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Samstag, 2. Januar 2016, 18:21

Widerstandsachsen – ganz einfach!

Hallo 0er,
da ich meine Anlage optional mit der Computersteuerung TrainControl betreibe, sind für einen zuverlässigen Betrieb „meldende“ Wagen , zumindest am Zugende, erforderlich. Bei beleuchteten Personenwagen oder Wagen mit Schlußbeleuchtung ist das kein Problem. Aber an einem normalen Güterzug-Ende wird´s problematisch.

Also startete ich einen Versuch mit Radschleifern, die über einen Widerstand beide Räder miteinander verbinden. Das klappt zwar ganz gut, erhöht aber deutlich den Rollwiderstand des Wagens. Erst recht, wenn man auf „Nummer Sicher“ gehen will und beide Achsen damit ausrüstet.

Dann erinnerte ich mich an vergangene H0-Zeiten, als ich etliche Wagen aus dem selben Grund mit den „Widerstands-Achsen“ von Roco (40186) ausgerüstet hatte.
Viele Lenz-Achsen sind genauso aufgebaut wie die Roco-Achsen: je ein Rad steckt auf einem Achs-Stummel, der auf der einen Seite im Radlager läuft und mit der anderen Seite in einem Kunststoff-Rohr steckt. Dabei sind die Achsstummel gerade so lang (oder kurz), daß sie sich im Rohr nicht berühren – das gäbe ja eine Kurzschluss.
Und wie es der Zufall will, hat dieses Rohr den gleichen Innendurchmesser wie das Rohr der Roco-Achse. Also passen auch der kleine Widerstand und die Feder, die bei Roco für eine Belegtmeldung sorgen, in die Lenz-Achse.
Hier die Einzelteile der Roco-Achse:


Bei den Lenz-Achshälften muss lediglich der Achsteil, der im Rohr steckt, etwas gekürzt werden, damit Platz für Widerstand und Feder geschaffen wird.
Hier sieht man rechts die Original-Achshälfte und links die gekürzte:


Nach dem Kürzen einfach wieder eine Achshälfte aufstecken, Widerstand und Feder einsetzen und 2. Achshälfte aufpressen – fertig.

So habe ich schnell und einfach eine 0-Widerstandsachse hergestellt, die keinen höheren Rollwiderstand verursacht und zuverlässig funktioniert. :thumbup:

Vielleicht geht es auch billiger als mit den Roco-Achsen – aber bevor ich die passenden Federn und Widerstände gefunden und beschafft habe, greife ich lieber ins Roco-Regal und in 10 Minuten ist ein Wagen einsatzbereit.

Schönes Wochenende!
Heiner
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Groucho Marx

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Werner

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2

Samstag, 2. Januar 2016, 19:13

Widerstandsachsen

Hallo Heiner,

Deine Achsenumbauten finde ich sehr gut.

Meine Frage an Alle: Hat schon einmal jemand bei Lenz, Brawa oder dem gesperrten Hersteller mal nach
fertigen Widerstandsachsen wie die von Roco in HO nachgefragt.

Bei der Anzahl der Spur 0er die mit PC fahren oder schalten würde doch sehr viele eine Achse sofort Kaufen.

Nicht jeder ist in der Lage wie Heiner die Umbauten durchzuführen.

Ich bin sicher das für solche Achsen ein großer Markt vorhanden ist.
Es wäre auch sehr gut wenn die Achsen ins normale Sortiment aufgenommen würden.

Mit freundlichen Neujahrsgrüssen
Werner

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Samstag, 2. Januar 2016, 19:15

Hallo Heiner,

ein super Tipp, besten Dank! :thumbsup:

Zum Thema Widerstandsachsen habe ich eine Seite im WEB gefunden die dazu Einige Infos enthält:

Link zu digitalbahn.at

Die Roco Widerstände sollen den Angaben nach 18kOhm haben.
Vielleicht könntest Du uns noch die Maße der verwendeten Federn angeben, dann ließe sich Beides ggf. auch ohne die Roco Achse beschaffen.
Beispielsweise die Federn hier:
Link zu steingraeber-modelle.de

oder vielleicht gibt's hier was Passendes:

Link zu Knupfer

Widerstand - so diese alle Voraussetzungen erfüllen, hier:
Link zum großen "C"

Besten Dank für die Info - sofern noch möglich (vielleicht sind schon ale Federn verbaut) - im Voraus! :) :)

Viele Grüße,
Dirk :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DirkausDüsseldorf« (2. Januar 2016, 19:20)


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Samstag, 2. Januar 2016, 21:36

Hallo Dirk,
im Moment habe ich tatsächlich die vorhandenen Roco-Achsen verarbeitet.
Die fertigen Achsen möchte ich ungern wieder demotieren.
Beim nächsten Umbau versuche ich dran zu denken und messe mal nach.

Viele Grüße
Heiner
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Groucho Marx

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Freitag, 9. Februar 2018, 09:59

Hallo Heiner,
kannst Du inzwischen schon was zum verwendeten Widerstand und den Federn??

Habe solche Widerstände noch nie gesehen. Welchen Grösse (in Ohm) nimmst Du denn??
Es grüsst Euch mit einem Zp1

Klaus
:)

mattes56

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6

Freitag, 9. Februar 2018, 13:05

Hallo Klaus,

Die Bauform ist MELF bei 2,2mm Duechmesser oder MiniMELF bei 1,4mm.

Der Farbringcode audf Heiner s Bild:
Braun = 1
Grau = 8
Schwarz = 0
Rot = 2 aber hier Multiplikator x 100
Braun = Toleranz 1%

Also zeigt das Bild einen 18000 Ohm Widerstand

Gruß
Matthias
Die hohe Kunst im Leben ist es, die eigenen Träume aus den Steinen zu bauen, die einem in den Weg gelegt werden.

Spurnullteam Ruhr-Lenne e.V.

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7

Freitag, 9. Februar 2018, 16:47

Hallo Matthias.
Vielen Dank für die detaillierte Antwort. :thumbsup:

Vielleicht kann noch jemand eine Bezugsquelle für die Federchen nennen...?!
Es grüsst Euch mit einem Zp1

Klaus
:)

jbs

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8

Freitag, 9. Februar 2018, 16:55

Moin,

ich hab mal eben in meinem H0 Fundus gewühlt und tatsächlich eine der Roco-Achsen gefunden.
Die Feder ist ca. 4,9 mm und der Widerstand ca.3,5 mm lang. Durchmesser ca. 1,4 mm jeweils.
Gemessener Widerstand ziemlich genau 18kOhm.
Federsteife kann ich nicht messen, gefühlt ziemlich hart :-)

Viele Grüße,
Johann
P.S.: Ich habe SMD-Widerstände auf die Achsen geklebt und mit Silberleitlack verbunden. Geht auch, aber Heiners Idee hat was.

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Stefan

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9

Freitag, 9. Februar 2018, 17:52

Widerstandslack und Silberlack

Hallo in die Runde

warum so kompliziert?

Mit etwas Widerstandslack, z.B. den von G+R, anzuwenden wie auf der Skizze:





Der Widerstand wird mit der Menge an Widerstandslack eingestellt.

Ist die Achse wie auf Heiners Bild aus Plastik, nimmt man zur Überbrückung zur anderen Radscheibe einfach Silberleitlack wie z.B. den von Conrad (ArtNr siehe Bild)




UND IMMER SCHÖN DRAN DENKEN... Parallelschaltung von Widerständen... Je mehr gemachte Achsen...
Gruss
Stefan



Wenn man bis zum Hals in der Scheisse steckt, sollte man den Kopf nicht hängen lassen...

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Freitag, 9. Februar 2018, 19:08

Hallo Stefan,

Heiners Idee ist m. E. nicht kompliziert sondern professionell und robust. Mit der Lackvariante hast Du keine Garantie, daß die Lackverbindung immer durchgängig ist und nicht einfach abgeschert o. ä. ist... ;(

Gruß,
Christoph

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11

Freitag, 9. Februar 2018, 19:11

Sehe ich genau so.
Heiners Variante ist robust, nicht sichtbar und Vor allem genau kalkulierbar was den Widerstand angeht.
Mit Lack dürfte es schwer werden den genauen Widerstand zu bestimmen.
Es grüsst Euch mit einem Zp1

Klaus
:)

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Stefan

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12

Freitag, 9. Februar 2018, 22:13

Ansichtssache

Hi,

ich fahre seit über 20 Jahren eine 200 qm grosse H0 Gotthard Anlage mit Gahler und Ringstmeier
und alle Wagen sind auf diese Art und Weise ausgerüstet. Da alle Wagen ausgrüstet sind, braucht
man sich keine Gedanken zu machen welcher Wagen am Ende des Zuges ist.
Auch die Menge der Wagen spielt natürlich eine Rolle...

Ich brauche 10 kOhm für die Überwachung. Für die "Werte" des Wagens zu ermitteln gibst ein Flexgleis
mit Ohm-Meter. Lack drauf. Trocknen lassen. Auf dem Gleis hin und herschieben wenns nicht paßt,
weiter auftragen oder etwas abkratzen.

Bei meiner Spur 0 wird es genauso sein. Aber jedem das seine...
Gruss
Stefan



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