflächen und ein Zahnstecher aus Holz für wann es kniflich wurde.
Die Tranparantfolie habe ich mit Bison Tex geklebt. Weil Buchbinderkleber nicht hält auf Kunststoff. Bison Tex ist ein Kontaktkleber der auch elastisch bleibt.
Als Werkzeug kamen ein scharfes Bastelmesser, eine Schneidematte, einen feinen Bleistift, Muskelkraft und ein Lineal aus Stahl zum einsatz.
Dieser Lineal von 50cm habe ich im Baumarkt gekauft. Er ist etwa 1mm dick. Kostete nur 8 Euronen. Er hat natürlich ein sehr geringes Eigengewicht. Fest andrucken während das Schneiden von –vor allem- 2mm dicke Pappe ist deshalb angesagt. Und natürlich ging das regelmässig schief. Ausserdem war mein Messer so scharf das ich in das Stahl hinein geschnitten habe (oder der Lineal ist von schlechter, billiger Qualität). Deshalb habe ich mir für den Bau der Mühle einen ordentlichen Lineal gekauft: 5mm dick, verchromt, an eine Seite abgekantet, 50cm lang und mit hohem Eigengewicht. Kostete aber 52 Euronen. Aber ich schätze ein das ich nie wieder einen anderen Lineal kaufen muss.

Das Prinzip der Aufbau: Mehrere Schichten
Dort wo ein Mauer keine Fenster hat besteht er aus drei Schichten: Bedrucktes “Papier”, 2mm grauer Pappe, bedrucktes Papier. Dort wo Fenster sind, besteht er aus sechs Schichten: Bedrucktes Papier, 1mm grauer Pappe, zwei mal Transparantfolie, 1mm grauer Pappe, bedrucktes Papier. Dabei habe ich immer um die Fenster herum gearbeitet. Am besten lässt sich das erklären durch die folgenden drei Bilder.
Das erste Bild zeigt die Rückseite von einem gedruckten Mauer. Die Fenster und Türe sind bereits ausgeschnitten. Die Rückseite ist teils beklebt mit 2mm dicken Streifen grauer Pappe.



Das zweite Bild zeigt das weitere Stellen mit Streifen und Stückchen 2mm grauer Pappe aufgefült sind, aber das genügend Raum rundum die Fenster freigelassen ist. Aber der meist linken Fensterteil im Bild ist schon beklebt mit 1mm grauer Pappe.



Das dritte Bild zeigt dass links und rechts die Fenster (Transparantfolie) eingeklebt sind und bedeckt durch einen weiteren Schicht von 1mm grauer Pappe. Die Doppelfenster in der Mitte müssen ihre Abdeckung mit 1mm grauer Pappe noch bekommen.


Dass ich genügend freier Raum übrig gelassen habe, hat einen Grund. Wie gesagt habe ich die Transparantfolie mit Bison Tix geklebt. Dieser Kleber wirkt sofort auf die Tinte des Abdrucks ein. Da ich wollte das diese Einwirkung nicht sichtbar ist, habe ich den Kleber in sicherer Entfernung des eigentlichen Fensterraums angebracht. Das nächste Bild zeigt diese Einwirkung (mit gelb umranded):



Ich hoffe dass ich damit das Prinzip der Aufbau oder Zusammenstellung der Mauer genügend beschrieben habe.

Die Mauer habe ich aber erst fast am Ende des Baus entgültig zusammen geklebt, nähmlich als ich der gesammte Boden fertig gestellt hatte.
Dass das Mauerwerk sowohl an der Aussenseite und der Innenseite sichtbar ist, also zwei Schichten mit bedruckten “Papier”, hat auch einen wichtigen Vorteil. Denn Buchbinderkleber enthält Wasser. Dieses Wasser verdampft während des Trocknens. Und der Kleber schrumpft deswegen. Dadurch hat die Pappe die Neigung um krum zu ziehen. Weil die Pappe in meinem Verfahren beidseitig beklebt wird, zieht der Kleber an beiden Sieten gleich kräftig und bleibt der Pappe recht.

Furnierstreifen
Da es sich um ein Fachwerkgebäuse handelt, habe ich dort, wo Balken abgebildet sind, diese Balken met Furnierstreifen bekleidet. Die sind 0,6mm dick. Das Holz is ein von sichselber dunckles tropisches Holz. Trotzdem habe ich jeder Streifen drei mal mit Beize behandelt damit es die durch mich gewünschte Dunkheit hatte. Dabei habe ich nicht nur die Oberkannte behandelt, sondern auch die Kanten, denn die sind auch sichtbar. Nur die “Unterseite“ nicht.

Die Breite der Streifen ist nicht überall gleich. Ich habe mich gerichtet nach den Abdruck auf das Papier. Ich habe Streifen von 3mm, 3,5mm, 4mm und an ein Paar Stellen sogar 5mm benutzt. Die Länge der Streifen habe ich jedesmal ins Werk bestimmt.

Die Innenkanten der Türöffnungen habe ich auch mit Furnierstreifen beklebt. Das war möglich, denn da war genug Dicke vorhanden, ungefähr 3,5mm. Das war nicht der Fall bei den Fenster. Da hatte ich nur etwa 1,5mm.
Ich habe versucht um ein Furnierstreifen in der Länge zu schneiden, denn solche dünne Streifen hatte der Mobahändler nicht. Da stellte ich fest dass die Holzmaserung dann dafür sorgt das der Streifen entlang dieser Maserung spaltet. Ich hatte also keine Kontrolle über die entgültige Breite.

Deshalb habe ich mich entschieden um überhaubt keine Bekleidung bei den Fenster an zu bringen, sondern die sichtbare, weisse Schneidekante des Papiers und Pappe mit dunkelbraunen Filzstift zu färben.
Das nächste Bild zeigt den Unterschied zwischen den Türen und Fenster:



Dieses Bild zeigt auch die Aussparungen für die später un zu bringen Dachbalken.

Rechnung halten mit dem späteren Zusammenbau der Mauer
Die Wände habe ich einzeln zusammengebastelt. Aber später mussten die mit einander verbunden werden um eine Art Hülse zu formen, die über den Holzboden niedergelassen werden kann (siehe auch Bilder oben).
Deshalb ist die Breite der Pappe bei den Kopfwände 2 mal 2mm geringer als der Aussenmass dieser Kopfwand. Das Papier an der Aussenseite ist deshalb auch 2 mal 2mm breiter als das bedruckt Papier an der Innenseite. Dass kann mann in folgendes Bild auch gut sehen. Die Kopfwand liegt mit der Innenseite nach oben.



Wenn mann genau hinschaut, sieht mann, dass die horizontale und schräge Furnierstreifen nicht bis am Rande durchlaufen. Dort ist einen Abstand von 5mm frei gehalten. Das habe ich bei allen Wänden gemacht. Beim Zusammenstellen der vier Wände habe ich dann in die entstehenden Innenecken eine gebeizte Holzleiste von 5x5mm geklebt, die zusätzlich die Verbindung zwischen die Wände unterstützt. Die grauer Pappe habe ich natürlich auch geklebt. Beim nächsten Bild links obensieht mann die in der Ecke verklebte Holzleiste.



Weil diese Holzleiste nur bis auf den Holzboden reicht, war eine zusätzliche Versterkung der Verbindung an der Unterseite der Wände notwendig. Da habe ich um jeder Aussenecke ein stückchen bedrucktes Papier geklebt. Wie das dann aussieht, zeigt folgendes Bild.



Am Ende dieses Bauabschnittes hatte ich die Mauer mit einander verbunden. Aber die Ecken waren und sind nicht Steif. Die Konstruktion konnte mann noch verformen (ohne es zu zerstören). Es entseht dann ein Parallelogramm. Festigkeit bekommt diese Konstruktion erst später durch den Einbau der Dachbalken.

Damit möchte ich diesen Beitrag beenden. Wenn Ihr Fragen oder Bemerckungen habt: zögere nicht und hinterlasse sie im Forum.

Mit freundlichem Gruss,
Walter
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Waltershausen« (12. Mai 2017, 15:18) aus folgendem Grund: Immer diese Tippfehler.....


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Sonntag, 14. Mai 2017, 14:00

Hallo liebe Forummitglieder und Forumleser,

ich möchte mich bei euch härzlich bedanken für eure Bedanke und Bewertungen. Für mich –denke ich- der Beweiss dass das was ich schreibe euch gefält. Ich hoffe das ihr einiges davon wieder benutzen könnt bei euere eigene Projekte und Bauarbeiten. Denn dafür dient schliesslich dieses Forum: Erfahrungen, Neuigkeiten und Kenntnisse austauschen.

Für mich bedeutet es auch eine Motivation um weitere Berichte zu erstellen. Ich habe noch einiges zu erzählen über den Bau des Guterschuppens. Übrigens, für diejenigen die Lust haben dieser Schuppen selbst zu bauen, so wie ich es gemacht habe oder vielleicht angepasst, stell ich gerne die GMP-Datei zur Verfügung. Mit GIMP (freeware) lassen diese Datei sich auch als PSD-Datei (Photoshop) speichern (exportieren). Bitte sende dann einen PN. Die originale PDF-Datei des Schuppens in 1 zu 87 kann mann selbst herunterladen von der Internetseite der Gemeinde Neuwied. Der direkte Link ist:
www.neuwied.de/6735.html?&L=a

Es giebt da noch weitere Bastelbogen, z.B. der Lokschuppen, das Stellwerk, der Bahnhof und einige Häuser.

Inzwischen habe ich angefangen mit dem Bau der Mühle. Ein Projekt mit seine eigene Herausforderungen wie ich bereits festgestellt habe. Darüber möchte ich dann später auch berichten.

Mit freundlichem Gruss,
Walter
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Freitag, 19. Mai 2017, 20:57

Bau mit Pappe kann einfach sein, aber in meinem Fall nicht: Der Güterschuppen (Teil 2)

Liebe Forummitglieder und Leser,

Das zweite Teil handelt sich um den Bau des Bodens des Güterschuppens. Papier, Pappe, Holz un Kunststoff (Drehscheibe) kamen zum Einsatz. Angefangen habe ich mit dem Teil wo keine Drehscheibe anwesend ist.
Natürlich wieder erstmal eine Zeichnung mit CAD gemacht. Die Abmessungen des Bodens habe ich die der Mauer entnommen. Der Boden ist ein bisschen kleiner, denn ich musste Rechnung halten mit die Dicke der Mauer.



Die Zeichnung werde ich als PDF-Datei an diesen Beitrag anhängen.

Der Basis aus Pappe

Als Basis habe ich benutzt ein Stück (A2), ja….., wie heisst so was auf Deutsch? Also ein Stück Schaum das an beide Seiten mit schwarzem Papier beklebt ist. Das habe ich gekauft in ein Laden wo mann unter Anderem Sachen zum Mahlen, zum Fröbeln, usw. Kaufen kann. Dieser Laden heisst (wie den sonnst) “De Kwast” (Der Pinsel). Warum dieses Material? Weil es so leicht und trotzdem steif ist. Und ich dachte das es sich nicht verziehen würde. Dass ich mich an das letzte geirrt habe, stellte ich erst später fest. Welche Massnahmen ich dagegen übernommen habe erzähle ich etwas weiter.
Der Grundriss habe ich mit Bleistifft auf die Platte gezeichnet. Im Nachhinein hätte ich vielleicht doch besser für die Variante mit weissem Papier wählen sollen, denn nur Bleistifft war noch einigermassen sichtbar auf das Schwarz. Und das auch noch unter einen bestimmten Winkel.
Dann habe ich Streifen aus 2mm grauer Pappe geschnitten und jeweils zwei Streifen mit einander verklebt mit Buchbinderkleber. Damit ergab sich in der Breiterichtung einen Rippe von 4mm dick und 224mm lang. Diese Rippen habe ich auf regelmässigen Abstände von 5cm aufgeklebt und jeweils zwei Rippen durch kürze Querstreifen, wobei die Höhe nicht exakt genau zu sein brauchte, mit einander verklebt. Das sieht mann auf das nächste Bild:



Und natürlich war ich neugierig ob es klappen wurde. Deshalb schnell eine Stellprobe:



Der Holzboden

Der eingentlicher Schuppenboden besteht aus kleine Holzbretter, 10cm lang, damit sie auf die Papperippen tragen. Diese Bretter (Bretchen) sind in Wirklichkeit Rührstäbchen, die mann öfters bekommt wenn mann zum Beispeil Kaffee kauft am Bahnhof, oder, wie bei mir, die bei mir ins Büro gebraucht werden statt Löffelchen aus Metal.

Da ich wusste dass ich viel Stäbchen brauchte und das die verwendete Stäbchen gleich dick und breit sein mussten, habe ich den Chef des Caterings gefragt ob er mir sämmtliche liefern könnte. Er gab mir spontan eine Verpackung mit 500 Stück. Ich habe dann Abends alle Stäbchen nachgemessen und sortiert. Schliesslich hielt ich ungefähr 75 brauchbare Stäbchen übrich: 6,00mm breit und 2,25mm dick. Das war noch nicht genügend und deshalb habe ich den Chef nochmals um ein Gefallen beten müssen. Meien Bete habe ich unterstützt durch ihn einige Bilder zu zeigen von dem was ich bereits angefärtigt hatte. Er war sehr überrascht dass sein Wegwerfmaterial solch eine Anwendung bekommen hatte. Und dann er hat mir nochmals eine Verpackung gegeben.Wass für ein freundlicher Kerl!



Warum diesen Aufwand des Sortierens unternehmen? Wenn mann 34 Stäbchen neben einander legt, dann würde, wenn es breitere oder dünnere Stäbchen sind, z.B. 6,10mm, eine Abweichung van 3,4mm entstehen. Ausserdem bekommt mann dann kein gleichmässiges Muster. Die Dicke von 2,25mm war bedingt durch den Höhenausgleich mit der Drehscheibe.

Danach habe ich die Stäbchen auf die richtige Länge eingekürzt auf 100mm. Natürlich mussten die Stäbchen an der Kopfkante 2mm länger sein, also 102mm statt 100mm. Das Holz habe ich mit Bison Tix auf die Papperippen geklebt. Der erster Anfang zeigt folgendes Bild:



Und zwei Tage später sah es dann so aus:



Achte bitte auf das Buch und das Klebeband am Linkenrand der schwarze Platte. Ich stellte also fest das die Platte sich doch verzog. Sie hatte die Neigung um hohl zu werden. Das Material war empfindlich für Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwanckungen. Deshalb hab ich es am Tisch festgeklebt und zusätzlich mit dicke schwere Bücher erschwert. Und ausserdem habe ich extra Querstreifen aus Pappe zwischen alle Rippen geklebt. Damit sorgt ich dafür dass ich nicht mit einen hohler Boden endete.

Bevor ich dieses Teil ganz mit Holzbretchen bekleidete, habe ich angefangen mit dem Einbau der Drehscheibe. Denn ich wollte das die Übergang zwischen den Teilen mit und ohne Drehscheibe nicht zu sehen war. Die Bretter sollten über die Trennungsstelle weiter gehen, damit der Holzboden einheitlich ist. Das sieht mann auch in oberes Bild, denn rechts ist noch Platz frei für Bretchen die später beide Teile so zu sagen verbinden. Der Einbau der Drehscheibe wird das Thema des dritten Teils.

Gruss,
Walter
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Freitag, 26. Mai 2017, 13:27

Bau mit Pappe kann einfach sein, aber in meinem Fall nicht: Der Güterschuppen (Teil 3)

Hallo liebe Forummitglieder und Leser,

Dieses dritten Teil berichtet über den Einbau der Drehscheibe im Boden des Güterschuppens. Die Schwierigkeit lag darin um die Oberkante des Bodens an zu gleichen an die Oberkante der mit Holz bekleidete Drehscheibe.

Auswahl der Drehscheibe

Meine Feldbahn wird in Spur 0f sein. Das Gleis kommt überein mit das von Spur H0m. Es gibt Drehscheiben für 0f im Handel. Die sind leider sehr teuer. Also habe ich mir etwas kostengünstigers gesucht. Ich wurde fündig bei Peco, einen Englischen Hersteller. Die hat eine H0m-Drehscheibe im Programm. Das Artikelnummer is LK-1455. Es handelt sich dabei um ein nicht-elektrisch angetriebenes Exemplar, das mann aber nachher selbst mit einem Antrieb versehen kann (laut Bauanleitung mit Meccano-Teilen). Die Gleise sind aber stromführend.
Hier einige Bilder der Verpackung:







Andere Zwecke für Würfel

Die Drehscheibe sollte in den Boden des Schuppens integriert werden. Dazu habe ich erst eine Platte aus 6mm Sperholz ausgesägt. Diese Platte hat zwei Ausstülpungen die das ein- und ausgehendes gerade Gleis aufnehmen. Und natürlich ein Loch um die Drehscheibe auf zu nehmen. Das zeigt nächstes Bild.



Ich habe lange nach eine Lösung gesucht wie ich den Höhenausgleich realisieren könnte. Ich hatte nur wenig Höhenspiel, denn ein Unterschied von 0,5mm zwisschen Boden und Drehscheibe würde sichtbar sein.

Schliesslich fand ich folgendes: Erstmals ein Würfel mit genau 18.0mm Höhe, dann und darauf die Platte von 6mm. Der Rand des Drehscheibegrubens ruht auf der Platte.
Das nächste Bild zeigt die Furnierstreifen.



Und dieses Bild zeigt die Würfeln auf Furnierstreifen.



Die Anordnung der Würfeln ist so gewählt dass das Gewicht (Holz, Drehscheibe, Zug) gleichmässig verteilt wird. Diese Würfel habe ich auch bei „De Kwast“ gekauft.
Der genaue Platz dieses Teils auf die schwarze Platte habe ich ermittelt durch eine fertige Mauer auf das Ganze zu plazieren. Siehe nächstes Bild:



Wenn die Drehscheibe in sein Loch angebracht ist, steckt sein Rand noch nach oben aus. Diese Höhe stimmt genau überein mit die Höhe der Unterkante der Holzbretchen.
Natürlich muss das dazwischen liegendes Gebiet mit extra Bretchen ausgefüllt werden. Das kann mann in das folgende Bild auch sehen. Und natürlich musste ich noch ein Loch für die Strohmdrahte und Antrieb in den Pappeboden anbringen:



Auf die Platte habe ich auch noch Hilfslinien gezechnet, damit ichdie Bretchen gerade verlegen konnte.

Es geht weiter mit dem Holzboden

Jetzt konnte ich weitergehen mit Anbringen des Holzbodens. An der rechten Seite stosste ich auf der erste Schiene. Das zeigt nächtes Bild.



Die Bretchen sind ein Hauch höher (dicker) als der Schiene. Deshalb habe ich die Enden an der Schienenseite etwas mit einer Feile abgekantet und gerade so weit das die Räder der Flachlore das Holz nich berürhen wurden. Die erste zwei Bretchen auf das nächste Bild sind bereits abgekantet:



Etwas mühsamer wurde es als ich die Bretchen an den Rand der Drehscheibe anpassen musste. Jedes Bretchen war anders. Erstmals gut Abzeichnen und dann ein bisschen feilen, kontrolieren ob es passt, weiter feilen, usw. So lange bis es gut war. Dort wo es aussah das nur ein sehr kurzes Bretchen auf der Rand der Drehscheibe ruhen würde, habe ich einfach ein langeres Bretchen genommen und die Fuge eingeschnitten. Damit bleibt das Muster erhalten, aber ist die Konstruktion stabiler.



Und viele Stunden Bastelarbeit später sah es dann so aus:



Im gleichem Erfahren habe ich auch die Deckel der Drehscheibe angefertigt. Die Bretchen habe ich alle mit Bison Tix geklebt, den Holzkleber oder Buchbinderkleber ist dafür nicht geeignet. Das hält nicht auf die lange Dauer. Zusäztlich musste ich diese Bretchen noch abkannten richtung Gleis. Ach ja, eine Drehprobe war auch notwendig, damit ich sicher war dass sich nichts verhakte.
Das Endresultat sieht ihr hier:



Schmieren der Drehscheibe

Die Brücke liegt in den Teller und ruht auf vier Räderimitationen. Brücke und Teller sind beide aus Kunststoff. Die Brücke lässt sich mit der Hand drehen, aber mann spürrt einen gewissen Widerstand. Entweder muss da ein kräftiger Antrieb hinein oder die Reibung muss verringert werden. Oder vielleicht beide.
Als ich bei einem Clubmitglied nachfragte ob er ein gutes Schmiermittel wusste, sagte er: Fomblin. Fomblin??? Er erzählte dass das ein Schiermittel ist auf Basis von PFTE ist (kein Ahnung wass das bedeutet) und dass es bei seine Arbeit benutzt wird um Kunststoff Zahnräder zu schmieren. Diese Räder befinden sich in Maschinen für die Produktion von Chips (Mikro-elektronik). Und diese Machinen sind seeeehr tuer. Wenn aufgebracht auf eine saubere Ebene garantiert es ein langdauerndes, einwandfreies Funktionieren. Hört sich gut an, oder? Es hat aber seinen Preis. Es kostet ungefähr 120 Euronen für eine Menge vergleichbar mit eine Tube Zahnpaste. Also doch nicht für mich, weil zu teuer. Aber, Restmengen in einer Tube dürfen nicht weiter verwendet werden. Wegen Qualitätsanforderungen. Aber das bedeutet nicht dass dieses Schmierungsmittel damit auch gleich seine Wirksamkeit verliert. Und er hat mir eine Restmenge zur Verfügung gestellt (die sonnst in die Mühletonne geworfen wird). Damit werde ich die Drehscheibe schmieren.
Und trotzdem sorge ich dafür das der Antrieb stark genug ist. Damit setze ich auf zwei Pferden: gute Schmierung und ein leistungsfähiger Antrieb, also ich gehe auf Nummer sicher.

Raum zwischen den Schienen ausfüllen

Zum Schluss zeige ich noch ein Bild von der Ausfüllung des Gleises in der Drehscheibe.



Zu sehen sind vier Stücken. Zwei liegen mit der Oberseite nach oben (die Oberen zwei) und die andere zwei mit der Unterseite nach oben.
Die Oberseite ist schon farblich behandelt. An der Unteseite habe ich mit einer Feile Aussparungen in regelmässiger Abstand angebracht. Diese Aussparungen sind notwendig, denn die (Nachbildungen von) Eisen womit das Gleis befestigt ist, fallen da hinein. Damit sorge ich dafür das die Bretchen genau flach zwischen den Gleisen liegt. Natürlich bleibt Raum für die Räder.

Gruss,
Walter
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Freitag, 2. Juni 2017, 22:54

Bau mit Pappe kann einfach sein, aber in meinem Fall nicht: Der Güterschuppen (Teil 4)

Hallo liebe Forummitglieder und Leser,

Der Boden des Schuppens ist noch nicht fertig, das heisst, die Geschichte des Baus des Bodens. Was noch fehlt sind die Rampen an beide Seiten des Schuppens. Wie ich die angefertigt habe, darüber geht diesen Beitrag.

An der Gleisseite ist die Rampe breiter als an die „Strassenseite“, weil diese Rampe das Gleis für die Flachlore aufnehmen muss. Aber im Grunde sind beide Rampen nach dem selbem Verfahren angefertigt.
Die Rampen werden unterstützt durch Mauerwerk das quer auf das Mauerwerk des Schuppens liegt. Auf diese Quermauer liegen die Holzpbretter, dieselbe wie aif den Boden des Schuppens..
Die Quermauer sind aus bedrucktem Papier und Pappe gebaut. An Hand des nächstes Bildes werde ich das Verfahren erklären.



Quermauer aus Pappe und Papier
Links sieht mann das bedruckte, dicke Papier (280gr Sulfatpappe). Die schwarze kleine Linien geben die Stellen an wo das Papier gefaltet werden muss. Für jede Mauer brauche ich ein Streifen, wie rechts oben sichtbar ist. Der Streifen liegt mit der Unterseite nach oben. Auch gut zu sehen ist das dieser Streifen von der Unterseite (später Innenseite) leicht eingeschnitten ist, damit das Papier sich genau auf dieser Stelle sauber biegen lässt, ohne dass die bedruckte Oberseite zerreist.

Pro Mauer habe ich vier Streifen, zwei lange und zwei kurze, grauer Pappe (2mm dick) angefertigt. Papier und Pappe wurden mit Buchbinderkleber mit einander verklebt.
Als erste habe ich ein kurzes Stück Pappe aufgeklebt zwischen den Faltlinien. Dann die Kanten dieses Stück mit Kleber versehen und der Papierstreifen umgefaltet. Dann das erste lange Stück Pappe aufgeklebt, wobei die Seite die das kurze Stück berürht auch mit Kleber versehen war. Danach das zweite lange Stück.
Weil nicht jedes lange Stück exakt gleich lang ist (Handarbeit!), habe ich erst nach dem Aufkleben der langen Stücke die Faltlinie für das letzte kurzes Stück eingeschnitten. Papier umfalten, Pappe mit Kleber versehen und dicht machen. Fertig!

Fertig? Nein! Denn ich stellte fest das während des Zusammenbaus , weil der Kleber noch nicht ausgehartet ist, die Pappstücken sich leicht verschieben liessen. Verlust der Rechteckform oder nach innen verschieben der lange Stücken war das Ergebniss. Zufällig und zum Glück war die Breite des Hohlraums 4mm, also gleich an zwei Schichten grauer Pappe. Also habe ich diesen Raum damit aufgefüllt. Dies Ausfüllung habe ich gleich nach dem Verkleben des ersten lange Stücks ( ich befürchte dass ich hier eine Menge Schreib- oder Grammatikfehler gemacht habe) angebracht damit ich nachher, nach dem des zweiten langen Stückes, alles ohne Probleme fest andrücken konnte.

Auf oberen Bid sieht mann diese Auffüllung angebracht. Die Seite wo der Naht des Mauerwerks sich befindet ist die Seite die richtung Schuppenmauer ausgerichtet wird (Im Bild nicht zu sehen)
Die Oberseite des Mauerwerks habe ich mit braunroter Filzstifft gefärbt, damit, möchte trotz allem doch noch eine Spallte entstehen zwischen Mauer und Holzboden, mann nicht die weisse Schneidekante des Papiers und die graue Pappe sieht. Und mit diesem Verfahren habe ich dann 21 Stück Mauer angefertigt. Ausdauer angesagt, aber Übung macht der Meister. Also, das Anfertigungsverfahren volzog sich immer schneller und mit besserem Resultat. Am Ende habe ich etwa 24 Stück angefertigt und die ersten drei verworfen: ab in die Mühltonne.
Folgendes Bild zeigt mein erster erstellter Mauer. Die hatte ich den Hohlraum noch nicht völlig ausgefüllt. Am Ende habe ich dieses Teil nicht verwendet.



Sonderfall "Gleisunterstützung und Gleistarnung"

Ein etwas geänderte Methode war notwendig an der Stelle wo das Gleis in die Rampe hinein ragt. Dieses Gleis liegt auf die Platte worin auch die Drehscheibe versuncken ist. Diese Platte ist 6mm dick. Glücklich (absichtlich) reicht das Gleis nicht zur Rande der Rampe, endet etwa 18mm bevor. Aber diese Platte sollte nicht sichtbar sein.

Die Lösung war um das Gleis mit zwei Mauern zu unterstützen. Auch in Wirklichkeit würde eine höhere Tragfähigkeit zur Stelle notwendig sein. Diese zwei Mauer habe ich an der Innenseite Teils weggeschnitten, damit sie die Platte und das Gleis aufnehmen konnten. Zur Tarnng habe ich dann noch zwischen die Mauer zwei, hinten einander versetzten, mit bedruckten Papier beklebte Pappestreifen geklebt.

Die nächste Bilder zeigen wie das aussieht, von verschiedenen Winkel aus fotografiert:









Von oben sieht es so aus:



Mann kann die Spalte sehen wo später der Mauer des Schuppens hinein fällt. Zwischen das Gleis habe ich später noch Holzbretchen angebracht, damit auch die Schwellen nicht mehr sichtbar sind.
Der Boden als er ganz fertig war, aber noch nicht gefärbt.

Und eine Stellprobe mit den Wände der Schuppen:



Spalten bei den Türen

Die Spalte bei den Türen in dem Boden die entsteht weil die Mauer so zu sagen in dem Boden hinein sencken. Ich habe sie ausgefüllt mit eine kleine Holzleiste. Diese Leiste ist mit dem Mauer verklebt. Aber wenn die Mauer da sind, sieht es aus alsob der Boden ununterbrochen ist. Hier sieht ihr wie das aussieht:



Auf dieses Bild sind auch zwei Lämpchen zu sehen. Jeder Tür bekommt zwei Lämpchen an seiner Seiten. Diese Lämpchen habe ich in der Bucht gekauft. Laut Hersteller/Verkäufer gedacht für h0, aber ich finde sie wegen ihrer Grösse besser geeignet für Spur 0. Kosten etwa 1 euro pro Stück. Mann bohrt ein Loch, steckt die Lampe hindurch und dreht die mitgelieferte Mutter an. Die Lampe hat ein Gewinde. Ach ja, und ein warmweisse LED ist auch drin. Beim Kauf kann mann angeben ob mann auch noch – um sonst- die geeignete Widerstände für 12V oder 16V dazu haben möchte.
Der Nahme (bei der Bucht) des Verkäufers ist wehonest_ge.

Gruss,
Walter
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Donnerstag, 8. Juni 2017, 22:25

Bau mit Pappe kann einfach sein, aber in meinem Fall nicht: Der Güterschuppen (Teil 5)

Liebe Forummitglieder und Leser,

Lange habe ich nachgedacht und experimentiert welcher Farbe der Holzboden bekommen sollte.
Dieser kurzer Beitrag geht über die Farbgebung des Holzbodens des Güterschuppens.

Experimente mit Farben

Leider habe ich keine Bilder gemacht von meine Experimente mit Farbe für den Holzboden. Aber ich kann kurz erzählen was ich gemacht habe.
Vorausstzung war dass die natürliche Masserung des Holzes sichtbar bleiben sollte. Und der Boden sollte liebst ein bisschen benutzt aussehen.
Wegen die Sichtbarkeit der Masserung dachte ich gleich an die Benutzung von Beize. Eine, die etwas dunkel wirkt, denn die Holzbretchen sind von sich sehr hell.
Dunkelbraune Beize (Wengee-Farbe) hatte ich noch. Bei das Wort „benutzt“ dachte ich an eine Art von grauer Finish. Denn wenn Holz benutzt wird und teilweise auch an die Elementen ausgesetzt wird, bekommt es einen grauer Finish. Vielleicht graue Beize? Also habe ich das zusätzlich gekauft.

Hier die beide Beize:



Auf ein Stück Pappe habe ich mehrere Holzbretchen geklebt und verschiedene Schichte dunkle und graue Beize angebracht. Damit konnte ich die Resultaten mit ein ander vergleichen.
Ich stellte fest das nur einen Schicht dunkelbraune Beize merh als genug war, eine zweite Schicht war bereits –nach meinem Geschmack- zu viel.
Aber die zusätzliche Schicht oder Schichten grauer Beize gefiel mir irgendwie nicht. Ich bekam nicht das Resultat was ich im Kopf hatte und vor mir sah. Und dann bekam ich die Idee um mal graue Betonfarbe (Heki) im Drybrush-Verfahren zu benutzen. Das hatte den gewünschten Effekt.
Der Grund warum ich nicht zufrieden war mit der grauer Beize lag darin dass sie eine Seidenglanz hatte und das Holz sollte matt sein.

Das Farben

Da ich jetzt wusste wie ich es haben wollte habe ich mit dem Farben angefangen. Und die folgenden Bilder sagen mehr als tausend Wörter.
Als der erste dünne(!) Schicht mit braune Beize angebracht ist (bei Kunstlicht):



Da befürtigte ich das ich zu viel Farbe aufgetragen hatte. Aber später bei Tageslicht sah es viel heller aus. Auch die Masserung war, wie beabsichtigt, gut sichtbar.

Als auch die graue Betonfarbe im Drybrush-Verfahren angebracht ist (bei Tageslicht):



Mehr in Detail:



Und da sieht es plötzlich fast zu hell aus. Aber schaut links unten, wo weniger Licht darauf fällt: ja das ist was ich mir vorgestellt habe. Vielleicht noch ein bisschen grauer (abgenutzt oder vom Wetter beeinflusst).

Noch mehr in Detail (bei Kunstlicht). Hier ist das Gleis aufgefüllt:



Und hier das andere, kurzere Gleis (bei Kunstlicht):



Damit habe ich das Farben vorerst beendet. Ich denke dass ich später noch mehr Gebrauchsspuren und Verschmutzungen anbringen werde.

Erstaunlich wie das Licht (Kunstlicht oder natürliches Licht) die Farben beeinflusst. Bei Tageslicht sieht es jetzt viel mehr aus wie ich es in Gedanken hatte. Bei (falschen?) Kunstlicht sieht es viel brauner/gelber aus. Gibt es (LED-)Leuchten womit mann sogar z.B. während einer Ausstellung Tageslichtbeleuchtung abzwingen kann? Und soll mann dann etwas um die Modellbahn herum bauen, damit Einflüsse von z.B. Leuchtstoffröhren beseitigt werden? Habe damit überhaupt nicht Erfahrung. Habt ihr Erfahrungen oder Ratschläge?

Gruss,
Walter
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Waltershausen« (8. Juni 2017, 23:39)


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Freitag, 9. Juni 2017, 11:56

Hallo Walter,
da kann Dir vielleicht geholfen werden. Es gibt im Fachhandel Tageslicht- Leuchtstoffröhren . Diese müssen folgende Kriterien erfüllen: Einen RA Wert um 96 und 5500 K. Diese Leuchmittel umfassen fast das gesamte Sonnenlichtspektrum von 10 - 15 Uhr.
Beispiele hierfür sind Lumilux Deluxe Daylight Tageslicht 950 , 954 , 965 mit 5500 K und mehr. Diese Leuchtmittel werden in der Druckindustrie und in Fotolaboren gebraucht, um Farben möglichst naturgetreu erkennen zu können. Diese Leuchtstoffröhren liegen preislich etwa bei 12-15€.
Es gibt noch bessere Leuchtstoffröhren mir einem noch größeren Vollspektrum wie Truelite , Vivalight mit einem Ra wert von über 960. Diese kosten dann aber um die 40 € das Stück.
Mittlerweile gibt es auch Sockelbirnen und Leuchten in der Größe der Leuchtstoffröhren mit LEDs. Dies befinden sich aber noch in der Entwicklung. Der Spektralbereich ist noch sehr abgehackt und nicht fließend. Vita light ist ein Beispiel hierzu , bei naturlicht.de oder naturnah. de erhältlich
Das waren die Ausführungen eine Laien, der eine sonnenlichtähnliche Raumbeleuchtung benötigt.
Viele Grüße
Rolf-Peter

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Freitag, 9. Juni 2017, 12:01

Hallo Walter,

zu dem Thema Licht + Modellbahn hat auch Eckhard in seinem neuen Beitragsbaum einige interessante Anmerkungen.

Cry Ensen - Beleuchten, fotografieren und hochladen
Gruß

Jürgen (K)

_________________________________________
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Freitag, 9. Juni 2017, 15:07

Hallo Jürgen und Rolf-Peter,

Danke für euere hilfreiche Antworten! Es handelt sich also um die richtige Lichttemperatur (Kelvin) und die richtige Lichtmenge (Lumen). Dann werde ich mich mal eine oder mehrere Tageslichtleuchtstoffröhre beschaffen, damit ich abends farbgetreu basteln kann. Bis dann werde ich Farbversuche nur bei Tageslicht beurteilen.

Da habe ich etwas nützliches dazu gelernd! Danke!

Gruss,
Walter
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Dienstag, 13. Juni 2017, 22:44

Bau mit Pappe kann einfach sein, aber in meinem Fall nicht: Der Güterschuppen (Teil 6)

Liebe Forummitglieder und Leser,

Der Schuppen braucht einen Dach. Das ist das Thema dieses Beitrages.

Selbstentwurf

Beim originalem Bastelbogen ist das Dach aus bedruckten Papier. Aber das geht hier nicht. Sieht auch nicht schön aus. Weil mann auch ins Gebäude hinein schauen kann, war es selbstverständlich dass da auch Spanten angebracht werden mussten. Eine Nachbildung davon war natürlich nicht beim Bastelbogen einbegriffen.
Deshalb die musste ich die Spanten selbst entwerfen. Da half unter Anderem das Bild des originalen Schuppens (siehe frühere Beitrag). Aber nicht für die Innengestaltung der Spanten. Ich habe mich deshalb im Internet erkündigt und zusammen mit meinen Fachkenntnisse (ich habe einen zivieltechnischen Ausbildung) kamm ich zu einem Entwurf. Das nächste Bild zeigt einen Querschnitt durchs Gebäude. Darin ist unter Anderem die Dachkonstruktion zu sehen:



Diese Zeichnung ist übrigens auch als PDF-Datei angehängt. Zusammen mit der eher angehängte Zeichnung habt ihr eine komplette Bauzeichnung des Schuppens.
Beim Entwurf habe ich (natürlich) Rechnung gehalten mit den MOROP-normen. Das bedeutet das die Höhe der Holzrampe und der Freiraum unter die Spanten sich daran halten.

Herausnehmbare Stabilität

Eine Voraussetzung war dass ich die Spanten (noch) nicht fest mit die Mauer des Schuppens verbinden oder verkleben wollte. Denn der Drehscheibe sollte noch angetrieben werden. Und um eine sichere Drehung zu verwirklichen, könnte es notwendig sein um einige Holzbretchen nach zu bearbeiten. Und zweitens, weil ich noch etwas mit der Innenausstattung machen möchte (z.B. Regale, Arbeitstisch, usw). Deshalb sollten die Spanten herausnehmbar sein und trotzdem die Konstruktion eine gewisse Stabilität besorgen.
Die Lösung heisst "leichtes klemmen". An Hand des nächsten Bildes werde ich das verdeutlichen:



Dort wo der Mauer kommt habe ich eine Spalte von 3,5mm frei gelassen. Das ist also die Abstand zwischen den zwei vertikale Leisten. Dort wo ein Spant kommt, ist die Dicke des Gesamtmaterials einen Hauch dicker, ungefähr 3,6 bis 3,7mm. Damit klemmt der Spant um dem Mauer ohne sichtbar zu spreizen, ist aber trotzdem noch abnehmbar. Durch das Klemmen bekommt die gesamte Konstruktion seine Steifheit.

Fabrikage der Spanten, oder wie eine Lehre hilfreich ist

Obwohl ich wusste dass nicht jeder Spant exakt dieselbe Abmessungen bekommen würde (ich benutze keine Machinen), möchte ich trotzdem so genau wie möglich zu arbeiten.
Deshalb habe ich eine Lehre angefertigt, womit die Anfertigung der acht Spanten erheblich einfacher wurde. Als erste habe ich einen 1 zu 1-Ausdruck von meiner Querschnittszeichnung auf Papier gemacht. Das heisst, das Teil wo der Spant sichtbar ist.

Als nächstes habe ich kleine Holzleisten auf das Papier geklebt, die die Konstruktionsteile gut ausrichten. Das nächste Bild zeigt ein Spant während des Baus. Die Holzstücchen mit gelber Punkt sind die Hilfsteile.



Mann kann bei genauer Betrachtung auch sehen das ich noch im letzten Moment einige Abmessungen geändert habe mit Bleistifft.
Ich habe 4mm Hartholzleisten für die Balken benutzt. Die schräge, beidseitig angebrachte Bretter bestehen aus zwei auf einander geklebten Furnierstreifen. Das gilt auch für die übrige Verbindungsbretter die ich zusätzlich angebraht habe, damit die Konstruktion stärker ist.
Der erster Versuch sah dann so aus:



Und natürlich probieren ob das mit dem Klemmen funktioniert:





Zur Seite: Wie bekommt mann schöne und saubere Bohrlöcher in das Papier un die Pappe?

Die runde Löcher in den Mauern hat ein Freund von mir gebohrt. Er hat eine Druckerei. Diese Löcher dienen die Aufname von den Aussenlampen (siehe auch Teil 4) . Das Bohren geschah mit einem spezialen Papierbohr und eine Papierbohrmachine. Der Bohr hat einen hohlen Punkt. Während des Bohrens verschwindet das ausgebohrte Papier und Pappe im innern des Bohres. Das verhütet dass an der andere Seite der Mauer eine Ausstülpung entsteht. Ihr kennt das schon wenn ihr selbst in Holz bohrt: An der Oberseite ist das Loch genau rund, sauber und scharfkantig, aber an der Unterseite sieht es dann halt meistens nicht so schön aus.
Mit diesem Papierbohr, die mann nur für Pappe und Papier benutzen darf, sonnst ist der Bohr gleich stumpf, bekamm ich beidseitig saubere Löcher. Solche Bohren kann mann in denn Fachhandel kaufen, sind aber teuer. Deshalb schön, dass mein Freund behilfwilch war.

Zurück zum Thema

Nach dem erfolgreichem Bau des erstes Spantes galt es ein bisschen Ausdauer zu haben. Noch sieben Stück lagen im Voraus. Warum Ausdauer? Denn ein Spant besteht aus 10 Holzleisten und zweimal 16 Furnierstreifen. Alle mit unterschiedlichen Längen. Und das achtmal. Unglaublich wieviel Meter Holzleisten und Furnierstriefen mann dafür braucht. Und ich dachte Bau aus Pappe und Papier ist billig. Stimmt, wenn mann auf das Holz verzichtet. Aber Spanten ohne Holz geht einfach nicht. Übrigens, in der beidseitige Verkleidung der Fachwerkmauer sind auch mehrere Meter Furnierstreifen verwendet.
Und noch ein kleines Detail gab es zu berücksichtigen: Die Spanten neben den grossen Tür mussten anders sein, denn sonnst wäre eine spätere Montage von Schiebetüren nicht möglich. Es handelte sich um zwei Exemplare und die bekamen an der Innenseite nur eine kürzen vertikale Holzleiste:



Aber nachdem ich Ausdauer geleistet hatte, konnte ich dieses Bild machen:



Was noch fehlte waren die Spantattrappen (Nachbildungen) an den Ecken der Mauer.

Empfindliche Attrappen

An den Ecken sollte es natürich auch ausssehen alsob das Dach durch einen völligen, ins Mauerwerk aufgenommen Spant unterstutzt wird. Deshalb musste ich an die Ecken Attrappen anbringen (aufkleben) damit es dann auch so aussieht.
Das nächste Bild zeigt rot umrandet die Attrappen an einer Seite des Güterschuppens:



Das nächtse Bild zeigt eine der Attrappen in etwas mehr Detail:



Wenn ihr genu guckt, sieht ihr, dass das schräge Brett etwas weiter läuft (könnte in Wirklichkit auch so sein). Ich dachte dass ich damit etwas zusätzliche Klebefläche geschaffen hätte. Stimmt, aber nur etwas.
Diese Attrappen sind direkt auf den Furnierleisten geklebt. Holz auf Holz, deshalb mit Bison Tix und nicht mit Buchbinderkleber. Der Schwachpunkt dieser Lösung liegt darin dass ich die Atrappen auf die Furnierleisten geklebt habe. Da hatte ich übrigens keine Wahl. Aber die Furnierstreifen habe ich mit Buchbinderkleber auf das bedrukten Papier geklebt…. Das genügt wenn da keine Kräfte auf die Furnierleisen ausgeübt werden, aber nicht wenn mann versehtentlich mit der Hand oder Arm dagegen stosst…… Sch…..

Deshalb so weit wie möglich bei diesen Furnierstreifen der alte Kleber entfernt und nochnal Kleben mit Bison Tix. Das ergab mehr Stärke, aber….. es bleibt eine Schwachstelle. Vielleicht soll ich doch irgendwie, aber Massstäblich, eine mechanische Verbindung (Minibolzen und –Mutter oder ähnliches) zwischen Attrappe und innen liegenden Holzleiste anbringen. Bis jetzt habe ich noch keine Ahnung wie. Vorläufich muss ich sehr sorgfältig mit meinem Güterschuppen umgehen. Bis jetzt gelungen, aber ich habe erst nur eine Ausstellung hinter mir……

Das vorläufiche Dach

Für die erste Ausstellung habe ich ein Notdach angefertigt. Dafür habe ich zwei grosse Stücke weisse Pappe (1,5mm) gebraucht. Die habe mit den Längsseiten an einander gelegt und dan mit Duct-tape (weiss nicht wie das auf Deutsch heisst, aber das ist grauer Klebeband verstärkt mit Kunststoffgewebe) mit einander verbunden. Damit bleiben die beide Dachhälften beweglich. Danach habe ich beide Hälfte mit schwarzem Schmiergelpapier (kleine Körnung) geklebt. Das genügte.
Das schöne der Lösung mit Duct-tape ist das ich während der Ausstellung eine Dachhälfte hochheben könnte und damit die Besucher ein Blick ins Inneren zeigen konnte. So war auch die Drehscheibe besser sichtbar. Das zeigen die nächte zwei Bilder:





Ich glaube das ich eine derartige Lösung auch bei das entgültige Dach benutzen werde. Aber dann etwas eleganter :)
Hiermit kommt vorläufig ein Ende an die Beschreibung des Baus des Güterschuppens. Er ist zwa noch nicht fertig, aber ausstellungsfähig. Die Beschreibung geht später weiter, wenn ich den Antrieb der Drehscheibe angebracht habe.

Mit diesem Beitrag bin ich jetzt in die Gegenwart belandet. Ich habe angefangen mit dem Bau der Mühle. Güterschuppen, Brücke, Mühle und Feldbahn sind die Gebäude die massgebend sind für die weitere Gestaltung der Scenery. Der Güterschuppen ist jetzt so weit angefertigt dass er massgebend genug ist. Die Brücke ist schon fertig.

Ausserdem sind auch noch konstruktive Verbesserungen an die Module selbst notwendig. Die müssen besser transporttauglich werden, denn mann hat mich gefragt ob ich meine Bahn ausstellen möchte, trotz das Gegeben dass er noch nicht fertig ist. Ich habe zugestimmt und am 14. und 15. Oktober 2017 nehme ich Teil an das „Spoor Nul Weekeinde“ (Spur Nul Wochenend) in Zutphen (hat eine eigene Internetseite: http://home.kpn.nl/me4hf56/weekend/index.html).

Das nächste Mal ist der Bau der Mühle das Thema.

Gruss,
Walter
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Freitag, 23. Juni 2017, 22:52

Bau mit Pappe kann einfach sein, aber wird in meinem Fall noch schwieriger: Die Mühle (Teil 1)

Hallo liebe Forummitglieder und Forumleser,

dieser Beitrag handelt sich um die Vorbereitungen zum und Gedanken über den Bau der Scheesseler Mühle. Meine Modulbahn wird vier grosse Bauwerken enthalten: der Güterschuppen, die Brücke über die Wumme, der Feldbahn (auch eine Brückenkonstruktion) und natürlich die Scheesseler Mühle.

Vorbereitungen

Der Anfang ist nicht schwer. Erstmals der Ausschneidebogen scannen mit einer Auflösung von 600dpi (mehr habe ich nict zu meiner Verfügung). Ich benutze diese Auflösung weil beim vergrössern die Auflösung niedriger wird. Jedes Blatt wird eine JPG-Datei. Der Ausschneidebogen enthält zwölf Blätter.

Zweitens jede einzelne JPG-Datei in GIMP öffnen und vergrössern mit 289%, denn von 1 zu 130 nach 1 zu 45 macht einen Faktor von 2,89 (289%). Am Ende hatte ich also zwölf GIMP-Dateien.

Ausschneidebogen in 1 zu 130 versus Bauwerk in Spur 0

Der Aussschniedebogen ist 1 zu 130. Das bedeutet zwei Dinge: Erstens der Hersteller kann und muss Kompromisse und Vereinfachungen anbringen in sein Modell. Damit gehen aber auch kleine Details verloren. Das macht aber nichts, denn nicht sichtbar in dieser Massstab. Aber in 1 zu 45 macht es doch etwas, da sind Details besser sichtbar und deshalb auch zu gestalten.
Zweitens habe ich festgestellt das der Hersteller auch ein Bildbearbeitungsprogramm benutzt hat. Er hat an manchen Stellen zum Bespiel Teile des Mauerwerks wiederholt benutzt. An manchen Stellen laufen die Fugen schief. Bei einem Massstab van 1 zu 130 fällt das nicht auf, aber nach dem vergrösseren umso mehr.
Beim genauer betrachten fiel mir auch auf das auch Faltlinien eingezeichnet waren.



Aber…. Durch das Vergrösern der Scans werden alle Fehler, eingezeichnete Faltlinien, Ungenauichkeiten und sich wiederholende Muster peinlich sichtbar. Im obrichem Bild habe ich mit einen gelben „Kreis“ ein Gebiet angedeutet wo vier mal dasselbe Ziegelsteinmuster benutzt ist (Ziffern 1 bis 4). Lehne beim Anschauen ein bischen zurück und ihr wird es erkennen. Ich möchte solche Wiederholungen wegholen, durchbrechen, bedeutet aber zusätzlicher Digitalbearbeitung.

Was euch vielleicht auffält ist dass durch die Vergrösserung ein gewisser Körnung des Bildes entsteht. Das ist leider unvermeidbar, denn mein Scanner geht nicht weiter als 600dpi. Ich denke, dass wenn mann das Endresultat von einer gewissen Entfernung betrachtet, mann erstmals das ganze Gebäude sieht und diese Körnung nicht direkt auffällt. Nur wenn mann es aus der Nähe betrachtet wird diese Körnung deutlicher hervortreten.

Ausserdem befindet sich eine alte Mahlstein gegen einer Seite des Gebäudes:



In 1 zu 45 sollte er natürlich dreidimensional dargestellt werden. Bedeutet auch das das Mauerwerk dahinter rekonstruiert werden muss… Und das Gras muss auch weg.

Bei dem Ausschneidebogen haben sämtliche Mauerflächen weisse “Aussparungen”. Damit kann der Erbauer sehen wo bestimmte Teile geklebt werden müssen. Diese Stellen sind wichtig, aber trotzdem werde ich das Mauerwerk ein bisschen ins Weisse hinein “ziehen”, damit ich etwas mehr Spielraum gewinne. Wenn ich dann später ein halbe Millimeter daneben bin, macht es nicht aus.

Güterschuppen versus Mühle

Der Güterschuppen besteht aus mit Mauerwerk gefülten Fachwerk. Und die Tore und Fenster repetieren sich. Ein regelmässiges Gebäude wobei bei die Umsetzung ins Modell kleine Fehler sich leicht tarnen lassen durch die aufgeklebte Furnierstreifen. De Mühle besteht nur zum Teil aus Fachwerk. Es giebt auch sehr grosse Flächen mit nur Mauerwerk aus Ziegelsteine. Wenn ich da die anwesende Fenster und Türen flach lasse, fürchte ich das es nicht schön aussehen wird. Da muss ich die Fenster und Türe tiefer, also ins Mauerwerk, legen. Und beim betrachten von Bilder aus dem Internet sah ich Details wie lange Maueranker aus Eisen. Die lassen sich in 1 zu 45 doch erhaben nachbilden. Das gilt für mehr Details, zum Beispiel für das Rad bei der Schleusse. Bedeutet aber, dass ich die Oberfläche dahinter digital rekonstruieren muss. Und wenn ich Fenster und Türe zurücksetze, muss auch das Mauerwerk um die Ecke gehen: die Egge soll auch Mauerwerk haben.

Fazit

Ich glaube das die Gestaltung der Mühle in 1 zu 45 nicht so einfach ist wie ich vorher gedacht habe. Viel digitaler Arbeit, gut nachdenken über jeder Bauschritt, feststellen welche Details ich weglasse, “flach” lasse oder als dreidimensionales Detail ausarbeite….

A propos Details, ich glaube eine Reise nach Scheessel wird sich lohnen. Denn dann kann ich das Gebäude selbst sehen und fotografieren und vielleicht auch kleine Vermessungen machen.
Ich fange, denke ich, mal an mit dem Bau der Ausschneidebogen, damit ich ein bisschen “Gefühl” bei der Mühle bekomme.

Wass ich ins Auge behalten muss, ist das das Bauwerk glaubhaft und wirklichkeitsnah ist. Es soll keine exakte Nachbildung werden. Diese Absicht hatte ich im Voraus sowieso nicht. Der Gefahr besteht aber dass ich mich trotzdem verliere in der Auswirckung vieler Details und damit der Bau viel zu lange dauern wird. Schliesslich muss ich auch noch die Feldbahn bauen (nach Vorblid der Verladeeinrichtung von der Feldbahn in Glossen).
Erkenntnisse die den Bau zusätzlich zu einer richtigen Herausforderung machen
Beim Nachdencken über wie ich den Bau anfangen sollte, fiel mir die Gedanke ein um den Ausschneidebogen mal nach zu messen. Ich hatte beim Bau des Güterschuppens schon erfahren dass, obwohl sämtliche Teile eigentlich genau gross sein müssten, es trotzdem Unterschiede gab.

Und was stellte sich heraus?? Rate mal. Genau, es gibt Massunterschiede zwischen den verschiedenen Bauteile der Mühle. Zum Beispiel auf den Grundriss habe ich, dort wo eine Mauer aufgerichtet werden muss, einen Unterschied zwischen Grundriss und das aus zu schneidende Teil von etwa 1mm gemessen.
Das bedeutet, wenn ich alles vergrössere mit ein Faktor 2,89 (von 1zu130 nach 1zu45), das ein Unterschied von fast 3mm bedeutet! Und die Abweichungen sind leider nicht konsequent. Sch……!
Warum es so Sch… ehh Schlimm ist? Beim Güterschuppen konnte ich Abweichungen und Ecken tarnen mittels Furnierstreifen (Fachwerknachbildung). Aber hier geht das nicht, weil bei der Mühle grosse Teile nur aus Mauerwerk bestehen. Dieses Mauerwerk muss natürlich um die Ecke gehen. Ich möchte dort keine Papiertrennungen haben. Sieht nicht schön aus.

Da war/ist der Bau des Güterschuppens viel leichter, auch mit alle Sachen die ich hinzugefügt habe, im Vergleich mit der Mühle, obwohl ich da nur die Aussenseite nachbilden will. Das bedeutet nachdenken, ausprobieren, nachdenken, ausprobieren usw.

Wie aus ein Anfangs einfacher Rangieranlage trotzdem ein komplexes und umfangreiches Projekt entsteht….

Na dann… ran an die Arbeit……
Gruss,
Walter
Spur 0 macht Spass

Mein kleines Projekt

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Waltershausen« (24. Juni 2017, 00:28) aus folgendem Grund: Immer wieder Schreibfehler beheben...


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