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  • »Dieter Ackermann« ist der Autor dieses Themas

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Montag, 30. September 2013, 14:07

[Spurensuche] - Die 'Moritzbahn AG' - Planung und Streckenbau

[Spurensuche] - Die 'Moritzbahn AG' - Der Streckenbau

Liebe Spur 0 Freunde,

bei den Überlegungen bzw. Planungen zum Bau der 'Moritzbahn AG' habe ich mich im Interesse der beiden Hauptaktionäre Moritz und Annika vor allem von dem Motto leiten lassen, dass 'viele Wege nach Rom führen" - eine Erkenntnis, die ich nach zahlreichen 'Spaziergängen' in diesem Forum gewonnen habe ...
Massgeblich beeinflusst wurden die Planungen allerdings von gewissen, selbst gesetzten Vorgaben, die ich bereits am 24. November letzten Jahres in meinem Bericht [Spurensuche] - 'Etwas' neben der Spur ... Der Kran und die Tankanlage beschrieben hatte:

"Jetzt, nachdem ich fast alle ausgewählten Gebäude aus der Familiengeschichte mehr oder weniger fertig gebaut habe, jetzt fange ich an, mir Gedanken zu machen über eine möglichst optimale Streckenführung zwischen einem schlesischen und einem westfälischen Dorf ... Und damit stehe ich wohl mit ziemlicher Sicherheit mehr oder weniger allein im Kreis der Spur 0 Freunde, die zunächst Streckenführung und Bahnhöfe planen und vielleicht erst dann überlegen, welche Gebäude mit welchem Platzbedarf sie wo auf ihre Anlage stellen können. Aber, war dann der nächste Gedanke, hatte ich damit nicht unbewusst eine Situation geschaffen ähnlich der, mit der sich auch die Planer vieler Eisenbahnstrecken seit Mitte der 1830er Jahre in Deutschland konfrontiert sahen ... ?"
Eine Situation, die praktisch jede 'optimale' Streckenführung an bestehenden baulichen oder auch natürlichen Gegebenheiten scheitern lassen musste. Denn hier wollte ja nicht über die Frage philosophiert werden, ob zuerst das Ei oder die Henne war, sondern es mussten pragmatische Lösungen gefunden werden, auf welchem Weg trotz solcher 'Hindernisse' wie z.B. eine Kirche oder eine Schule, ein Berg oder ein Flusslauf eine Annäherung an das gewünschte 'Optimum' erreicht werden konnte.

Das Ergebnis solcher Bemühungen von Bahnbauern des vorletzten Jahrhunderts kann man auf alten Eisenbahnkarten studieren, die nur zu deutlich zeigen, dass in den wenigsten Fällen eine 'Ideallinie' zum Ziel führte ...
Nun, dieses 'Alleinstellungsmerkmal' nach der Devise "erst die Gebäude, dann die Strecke" wird zweifellos eine gewisse Herausforderung sein, aber sicher auch eine Herausforderung, die irgendwie auch wieder Spass machen wird."


Eine Herausforderung? Nein, seit Beginn der rigorosen Umwidmung unseres Vorrats- und Bastelkellers in den künftigen Anlagenraum waren es etliche, aber irgend wann habe ich aufgehört, sie zu registrieren - es hätte wohl auch wenig Sinn gemacht ... Jedenfalls war irgendwann der Keller ausgeräumt,



vor der Evakuierung - die künftige Heimat der 'Moritzbahn AG'



der Anlagentisch - die Lücke hinten rechts wurde inzwischen 'ausgefüllt', der Tisch im Vordergrund einheitlich auf 1,70 m Breite ausgebaut



Eingang zur 'Moritzbahn AG' mit den Gebäuden aus der Familiengeschichte ...

der Maler hatte die Wände gestrichen und der Schreiner die Anlagentische mit einer Höhe von 0,80 m aufgebaut, während ich noch immer Gebäude baute, Gleispläne am Rechner entwarf und auf den Tischen 'provisorisch' Gleise in 0 und 0e verlegte, da während der Sommerferien der Besuch unserer Enkel bevorstand, der beiden Hauptaktionäre ... Und zwischendurch immer wieder Diskussionen mit Praxis erprobten Modellbahnern über Mindestradien und maximale Steigungen, über Stromzuführungen, das Abtrennen und Löten von Flexgleisen (für mich eine absolute Horrorvorstellung!), etc., etc.



die 'provisorische' Ferien-Anlage für den Besuch der Enkel - das spätere Grundkonzept der "Acht" lässt sich erahnen ...

Nachdem die Enkel zum Schulbeginn einigermassen zufrieden (mit der 'Arbeit' ihres Opas) wieder nach Berlin abgereist waren, habe ich die provisorische 'Ferien-Anlage' säuberlich zerlegt, die 0e MagicTrain eingepackt und das Spur 0 Material sowie die Gebäude in eine Ecke des grossen Tisches verlagert - ich wollte jetzt endlich in Musse die 'Traumanlage' für die Enkel (und ihren Opa) realisieren ...

Die diversen in den vergangenen Monaten mit der Gleisplanungs-Software entworfenen Pläne hatte ich schon längst beiseite gelegt - ich hatte endgültig beschlossen, so zu bauen, wie ich in den 1970ern meine Spur N Anlage gebaut und wie es Freund Hein mir immer wieder nahegelegt hatte - Danke Hein!

An dieser Stelle eine Bemerkung zum Anlagentisch, der von seiner Gestaltung her vielleicht etwas irritieren mag, aber ich muss zwei Türen (Zimmertür und Aussentür) sowie den Zugang zu einem Kellerfenster unbedingt frei halten, wobei der 40 cm breite Zugang an der rechten Wand gleichzeitig den Zugriff auf den 1,70 m breiten 'vorderen' Tisch sichert (2. Foto).

Dieser 1,70 m breite und 2,20 m lange Tisch wird in einem zweiten Bauabschnitt den unteren Teil einer 8 (überwiegend aus Flexgleisen) aufnehmen, während die obere Hälfte der 8 auf dem hinteren (Hufeisen-) Tisch liegt. Damit ist auch schon das Grundkonzept der Anlage vereinfacht dargestellt - eine "Acht" mit Überführungsbauwerk ... Übrigens habe ich mir für die Trassenplanung mit Radius < R1 auf dem vorderen Tisch aus einem Vierkantstab einen simplen Zirkel mit entsprechenden Bohrungen gebaut, mit dem ich in einem Arbeitsgang nicht nur das Gleis (mit beiden Schienen), sondern auch das Gleis- bzw. Schotterbett auf die Grundplatte sowie die Trassenbretter aufzeichnen konnte.

die Landvermesser sind am Werk:









Die Gleisverbindung zwischen dem linken und dem rechten Tisch erfolgt in einer Art 'dritter' Ebene über eine herausnehmbare Brücke, die einen bequemen Zugang zum hinteren Anlagenteil ermöglichen soll.



provisorischer Aufbau des künftigen Überführungsbauwerks

Mir war klar, dass ich mit Blick auf die Höhendifferenz die Lage der beiden vorgesehenen Bogenweichen äusserst sorgfältig würde planen müssen, da Vorab-Tests mit Einbau der Weichen in Steigungen permanent zu Entgleisungen geführt hatten. Aus diesem Grund habe ich den hinteren Tisch vor der Wand mit einer (7,5 cm hohen und 50 cm breiten) 'zweiten' Ebene 'aufgestockt', so dass sich der Aufstieg zur Brücke und dem anschliessenden Überführungsbauwerk von 0 cm auf 14 cm in drei Etappen vollzieht. Während die linke Bogenweiche vollständig in der Waage liegt, hat die rechte Bogenweiche über ihre gesamte Länge ein minimales Gefälle von 1 cm, das aber sowohl die V 36 mit sechs Güterwagen am Haken als auch die Kombination VT + VS 98 bei zahllosen Testläufen einwandfrei und ohne Entgleisung absolviert haben, und zwar bei allen Geschwindigkeiten - gleichgültig ob die Züge gezogen oder geschoben wurden!



Testfahrten ohne Ende über die Bogenweiche im leichten Gefälle



Ach, noch etwas - der 'Gleisplan' entsteht nach und nach 'im Kopf' ...
So, liebe Freunde, bis denne - in Kürze wieder auf der Baustelle 'Moritzbahn AG'!

Mit den besten Grüssen
Dieter


P.S. ein dickes DANKESCHÖN an Stefan Karzauninkat für die tolle fachliche Beratung zum Löten von Flexgleisen sowie Bernhard Uhlemann (der mit dem Brohlmann) für die vielfältigsten Tipps!!!

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Dieter Ackermann« (30. September 2013, 14:37)


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Montag, 30. September 2013, 21:26

Hallo Dieter,

ich bin sehr erfreut, dass du uns hier nach der Vielzahl von beeindruckenden Basteleien auch am Entstehen deiner Anlage teilhaben lässt! Wäre ja auch schade, wenn deine Bauwerke irgendwo im Regal verstauben würden...
Wie sich die Gegebenheiten doch gleichen: mein Kellerraum sah vor der Umwidmung zum MoBa-Keller ähnlich aus wie deiner - aber gut, man wächst halt mit seinen Aufgaben.
Interessant finde ich deine Herangehensweise an den Anlagenbau: all die vielen Pläne und Überlegungen wieder in die Schublade bevor sich das Hirn komplett verknotet und sich an althergebrachtes erinnert - die N-Bahn aus den Siebzigern. Warum soll etwas, was vor Jahrzehnten Freude gemacht hat, nicht heute auch für die Spur0 passen. Das Wichtigste ist ja sowieso, dass du ein gutes Gefühl dabei hast!
Das Konzept mit der guten, alten Acht hat für mich auch seinen Reiz; ich bin gespannt was du daraus machst. Wird die 0e Bahn in der Acht eigentlich auch wieder ihren Platz finden?

Ich wünsche dir viel Spass beim Weiterbau und hoffe auch weiter auf rege Berichterstattung!

Bis denne! Gruß, Dirk.

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Dieter Ackermann (01.10.2013), Bob Stevens (01.10.2013)

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Mittwoch, 2. Oktober 2013, 13:24

Hallo Dirk,
über deine Zeilen zum Beginn der Streckenbauarbeiten an der 'Moritzbahn' habe ich mich umso mehr gefreut, als ich dich schon seit einer gefühlten Ewigkeit in diesem Forum vermisst habe ... ! Zugegeben - ich habe mich seit meinem letzten Bericht über den Bau des Münsterländer Backhauses auch etwas rar gemacht, nachdem ich vor einigen Wochen einen ziemlich bösen Unfall hatte - Diagnose: Infarkt der Netzhaut des linken Auges. Das führte dann dazu, dass ich u. a. schon nach wenigen Minuten am Rechner oder auch vor dem TV mosaikartige, bunte 'Trugbilder' durch das Sehfeld wandern sah oder hinter dem Steuer Entfernungen (auch zum Strassenrand) nicht mehr richtig einschätzen konnte - für mich als 'Augenmensch' so etwas wie die Vorstufe zur Hölle ... Inzwischen scheint aber alles wieder okay zu sein - Gott und dem Augenarzt sei Dank!
Übrigens, deine Befürchtungen, die bisher realisierten 'Gebäude aus der Familiengeschichte' könnten im Regal verstauben, kann ich zerstreuen - seit einer Woche geht's wieder richtig los ... Unter uns - mit meinen verflixten 71 Jahren muss ich mich ja wohl auch etwas sputen, zumal ich mich beim Bau der 'Moritzbahn' nicht auf das geflügelte Wort "der Weg ist das Ziel!" berufen mag, sondern die Devise verfolge, den Enkeln (und, zugegeben, auch mir!) möglichst bald viel Fahr- und Betriebsspass auf der Anlage zu ermöglichen!
Hinsichtlich der 0e Bahn gibt es zwar auch einige Überlegungen, die aber momentan noch nicht sehr konkret sind - ich lasse mich mal selbst überraschen ...
Mit den besten Grüssen
Dieter

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Didier78 (02.10.2013)

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Mittwoch, 2. Oktober 2013, 20:29

Liebe Spur 0 Freunde,

willkommen zurück auf der Grossbaustelle der 'Moritzbahn AG'!

Getreu dem Motto "probieren geht über studieren" habe ich in den vergangenen Tagen immer wieder verschiedene Varianten und einigermassen realistisch wirkende Ergänzungen des Grundkonzepts 'Acht' durchgespielt, die Standorte der beiden geplanten Bahnhöfe bzw. Haltepunkte sondiert und überlegt, an welcher Stelle der Anlage die Schienenbus-Garnitur und die V36 am zweckmässigsten gewartet werden können. Inzwischen hatten die 'Eßlinger Weichenwerke KG' in Karlsruhe-Durlach weitere Weichen und Gleisjoche geliefert, nachdem mehrere an der geplanten Trasse ansässige mittelständische Unternehmen Interesse an einem Gleisanschluss bekundet und mit dem Vorstand der 'Moritzbahn AG', Berlin und Ettlingen, auch schon Verträge gezeichnet hatten. Ausserdem wollten mögliche Varianten des Überführungsbauwerks wollten bedacht werden ...



Profilprüfung







Als gegenüber den beiden Hauptaktionären verantwortlicher Bauleiter bin ich also ständig gehalten, neu an mich herangetragene Wünsche auf ihre technische Machbarkeit und Vereinbarkeit mit den ursprünglichen Planungen zu prüfen.





möglicher BW-Standort?

Gleichzeitig muss ich die vorgesehenen Bauzeiten so weit wie möglich einhalten, um die Anwohner in der Nähe der Trasse nicht unnötig lange mit Baustellenlärm und Schmutz zu konfrontieren. Als Beispiel für solche Um- und Neuplanungen mag der - noch namenlose - Haltepunkt in der Nähe des künftigen Betriebswerks am Abzweig Steinbruch dienen:
nachdem die Abteilung Eisenbahnbau beim 'Landeshauptmann' bereits die ursprüngliche Planung eines einfachen Haltepunkts bewilligt hatte, forderte sie plötzlich für diesen Streckenabschnitt ein Überholgleis mit dazwischen liegendem Bahnsteig, der von der Landstrasse aus im Interesse der "Sicherheit der Reisenden" durch eine Unterführung mit anschliessendem Treppenaufgang erreicht werden sollte ... Was soll man da als Bauleiter schon machen, zumal der Vorstand schon wenige Tage später Zustimmung telegraphierte mit dem Hinweis, die Landeshauptmannschaft übernähme 'ohne wenn und aber' und 'im Interesse des grossen Ganzen'' die dadurch anfallenden Mehrkosten ...



Einrichtung einer Fussgänger-Unterführung zum Bahnsteig



Glücklicherweise waren in diesem Trassenabschnitt noch keine Gleise verlegt, so dass ich kurzfristig der Fa 'Heidenauer Straßenbau' die Ausführung des Gewerks 'Bahnsteig mit Fussgängerunterführung übertragen konnte.



Bau des Treppenaufgangs





Lage der Unterführung (links vom Seilerei-Gebäude)






Damit hatte ich eine gute Wahl getroffen, da sowohl die Unterführung als auch der Aufgang zum Bahnsteig unter der Leitung des Poliers Drottel termingerecht fertiggestellt wurde. Der Bahnsteig selbst soll zu einem späteren Zeitpunkt in Angriff genommen werden, da die Vermessungs-Ingenieure in diesem Abschnitt noch etliche zeitaufwändige Arbeiten durchzuführen haben.



die ersten neugierigen Besucher sind auch schon da ...





Übrigens - wenn ich mal nach Dienstschluss oder an den Wochenenden einen Kontrollbesuch auf der einen oder anderen Baustelle mach, bin ich immer wieder überrascht, welches Interesse die Menschen in der Nachbarschaft an 'ihrer' Moritzbahn haben - ich muss das demnächst unbedingt mal dem Vorstand nach Berlin telegraphieren!
Aber jetzt freue ich mich erstmal auf einen heissen Tee - die Abende sind doch schon verd.... frisch!

Bis demnächst und beste Grüsse
Dieter

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Dieter Ackermann« (2. Oktober 2013, 20:41)


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Mittwoch, 2. Oktober 2013, 20:39

Hallo Dieter,

es geht ja ganz schön voran mit der Moritzbahn. Schade, das ich nicht so einen Opa hatte, der mir eine Modellbahn gebaut hätte.

Bin gespannt auf weitere Berichte.

Gruß aus Sachsen

Klaus

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Donnerstag, 3. Oktober 2013, 06:18

Hallo Dieter.

Da wird ja richtig gewerkelt an deiner Moritzbahn, jedenfalls ist die Entscheidung den Bahnhof auf eine halbe erhöhte Ebene zu legen gut. :thumbsup:

Jedenfalls weiß ich jetzt warum es bei der Heidenauer Bahn nicht so recht weitergeht wenn die halbe Mannschaft immer auf Montage ist und dazu noch der wichtigste Mann bei dir den Bauleiter mimt. Ich nehme an das er sein Baubüro zwischen Bahnhofsgastätte und Backhaus eingerichtet hat damit er immer der erste bei der Essens und Getränkeausgabe ist.Kannst das ja mal beobachten. :whistling:

Und nun viel Spass beim weiterbau der Anlage aber komm nicht so doll ins Schwitzen denn zwischen Sägeraum und Keller gehst du ja nach draußen und da kann man sich bei den jetztigen Temperaturen schnell einen aufsacken. :S

Gruß Hein

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Donnerstag, 3. Oktober 2013, 15:18

Liebe Spur 0 Freunde,

vielen Dank für die Aufmerksamkeit sowie eure Kommentare und Bewertungen, mit denen ihr den Beginn der Arbeiten an der Moritzbahn begleitet habt.
Wenn auch heute, am 'Tag der Deutschen Einheit', die Arbeiten an der Trasse überall ruhen, möchte ich euch von einer kleinen Zufalls-Entdeckung berichten, die für den Einen oder Anderen vielleicht interessant sein könnte:

Während der vielen Versuchsfahrten zum testen der optimalen Gleislage hatte ich immer mal wieder beobachtet, dass die V36 oder auch der VT98 sich manchmal aus dem Stand heraus nicht einen einzigen Millimeter bewegten und erst nach leichtem Anschieben Fahrt aufnahmen. Bei näherem Hinsehen entdeckte ich dann, dass an diesen Stellen feine Staub- und andere Ablagerungen auf den Schienenköpfen den Stromfluss zwischen Schiene und Rad unterbrochen hatten - eine Störung, die sich bei 'normaler' Fahrt dank USP praktisch nie bemerkbar machte. Eine Probe mit der Fingerkuppe zeigte dann deutlich, dass sich an etlichen Stellen ausser Säge- und Schleifstaub auch ein feiner grau-schwarzer Fettfilm auf die Schienenköpfe gelegt hatte ... So etwas nennt man wohl 'Alterung der anderen Art' ...
Was also tun? Vorsichtiges Schleifen mit Sandpapier schied aus triftigen Gründen (Aufrauen der Schienenkopf-Oberfläche) ebenso aus wie die Benutzung von sonst gern verwendeten Taschentüchern (Fussel-Rückstände an den Schienenstössen oder, noch schlimmer - Diskussionen mit der besten Ehefrau von allen). Da fiel irgend wann zufällig mein Blick in die Restkiste und da auf einen kleinen Klotz aus Balsaholz, der sich vor Jahren von einer modellbahnfernen Bastelei dorthin gerettet hatte. Ein Gedankenblitz fegte über die Moritzbahn hinweg - das war's! Mit diesem Klötzchen bin ich dann mit leichtem Druck einige Male über den Schienenkopf hin und her 'gefahren', und zwar nicht nur auf der Oberseite, sondern ganz gezielt auch über die Kante der Innenseite, an der die Spurkränze entlang 'schleifen'.



Dabei ist es gleichgültig, ob das Balsaklötzchen mit oder gegen die Maserung am Schienenkopf entlang geführt wird. Der Effekt ist in jedem Fall beeindruckend, wie das Foto zeigt - das weiche Holz wirkt wie ein universeller Allesreiniger, hat den Vorzug eines nachwachsenden Rohstoffs, fusselt nicht und hinterlässt auch keine Gerüche, die - wie beim Einsatz chemischer Reiniger - noch nach Stunden die Nase ärgern können ...

Übrigens - diese kleine Entdeckung hat keinen Gebrauchsmusterschutz und kann von Modellbahnern grenzenlos genutzt werden!

Euch allen noch einen schönen Feiertag und beste Grüsse
Dieter

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vchiu

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Donnerstag, 3. Oktober 2013, 23:30

Hallo Dieter

Ich bin eifersüchtig vor einem so vielversprechenden Anlage : )
Gratulierung fur ein schönes Ergebnis in kurzer Zeit!
Als mein Zimmer ein ahnliche Grösse mit deinem hat, deiner Anlage gibt mir viel Ideen

Schöne Grüsse nach Ettlingen und beste Gesundheit

Valéry

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Dieter Ackermann (03.10.2013)

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Freitag, 4. Oktober 2013, 00:51

Allegria...

Hallo Dieter,

ja!!! Es macht mir immer wieder grosse Freude Deine Berichte, insbes. Deine Bauberichte, zu lesen bzw. manchmal auch zu inhalieren. Ich bewundere dabei Deinen Enthusiasmus. Deine Akribie in den Planungsphasen verlässt Du dann, so kommt das jedenfalls bei mir an, zugunsten der freien Gestaltung und somit zur Kreativität in der Umsetzung Deiner Projekte.

Dass mich Deine Vorgehensweisen und Arbeiten so ansprechen mag verdachtsweise daran liegen, dass ich mich, wenn ich Berichte von Dir lese ein bisschen in den Spiegel schaue. Darum mag das oben Gesagte bitte auch als Feststellung und nicht als Lobhudelei verstanden werden. Ich empfinde es halt als angenehm, wenn noch ein paar Menschen herumlaufen, die intensiv leben und sich über die eine oder andere Blessur weitmöglichst hinwegsetzen und trotzdem weitermachen. So handhabe ich das auch schon immer - und das nicht nur mobamässig.

in diesem Sinne noch viel Freude bei Deinen Aktionen und gute Besserung für Dein linkes Auge. Demnächst fährt bei mir nicht die Moritzbahn, aber der Moritz von Porstendorf nach Schwarzenberg am Wald. Nach Ankunft werden natürlich die Güterwagen mit der Zahnradbahn zur Kleinindustrie verschoben. Bis dahin alles Gute.
Gruss
Robert
BTB0e+0

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Dieter Ackermann (04.10.2013)

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Samstag, 5. Oktober 2013, 21:13

Liebe Spur 0 Freunde,

schon in der Nacht hatte es angefangen zu regnen, und als ich mich heute früh auf den Weg machte, um die Bauarbeiten am künftigen Haltepunkt am Abzweig Steinbruch zu inspizieren, hing dichter Nebel über der Trasse - der Herbst kündigte sich an ... Als ich dann, nach gut einstündigem Fussmarsch, endlich an der Baustelle eintraf, war von den Arbeitern der 'Heidenauer Strassenbau' samt ihrem Polier Drottel weit und breit nichts zu sehen. "Aha", dachte ich "die Burschen vertreiben sich bei dem Wetter sicher noch etwas die Zeit mit frühstücken! Sollen sie ruhig!" Sie hatten während der letzten zwei Tage doch so Einiges mehr geschafft, als vereinbart war, und das in überzeugender Qualität! Ich griente in mich hinein - Chef Hein musste seinem Polier wohl mächtig Druck gemacht haben - "sie sollten so schnell wie möglich nach Heidenau zurück, wo die eigenen Aufträge angeblich nicht erledigt werden könnten" wie mir Drottel kürzlich beim Feierabend-Korn im 'Dorfkrug' vor Lachen prustend erzählt hatte ...

Ich staunte - die Burschen hatten wirklich geschuftet: der Boden der Bahnsteig-Unterführung war vom Eingang bis zum Treppenaufgang komplett mit Granitplatten ausgelegt, und der Lichtschacht der Unterführung mit dem Ziegel-Verblendmauerwerk zwischen den Betonkränzen hätte auch gut zu einem Grossstadtbahnhof gepasst.



Zufrieden stieg ich die Treppe zum künftigen Bahnsteig hinauf, überquerte ein bereits verlegtes Gleis und ging zum Lichtschacht hinüber. Der Dorfschmied hatte dort bereits am Abend zuvor das Abdeckgitter mit der dicken, bruchsicheren Verglasung abgelegt, so dass es heute nur noch in den Mauerkranz des Lichtschachts eingepasst werden musste.







Eigentlich standen jetzt nur noch der Bau des Bahnsteigs sowie die Treppen-Einhausung an ... 'Wenn die Heidenauer Burschen weiter so arbeiteten wie in den vergangenen Tagen, dann', dachte ich, 'wird Hein seine Truppe wohl schon bald wieder in seine Arme schliessen können ... ' Als ich wieder die Treppe zur Unterführung herabstieg, hörte ich plötzlich Drottels Stimme: "Leute, so geht das nicht! Das müsst ihr sooo machen! Und passt mir ja auf, dass kein Glas bricht!" Und dann ein leichtes Rumpeln von Metall auf Mauerwerk. Ich ahnte, was da oben passiert war: Drottels Leute mussten das Abdeckgitter auf den Lichtschacht gesetzt haben. Ich machte auf dem Absatz kehrt und schaute mir den jetzt fertigen Lichtschacht an - die Heidenauer hatten mal wieder ganz Arbeit geleistet!





für 'Wartungsarbeiten' kann der Aufsatz des Lichtschachts von seiner Arretierung abgenommen werden



Und - das wurde noch deutlicher, als ich bei endlich aufreissendem Nebel wieder durch die Unterführung ging, um auch die anderen Baustellen der Trasse zu inspizieren: das Tageslicht, das jetzt durch den Lichtschacht in die Unterführung fiel, würde den Reisenden auch ein Gefühl grösserer Sicherheit in diesem gut 15 m langen (und 3 m breiten) Tunnel geben.



Noch ein paar Worte zum Material: die Fensterrahmen stammen von Lütke Modellbahn, Olching, das zwischen je zwei Rahmen liegende 'Glas' von ADDIE, die verwendeten Mauerplatten von Vollmer und Noch.





Die Granit-Bodenplatten der Unterführung habe ich nach einer Vorlage mit frdl. Genehmigung der Fa H. Alfs, Baden-Baden am Rechner erstellt (leider kommt bei der Verkleinerung auf 1:45 die schöne Granit-Oberfläche nicht mehr zur Geltung).

So, liebe Freunde, das war's für heute. Euch einen schönen Sonntag
und beste Grüsse

Dieter

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Sonntag, 13. Oktober 2013, 23:44

Liebe Spur 0 Freunde,

vorab - ich bitte heute die Kollegen Ingenieure der Fachrichtung Maschinenbau um ihren geschätzten Rat: während der Testfahrten auf bereits fertig gestellten Streckenabschnitten ist es bei Einsatz der Güterzuglok V36 an einer bestimmten Stelle regelmässig zu Entgleisungen der Lok gekommen.



Die Testfahrzeuge

Besonders bemerkenswert ist dabei, dass die V36 ausschliesslich bei Vorwärtsfahrt entgleist, nicht jedoch bei Rückwärtsfahrt! Die Entgleisungen bei Vorwärtsfahrt sind zudem unabhängig von der jeweils gefahrenen Geschwindigkeit wie auch von der Anhängelast - es ist gleichgültig, ob die Lok als 'Leerfahrt' unterwegs ist oder mehrere Güterwagen am Haken hat ...



Abheben des (rechten) Rads der ersten Achse bei Vorwärtsfahrt



Situation wie oben - das rechte Rad (im Foto links!) klettert bei Vorwärtsfahrt hoch



V36 bei Rückwärtsfahrt - die erste Achse (links) ist nicht entgleist (die Entgleisungen finden statt in Höhe der 3. Schwelle von rechts



Rückwärtsfahrt ohne Entgleisung ...

Die ebenfalls zu Testfahrten eingesetzte Schienenbus-Garnitur VT 98 + VS 98 passiert diese Stelle ohne jede Beanstandung, und zwar vorwärts wie rückwärts und bei jeder Geschwindigkeit.



Rückwärtsfahrt von VT 98 + VS 98 - ohne Entgleisung



an der Problemstelle - das Rad des VT liegt 'satt' auf dem Schienenkopf ...

Zur Situation: die Arbeiten an der Trasse der 'Moritzbahn' sind seit der Fertigstellung der Bahnsteig-Unterführung nicht unterbrochen oder gar eingestellt worden, auch wenn die Herren Redakteure und Photographen der lokalen Journale in den vergangenen acht Tagen nichts über den Baufortschritt berichtet haben. Denn immerhin sind Gleise und Weichen im Bereich des (noch immer namenlosen) künftigen Haltepunkts am Abzweig 'Steinbruch' sowie das Streckengleis Richtung Brücke verlegt worden.

Dieser Streckenabschnitt weist eine Steigung von etwas mehr als 2,5% auf, und die Besonderheiten des Geländes erfordern einen geringfügig engeren Kurvenverlauf als den normalerweise vorgesehen R1; allerdings sind die Radien noch immer grösser als der von Lenz als (Grenz-) Wert benannte R=80. Wegen der höheren Beanspruchung sind die Gleise dieses Abschnitts auch erstmalig durchgehend verschweisst worden statt auf die traditionelle Laschenverbindung zu setzen.

Ich hoffe, dass die beigefügten Fotos dazu beitragen können, dieses Problem zu lösen.

Herzlichen Dank im Voraus für euer Engagement, liebe Maschinenbauer,
und beste Grüsse

Dieter

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Heizero

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12

Montag, 14. Oktober 2013, 00:24

Hallo Dieter,

hast Du mal den Radstand der Lok kontrolliert ? Sind der Radstand der 1. u. 2. Achse genau gleich oder gibt es da einen geringen Unterschied ? Wie sind die Schienen in diesem Bereich verlegt, d.h. ist der Kreis auch wirklich rund oder weißt die " geschweißte Stelle " einen leichten Knick auf? Auf dem einen Foto von Dir scheint das so zu sein. Auf dem einen Bild hat da das 1. Rad abhehoben und das 3. Rad ist noch hinter der geschweißten Stelle. Wenn der Radstand bei der Lok stimmt dann kann das entgleisen nur von den Schienen ausgehen das diese in diesem Bereich nicht stimmen. Du schreibst ja selbst das Du in dem Bereich den Bogen enger gelegt hast wie die anderen. Ich würde das nochmal kontrollieren und korrigieren.

Gruß Günter

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Dieter Ackermann (14.10.2013)

Setter

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13

Montag, 14. Oktober 2013, 00:54

Oder so eine Art "Zwangsführung" am gegenüberliegenden Gleis anbringen. Damit kann das schieben nach Außen verhindert werden. Das innere Rad wird eng geführt. Auf dem Foto sieht man wie das innere Rad auch nicht mehr richtig aufliegt. Hatte das Problem auch schon an Weichen die direkt nach einem Bogen liegen.



Gutes Gelingen
Das und weiteres auch auf meiner WEB-Seite : hier klicken : . . http://lenzstein.jimdo.com/
.
Weitere Projekte:
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Dieter Ackermann (14.10.2013)

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Montag, 14. Oktober 2013, 05:59

Hallo Dieter.

Meiner Meinung nach ist der Bogen an der Stelle etwas zu eng, oder hat dort sogar einen kleinen Knick.Ich würde erstmal Versuchen die Befestigungsschrauben an der Stelle zu lösen und das Gleis etwas nach innen ziehen.( Oft sind es nur wenige Millimeter die das Entscheiden). Entgleist die v 36 dann immer noch an der Stelle, oder jetzt an einer anderen , ist der Bogen zu eng.

Ist das so, dann würde ich das Gleis verlängern und zur Wand hin etwas großzügiger verlegen, dort hast du noch etwas Platz.Es bedarf dann natürlich einer neuen Trassenführung.!

Ich weiß jetzt nicht , hat die V36 eine verwschiebbare Mittelachse ? Wenn nein , unterstützt das bei Vorwärtsfahrt natürlich auch noch das herausspringen.Ein Unterschied ist es schon ob die Achse mit dem weiteren Achsabstand zuerst in den Bogen fährt oder die beiden starren. Das aushebeln wird bei Schub mehr unterstützt als bei Zug.

Der VT durchfährt diese Stelle desshalb Problemlos, weil sein Achsabstand deutlich größer ist und auch keine Doppelachse in dem Sinne hat.

Gruß Hein

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Dieter Ackermann (14.10.2013)

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15

Montag, 14. Oktober 2013, 13:52

Ja, ja, die 36ger

Hallo Dieter,

es sieht fast so aus, als ob die 36ger das Mass aller Dinge (Gleise) ist. Wenn die 36ger mit ihrem "bescheuerten Radstand" fährt, fährt alles. So war das bisher bei mir auch. Dass der Gleisbogen geringfügig unter R 1 ist spielt meiner Erfahrung nach nicht die entscheidende Rolle. Ich kann mir vorstellen, dass Folgendes überprüft werden muss:

1. Verläuft generell der Radius 100% gleichmässig?

2. Hat sich durch das Löten des Gleisstosses eine minimalste Absenkung (sozusagen Knick nach unten) ergeben, welche so gut wie nicht sichtbar aber merklich spürbar ist, also eine Delle, welche sich nicht direkt am Gleisstoss bemerkbar macht, aber ein paar Schwellen weiter? Das letzte Rad sinkt etwas ein und dann hebt sich das Vordere. Abhilfe: Gleis an der Lötstelle leicht nach oben drücken, notfalls Lötstelle nochmal auflöten.

3. Hat sich durch das Löten des Gleisstosses ein minimalster "Radiusknick" ergeben, welcher so gut wie nicht sichtbar aber merklich spürbar ist?
Abhilfe: Gleis nochmal auflöten. Radius penibel genau neu einrichten.

4. Wenn o. a. alles übeprüft und o. k. ist, eine funktionierende Leitschiene am INNENGLEIS, wie in echt, anbringen.

5. Wenn das alles nicht funktioniert: Gleis neu verlegen oder V 36 verschrotten :D :D :D :D .

Mehr Tipps habe ich als "Nichtinschinöör" leider nicht zu bieten. Trotzdem: Vielleicht hilft Dir ja was von meinen Erfahrungswerten. Übrigens: Ich habe meine 36ger nicht verschrottet, sondern nach vieeeeln Fehlversuchen das Gleis (mehrmals) neu gelegt. Der Radius des Normalspurgleises ist an dieser Stelle ziemlich unter R 1, und das auch noch an der zweifachen Trennstelle - also Trennung bzw. Vereinigung Normal- Schmalspur und vertikal hochklappbarem Anlagenteil wg. Türe - von mir auch "Vertikaltüre" (Neologismus lässt grüssen, bin aber deswegen nicht schizophren) genannt. Sh. auch Bild - das war ein Akt sag´ich Dir, funktioniert jetzt aber butterweich.

Viel Erfolg wünscht Dir bei Deinem Vorhaben...

4.
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Gruss
Robert
BTB0e+0

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Montag, 14. Oktober 2013, 21:20

Hallo Dieter,

Mir fällt bei den Fotos auf, dass immer ein Rad genau auf der Lötstelle steht wenn
ein anderes abhebt. Ist die Lötstelle wirklich plan in alle Richtungen?

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Dieter Ackermann (14.10.2013)

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Montag, 14. Oktober 2013, 22:09

Hallo Dieter,

ich habe anhand der Fotos auch den Eindruck, dass es an der Lötstelle liegt. Es schaut so aus, als wenn hier eine leichte Delle ist eventuell auch ein leichter Knick.. Am besten Du lötest die Stelle noch einmal auf und schiebst eine Ersatzschwelle aus Holz darunter, die die gleiche Stärke wie die Lenzschwellen hat.

Viel Erfolg.

Robert

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Dieter Ackermann (14.10.2013)

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Montag, 14. Oktober 2013, 22:13

Liebe Spur 0 Freunde,

zunächst herzlichen Dank für eure Ratschläge - ich kann nur hoffen, dass zumindest ihr drei, Günter, Bert und Hein, euch nicht nur wegen der mysteriösen Entgleisungen der V36 die Nacht um die Ohren geschlagen habt!!! Robert hat dazu wenigstens die Mittagspause im Kindergarten genutzt ...

@ Günter - auf Grund deiner Andeutungen und Fragen habe ich den betreffenden Gleisabschnitt noch einmal genau unter die Lupe genommen. Ergebnis: nicht die Andeutung eines 'Knicks' an der Lötstelle, die Bögen der Flexgleise verlaufen absolut gleichmässig, die Schienenköpfe haben überall dieselben Abstände und auch die Radstände bzw. die Abstände der Spurkränze sind an allen drei Achsen die selben.

@ Bert - an diese sehr pragmatische Lösung hatte ich auch schon gedacht, hoffe aber vorläufig noch auf eine Klärung der eigentlichen Ursache, da die Lok bei Rückwärtsfahrt nicht entgleist ...

@ Hein - wie bereits oben beschrieben: weder Knick noch zu enger Bogen! Schliesslich sind alle von Lenz bisher gelieferten Fahrzeuge nach eigenen Angaben einsatzfähig auf Radien bis r = 800mm. Das Gleis möchte ich aber auch nicht weiter zur Wand hin verschieben, nachdem ich es dort schon einmal verlegt hatte und dadurch andere Probleme entstanden waren. Übrigens haben die Achsen der V36 ausreichendes Seitenspiel in den Lagern, selbst noch etwas auf Uralt-Pola-Gleisen mit r = 800mm ...

@ Robert - der 'bescheuerte Radstand' der V36, wie du ihn nennst, feiert ja eigentlich in der V60 fröhliche Urständ, und zwar auch bei Lenz. Da wäre es ja vielleicht interessant, ob V60-Eigner von ähnlich mysteriösen Entgleisungen zu berichten wissen ... Zurück zum bisherigen Gleisbau: es gibt weder 'Knicke' zur Seite noch nach unten und auch keinen 'minimalen Radiusknick'. Aber unabhängig davon - "et es wie et es" (Art.2 des kölsche Grundgesetzes), und so warte ich noch ein paar Tage - aber nicht so wie die Baierische Staatsregierung in Ludwig Thomas 'Ein Münchner im Himmel', die wohl noch heute auf "die göttlichen Eingebungen" wartet ... Denn schliesslich bleibt mir ja noch immer die Führungs-, Leit- oder Schutzschiene am Innenbogen!

@ Norbert - die vermeintlichen 'Lötstellen' sind absolut plan, ich habe nur an den Aussenseiten an Fuss und Steg gelötet; wahrscheinlich irritieren die Schmutzflecken auf dem Schienenkopf etwas.

Zur Verdeutlichung der Situation füge ich daher noch zwei Fotos bei, auf denen sowohl die Gleislage als auch die unterschiedlichen Radien (links Lenz R1, Mitte Eigenbau, rechts Pola r = 800mm) ersichtlich sind sowie, last not least, die Lage der Lötstelle sowie des Entgleisungspunkts:





Um es kurz zu machen: ich habe heute Nachmittag eine mail mit mehreren Fotos an Lenz geschickt, kurz darauf ein langes Gespräch mit einem sehr freundlichen und verständnisvollen Mitarbeiter geführt, dabei die Fotos kreuz und quer mit ihm analysiert (O-Ton: "Gleislage und Lötstelle sind okay") und anschliessend schweren Herzens die V36 zum AW Giessen geschickt, wohlgemerkt nicht zum Verschrotten.

Sobald die Lok wieder in ihrem kleinen Heimat-Bw eingetroffen ist, werde ich euch natürlich wieder berichten!

Bis denne - und nochmals DANKE für eure Hilfsbereitschaft!

Dieter

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Montag, 14. Oktober 2013, 22:27

Verzogen?

Hi, Dieter ich habe dein Problem erst jetzt gelesen... Hattest du deine v36 zufällig mal einer dicken Glasplatte stehen? Ich hatte ein ähnliches Problem mit einem verschlagwagen von lenz... Er war verzogen... Ungefähr 0,5 mm und dadurch kam es zu ähnlichen Entgleisungen... Eingeschickt zu lenz, 7 Tage später wieder im Dienst und alles war gut...
Gruß Holger
Epoche 3, z.Zt. keinen Platz.... wenn vorhanden, gesteuert mit Lenz LZV100 & LH100 und per WLAN touchcab(?)

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Dieter Ackermann (14.10.2013)

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Montag, 14. Oktober 2013, 22:34

Guten Abend Dieter,

Wahrscheinlich kommt mein Rat schon zu spät, aber hasst Du die Radinnenmaße mal überprüft? Es kann durchaus vorkommen, dass eine Lok, wovon nur einem Radsatz ein zu großes Innenmaß aufweist – einige Zehntel reichen schon – an kritische Gleisstellen entgleisen kann.

Gruß,

Jacques Timmermans

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Dieter Ackermann (14.10.2013)