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Mö_

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Montag, 25. September 2017, 21:56

noch´n´RiPoLi-Mödell - Tehs 50

Moin,

ich habe jetzt den Umbau eines Limaten zu einem Tehs 50-nahen Kühlwagen abgeschlossen. Der Kunststoff des Wagenkastens war über die Jahrzehnte vergilbt und unansehnlich geworden. Nicht nur optisch, auch technisch sollte der Wagen überarbeitet werden. Die Beschriftung ließ sich mit Lux-Lackentferner leicht eliminieren (Bild 01). So wenig wischfest wie die Beschriftung war, hätte es warmes Spüliwasser wahrscheinlich auch getan. Anschließend habe ich die Türschließ- und -riegelmechanik mit abschleifen und ein wenig Plastikschnitzerei dem UIC-Standard Typ 2 näher gebracht (Bild 02). Für die Nachrüstkulissen der Lenzkupplungen (Schnellenkamp) wurde das Fahrgestell ausgesägt und für die Höhenjustierung der Kupplung unter den Wagenkastenboden ein Distanzplättchen geklebt (Bild 03). Die Griffstangen an den Ecken und den Bühnen waren im früheren Leben Büroklammern. An den Stirnseiten wurden die Löcher für die Rastnasen des Daches verschlossen. Die Rastnasen wurden etwas gekürzt und rasten trotzdem noch genügend. Auf dem Dach wurden vier Flettner-Rotoren (Schnellenkamp) angebracht (Bild 04). Die Bastelkiste lieferte Federpuffer von Biemo.

Nun ging es an die dekorative Kosmetik. Das Dach erhielt einen Anstrich in weißaluminium (Tamiya silver leaf TS-30). Der Wagenkasten wurde weiß grundiert (Tamiya Art.nr. 87044) und anschließend mit RAL 9002 grauweiß (Dupli-color) lackiert. Die Anschriftendecals (Nothaft) wurden im Sandwich zweier Klarlackschichten (Tamiya clear TS-13) aufgebracht. Ein abschließender Klarlacküberzug (TopCoat flat B-503) sorgte für das matte Finish (Bild 05). Es hätte so schön sein können ...

... aber dabei ist mir auf einer Wagenseite ein Stück Wischpapier auf den frischen, noch feuchten Lack gefallen und hat beim Ablösen die oberen Lackschichten links im oberen Viertel des Wagenkastens mitentfernt. Zu einer kompletten Neulackierung und -beschriftung war ich auch Tage später nicht in der Stimmung und habe deswegen nur ein paar „Flicken“ angebracht, um die größten Macken zu tarnen. Bei der Gelegenheit habe ich auf der betroffenen Seite dann auch gleich einen größenmäßig passenden „Kühlwagen“-Schriftzug angebracht (Bild 06). Nun hat der Wagen zwei deutlich unterschiedliche Seitenansichten. Hmm, ein Wendewagen, mal etwas anderes... Inzwischen finde ich die verhunzte Seite beim Hinsehen von Mal zu Mal weniger ärgerlich. Aber zuzugeben, dass es evtl. und ganz vielleicht doch gar nicht so uninteressant aussehen könnte, dafür reicht es bei mir noch lange nicht ;-)

Nun musste der Wagen nur noch laufen lernen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Radsätze der Lima-Zweiachser wegen des zu geringen Innenmaßes an den Herzstücken bzw. den Radlenkern der Lenz-Weichen auflaufen und entgleisen. Statt Tauschradsätzen für Lima-Wagen habe ich die Version „Folklore einfach“ gewählt. Die Lima-Radsätze wurden geteilt, die Achsenhälften entgratet und mit Schleifpapier geglättet. Die Hälften wurden in passendem Abstand in eine Messinghülse mit 4,4 mm Innendurchmesser (aus Ms-Rohr 5/4,4/500mm, Conrad 222359) gesteckt. Das passt und hält auch ohne Klebstoff (Bild 07). Mit sanfter Gewalt ließ sich durch gegeneinander verdrehen der Hälften ein Innenmaß von 2,92 cm einstellen - läuft!! Der nun größere Achsspitzenabstand ist unkritisch, da die Radsätze im Originalzustand ohnehin etwas Spiel in den Achslagern hatten. Alles gut;-)

Viele Grüße,
Carsten
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Sonntag, 26. November 2017, 21:25

Vor fast 10 Jahren begonnen, wie manch anderes Projekt in der Bastelkiste gelandet und jetzt als Ergänzung meines Ep. IIIa-Wagenparks endlich fertig gebaut: Freelance-Oppeln auf Basis eines alten Pola-Gehäuses und eines umgebauten OSM-Fahrgestell.



Grüße aus Wien
Martin
Neues über unsere Spur 0-Projekte findet man auch auf unserer Facebook-Seite

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Samstag, 2. Dezember 2017, 17:57

noch´n´RiPoLi-Mödell, diesmal vorbild- und schmerzfrei

Moin zusammen,

RiPoLi freelance? Ausgefegte Restekiste? Da habe ich auch kürzlich einen Wagen fertiggestellt. Vorsicht, was jetzt kommt, erhebt nullkommanull Anspruch auf Vorbildbezug, weiterlesen könnte also im Gegensatz zu Martins Beitrag über seinen schönen Oppeln weh tun. Die Geschichte beginnt mit der Lenz´schen T3, die hier als Privatbahnmaschine laufen wird. So ich sie dann einmal habe... Auch wenn sie meistens DB-Wagen durch die Gegend schubsen wird, braucht sie (und ich auch) etwas privatbahniges Wagenmaterial. Ein entsprechendes Fuhrparkelement habe ich aus dem zweiachsigen Pola/Raimo/Biller-PwPost geklöppelt. Aus vorbildlos wurde somit fiktiv. Also nicht unbedingt besser, nur anders...

Ich wollte aber keinen PwPost, sondern den einzigen 2.Klasse-Wagen mit Packabteil der sowas von privaten M.O.E. Deswegen wurden an den Seitenwänden einige Profile und Türen abgeschliffen. Der Zugang zum Fahrgastabteil erfolgt über die Plattform. Die seitlichen Türen machten dort daher keinen Sinn mehr, also weg damit. Am Packabteil blieben die Ladetüren erhalten. Die Seitenwände bekamen das eine oder andere zusätzliche Fenster, ebenso die ursprünglich fensterlose Stirnwand, die nun eine Tür aus Kunststoffstreifen als Übergangsmöglichkeit hat. Die Vergitterung des Packabteils ist eine mit schwarzen Streifen laserbedruckte Kopierfolie, die hinter die eigentliche Verglasung geklebt wurde. Der Oberlichtaufbau wurde über dem Packabteil mit Kunststoffstücken verlängert. Das Chassis ist im wesentlichen original geblieben, lediglich Nachkulissen für Lenz-Kupplungen und Federpuffer (beides von Schnellenkamp) sind modernere Zutaten. Die Lackierung erfolgte wie immer bei mir mit Tamiya-Sprühdosen (Grundierung grau, Wagenkasten TS-9 british green, Dach TS-4 german grey, Fahrwerk TS-29 semi gloss black, Finish Klarlack TS-79 semi gloss clear). Die Decal-Beschriftung ist absolut stimmig und entspricht 100%ig den Vorgaben der M.O.E. Kennt niemand? Eben...! ;-)

Mir hat es Spaß gemacht, ich kann aber auch verstehen, wenn jemand nach dem Lesen anhaltende Nackenschmerzen vom Kopfschütteln verspürt. Als Ankündigung/Vorwarnung/Drohung sei schon jetzt gesagt, dass dieses nicht das letzte Modell nach M.O.E.-Vorbild war, welches ich vorstelle.

Mit freundlichem Grinsen,
Carsten
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Samstag, 2. Dezember 2017, 18:18

Schön gebaut,
aber ich würde ihm noch besser Räder und Achsen spendieren.
Gruß
Meinhard,
der wohl immer noch nördlichste Nuller Deutschlands

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Mittwoch, 27. Dezember 2017, 21:28

noch´n´RiPoLi-Mödell - G 02

Moin,

weil ich immer nur G10 immer noch unverändert langweilig finde, habe ich einen weiteren Biller-G 10 umgestrickt. Diesmal entstand sein konstruktiver Urahn, ein gedeckter Güterwagen des preussischen Länderbahngüterwagentyps nach Musterblatt IId 8 mit 15t Ladegewicht, welcher später als G Hannover/Stettin und noch später als G 02 bezeichnet wurde. Von 1882 -1919 entstanden ca. 47.000 Stk (preuß.) und ca. 50.000 andere Länderbahnen. Eine imposante Stückzahl, die sich in der mich interessierenden Zeit 1955-65 allerdings deutlich anders darstellt. 1951 wurde nur/immerhin noch 4.600 Exemplare umgezeichnet, die anschließend überwiegend in den Güterwagenumbauprogrammen verarbeitet wurden. 1958 waren noch 1.100 G 02 im DB-Bestand, 1962 nur noch zwei Wagen im Plandienst. Einige G 02 hatten noch ein zweites Leben als Bahndienstwagen.

Quellen:
- S. Hufnagel, Reichsbahn-Wagen - selbstgebaut Die »Paten«, in: Eisenbahn Journal 03/1996, S.82 ff., H. Merker Verlag, Fürstenfeldbruck
- S. Carstens, R. Ossig, Güterwagen - Band 1: Gedeckte Wagen, MIBA-Verlag, Nürnberg (2001)

Optisch auffällige Unterschiede des G 02 zum G 10 waren die anders angeordneten Lüftungsluken und die Fachwerkachshalter der ersten Bauserien des G 02 (ab 1909 Preßblechachshalter). Diese Unterschiede wollte ich auf jeden Fall nachbilden. Außerdem sollte das Modell altersgerecht als Leitungswagen daherkommen. Eine weitere Auffälligkeit habe ich mir mit der Beschriftung als „DR/Brit-US-Zone“ gegönnt. Diese Beschriftungsvariante finde ich für einen G 02 in den 50er Jahren durchaus plausibel. Der Rest der Modifikationen am Biller-G 10 waren RiPoLi-Standardmassnahmen bzw. betraf kleine Änderungen, die bei einem Betrachtungsabstand unterhalb von zwei Metern auffallen könnten.

- Wagenkasten
An den Seitenwänden wanderten die waagrechten Verstärkungsprofile von den mittleren in die äußeren Seitenwandfelder, um die Endfeldverstärkungen vorbildgerecht zu korrigieren. Dazu wurden die vorhandenen Streben abgefeilt/abgeschliffen und stattdessen in den Endfeldern U-Profile (2,0 mm, Evergreen 262) aufgeklebt. Die Lüftungs-/Ladeluke im Seitenwandfeld rechts außen wurde mit einem Blechpassstück (Moog) verschlossen und die untere Kante mit dem waagrechten Profil der Endfeldverstärkung (s.o.) überdeckt. Die Lüftungsluke im zweiten Seitenwandfeld von rechts entstand aus einem Kunststoffrechteck mit Lamellenstruktur (1,3 mm Teilung, Evergreen 4051), unter bzw. über welches ein Kunststoffstreifen (0,5 mm, Joghurtbecher) als Rahmen geklebt wurde. Im zweiten Seitenwandfeld von links wurde die Ladeluke durch je einen Kunststoffstreifen (0,5 mm, Joghurtbecher) oben und unten dargestellt. Dieselben Kunststoffstreifen verschlossen auch die Löcher der Dachrastnasen. Das läßt sich sicherlich sauberer hinbekommen. Die Seitenwandfelder neben den Türen erhielten türseitig dreieckige Knotenbleche aus Papier. Die Wagenkastensäulen neben der Ladetür enden beim Biller-G 10 an der Türunterkante. Die fehlenden Stücke unterhalb des Wagenkastens wurden durch von hinten mit Drahtstiften (Büroklammer) stabilisierten Kunststoffstreifen ergänzt.

An den Ladetüren wurden die Griffe und der Türhaken abgeschliffen und stattdessen neue (0,5 mm Draht) an den entsprechenden Positionen angebracht. Auch die Aufhängungen der Ladetüren wurden vorbildgerechter gestaltet, wobei wir dann bei den RiPoLi-Standardmassnahmen wären. Die Abdeckung der oberen Türlaufschiene wurde gekürzt und die eigentliche Laufschiene mit einem Stück Draht (Büroklammer) nachgebildet. Deren äußere Halterung ist ein durchbohrtes Winkelstück aus einem L-Profil (1,5 mm, Evergreen 291). Die massive untere Türlaufschiene wurde durch zwei aufeinander geklebte Kunststoffstreifen (0,5x1,5mm, Evergreen 123) ersetzt.

An den Stirnwände wurden Griffstangen (0,5 mm Draht) angebracht, wobei eine Stirnseite mit Schlußlaternenhaltern ausgerüstet werden sollte und deswegen neben den unteren senkrechten Rangierergriffstangen auch diagonale Griffstangen im oberen Teil erhielt. Die andere Stirnseite bekam nur einen Rangierergriff.

- Dach
Hier habe ich lediglich die Rastnasen etwas abgefeilt, damit sie die Füllstücke in den Wänden nicht wieder herausdrücken. Das Dach rastet immer noch ausreichend fest ein.

- Fahrgestell
Zunächst war wieder Standardtuning zu erledigen. Die vorbildlosen Langträger des Modells wurden abgeschliffen (Achtung: Schakenböcke und Federpakete stehenlassen) und U-Profile (4,8 mm, Evergreen 266) als neue Langträger angeklebt. Für die Nachrüstkulissen der Lenz-Kupplung (Schnellenkamp) war das Fahrgestell auszusägen, außerdem erhielt es Pufferbohlen mit Federpuffern incl. Puffersockelplatten (Biemo). Für Metallradsätze und -achslager hatte dankenswerterweise bereits der Vorbesitzer gesorgt. Zur Nachbildung der Fachwerkachshalter habe ich die Preßblechachshalter seitlich befeilt, bis die schrägen Kanten zu geraden Kanten mutiert waren. Die diagonalen Streben sind rechteckige Plastikspritzlingsreste aus der Bastelkiste.

Da ich einen Leitungswagen darstellen wollte, wurden die Bremsklötze radikal abgetrennt. Ansonsten sieht der Wagen von unten immer noch so aus, wie er ursprünglich aus der Schachtel kam. Da ich mir meine Fahrzeuge selten von unten ansehe, ist es mir auch egal, ob es dort nach Leitungswagen oder etwas anderem in Halbreliefdarstellung aussieht. Pufferbohlengriffe (Bürotacker), Rangierertritte und Ladetürentritte (original Biller) ergänzten die Ausstattung unterhalb der Gürtellinie.

- dekorative Kosmetik
Der Wagenkasten wurde mit Auto K Filler/Haftgrund basic (Sprühdose, Art.nr. 633 001) grundiert und mit Duplicolor-Acryllack (Sprühdose, Art.nr. 6028-Y84R, RAL 8012 glänzend) rotbraun eingefärbt. Zwei dünne Schichten waren deckend und durften jeweils eine Woche aushärten. Nach dem Anbringen der Anschriftendecals (Nothaft) erhielt die Oberfläche zunächst einen Überzug mit glänzendem Klarlack (Tamiya T-13 Clear) zum möglichst randlosen Versiegeln der Decals. Für das abschließende matte Finish sorgten zwei Schichten Tamiya TS-80 Flat Clear.

Das Dach erhielt durch Tamiya TS-4 german grey eine mattgraue Lackierung, an deren mögliche Zuordnung zu einem RAL-Farbton ich keinerlei Gedanken verschwendet habe. Warum auch? Grau?? Passt!!

Das Fahrwerk wurde komplett seidenmatt schwarz (Tamiya TS-29 semi gloss black) lackiert. Glänzend wäre hier besser gewesen. So musste ich erst noch mit einer Schicht Glanzklarlack (Tamiya T-13 Clear) für einen passenden Untergrund für die Decals sorgen. Die anschließenden Klarlackschichten (erst glänzend, dann matt) vollendeten das Werk und ich hatte wieder einen Sonderling mehr.

Das ist kein Jim Beam G10 !!!

Viele Grüße,
Carsten

PS.: die Halter für die Schlußlaternen kommen noch...
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Donnerstag, 28. Dezember 2017, 08:14

Immer wieder interessante Umbauten aus den alten Basis-Fahrzeugen, danke.
Gruß

Jürgen (K)

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Mö_

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Freitag, 29. Dezember 2017, 15:20

Moin,

gestern hat der G 02 noch Halter für die Schlußlaternen bekommen. Sie entstanden aus angebohrten Spritzlingsreststücken, die auf ein Stück Draht (ex-Büroklammer) gesteckt wurden. Dabei haben sich die Büroklammern vor Lachen gekringelt, was ich sofort ausgenutzt habe und der Wagen nun auch mit Seilösen daherkommt. Völlig vergessen (das Alter...) hatte ich die Tritte über den Puffern auf der Owala-Seite. Dank schwarz lackierten, auf Draht gelöteten Blechstücken sind die Schlußlaternenhalter nun zu erreichen. Damit ist der G 02 für mich fertig (s. Bilder).

Herzlichen Dank für eure positive Kritik, auch wenn das Modell bei Weitem nicht die neue Sonne am 1:45-Himmel ist. Sicherlich kann man noch mehr herausholen, wenn man möchte. Wenn es etwas zu bemerken gibt, immer raus damit. Ich bin dafür niemandem böse. Im Gegenteil, jeder Hinweis kann für das Modell oder für jemand anderen, der ähnliches vorhat, ein wertvoller Tipp sein.

Generell könnte man die Frage stellen, ob man die ollen RiPoLi-Kamellen heute überhaupt noch anfassen oder doch lieber in der Versenkung ruhen lassen sollte. Nun, aus G 10, G 20, X 05, Gmhs 53, Kühl-, Rungenwagen und Co. lassen sich eine ganze Reihe anderer Güterwagentypen schnitzen. Einen Eindruck der Möglichkeiten gibt der in der ArGe entwickelte Stammbaum, den Stefan/Nafets hier im Forum vorgestellt hat. Einige Bauarten sind mittlerweile als Serienmodelle von Lenz, Brawa und Co. erhältlich, aber eben nur einige. Es bleibt noch genug zu tun und deswegen ist auch heute ein Blick in diesem Stammbaum sicher nicht verkehrt.

Zurück zur Frage, ob es einen Sinn ergibt, diese alten Modelle als Bastelgrundlage zu verwenden? Immerhin gibt es mittlerweile G 10, G 20, Gms 30, X 05 und Rungenwagen als deutlich bessere Modelle in besserer Ausstattung gegenüber den Überbleibseln aus dem 1:45-jurassic park. Für 80-100 EUR und gelegentlich auch darunter gefährden die neuen Modelle den Hobbyetat nur vorübergehend. Die Aufrüstung eines Pola/Biller/EMA/RaiMo-Wagens gibt es aber auch nicht für Luft und Liebe. Bei mir summieren sich für die zusätzliche Minimalausstattung:

13,- EUR Nachrüstkulissen Lenzkupplung
15,- EUR Metallradsätze
7,- EUR Federpuffer
8,- EUR Anschriftendecals
3,- EUR Kunststoffprofile (Langträger)
1,- EUR Farbe & Kleber
0,5 EUR Draht/Büroklammern (Griffstangen, Tritte, Owalahalter
=> fast 50 EUR.

Je nach persönlichem Detaillierungsanspruch (weniger Büroklammer und mehr Petau) könnte es auch durchaus mehr werden. Dazu kommen noch 10-30 EUR für das Basismodell. In Summe bin ich dann in der Nähe der Straßenpreise von Modellen von Lenz, Brawa und Voldemort etc. Es ergibt daher wenig Sinn, ein RiPoLi-Modell aufzuhübschen, wenn es ein aktuelles Fertigmodell in der gewünschten Ausführung gibt, welches ggf. nur neue Anschriften braucht. Für einen G 20 würde ich kein Pola-Modell anfassen, sondern gleich zum Lenz-Modell mit oder ohne Bremserhaus greifen. Dagegen würde ich für einen Gms 30 mit Bremserbühne schon ins Grübeln kommen, ob ein Pola-G 20 oder ein Brawa-Gms 30 auf die Werkbank käme. Die Anpassung des Brawa-Fahrgestells wäre nicht unaufwändig. Für einen G 10 mit abgebautem Bremserhaus würde ich den Lenz-G 10 in Ruhe lassen und stattdessen einen Pola-G 10 mit den Segnungen der plastischen Chirurgie beglücken.

Welche Vorteile bieten die RiPoLi-Modelle als Arbeitsgrundlage? Sie lassen sich in bastelfreundliche Baugruppen zerlegen, was bei heutigen Modellen nicht immer der Fall ist. Die Kunststoffe sind trotz ihres Alters nahezu unverwüstlich. Ich bin immer wieder überrascht, was sie alles aushalten (spröde Ausnahmen bestätigen die Regel). Die Kosten können ein Vorteil sein, aber eben nicht immer. Ich mache es mir einfach und beschäftige mich mit der Kostenfrage nur am Rande. Beim Basteln habe ich habe viel Spaß und am Ende stehen Modelle, die ich haben möchte und die mir (noch) keiner der üblichen Verdächtigen für <150 EUR anbietet. Auch wenn sich RiPoli-Basteleien evtl. nicht rechnen, lohnen sie sich meiner Meinung nach immer noch. Und deswegen wird auch weiter gebastelt!

Viele Grüße und einen guten Rutsch,
Carsten


PS.: Wehe, Lenz kommt demnächst mit einem Gmhs 31, Gms 35 oder Omm 37 um die Ecke!!
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Freitag, 29. Dezember 2017, 17:25

Hallo Carsten,

Deine Rechnung kann man nicht verallgemeinern. Wer zum Beispiel in Epoche II oder Epoche IV fährt, der muss auch die heute hochdetaillierten Wagen umbauen, oder zumindest umbeschriften. Ich zum Beispiel fahre Epoche II, das würde bedeuten, wöllte ich einen G10 von Lenz in die Epoche II zurück versetzen, dass dort doch einiges zu ändern wäre. Dann kämen ein Teil Deiner aufgeführten Umbaukosten auf den Preis des Lenzmodelles drauf.
Also, lohnt es immer noch, die alten preiswerten Modelle zu pimpen.

Mein "Magdeburg" ist aus einem Pola-Flachdach-G-Wagen entstanden.
Der Wagenkasten wurde entsprechend der vorliegenden Zeichnung (von 1944) gekürzt und um ein Brett niedriger gemacht. Auch die meist nach 1945 angebrachten Diagonalversteifungen wurden entfernt und die Ladeluken entsprechend der Vorbildzeichnung angepasst.




Mit freundlichen Grüßen
Roland

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