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  • »Allgäudiesel« ist der Autor dieses Themas

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Dienstag, 18. April 2017, 18:20

E-Lok 120 003-9 von Wunder & Kiss

Hallo zusammen,

ich benötige Informationen rund um ein analoges Modell der Vorserien - E-Lok BR 120, welches von Fa. Wunder & Kiss
ca. Ende der achtziger Jahre hergestellt wurde.
Technik allgemein - Optimierungen - Digitalisierungen, Umbauten, usw.

Mein rot - beiges Modell der Vorserienlok 120 003-9 habe ich vor ein paar Tagen erhalten, es wurde mir kostenlos überlassen.
Keine Anleitung dabei, ebenso keine Originalverpackung. Die Lok war lediglich in Luftpolsterfolie eingepackt.
Über das Modell mit der darin verbauten Technik selbst habe ich sehr wenige Informationen, deshalb brauche ich hier Eure Unterstützung.

Meine 120 003-9 ist ein analoges Fertigmodell, hergestellt vermutlich im Jahre 1989.
In den Drehgestellen ist pro Achse ein kleiner Motor verbaut, der - reine Mutmaßung - über einen Zahnriemenantrieb die Achse antreibt.
Das Modell hat eine originalgetreue Pufferbohlenausstattung mit Schraubenkupplungen, etc.
Mein Modell surrt mit seinen vier Motörchen angenehm leise und ohne Störgeräusche über unsere Marktoberdorfer Vereinsanlage (EVM),
die Spitzenlicher sind ausschließlich weiß und funktionieren allesamt.
Entgleisungen, oder andere Störungen beim Fahren sind nicht aufgetreten.

Beim Überfahren von Weichen und Stoßstellen im Gleis hört man es klackern, da die Lok nicht wirklich gefedert ist.
Beim ersten Anheben der Lok habe ich bemerkt, daß das Metallgehäuse nicht sehr stabil, bzw. etwas dünnwandig ist.
Das Lokgehäuse gibt merklich nach, wenn man die Lok hier hochheben möchte. Deshalb hebe ich die Lok vorsichtshalber nur
von unten am Rahmen an.
In der Lok klappert irgendwas - ich vermute, hier ist ein Lokführer von seinem Stuhl gefallen und irrt jetzt in der Lok umher.
--> Wo kann ich die Lok aufschrauben, um dem armen Kerl wieder auf seinen Pilotensessel zu helfen?

Die manuellen, silberfarbenen Pantografen sind nicht angetrieben. Sie sind mit einem kleinen Drahthaken in der unteren Position fixiert.
Per 3-stufigem Kippschalter am Lokboden könnte man die Lok aber im Oberleitungsbetrieb fahren lassen.
Ein weiterer, 3-stufiger Kippschalter daneben lässt die Lok mit Licht auf dem Gleis stehen, schaltet also die Motoren ab.

Die Lok hat Stromabnehmer auf allen acht Rädern. Die Lötfahnen der kleinen Antriebsmotoren sind sehr knapp an den Radkränzen dran.
Ich habe Bedenken, daß ich hier mal einen Kurzschluss bekomme.

Hat jemand von Euch Erfahrungen mit der Wunder & Kiss - E120, oder einen Umbau / Optimierung gemacht?
Gibt es bekannte Schwachpunkte / Verschleißstellen, die meiner Aufmerksamkeit bedürfen?

Egal was, ich bitte um Eure Hilfe und Aufklärung, ob ich was Technisches an der Lok verbessern sollte.
Eine Digitalisierung ist auf meiner Wunschliste ganz oben, gleich neben angetriebenen Panthografen und einer möglicherweise
verbesserten Federung.
Vielen Dank schonmal

Viele Grüße
Norbert

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Allgäudiesel« (18. April 2017, 18:29)


mattes56

Oberlokführer

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Mittwoch, 19. April 2017, 21:40

Hallo Norbert,

Stell doch mal Bilder ein, dann kann der eine oder Andere vielleicht eher was dazu sagen.

Bei vier Motoren fällt mir immer spontan der Faulhaber 2020 ein - der war ideal für Einachsantriebe und ist es noch.
Wenn Du die Motoren sehen kannst, und sie eine asymetrisch angeordnete Welle Haben spricht viel für den 2020

Gruß
Matthias
Suche neue berufliche Herausforderung im östlichen Ruhrgebiet - Dortmund, Bochum, Witten, Hagen etc. bevorzugt.
Bisheriges Tätigkeitsfeld: Hard- und Software Entwicklung und Tests im Bereich Gerätetechnik (embedded systems).

Die einschlägigen Portale habe ich im Blick, aber nicht jeder inseriert dort.
Bin für neue Herausforderungen offen und hoffe auf Hinweise abseits der herkömmlichen Pfade.

Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V.

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Donnerstag, 20. April 2017, 15:00

Die Vorserien-120 und Ihre Bestandteile

Hallo zusammen,

nun kann ich auch ein paar Bilder meiner analogen E-Lok BR 120 von Wunder & Kiss einstellen,
denn zum Einen ist der Akku vom Apparat wieder geladen, zum Anderen habe ich große Unterstützung und
Hilfestellung von Rainer T. aus der Eifel bekommen, der gerade auch eine 120 auf der Werkbank liegen hat.
So bin ich nun in die Lage versetzt worden, die Lok an den richtigen Stellen zu öffnen.
Nochmal vielen Dank Rainer - wenn ich Dich nicht hätte, gäb`s hier für mich nix zu schreiben! :thumbup:

Wer so eine 120er hat, wird möglicherweise ein paar Detailunterschiede erkennen.
Hier hat der ehemalige Eigentümer, Josef Pistel eingegriffen, um die Lok zu optimieren.

Ich habe die Lok hauptsächlich geöffnet, um dem Klappergeräusch nachzugehen.
Es war wie vermutet der ohnmächtig gewordene Lokführer Sepp Rumfaller, der da in der Lok lag.

Die 4 Motoren sind Faulhaber 1319 1012S. Die Achsen sind auf einer Seite in einer Art Wippenlager drin,
auf der gegenüberliegenden Seite sind die Achsstummel in etwas größer aufgebohrten Achslagern geführt.

Zum allgemeinen Zustand:
Auf dem Dach fehlt ein Stück Leitung; die Beschriftung ist insbesondere an den Frontseiten beschädigt;
die klobig wirkenden Lampenringe gefallen mir nicht; ebensowenig gefallen mir die Führerstände - zu viel oliv.
Vereinzelte, kleine Lackschäden sind auch zu finden - aber nicht so von Belang.

Ich werde zunächst die Führerstände farblich verändern in Richtung Vorbild.
Der Sepp darf auch wieder auf seinen Pilotensessel.
Die Beschriftung wird ausgebessert, Dachleitungen und Pantografen werden repariert.
An den Motoren versuche ich die Lötfahnen und die angelöteten Kabel sicherer zu verlegen.

Ein Umbau auf Digitalbetrieb wird noch folgen - etwas später, wenn ich mehr Kenntnisse darüber habe.
Dann kann ich auch den etwas dünnwandigen Lokkasten etwas versteifen, wenn ich die Digitalkomponenten
an Ort und Stelle montiert habe.

Auf ein paar wenigen Bildern vom Dach der 120er sieht man, daß gegenüber der 120 003-9, welche nur eine Dachleitung besitzt,
andere 120er von Vor- und Hauptserie hier drei Leitungen längs auf dem Dach haben.
Zudem gibt es Bilder, auf denen die Pantografen der 120 003-9 (SBS 80?) rot lackiert sind, während andere 120er graue Pantografen haben.
Wer kennt sich hier besser aus?
Gibt es außer der 120 003-9 weitere Maschinen der BR 120, mit nur einer Dachleitung in Längsrichtung?
Sind die Serienmaschinen (bis auf die Dachleitungen und Rechteckpuffer) technisch von außen gesehen identisch?

Viele Grüße aus`m Allgäu

Norbert
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Rainer

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Donnerstag, 20. April 2017, 23:06

Die Vorserien-Lok 120 004

Hallo,
dann möchte ich hier doch auch mal über meinen Umbau der 120 berichten.
Schon lange suchte ich nach einer solchen Lok in TEE-Farben, wie sie ja auch im Original betrieben wurde.
Ich bekam dann leider nur eine verkehrsrote mit "Lätzchen", aber die nahm ich dann auch gerne in mein BW auf.
Bereits nach kurzer Zeit kam sie in das AW Ost-Eifel und wurde einer gründlichen Überarbeitung inkl. Neulackierung unterzogen.
Nebed der Digitalisierung mit einem Lok-Sound -L- von ESU wurde sie auch gleich mit einer passenden Beleuchtung ausgestattet. Hier wählte ich die kleinsten zu bekommenden SMD-Led mit rot / warmweißer Farbe, die ich in Kunststoff-Röhrchen in der Art einer gesockelten Lampe einklebte.
Dieser Umbau bedingt separat zu erzeugende Spannung, nämlich 1,6 V für die roten und 2,6 V für die warmweißen Led.
Ich persönlich habe die besten Erfahrungen mit zwei Spannungsreglern für die beiden verschiedenen Spannungen gemacht. Wenn man so viel Platz hat wie in dieser Lok, verbaue ich ganz gerne auch die etwas größeren und damit für meine Begriffe auch robusteren Spannungsregler, wie sie auf den Fotos zu sehen sind. Die hier gezeigten haben gar noch eine Anzeige, wie hoch die Ausgangsspannung tatsächlich ist.
Für den guten Klang habe ich zwei 8-ohmige Visaton-Lautsprecher BF 32 in die Grundplatte passgenau eingelassen und mit jeweils einem "Klangkasten" aus Vinyl umschlossen. So entsteht ein glasklarer schöner Sound!
Im Gegensatz zu Norberts Lok habe ich den Führerstand bereits grau ausgelegt und einen schönen Lokführer aus der Familie Hauser zum Dienst eingeteilt.
Der Dachaufbau ist ein wenig anders als an Norberts Maschine, an der 004 sind aber die Pantographen auch grau!
Jetzt noch ein paar Fotos der umlackierten Maschine:
liebe Grüße aus dem Aw
Rainer
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Rainer

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Donnerstag, 20. April 2017, 23:48

Nachtrag zum Umbau

Hier noch zwei Fotos vom Original aus dem DB-Museum in Koblenz-Lützel.
Da werden wir wohl einen Kompromiss finden müssen bei der Farbgebung im Führerstand - sowohl grün als auch grau ist schön vertreten!
Außerdem sind nach den Originalfotos der 004 auch bei Frau Simrock sehr schöne Abreibe-beschriftungen entstanden, die seit gestern bei mir liegen!
Also, die Daten sind dort vorhanden, es muss lediglich die Nummer geändert werden.
viel Spaß dabei
Rainer
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