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Freitag, 2. Februar 2018, 20:26

Umbaubericht KISS BR 78 in 1:43,5 plus Vorbildbilder

Hallo,

da es an anderer Stelle nicht sinnvoll ist, Umbauten vorzustellen, beginne ich hier einen Beitrag zur KISS BR 78 in 1:43,5. Vorweg ist anzumerken, dass diese Baustelle noch nicht abgeschlossen ist. Vielleicht motiviert es mich ja auch hieran mal wieder weiter zu arbeiten. Aber wie dem so ist, es kommt eine Baustelle zur anderen ;-)) Doch genug "geklagt" - es macht ja auch alles Spass!!
Vielleicht animiert es aber auch Euch, das eine-oder-andere an Eurer 78er (oder einer anderen Lok) zu verändern

Den Bericht ergänze ich um einige Detailbilder der BR 78 468. Diese Lok konnte ich im Rahmen eines "Dampflok-Seminars" des Eisenbahn Tradition e.V. kennenlernen. Sehr empfehlenswert!!


Das Pflichtenheft meiner Änderungen setzt sich wie folgt zusammen:

• Führerhaustüren zum öffnen
• neuer FH Boden mit Blech vor der Feuerluke
• Stehkessel: Feuerluke öffnen mit Feuerbüchsenlicht, Ablage über der Feuerluke (Selbstbau), Fahrplanhalter (Bauer) beleuchtet, Manometeranzeigen ergänzen, Feuerspritze, Dreiwegehahn, Schmierpumpe, weitere Anzeigen (von Bauer) plus Wendezuganzeiger sowie weitere Leitungen ergänzen
• Abdeckung für die Kohlenschütte im FH
• Vor- und Nachläufer: bewegliche Balanciers, evtl. neue "Führung" für die Reduzierung vom Ausschwenkbereich des Vor- und Nachlaufgestelles (wird erst nach Fertigstellung des Betriebsdioramas angepasst)
• neue Schraubenkupplungen von Michael Weinert
• kuppelbare Luftanschlüsse (eigene)
• Dampfheizkupplungen von Petau (umgebaut)
• Änderung der Beleuchtung auf 3-V Birnchen
• neue Verkabelung
• neuer Decoder mit Lautsprecher
• u.a.
• ....

Zunächst wurde die komplette Lok zerlegt. FH, Stehkessel + Kessel vom Fahrwerk getrennt. Danach Vor- und Nachläufer abgeschraubt.
Die Drehgestelle zerlegt und so weit möglich entlackt.



Anschließend die eigentlichen Balancier (B) abgelötet. Auf den Innenseiten sind schmale Blechstreifen aufgelötet. Sie und jeweils eine 0,5er Passscheibe, sorgen dafür, dass diese beiden "Träger" nach dem Zusammenbau nicht so nach am Drehgestellrahmen liegen und etwas Abstand für eine ausreichende Beweglichkeit haben.




Mittig durch den Rahmen und den beiden Balanciers sind Löcher für eine Messingstange gebohrt worden. Diese bilden den Drehpunkt für die Beweglichkeit. Hier als Arbeitserleichterung noch provisorisch verschraubt.



Im fertigen Zustand ersetzen 2 Schrauben die Messingstange.








Die jeweils am Ende sitzenden „Druckpunkte“ habe ich mit kleinen Muttern „verlängert“. Ohne diese Hilfskonstruktion würden die Endpunkte nicht auf die Achshülsen drücken können. Das wurde nötig, da die Platten, die von unten angeschraubt sind um das herausfallen der Achsen zu verhindern, ein angegossenes Distanzstück besitzen.



Dies verhindert, dass die stramm an ihrem zugedachten Platz sitzende „Achslagerhülse“, sich nicht vertikal bewegen kann. Bedingt durch nun beweglichen B´s, sollen sie sich aber bewegen können. Es entsteht dabei ein Zusammenspiel zwischen dem vorderen und hinteren Rad im Gestell Und dies auf beiden Seiten. Je nach dem welche Gleissituation anliegt … .

Ansicht in neutraler Stellung – alle 4 Räder auf den Gleisen.



Ansicht mit „Störung-im-Gleis“: hier ein –übertriebenes- Hindernis eingleisig - 3 Räder auf den Gleisen, da die Achsen durch die Führung der Balanciers nun in der Höhe beweglich sind. Beim nicht umgebauten Drehstell springt bzw. steigt die ganze Achse u.U. auf.




Diese Idee zu diesem Umbau stammt nicht von mir, sondern ich habe sie von einem befreundeten Modellbahn Kollegen übernommen.
Als ich dies mal bei ihm gesehen habe, hat es mich stark an das Vorlaufgestell der Gerard P8 von Winfried Schmitz Esser erinnert. Dies ist in einer Proto87 Ausführung gebaut worden. Da sind meine Spur 0 Gestelle im Vergleich schon ziemlich grobschlächtig ausgeführt … .


Gegenüber dem Original fehlen hier auch noch ein „Paar“ Details …




Aus dem Lokgehäuse wurden die Türimitationen vorsichtig heraus gelötet.



Nach ihren Maßen entstanden neue Gussteile als „Türrahmen“. Leider ist die untere Verbindung als Gussteil in dieser Ausführung zu weich. Daher bekommt das Gussteil an dieser Stelle einen Streifen Federbronze aufgelötet.
Angefertigte Türblätter und Scharniere (ich glaube von ADDIE) ergänzen die neue Tür. Diese werden noch mit Klinken von außen und dem Hebel von innen weiter ergänzt, so dass die Türen später auch vorbildgerecht geöffnet bzw. geschlossen werden können. Man(n) hat ja sonst auch keinen Splen …



Das Bodenblech ist durch den Umstand der vielen Ausrundungen und Ecken nach einer Schablone aus einem Messingblechstück ausgesägt worden. Bedingt durch die Kante an der Tür mußte der Boden ein wenig „anhoben“ werden. Eine Lage Furnierstreifen bildet den passenden Abschluss für die fehlenden mm. Ein brüniertes 0,3er Messingblechstück stellt das Blech vor der Feuerluke nach.








Am Stehkessel wurde die angegossene Feuerluke heraus gesägt. Ein angepasstes Messingsblechstück ist neu eingelötet. Es stellt eine etwas geöffnete Feuerluke dar, aus der später der Schein des Feuerbüchsenlichtes aufflackern wird.
Der Bauer Fahrplanhalter erhielt eine Beleuchtung. Am Stehkessel fehlen noch diverse Aggregate, Anzeigen und Leitungen.



Die bisherigen Anzeigen sind aus Vorlagen von originalen Eisenbahn Monometern aus dem Internet entstanden.
Diese wurden auf eine Word-Vorlage in verschiedenen Größen eingefügt und nach dem ausdrucken mit einem jeweils passendem Locheisen ausgestanzt.
Mittlerweile benutze ich für diese Methode noch zusätzlich Tesa-Film, der vor dem ausstanzen über die Anzeigen geklebt wird. Nach dem Ausstanzen sehen die einzelnen Anzeigen aus als hätten sie eine Glasabdeckung.







Nachfolgend einige Bilder zur BR 78 468, die Orientierung geben können was noch zu tun ist …















































Damit endet zunächst an dieser Stelle der Bericht - rund um ein in Arbeit befindliches Projekt. Fortsetzung folgt zu einem späteren Zeitpunkt.


Herzliche Grüße
Andreas

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Freitag, 2. Februar 2018, 21:55

Hallo Andreas,

leider kann ich gerade keinen "Grünen" verteilen. Toller Bericht bis hierher. Vielen Dank.

Freue mich auf weitere Berichterstattung. Insbesondere die Digitalsierung und Beleuchtung interessiert mich.

Weiterhin viel Spaß und gutes Gelingen

Viele Grüße

Bernd
Spur0 Team Ruhr-Lenne e.V.

http://www.spurnullteam.de/

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