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141

Montag, 30. September 2013, 21:26

Hallo Eckhard,

vielen Dank für deinen kurzen und wie immer tollen Bericht, macht einfach Spaß mitzulesen und die tollen Bilder zu betrachten :thumbup:

Ich wünsche dir auch gute Besserung und sende viele Grüße,

Christoph

bernard1967

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142

Montag, 30. September 2013, 21:45

Hoi Eckhard,

gute Besserung und alles Gute wuchse ich dir Ich sehen das du auch eine V200-0 von MBW gekauft haben für deine anlage.



Mit freundliche grussen,

Bernhard 1967 aus der Niederlanden

Didier78

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143

Dienstag, 1. Oktober 2013, 05:23

Hallo Eckhard,

wieder mal ein sehr schöner Bericht aus Kraansen, den ich wie immer mit Freude angeschaut habe. Hoffentlich kannst du bald selber wieder in die Tasten hauen bzw. auf den Auslöser drücken - daher auch von mir die besten Genesungswünsche für dich!

Bis denne! Gruß, Dirk.

DVst HK

Bahndirektor

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144

Dienstag, 1. Oktober 2013, 16:19

4 Reisezüge - Teil 2 - Eilzug nach Hannover

Moin, moin Gemeinde,

zunächst vielen Dank für die Genesungswünsche - wird schon wieder (hoffentlich bald). Von soviel freier Zeit hatte ich immer geträumt - im Traum konnte ich aber was damit anfangen...

Nun denn, während unser D-Zug nach München noch in Gleis 2 steht, nähert sich recht schnell aus Göttingen der Eilzug nach Hannover, geführt von einer 23er. Auch aus diesem Zug wollen Reisende noch ihre Anschlußzüge in Richtung Westen erreichen. Da der Eilzug aber am Hausbahnsteig hält, sind das nur kurze Wege. Das Zugbegleitpersonal vom Aachener Eilzug wartet schon ungeduldig, denn die planmäßige Abfahrtzeit rückt näher. Die Jungs vom Nahverkehrszug nach Holzminden dagegen betrachten das Gewusel eher entspannt, denn die fahren dem Aachener erst später im Blockabstand hinterher und haben noch keinen Blutdruck.









Und vsl. morgen dann dieser Zug:


Viele Grüße
Eckhard
und von seiner Frau als Schriftführerin

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145

Dienstag, 1. Oktober 2013, 16:40

Moin Eckhard,
danke, das du trotz deiner Schmerzen an uns denkst, und wieder so schöne Bilder zeigst. Dank auch an deine Frau, das sie für dich die Schreibarbeiten übernommen hat.
Gute Besserung wünscht dir aus dem Schwarzwald
Heiko

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nuller Neckarquelle« (1. Oktober 2013, 17:04)


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Dienstag, 1. Oktober 2013, 18:11

Hallo Eckhard.

Ich wünsche Dir auch erstmal beste Genesung. Wenn ich deine Bilder und deine Berichte lese werde ich schon etwas Neidisch auf das was du da fertiggestellt hast.Es ist Modellbau erste Sahne ( wie man bei uns sagt).Es ist an Detailtreue nicht zu übertreffen.

So stelle ich mir Modellbau vor.

Gruß Hein

147

Dienstag, 1. Oktober 2013, 19:31

Hallo Eckhard,

hatte mich schon etwas gewundert, dass längere Zeit nichts mehr von Dir kam.
Gute Besserung und bald wieder Hp1.

Viele Grüße
Robert

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Mittwoch, 2. Oktober 2013, 18:33

4 Reisezüge - Teil 3 - Der Aachener Eilzug

Moin, moin Gemeinde,

der Aachener Eilzug steht mal in Gleis 101 Nord, dann wieder in Gleis 102 - das ändert sich beim Fahrplanwechsel durch die Planung der Gleisbelegung. Gleis 102 wird bevorzugt, damit die Reisenden bei dem häufig längeren Zug keine so weiten Wege vom Nordende des Bahnsteigs am Gleis 101 Nord haben. Das Foto in Gleis 101 Nord mit V 200 059 stammt von Dipl.Ing Gunter Weidanz.


Heute ist der Zug allerdings recht kurz. An der Spitze die Hammer V 200 029, dahinter der Expressgutkurswagen von Braunschweig nach Düsseldorf, gefolgt von einem Büm, einem AB4yge, einem B4yge und einem BD4yge für Reisegepäck, alle durchlaufend von Braunschweig bis Aachen. Am Schluss wurden in Kreiensen noch zwei Postwagen für Hagen zugestellt. Mit diesem leichten Zug hat die V 200 keine Schwierigkeit, schon auf der Rampe zum Kreuzungsbauwerk über die Nord-Südstrecke laut röhrend ordentlich Fahrt aufzunehmen, um kurze Zeit später im Ippenser Tunnel unseren Blicken zu enteilen.

Die Dampflok ohne Nummer auf der Ostseite kriegt übrigens die Lokschilder der 44 440 vom Bw Kassel (Thomas, Du weißt schon)... :D
















Bevor das große Rätselraten anfängt: Das weiße Teil am hinteren Aufstiegstritt ist nur ein Styroporkügelchen, das unbedingt noch mit nach Aachen wollte. ;)

Viele Grüße
Eckhard
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Donnerstag, 3. Oktober 2013, 19:31

4 Reisezüge - Teil 4 - Nahverkehrszug nach Holzminden

Moin, moin Gemeinde,

morgens ist der Nahverkehrszug mit der Hildesheimer 64 132 als erster Zug von Hildesheim über Bodenburg nach Kreiensen gekommen. Er hat noch einen zusätzlichen Packwagen am Haken, der in Hildesheim mit Expressgut beladen wurde, unterwegs nach und nach ausgeladen worden ist und noch reichlich Platz hat für das aus den Nachtzügen ausgeladene Expressgut der Kreienser Gepäck- und Expressgutumladung. Abends kehrt der Packwagen dann mit dem Versandexpressgut von den Bahnhöfen dieser Strecke über Kreiensen nach Hildesheim zurück. Tagsüber wird er nicht benötigt und bleibt in Holzminden, da der Bpw3yge dann auch das geringe Aufkommen an Expressgut mit aufnehmen kann.

Am Gleis 181 fährt unser Zug vorbei an der dort stehenden Kasselaner 043 133-8, die schon eine längere Zeit dort auf die Fortsetzung des Berichts über die Güterzüge wartet und wartet...muss halt noch warten, bis sie dran ist.
















Na dann bis später einmal, wenn alles überstanden ist...
Viele Grüße
Eckhard und von seiner Frau als Schriftführerin

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Freitag, 4. Oktober 2013, 18:47

Hallo Eckhard,

besonders das drittletzte und das vorletzte Bild Deines letzten Beitrags finde ich besonders gelungen.

Viele Grüße
Robert

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Dienstag, 15. Oktober 2013, 16:55

043 133-8 Performance - Teil 1

1. Das Problem

Da ich zur Zeit krankheitsbedingt zu nichts nutze bin, nicht sitzen aber viel laufen soll, bin ich jetzt bei der GEMA angestellt: "geh mal das holen oder jenes". Im Gegenzug habe ich dafür eine "Schreibkraft" gefunden, die ab und zu für mich tätig ist, sowohl beruflich wie auch hier ... nun denn:

Die 043 133-8 von Gebauer kam aus dem AW Null-Problemo digitalisiert zurück nach Kreiensen. Der Sound begeistert, tolle Digitalisierung, handwerklich sehr gute Arbeit :thumbup: - und das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, dass wegen der 2 Lautsprecher im Kessel ein Teil des Ballastgewichtes entfernt wurde und sie jetzt ohne Tender nur noch 1800 Gramm wiegt. Im Allgemeinen ist das leicht zu verschmerzen, aber auf meiner Anlage werden höhere betriebliche Anforderungen an die Maschine gestellt.

In der Ebene schiebt die 043 eine V 100 von Lenz locker weg, wenn die beiden Maschinen gegeneinander fahren. Das verändert sich ganz klar, wenn es mit dem schweren beladenen Erzzug mit 16 Wagen in die Steigung geht. Die Lenz V 100 mit ihrem Lokgewicht von ca. 1200 Gramm schafft den Erzzug mit Schleudern die Rampe in Richtung Holzminden gerade noch so hoch. Die 043 hingegen bleibt in der Steigung auf halber Höhe hängen, obwohl sie doch 1800 Gramm wiegt und statt 4 über 5 angetriebene Achsen verfügt. Erst wenn sie nachgeschoben auf der Brücke ankommt, zieht sie mit zweiter Luft auf und davon, wobei der gesamte Zug noch in der Steigung hängt.






Woran liegt das?

Meine Steigung hat zwar einen Mindestradius von 250 cm, ist aber vorbildgerecht mit einer Überhöhung ausgerüstet. Dadurch bilden die äußere und innere Schiene auch bei diesem großen Radius keine Ebene mehr und die Räder müssen unterschiedlich stark aus- bzw. einfedern, um ihre Kraft auf die Schienen zu bringen. Drehgestellmaschinen sind hier im Vorteil, weil der kurze Achsstand der Drehgestelle eine Allradauflage sicherstellt, wobei die Drehgestelle der V 100 nicht gefedert sind, jedoch mit etwas Spiel in den Lagern unterschiedlichen Gleisneigungen folgen können. Der lange Radstand der 043 mit ihrem starren Rahmen hingegen verhindert jedoch eine kraftschlüssige Auflage aller Räder auf den Schienen. Auf der Brücke angekommen wird die Steigung geringer, die Überhöhung endet hier und alle Räder stehen kraftschlüssig auf den Schienen, bevor es kurz dahinter in die nächste Überhöhung geht, die dann aber für die 043 kein Problem mehr darstellt.

Die Lösung des Problems hat mehrere Facetten und wird im Teil 2 beschrieben. Das Ergebnis zeigt vorweggenommen das nächste Bild. Aus dieser kritischen Position, wo der gesamte Zug in der Steigung mit Überhöhung in der Kurve hängt, kann die Maschine jetzt sogar - wenn auch mit etwas Schleudern - wieder anfahren und den Zug weiter die Rampe hochziehen. Das Vorbild hätte das mit dem 1280-Tonnen-Zug nicht geschafft, aber es war ja schon immer recht schwierig, sich dem Vorbild möglichst genau anzunähern... ;)




Gruß aus Kraansen
Eckhard und seine "Schreibkraft"

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Mittwoch, 16. Oktober 2013, 13:43

043 133-8 Performance - Teil 2

2. Die Lösung

Moin, moin,

auch wenn dies ein sehr spezielles Thema ist, treten ähnliche Probleme immer wieder bei Kleinserienmodellen älterer Fertigung auf.

Zunächst fiel auf, dass bei dieser Maschine an der ersten und letzten Kuppelachse so starke Federn eingebaut waren, dass sie sich nur mit großer Kraftanstrengung eindrücken ließen und für das Lokgewicht von 1800 Gramm zu stark waren. Also ran an das Problem, Steuerung abgebaut, Radsätze und Getriebe ausgebaut und weichere Federn eingesetzt. Dumm ist nur, dass weichere Federn die Zugkraft durchaus verringern können, obwohl alle Räder besser aufliegen sollten. Ursache ist vermutlich, dass einige wenige Federn volldurchgedrückt dafür sorgen, dass der Rahmen an diesen Stellen auf den Lagern aufliegt und die Mehrzahl der anderen Räder mit weichen Federn nicht genügend Anpressdruck erzeugen können.

Viele Versuche später war das optimale Ergebnis für diese Maschine mit ihrem Gewicht von 1800 Gramm gefunden: 1. Kuppelachse weiche Gebauer-Federn, 2. Kuppelachse ganz weiche Federn, 3. Achse (Treibachse) und folgende 4. Kuppelachse wieder weiche Gebauer-Federn, 5. Kuppelachse harte Gebauer-Federn. Ich kann das zwar physikalisch nicht erklären, aber in dieser Konstellation entfaltet sie die höchste Zugkraft. Die Gebauer-Federn bzw. vergleichbare Federn gibt es übrigens bei Schnellenkamp.



Allerdings war die Zugkraft immer noch nicht so, wie ich es mir wünschte, wenn auch schon viel besser. Also war es doch das Lokgewicht, das erhöht werden musste. Platz im Stehkessel ist zwar genügend vorhanden, ich musste aber feststellen, dass dadurch die Lok plötzlich sehr hecklastig wurde und die erste Kuppelachse keine sichere Spurführung mehr hatte. Auch wurde der Sound aus dem nach hinten in den Kessel abstrahlenden Lautsprecher zu sehr gedämpft. Es galt also den Sound zu erhalten und die Hecklastigkeit zu beseitigen.

Ein Abspecken des Gewichts im Stehkessel war erforderlich und zwar durch Formung des Gewichts, sodass vom Lautsprecher her eine genügend große Schallaustrittsöffnung im Stehkesselbereich erhalten werden konnte. Unterstützt wurde dies durch eine zusätzliche 10mm-Bohrung auf der Unterseite des Kessels im nicht einsehbaren Bereich in Höhe dieses Lautsprechers.

Beim Öffnen der Rauchkammer zeigte sich dann, dass auch hier genügend Raum für zusätzliches Ballastgewicht vorhanden war. Unter Beachtung der Erfahrungen mit dem Sound beim Ballastgewicht im Stehkessel wurde auch hier die Schallaustrittsmöglichkeit vom nach vorn abstrahlenden Lautsprecher erhalten, unterstützt durch ein Aufbohren des mächtigen Schlotes, der im Originalzustand bei dieser Maschine durch den Kesselmantel verschlossen war.
Im Ergebnis konnte das Gewicht der Lok um 750 Gramm auf nunmehr 2550 Gramm erhöht werden, wobei sie nach wie vor bei Überlastung sofort schleudert und Schäden erfahrungsgemäß nicht zu befürchten sind.

Nun zeigte sich aber, dass für dieses hohe Gewicht die Federn vorn zu schwach dimensioniert waren. Shit happens. Also nochmal testen und als Optimum die ganz weiche Feder der 2. Kuppelachse durch die harte Gebauer-Feder ersetzt.

Eine ganz leichte zu vernachlässigende Hecklastigkeit der Maschine war zwar immer noch gegeben, wurde aber durch die harten Federn in der letzten Kuppelachse ausgeglichen. Das änderte sich jedoch mit angekuppeltem Tender - das war das dritte und bisher nicht erkannte Problem. Die Original Gebauer-Kupplung ist so konstruiert, dass die Kuppelzunge in der Maschine so hoch angebracht ist, dass der Tender mit seinen 800 Gramm Gewicht dort aufliegt, vorn 1 mm höher steht, als im hinteren Bereich und dadurch versucht, den vorderen Radsatz der Maschine anzuheben. Gelöst wurde dies durch Auftrennen des Kuppelkastens an der Maschine und Versetzen seines unteren Teils um 2 mm nach unten, damit die Kuppelzunge auf einer Höhe mit der Aufnahme im Tender liegt.






Fazit der ganzen Aktion: Mit der richtigen Reihenfolge der Optimierung kann man sich einiges ersparen - andererseits habe ich dadurch aber eine Menge über das Federspiel gelernt. Die Zugkraft der 043 ist jetzt so, wie ich es bei solch einer Maschine erwarte, allerdings sollte der Oberbau einer Anlage solch ein hohes Gewicht auch verkraften können. Dass es nach diesen Baumaßnahmen mal wieder alle Kurzschlussprobleme zu beseitigen galt, sei eher am Rande vermerkt.

Und weil ich die Maschine schon mal auseinander hatte, war das eine gute Gelegenheit für eine Alterung, die ich schon seit Jahren vorhatte, die aber noch einige Detailverbesserungen erfahren soll. Die teilweise hellen Flecken auf der Lok sind übrigens nur Refektionen in der Kameralinse bei langer Belichtungszeit.
















Gruß aus Kraansen
von Eckhard und seiner "Schreibkraft"

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Mittwoch, 16. Oktober 2013, 15:08

Sehr schönes Maschin´chen Eckhard,

gut zurecht gemacht - Hut ab! Aber da steckt ja wahrlich ein "Haufen Arbeit" drin die Du Dir da machen musstest...

Dafür belohnt Dich der Erfolg! Wünsche Dir viel Spaß und gute Fahrt damit.

Gruß (auch an Deine hoffentlich gut bezahlte) Schreibkraft - Peter
----------------------------------------------------------------------------
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Mittwoch, 16. Oktober 2013, 15:42


Hallo Eckhard,

kann Dein Fahrwerkskonzept gut nachvollziehen. Was mich interessieren würde: Funktioniert's auch, wenn die Lok mit Tender voraus zieht? Rein technische Frage, mag gut sein, daß man ihr das im Original nie angetan hat...

Gruß,

Christoph

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »CharlieOscar« (16. Oktober 2013, 17:43)


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Mittwoch, 16. Oktober 2013, 19:43

Antworten

Moin und danke für die Blumen und guten Wünsche,

Christoph, interessanterweise ist die Zugkraft bei Rückwärtsfahrt sogar etwas größer, als bei Vorwärtsfahrt. Mein schwerster Zug besteht aus 20 leichten Brawa Off 52 - aber beladen mit 100 Käfern aus Metall ;( . Keine meiner Lokomotiven schaffte bisher diesen Zug die Rampe hoch. Die jetzt umgebaute 043 133-8 schafft ihn vorwärts mit erheblichem Schleudern, was aber nicht mehr schön aussieht. Rückwärts schleudert sie zwar auch, aber nicht in so starkem Maße und ich könnte es gerade noch tolerieren. Hatte schon mit dem Gedanken gespielt, 1 oder 2 Doppeleinheiten mit den Käfern zu verkaufen - das werde ich mir jetzt noch mal überlegen.

Nachschieben auf der Rampe war in den 60ern in Kreiensen ja üblich, aber einen Zug, der im Original nur etwa 300 Tonnen gewogen hat wohl eher nicht :whistling:

Das Phänomen der höheren Zugkraft bei Rückwärtsfahrt tritt übrigens bei allen mir bekannten und auf meiner Anlage gefahrenen 043er/044er Gebauer-Maschinen auf - hängt vielleicht damit zusammen, dass sie alle etwas hecklastig sind.

Grüße
Eckhard

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Donnerstag, 17. Oktober 2013, 00:24

Spur-Null-Teststrecke "Kreiensen"

Hallo Eggaat,

dein Bericht läßt mich positiv auf den kommenden 2. Test der 2. 44er für Kreiensen blicken. Die Kohle-44er hat ja den Erzzug über die Rampe gezogen, bevor sich dusseliger Weise die erste Kuppelachse samt Treibachse verabschiedet hat. Der Käferzug war dadurch einfach nicht mehr möglich..... ;(

Die Kohle-Version hat von Haus aus schon 3 Kg auf den Rippen und dazu den Vieg-Antrieb! 8o

Bin gespannt!


Gruß aus dem AW...


Null-Problemo :thumbup:

P.S.: nebenbei hat die "schwachbrüstige Hehl-V100.20" (ja, so wird es immer erzählt!) den Erzzug aus dem Stand über die Rampe Richtung Holzminden geschleppt! Totgesagte schleppen eben doch mehr! 8o

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Donnerstag, 17. Oktober 2013, 00:55

043 133-8 Performance - Teil 3 - ALT vs. NEU

Moin Meista, ich freue mich schon auf den Test :thumbup:

Moin, moin Gemeinde, setze voraus, Ihr kennt "Werner beinhart" :D

Die 043er und 044er von Gebauer gehören in meinen Augen mit zu den schönsten Maschinen, die von Kleinserienherstellern angeboten worden sind. Vielleicht liegt das aber nur daran, dass das DIE Maschinen sind, die neben der 50ern den Güterzugbetrieb in Kreiensen während der Epoche 3 dominierten und ich deshalb voreingenommen bin. Auf jeden Fall fällt es nicht leicht, an solch eine Maschine Hand anzulegen. Man muss sich auch darüber im Klaren sein, dass aufgrund ihres Alters bei Umbauten oder Alterungen die eine oder andere Überraschung auf einen wartet, die zu lösen es schon etwas Erfahrung im Umgang mit diesen Konstruktionen bedarf.

Auch bei diesem Umbau und der Alterung traten diese Probleme wieder auf - Kurzschlüsse (1 Federpaket zu tief mit Kurzschluss am Radlenker einiger Weichen, Sandfallrohre mit Kontakt zum Radreifen, ...) und abfallende Bauteile, etc. Kann aber alles gelöst werden und das Ergebnis macht Freude. Deshalb auch an dieser Stelle beide Maschinen im direkten Vergleich, wobei die eine noch umgenummert werden soll in die 44 440 des Bw Kassel. Für die Vitrine ist die fabrikneue Maschine möglicherweise besser geeignet, für den Betrieb als Eisenbahnmodell auf einer Anlage ist die Alterung in meinen Augen ein Muss.

Aber bildet Euch selbst ein Urteil, auch wenn die Alterung noch einige Feinheiten erfordert...














Grüße
von Eckhard und sinner Fru

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158

Donnerstag, 17. Oktober 2013, 10:00

Hallo Eckhard,
weiterhin gute Besserung; es ist mir immer eine Freude beim täglichen Studium des Forums, Deine Fotos und Berichte von Deiner Anlage zu sehen.
Sie sind großartig!
Gruß
Dampfheinrich
(Wentorf)

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DVst HK (18.10.2013)

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159

Donnerstag, 17. Oktober 2013, 10:13

Hallo Eckhard,

freut mich sehr, dass Du Deine technischen Probleme mit den Dampfern gelöst hast und Dich wieder den schönen Nebensächlichkeiten wie der Patinierung Deiner Modelle widmen kannst.

Ich kann nur immer wieder sagen, dass Deine Anlage bzgl. Gestaltung und Farbgebung wunderbar stimmig ist.

Chapeau!

Jörg
Grüße - Jörg

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DVst HK (18.10.2013)

DVst HK

Bahndirektor

(1 489)

  • »DVst HK« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 600

Wohnort (erscheint in der Karte): Kreiensen

Beruf: After work party

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160

Montag, 4. November 2013, 01:12

FD 43 Roland

Moin, moin Gemeinde,

die Güterzüge als Fortsetzung der Geschichte müssen noch etwas warten, da die Gleise der Ostseite zur Zeit Baustelle sind. Es ist nun mal der einzige Platz im Haus, der hoch genug und sehr gut zugänglich ist, um auch bei einem Bandscheibenvorfall stehenderweise ab und zu ein paar Fingerübungen machen zu können.

Als Ergebnis dieses Tuns kann nun der FD 43 Roland von Basel über Mannheim, Frankfurt/M, Hannover nach Bremen endlich seine Runden drehen, waren nur noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen - nicht schwierig, aber etwas für einen, der mit der vielen freien Zeit sonst nix anfangen kann... ;(

Zunächst der übliche Fahrweg im durchgehenden Hauptgleis des Bahnhofs Kreiensen, der ohne Halt mit 115 km/h durchfahren werden darf.




Es gibt aber Tage wie diese, da läuft nicht alles planmäßig - auch nicht in Kreiensen. Der Wärter auf Stellwerk "Ku" konnte die Weiche 502 nicht in Endlage nach links zur Fahrt ins durchgehende Hauptgleis bringen. Da der Roland schon in Salzderhelden abgemeldet war, blieb auch keine Zeit, nach der berüchtigten Cola-Dose zwischen Zunge und Backenschiene der Weiche 502 zu suchen. Also den Fahrdienstleiter angerufen und das Problem gemeldet. Der fragt nach, ob die Weiche 502 in Rechtslage in die Endlage kommt, entscheidet nach positiver Antwort ganz pragmatisch und gibt dem Wärter auf Stellwerk "Ku" den Befehl, die Fahrstraße nach Gleis 181 (das ist die Umfahrung um die Rampe der Ost-West-Strecke) einzustellen. Von dort geht es weiter über das Kreuz zurück ins durchgehende Hauptgleis - Fahrzeitverlust nur etwa 1 Minute.

Warten muss am Einfahrsignal U von Holzminden nur der Güterzug, dessen Einfahrt nach Gleis 102 eigentlich geplant war, aber dessen Einfahrsignal U gottseidank noch nicht gezogen war. Der D 591 Konsul (Kiel-Hamburg-Frankfurt/M-Stuttgart) hingegen ist von der Störung nicht betroffen und kann ohne Halt den Bahnhof Kreiensen durchfahren.



Zuvor hatte die V 100 alle Wagen von der Baustelle der Ostseite auf die Westseite geschafft und wartet mit denen nun auf das Ende der Bauarbeiten - das hoffentlich bald eintritt und damit nicht nur das Betriebsprogramm des Bahnhofs wieder beweglicher wird.

Viele Grüße
Eckhard

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